Ioniq Electric theoretisch über 200 km/h schnell?

Re: Ioniq Electric theoretisch über 200 km/h schnell?

Beitragvon gekfsns » So 31. Dez 2017, 20:02

Der Ioniq wird weltweit verkauft und nirgends sonst ist >130 ein Thema, mich wundert es, dass sie den Ioniq da nicht schon eher begrenzt haben.
Top Speed mit dem Ioniq zu fahren ist genauso sinnlos wie mit dem Bugatti Veyron, dessen 100 Liter Tank ist da übrigens auch schon nach 12 Minuten leer. Die Kühlung muss dabei beim Veyron 800kW Abwärme abführen, meine Gasheizung vom Haus schafft maximal 12kW.
Zum Thema Drängler, ich hatte noch bei keinem anderen Auto zuvor so wenige Drängler wie beim Ioniq, ist mir oft schon unheimlich mit wieviel Abstand die meisten folgen. Hab extra schon Mal unter das Auto geschaut ob vielleicht eine Unterbodenverkleidung gefährlich runter hängt :)
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Re: Ioniq Electric theoretisch über 200 km/h schnell?

Beitragvon Karlsson » So 31. Dez 2017, 20:13

ello hat geschrieben:
mag jemand mal testen ob Vmax abhängig ist von der Akku-Spannung?

Theoretisch ist das so. Praktisch wird er wahrscheinlich aber vorher dicht machen.
Bei der PSM steigt die benötigte Spannung linear mit der Drehzahl. Dazu kommt dann noch die mechanische Festigkeit von Motor und Getriebe.
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Re: Ioniq Electric theoretisch über 200 km/h schnell?

Beitragvon EddyB » Mi 31. Jan 2018, 14:55

Nachdem ich es nun selbst ausprobieren konnte: Es ist eine Drehzahlbegrenzung. Vmax / bergab = Geschwindigkeit konstant bei Leistungsreduzierung, Vmax / bergauf = Geschwindigkeit konstant bei Leistungserhöhung bis bei Pmax eine Geschwindigkeitsreduzierung erfolgt.
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Re: Ioniq Electric theoretisch über 200 km/h schnell?

Beitragvon LtSpock » Mi 31. Jan 2018, 15:40

Als Modellflieger mit Elektroantrieben kann ich dir sagen, dass mit abnehmender Akkuspannung auch die abgegebene Leistung geringer wird. Den größten Druck hat man mit einem frisch geladenen LiPo der noch warm. Mit zunehmender Entladung lässt die Leistung ab einem gewissen Spannungsniveau nach.

Beim Ioniq wird das so geregelt sein, dass die Nettokapazität kleiner der Bruttokapazität ist und der max. Entladestrom fix abgeregelt ist. Dadurch ergibt sich ein entsprechendes Fenster in dem man eine gleichbleibende Leistungsabgabe hat.

Tesla setzt den max. Entladestrom einfach in die Nähe des pyhsikalisch max. möglichen Entladestroms in den Grenzbereich zur Zellenschädigung, um es dann sukkzessive bei entsprechender Belastung den Entladestrom herunterzuregeln. Das ist halt wieder so ein Marketingag von Tesla, um mit Daten auf Sportwagenniveau um sich werfen zu können. Dass das in der Praxis nur ein Showeffekt ist, der nur brerenzt wiederholt werden kann stört da niemand und dem Ego der Teslaristi gefällt das natürlich.

Ich denke den Ioniq könnte man auch auf gut 6s von 0-100km/h bekommen, wenn man hier den Entladestrom erhöhen könnte. Aber für was soll das gut sein? Wenn man das braucht kann man sich für den Preis eines Ioniq Premium einen sehr guten gebrauchten Porsche Cayman mit 6 Zylindern kaufen und der macht dann aus dem Tesla im Winkelwerk Hundefutter, weil man auf dem Gas stehen bleiben kann ohne dass abgeregelt wird :mrgreen: :mrgreen:


Flache Ladezyklen mit häufigen Nachladen erhöhen die Lebensdauer des Akkus. Ausserdem sollte man den Akku des Ioniq hin und wieder auch zu 100% laden bis der Ladevorgang vom Ioniq beendet wird. Dadurch wird ein Balancing der Zellen durchgeführt und der Akku erhält so seine volle Leistung. Dazu bietet sich idealerweise die Verwendung des ICCB über Nacht zu Hause an. Wenn man den Ioniq längere Zeit nicht fährt ist es zu empfehlen das Fahrzeug nur mit einer Ladung von 70-80% abzustellen, da die chemische Alterung auf diesem Ladungslevel am geringsten ist.
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Re: Ioniq Electric theoretisch über 200 km/h schnell?

Beitragvon Jan » Mi 31. Jan 2018, 16:12

WArum auch mal schnell fahren? Ganz einfach, weil es Spaß macht und der Ioniq macht einen sehr guten Eindruck bei hohen Geschwindigkeiten. ICh habe es nicht mehr genau im Kopf, meine aber, bei 170 Km/h die 50 KW gesehen zu haben, die den Akku verlassen. Wenn man dann die Rekuperation auf Stufe 3 reinschiebt, gehen 70 KW zurück in den Akku. 170/50*70= 238 Km/h. :) OK, so kann man das natürlich nicht rechnen, aber sicherlich wären auch mehr als 170 Km/h drin. Den Tempomat kann man auch auf 180 einstellen. Werden die 180 Km/h dann auch erreicht? Habe ich noch garnicht getestet. Aber 170 Km/ heißt auch, keine halbe Stunde Fahrzeit. Trotzdem toll, das es geht.
Was das Laden betrifft, 100% sind doch nicht 100% des Akkus, oder? Da gibt es doch noch den eingebauten Puffer. Sollte man ihn dann trotzdem nur 80% füllen?
Kommt bei Dir auch schon Strom vom Dach? :) https://www.youtube.com/watch?v=bBPRBxziQOI
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Re: Ioniq Electric theoretisch über 200 km/h schnell?

Beitragvon EddyB » Mi 31. Jan 2018, 17:33

LtSpock hat geschrieben:
...kann ich dir sagen, dass mit abnehmender Akkuspannung auch die abgegebene Leistung geringer wird. Den größten Druck hat man mit einem frisch geladenen LiPo der noch warm. Mit zunehmender Entladung lässt die Leistung ab einem gewissen Spannungsniveau nach.

Durchaus richig, nur... darum ging es nicht. Die Frage war, warum der Ioniq abgeregelt wird.
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Re: Ioniq Electric theoretisch über 200 km/h schnell?

Beitragvon LtSpock » Mi 31. Jan 2018, 20:05

Wenn der Ioniq abgeregelt wird hat er eine größere Reichweite bei max. Geschwindigkeit. Die abgeriegelte max. Geschwindigkeit kann auch länger gehalten werden. Außerdem kann der Motor und die Leistungeelektronik schmaler ausgelegt werden = Kostenersparnis. Der Ioniq ist das Produkt aus Effizienz und Vernunft zu einem sehr guten Preis, ohne auf den Komfort und Spaß verzichten zu müssen. Kann man eigentlich so auch überall lesen. :D

Was die 100% bedeuten weiß ich nicht. Ich gehe davon aus, dass 100% erreicht sind, wenn die Ladeschlussspannung der Zellen erreicht ist und die Zellen ausbalanciert sind. Ich glaube nicht, dass es Zellen gibt, die als Reserve zugeschaltet werden, sondern dass die Entladeschlussspannung ereignisbezogen nach unten abgesenkt werden kann. So wäre auch der Schildkrötenmodus plausibel, um den Akku nicht zu schädigen. Ein Zelle darf grundsätzlich nie unter 3,3V fallen, sonst ist sie geschädigt. D.h. die normale Entladeschlussspannung wird bei 3,76V liegen und dann wird es noch eine ereignisbezogene variable Reserve zwischen 3,3V und 3,76V geben.

Soweit ich weiß hat der Akku des Ioniq 100 Zellen mit einer Gesamtspannung von 400V bei einer angebenden Kapazität von 28kWh bei einer wahrscheinlichen Entladeschlussspanung von 376V im Normalbetrieb. Das entspricht 70Ah. Wir wissen auch, das der Akku mit max. 70kw geladen werden kann = 175A bzw. C2,5
Der Motor leistet 88kw
I=P/U => 88kw/400V=220A bzw. C3,1

Mit Torque kann man das alles leicht prüfen, wenn man sich die Zellenspannungen anschaut und welche Prozentzahlen angezeigt werden. Habe leider momentan meinen Dongel verlegt :cry:

Wenn man nun wieder auf die Geschwindigkeit kommt ist klar, dass wenn der Ioniq nicht abgeregelt wird, die Spannung des Akkus einbrechen wird, weil die bauartbedinge Entladerate von C3,1 überschritten wird und der Akku dabei sehr heiss wird. Ich gehe jetzt spekluativ davon aus, dass Cmax bei 3,1 - 3,5 liegt um Kosten zu sparen!


Jeder Modellbauer weiß auch, dass ein Akku je höher die C-Raten auch umso teurer ist und auch nicht so lange lebt wenn er so belastet wird.

Beim Modellflug fliege ich den LiPo immer bis auf 3,7V pro Zelle runter und zur Not dann bis 3,5V im Schleichgang. So wirds auch beim Ioniq geregelt sein.
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Re: Ioniq Electric theoretisch über 200 km/h schnell?

Beitragvon TobsCA! » Mi 31. Jan 2018, 22:16

@Jan
Beim Zoe bekomme ich den Tempomat auf 210... leider ist trotzdem bei 140 Schluss.

Es gibt Twizys die laufen 120kmh, meiner ging damals 111kmh.Und der Anzug hatte sich gefühlt verdoppelt.
Nur durch das OVMS und die Programmierkünste einiger "Verrückten".
Da wurden Datenblätter vom Getriebe, vom Sevcon etc. gewälzt und die maximalen "sicheren" Werte berechnet und probiert.
Nur bei einem 8 000€ Twizy ist das natürlich weniger Schaden wenn was passiert als beim Ioniq.
Aber Spass hat es schon gemacht, und gehalten hats bei mir auch 20 000km bis zum Verkauf.

200km/h fahren ist aber in Deutschland wichtig.
Beim Autohaus Meiling hatte mir Herr Meiling erzählt das sich ein Probefahrer beschwert hat das der Wagen keine 200 läuft.
Ja ich machs auch gerne. Aber das ist 2-3 mal im Jahr mit Firmenwägen wenn die Zeit brennt.
Entspannter und besser komme ich mit der Zoe an. Elektrisch nicht hektisch ;)

MfG
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Re: Ioniq Electric theoretisch über 200 km/h schnell?

Beitragvon Helfried » Mi 31. Jan 2018, 22:27

T1D hat geschrieben:
Der Akku wäre jedenfalls nicht das Problem, denn laut Werksangaben kann der bis zu 98kW liefern.


Wenn 98 kW länger als ein paar Sekunden erlaubt wären, könnte Hyundai aber keine 8 Jahre Garantie auf den Akku geben.
Vielleicht eineinhalb. Jahre? Monate?

Leute, wisst ihr eigentlich, wie alt die Technologie diese Hyundai-Akkus mittlerweile schon ist? Manchmal habe ich den Eindruck, wir E-Fahrer glauben, die Akkus werden von selber von Jahr zu Jahr immer besser.
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Re: Ioniq Electric theoretisch über 200 km/h schnell?

Beitragvon Jan » Mi 31. Jan 2018, 22:41

Ja, der Twizy, was für ein tolles Spaßgerät für den Sommer. :) Leider immer noch mit blödem Kaufakku, sonst hätte ich mir einen gekauft. Stimmt, am teuren Auto basteln, kann auch schnell unschön werden, zumal die Ersatzteile nicht auf dem Schrottplatz zu haben sind. Und selbst die 170 Km/h sind zwar toll, aber irgendwie im Alltag nicht wirklich nötig. Trotzdem, testen muss ich unbedingt noch mal, wie schnell man den Akku auf diese Art leer bekommt und ob der Ioniq vorher schon abregelt, wie das Model S z.B. Aber jetzt versuche ich gerade, die 200 Km Reichweite zu erreichen und da muss der Fuß dann ganz artig sein. :) Hinzu kommt noch, gestern bin ich wirklich sehr vorsichtig gefahren, aber irgendwie ist meine Frau immer besser. Aber morgen wird wieder getestet. :)
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