Lackversiegelung mit Swizöl oder Nano?

Lackversiegelung mit Swizöl oder Nano?

Beitragvon Smartkosen » Sa 30. Sep 2017, 14:26

Hallo in die Runde, ich will meinem schwarzen Lack was gutes tun und ihn zum Winter versiegeln lassen. Leider habe ich keinerlei Erfahrung was den besser sein könnte.
Das Auto steht immer draussen, Es scheint immer dreckig zu sein. Ich habe derzeit auf dem Arbeitsweg auch 3 Baustellen. Dann kommt ja auch der Winter und auf der Autobahn wird immer kräftig Salz gestreut. Bei uns im Städtchen ein Salz und Sand gemisch.

Mein Wunsch: Das Auto bei Bedarf mit klarem Wasser abspülen können damit es sauber wird, oder der Regen erledigt das für mich.
Das Schwarz sollte auch immer Satt glänzen

Was meint ihr ist effektiver?
Die Nanoversiegelung würde etwa 500€ kosten, dann etwa 4-5jahre haltbar.

Swizöl kostet beim ersten mal bis 800€ bei 3 mal Polieren und gründlichster Lackreinigung mit knetartiger Masse (wenn gewünscht), oder 400€ bei 2 mal Polieren. Dann Jährlich nachbehandeln und Polieren etwa 150€

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?
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Beitragvon Hilo » Sa 30. Sep 2017, 14:50

Ich habe beim Neuwagen Eine Waxoyl Behandelung direkt beim Händler machen lassen.
Kosten 150 €.
Drei Jahre dann ohne Nachbehandlung.
Zuvor hatte ich acht Jahre einen Toyota Prius. Gleiche Behandlung. Im vierten Jahr habe ich selbst Waxoyl mit der Sprayflasche aufgetragen und mit einem trockenen Tuch leicht nachgerieben . Das habe ich dan jedes Jahr wiederholt.
Beim Verkauf glänzte das Auto noch wie am ersten Tag.
Immer nur mit Wasser gewaschen, nie in der Waschanlage und teilweise überdacht im carport.
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Re: Lackversiegelung mit Swizöl oder Nano?

Beitragvon Smartkosen » Sa 30. Sep 2017, 15:01

Das hört sich auch nicht schlecht an. Waxoyl ist wohl ähnlich dem Swizöl. Ich denke schon dass ich das beim ersten mal auf jeden Fall beim Fachmann machen sollte wegen der vorreinigung. Gerade bei schwarzem Lack sind die Microkratzer, wenn schlecht vorbehandelt, gut zu sehen. Bei schon 10000km ist halt schon einiges an Staub drauf, deshalb wird's Teurer als direkt aus dem Autohaus.
Die Nachbehandlung mit Swizöl könnte man ja evtl auch selbst machen. Bei Nano kann man nicht selbst nachbehandeln?
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Re: Lackversiegelung mit Swizöl oder Nano?

Beitragvon Chrissy_el » Sa 30. Sep 2017, 15:04

Hallo,
aus eigener -leidgeprüfter- Erfahrung kann ich sagen dass Du die „einfach mal mit Wasser abspülen“ vergessen kannst.
Da können Dir die Aufbereiter die besten Geschichten erzählen von „hält ewig“. Ich habe mir seinerzeit von ein Aufbereiter eine DCC- Glasversiegelung auftragen lassen- mit 3 Jahren Garantie. Es wird doch auch mit einem Abperleffekt geworben und sonstige Versprechungen wie einfach sauber etc. Das hielt das erste Jahr und danach nicht mehr. Mein Volvo (schwarz Uni) wurde genauso dreckig wie vorher auch. Dazu kam dann noch, dass dieses Zeug so hart war dass ein Nachpolieren per Hand (wenn es mal nen Kratzer gab den ich wegpolieren wollte) quasi unmöglich war.
Bei Schwarz wird man IMMER alles sehen, und da reicht es nicht mal eben mit Wasserschlauch drüber zu gehen. Und dann beim waschen sollte man nur mit der „2-Eimer-Methode“ waschen und keine kreisenden Bewegungen dabei machen.
Da Dein Auto immer draußen steht wird es durch Regen nass und die Tropfen bleiben auf vielen Stellen einfach auf dem Lack stehen. Theroretisch müsstest Du nach jedem Regenschauer dein Auto mit nem Mikrofasertuch abtrocknen. Und dann ziehst Dir wieder Swirls/ Kratzer in den Lack.
Ich befürchte, Dein Wunsch ein immer sattes Schwarz zu haben wird ohne Pflege nicht realisierbar sein.
Ich pflege meine Autos nur noch selber, verwende dafür Produkte von Menzerna. Die halten zwar bei weitem nicht so lange wie die von Die genannten, kosten aber nur einen Bruchteil und man muss selber was machen.
Liebe Grüße
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Re: Lackversiegelung mit Swizöl oder Nano?

Beitragvon Chrissy_el » Sa 30. Sep 2017, 15:08

Smartkosen hat geschrieben:
Die Nachbehandlung mit Swizöl könnte man ja evtl auch selbst machen. Bei Nano kann man nicht selbst nachbehandeln?

Ich würde diese Nano-Langzeit-Versiegelungen nie selber auftragen. Es gibt Gründe warum diese Produkte fast nur an Gewerbetreibende verkauft werden dürfen.
Falls Ihr es doch selber macht: Ausreichend Arbeitsschutz beachten!
Liebe Grüße
Christian
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Re: Lackversiegelung mit Swizöl oder Nano?

Beitragvon Spüli » Sa 30. Sep 2017, 15:09

Moin!
Grundsätzlich ist für einen gepflegten Lack erst einmal die Vorarbeit entscheidend. Je nach Zustand muss also entsprechend poliert werden.
Erst danach kann man sich Gedanken über die letzte Schicht machen. Grundsätzlich gelten Versiegelungen als unempfindlicher gegenüber Witterungseinflüssen. In diese Kategorie würde ich auch moderne Hybrid-Wachse einordnen.

Welches Produkt zu haben möchtest, würde ich eher nach dem Angebot des Aufbereiters festlegen. Von diesen vermeintlich über Jahre haltbaren Versiegelungen mit den Werbekosten Ceramic oder Nano halte ich aber nicht viel. Denn für die Garantie der Standzeit Mußt Du jedes Jahr wieder zum Aufbereiter.

Meine Empfehlung nach der Politur vor dem Winter: Collonite 476s oder Fusso Soft99. Wer mit der Maschine arbeitet kann auch bei Menzerna das Power Lock nehmen. Bei richtiger Anwendung kommen diese drei Produkte auch über den Winter.
Gruß Ingo
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Re: Lackversiegelung mit Swizöl oder Nano?

Beitragvon Chrissy_el » Sa 30. Sep 2017, 15:25

Spüli hat geschrieben:

Meine Empfehlung nach der Politur vor dem Winter: Collonite 476s oder Fusso Soft99. Wer mit der Maschine arbeitet kann auch bei Menzerna das Power Lock nehmen. Bei richtiger Anwendung kommen diese drei Produkte auch über den Winter.

Ich nutze das Power Protect Ultra von Menzerna. Da entfernt Swirls und leichte Kratzer und versiegelt.
Und Spüli hat recht: Man muss jedes Jahr zum Aufbereiter um die Versiegelung neu „auflegen“ zu lassen. Evtl. nimmt der da auch jedesmal Geld dafür. Ich würde mir das bei den Aufbereitern vorher nachfragen.
Liebe Grüße
Christian
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Re: Lackversiegelung mit Swizöl oder Nano?

Beitragvon eSmart » Sa 30. Sep 2017, 15:26

Der Glaube in teure Produkte ist ungebrochen. Es gibt keine Nano Produkte. Das ist ein Werbewort.
Nano trifft schon auf Wassermoleküle zu.
Fälschlicherweise wird Nano mit Lotos oder Lotus (das ist die Automarke) assoziiert.
Auch gibt es keine Versiegelung bei der der Schmutz einfach abperlt. Die Lotospflanze ist übrigens matt und rauh, das will man auf dem Auto doch gar nicht.
Eine Beschichtung für 800€ löst auch nicht alle Sorgen. Es gibt gute Produkte, Swizöl zB ist absolut ein gutes Produkt. Doch überteuert und man muss das Auto dennoch regelmäßig waschen und pflegen. Einmal auftragen und 3 Jahre nichts machen funktioniert nicht.

Beschichte den Lack mit einem Wachs, oder einer Versiegelung (auch da sind die Grenzen zwischen den Begriffen nicht klar)
Silikonhaltige Produkte sind leicht per Hand zu verarbeiten, halten aber nicht lange, dafür preiswert und selber zu Hause leicht zu verarbeiten.

Wer es richtig machen möchte poliert den Lack zuerst (auch ein neuer Lack muss poliert werden), aber hier eine richtige Schleifpolitur, kein buntes Kombiwachs aus dem Zubehörregal. Eine Versiegelung darauf sollte schon ein paar Monate halten.
Jeder hat eine anderes Produkt und jeder arbeitet anders.
Nur soviel, die ganzen bunten Produkte in Pappschachteln mit So... und Co sind ihr Geld nicht wert. Nano, Teflon, Silizium sind alles Werbeworte. Vorsicht vor Werbeversprechen in denen alles als leicht angepriesen wird, da ist nur Silikon drin. Das ist billig und hält nicht lange. Es schmiert einfach nur alles zu.

Einfach Ellenbogenspucke beim Polieren und eine brauchbare Versiegelung. Poliert wird mit einer Maschine, per Hand ist das nicht machbar. Die Politur macht 90% des Endergebnisses allein aus. Zu 99% wird das leider immer ausgelassen.
Grüße aus der gewerblichen Autowäsche und Aufbereitung.

Ein uni schwarz sollte man unbedingt wachsen/beschichten. Der Lack wird satter und Haarlinien beim Waschen werden vermindert.
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Re: Lackversiegelung mit Swizöl oder Nano?

Beitragvon Smartkosen » Sa 30. Sep 2017, 15:42

wow, Danke für die guten Antworten. Falls ich da jetzt ein Wachs oder Swizöl oder ähnliches drauf mache, dann muss ich auf jeden Fall mit dem gleichen Produkt nachbehandeln? Muss dann erst die Beschichtung/ Versiegelung entfernen um etwas neues zu versuchen?
Die Erstbehandlung will ich auf jeden Fall beim Profi machen lassen. Selbst Polieren mit der Maschine treu ich mir noch nicht wirklich zu...
Schwarz finde ich halt nur richtig schön wenns Tiefglänzend ist. Oft waschen ohne Lackbehandlung verkrazt doch viel zu sehr?
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Re: Lackversiegelung mit Swizöl oder Nano?

Beitragvon eSmart » Sa 30. Sep 2017, 16:11

Kauf Dir 1-3 Mikrofasertücher, eine Dose Lackknete und eine Versiegelung Deiner Wahl. Das sind 50-70€ für den Start, damit kannst Du bis zu 3 Jahre Dein Auto wachsen.
Erstmals gründlich waschen, dann mit der Knete den restlichen Schmutz entfernen und wachsen/versiegeln.
Alle paar Monate neu
Selbst ein billiges Silikonwachs ist besser als nichts, solange man es regelmäßig anwendet. Also Jede Woche waschen und das Wachs regelmäßig auffrischen (alle 1-3 Monate)

Es wird immer gefragt welches das beste Produkt ist. Kann man nicht beantworten, da das Produkt allein nicht wirkt und nicht funktioniert. Die Verarbeitung ist es.
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