Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon joa » Di 19. Dez 2017, 23:00

Aber dafür habt ihr ja einen super-sauberen Strommix, da lohnt sich das zahlen :lol:


Sauberer als in Österreich??? Der war gut :D :D :D
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon remi » Di 19. Dez 2017, 23:07

Jaja wir waschen euren Atomstrom einmal durchs Pumpspeicherkraftwerk und schon können wir uns mit 100% Ökostrom krönen ;)

Ihr habt nach Polen glaub ich den dreckigsten Strommix in Europa. Das wird durch die Abschaltung der AKWs kurzzeitig nicht gerade besser, aber ich bin froh dass ihr bei den Erneuerbaren Energien so schnell gas gebt :)
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon Langsam aber stetig » Mi 20. Dez 2017, 00:05

Es ist eigentlich recht einfach. Wenn man statt eines (normalerweise selbst in der Basisvariante sehr gut ausgestatteten) Elektroautos sowieso ein sehr gut ausgestattetes Auto mit Automatik nehmen würde, und mindestens 15-20.000 km im Jahr fährt, für den ist ein Elektroauto oft etwas günstiger.

Die Rechnung im 1. Post ist aber so nicht richtig - die Konkurrenz bei den Verbrennern (rein von den Kosten her) ist eher ein Diesel und nicht ein Benziner. Wenn man dann die deutschen Strom- und Dieselpreise nimmt, dann sind die Kosten pro km beim BEV zwar etwas geringer als beim Diesel, aber auch nicht viel geringer. Der BEV darf also dann in der Anschaffung nicht sehr viel mehr kosten als der Diesel.

Sobald man also versucht, ein günstiges Auto (im Extremfall Mitsubishi Space Star oder Dacia Sandero, aber auch noch einen einfach ausgestatteten Polo) mit einem BEV zu vergleichen, schneidet der BEV teurer ab. Noch schlechter ist es, wenn man Gebrauchtwagen betrachtet.

Aber das wird schon noch. Der eSandero kommt auch noch irgendwann :)
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon umrath » Mi 20. Dez 2017, 00:09

Ich habe ja schon mal eine solche Rechnung für einen nachfragenden Kumpel zu meinem Blogpost aufgemacht. Daher kann ich die hier auch fix zitieren:

(Die Kosten beziehen sich auf 6 Monate und 30.000 km, die ich in dieser Zeit gefahren bin.)

Wartung: rund 150 €
Reparaturen: 0 €
Ein Satz Winterreifen inkl. aufziehen: knapp 400 €

Darüber hinaus eigentlich nur noch Versicherung (rund 530 € im Jahr für Haftpflicht und Vollkasko 150/300, also rechnerisch etwa 265 € für ein halbes Jahr) und die Energiekosten. Die sind auch recht einfach berechnet, da ich hier von Anfang an die Entega-Flatrate nutze, die mich die ersten 2 Monate (April+Mai) nichts gekostet hat und seitdem 25 €/Monat und seit Oktober habe ich zusätzlich (die e.on-Flatrate für 50 €/Monat).
D.h. bis heute habe ich insgesamt 125 € an Entega bezahlt und 100 € an e.on. Dazu, und hier muss ich schätzen, kommen noch die Ladevorgänge an Säulen, die ich nicht durch die Flatrate abdecken konnte. Das dürften in Summe aber keine 200 € werden, inkl. der Urlaubsfahrten.

Wenn ich das alles zusammenrechne, komme ich also auf 150+400+265+125+100+200=1.240 €.
Allerdings muss man dabei beachten, dass die Winterreifen sehr wahrscheinlich deutlich länger als eine Saison halten. Langfristig werde ich wohl auch die Entega-Flatrate abstoßen, da ich diese nicht mehr brauche. Realistisch hätte ich also deutlich unter 1.000 € bleiben können.

Aber rechnen wir mal mit den 1.240 €. Dann sind das 4,13 Cent/km. Dazu kommt dann noch der Wertverlust. Ich rechne hier mal sehr pessimistisch mit 25% (31.000 €/4=7.750 €), so dass ich nach 2 Jahren das Auto praktisch komplett abgeschrieben hätte. Das wären dann also nochmal 25,83 Cent/km. In Summe komme ich also auf knapp 30 Cent/km. Sehr sehr pessimistisch gerechnet.
Realistisch dürfte ich den IONIQ wohl in 2 Jahren wohl locker noch für 15.000 € loswerden. Also wäre der Wertverlust dann bei 16.000 €, sprich 4000 € in einem halben Jahr (13,3 Cent/km).
Zusammen mit den realistischen 1.000 € Betriebskosten (3,3 Cent/km) in einem halben Jahr sind das dann also insgesamt Kosten von knapp 17 Cent/km.

Damit dürfte ich bei den Kosten (je nach Rechenweise 17-30 Cent/km) so ziemlich jeden Verbrennerkleinwagen (und wohl selbst Kleinstwagen) mühelos schlagen. Und das mit einem Auto der unteren Mittelklasse.
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon Langsam aber stetig » Mi 20. Dez 2017, 00:09

remi hat geschrieben:
Jaja wir waschen euren Atomstrom einmal durchs Pumpspeicherkraftwerk und schon können wir uns mit 100% Ökostrom krönen

Gibt es da nicht das Stromwäschegesetz, welches dies unter Strafe stellt?
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon Deef » Mi 20. Dez 2017, 06:27

Ähnliche Rechnung. Wir fahren sogar günstiger mit dem Japan-Leaf als mit dem 17 Jahre alten Passat. Da ist dermaßen oft irgendwas hinüber. Die Abzahlung des Leaf ist deutlich günstiger als Reparaturen und Betrieb des Passat. Im Ergebnis kriegt meine Frau jetzt den 2.zero :-). Dabei habe ich den gesamten Strom für den Leaf noch als in der BRD gekauft gerechnet.
Sonne und Firma sorgen aber dafür, dass mindestens 2 Drittel garnicht gekauft werden müssen. Rockt von der ersten Meile an.

Ich heb jede Quittung auf und haue alles ab und zu ins Excel. Ist schon erstaunlich.
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon wogue » Mi 20. Dez 2017, 09:20

@remi: Gibt bei uns genug zertifizierte Ökostrom-Anbieter mit transparentem Strommix, die preislich auch sehr ansprechend sind. Man muss halt als Konsument aktiv werden...

LG
W.
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon lzrd » Mi 20. Dez 2017, 09:57

Also ich hab mir das auch für meine Bedürfnisse ausgerechnet (Firmenwagen, Österreich), und da gewinnt der Ioniq natürlich bei weitem im Vergleich zum Verbrenner: mehrwertsteuerabzugfähig, Keine Motorsteuer, (momentan noch) ausreichend kostenlose Ladeinfrastruktur... Auf lange Sicht wird sich da sicher was ändern, aber ich gehe auch davon aus, dass Benzin und Diesel in den nächsten Jahren enorm teurer werden. Dadurch wird dieser Preisvorteil erhalten bleiben.
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon remi » Mi 20. Dez 2017, 12:11

@wogue: Ja es gibt genug Ökostromanbieter, aber da hast du trotzdem Atomstrom dabei. Die Stromanbieter kaufen zb. billigen Atomstrom aus Tschechien, Wasserkraftzertifikate aus Schweden, und dann steht selbst beim transparenten Stromanbieter auch Wasserkraft drin und nicht mehr Atomkraft. Das ist vollkommen legal. Wahrscheinlich macht es nicht mal der Stromanbieter selbst, sondern Firmen die das im großen Stil machen und dann den "sauberen" Atomwasserstrom weiterverkaufen.

Die einzige Möglichkeit 100% keinen Atomstrom dabei zu haben ist, wenn der Stromanbieter ausschließlich österreichische Zertifikate hat. In Österreich haben nur 3 Stromanbieter das Global 2000 Abzeichen, AAE, Stadtwerke Wörgl und W.E.B.

Aber da unsere PV Anlage mehr produziert als wir verbrauchen im Jahr, sehe ich das Stromnetz halt als große Batterie, auch wenn Atomstrom dabei ist. Solange ich mehr einspeise als ich beziehe passts finde ich.
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon sensai » Mi 20. Dez 2017, 13:16

psst, nicht zu laut sagen, aber auch spare ich mir einen Menge mit einem EV pro Jahr. :lol: :lol:

Meine Zahlen sind "Echtzahlen"; unsere Zoe hat bereits 41.000 km abgespult.
Auch ich bin Österreicher.

Verglichen:
Renault Zoe vs Fiat Punto 55 PS Benziner (mein vorheriges Pendlerauto)
18.000 km Laufleistung im Jahr.
reine Haftpflicht VS, keine Kasko
Achtung, ich lade wochentags in der Firma mit einer (günstigen) Monatspauschale

Fiat Punto:
Benzin:............1140 Liter 'a 1,1€.....1254€
Versicherung................................496€
Service.......................................200€
Gesamt:.....................................1950,- oder 10,955€/100 km

Renault Zoe:
Strom: 872 kW 'a 0,15€................130,50 Rest Firma oder öffentlich
Versicherung................................133,92
Service........................................92€
Gesamt:.....................................415,94 oder 2,337€/100 km
inkl. Batteriemiete 1543,94 oder 8,674€ / 100 km

Differenz:
o. Batterie 1.534 € / Jahr
m. Batterie 406 € / Jahr (das gibt es beim Ioniq natürlich nicht)

Im März bekomme ich meinen Ioniq.
Dann vergleiche ich diese Kosten mit dem bis dahin verkauften Familienkombi.
Geschätzt wird die Differenz bei etwa 2000 € / Jahr liegen.
Niedrigstenergiehaus (17 kWh/m²) mit Wärmepumpe und Tiefenbohrung

Zoe Intens 12/2014 mit 17" TechRun und Folierung
IONIQ Premium blau: Bestellt November 2017 (#sangl 371) Liefertermin März 2018
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