Ioniq electric als Fahrzeug für einen Filmemacher?

Re: Ioniq electric als Fahrzeug für einen Filmemacher?

Beitragvon Pianist » Fr 21. Apr 2017, 12:57

Na eben. Genau das meinte ich. Außerdem wäre es mir schon zu blöd, gemeinsam mit dem Käufer bei meiner Bank dessen Geld in bar auf mein Konto einzuzahlen, aber anders würde ich sowas wohl nicht abwickeln.

Das spräche eher für Kaufen. Und ihn dann vielleicht nach einigen Jahren an die Dame meines Herzens zu verkaufen, die ihn dann weiternutzt. Für sie ist die Reichweite mehr als ausreichend.

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Re: Ioniq electric als Fahrzeug für einen Filmemacher?

Beitragvon Impact » Fr 21. Apr 2017, 13:01

Danke für die Präzisierung!
"Privat verkaufen würde ich ungerne" konnte sowohl "von" Privat als auch "an" Privat heißen und je nachdem ist der Ausschluss ja möglich oder nicht.
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Re: Ioniq electric als Fahrzeug für einen Filmemacher?

Beitragvon Pianist » Fr 21. Apr 2017, 14:54

Abgesehen von der Touareg-Verkaufsproblematik: Was spricht denn noch für oder gegen Kaufen oder Leasen? Ich gehe einfach mal davon aus, dass der Wagen viele Jahre seinen Dienst verrichten wird. Und immerhin gibt Hyundai acht Jahre Garantie auf die Batterie. Und die wird im neunten Jahr ja nicht komplett zusammenbrechen. Bis dahin wird es bestimmt sogar Firmen geben, die auch solche Batterien neu bestücken, wie jetzt schon in vielen anderen Bereichen, und das vermutlich zu einem Bruchteil des heutigen Preises.

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Re: Ioniq electric als Fahrzeug für einen Filmemacher?

Beitragvon Impact » Fr 21. Apr 2017, 15:33

Gegen Kaufen spricht die Kapitalbindung.
Dafür ist man flexibler, kann also jederzeit verkaufen, während einen Leasingvertrag abzutreten schwierig ist.
Ansonsten hat Twizyflu bereits einiges zu Leasingvarianten zusammengefasst:
www.goingelectric.de/forum/hyundai-ioni ... ml#p508907
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Re: Ioniq electric als Fahrzeug für einen Filmemacher?

Beitragvon Pianist » Fr 21. Apr 2017, 16:48

Das Leasing des Ioniq ist ja nicht das eigentliche Problem, sondern das Verkaufen des Touaregs zu einem Zeitpunkt in der Zukunft...

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Re: Ioniq electric als Fahrzeug für einen Filmemacher?

Beitragvon Pianist » So 21. Mai 2017, 12:32

Jetzt, wo ich den Ioniq bestellt habe, versuche ich bei jeder Langstreckenfahrt, mir Gedanken darüber zu machen, ob diese Fahrt auch ohne größere Schwierigkeiten mit dem Ioniq möglich gewesen wäre.

Da hier der Lade-/Routenplaner noch nicht so richtig ausgereift ist, kann ich den irgendwie gar nicht dafür nutzen, um mir einen Eindruck zu verschaffen, da kommen die abenteuerlichsten Ergebnisse raus...

Folgende Fahrt hatte ich in den vergangenen Tagen:

Mittwochmorgen bin ich gegen acht Uhr in Berlin losgefahren, früher wäre nicht möglich gewesen. Ich wusste, dass ich um spätestens 16 Uhr in der Nähe von Koblenz sein muss. Tatsächlich war ich schon um 15 Uhr dort, und habe auch eine vernünftige Mittagspause gemacht, und zwar in Hamm-Uentrop beim Euro-Rastpark mit vier Ladesäulen, die alle frei waren. Bin nie schneller als 130 gefahren. Im Ernstfall hätte ich natürlich vorher schon zwei Ladestopps machen müssen.

Nun wird es allerdings kompliziert: Ich bin also Mittwochnachmittag angekommen und habe das Fahrzeug bis Freitagnachmittag nicht bewegt. Das Hotel habe ich diesmal nicht selbst ausgesucht, sondern das hat mein Auftraggeber nach logistischen Erwägungen gemacht. Die haben keine eigenen Parkplätze, somit auch keine eigene Lademöglichkeit. Der Wagen stand also in einer öffentlichen Tiefgarage schräg gegenüber, ebenfalls ohne Lademöglichkeit. Also es wäre mehr als genug Zeit gewesen, aber keine Steckdose. Ob das Hotel irgendwas gezaubert hätte, wenn ich echten Bedarf gehabt hätte, weiß ich nicht.

Freitagnachmittag bin ich dann zu einer 30-km-Fahrt aufgebrochen, die schnell gehen musste. Also da wäre keine Zeit zum Nachladen gewesen. Nach dem Termin am Nachmittag bin ich dann in ein Hotel nach Gießen gefahren. Dort gab es ebenfalls keine Lademöglichkeit, im Ernstfall hätte ich mir ein anderes Hotel genommen. Sonnabendfrüh bin ich dann von Gießen nach Bebra gestartet und hatte dort noch einen mehrstündigen Drehtermin auf einer Bahnbaustelle. Da steht der Wagen also an verschiedenen Stellen entlang der Bahnstrecke, und natürlich gibt es da nirgendwo eine Steckdose. Ich hätte also im Ernstfall darauf achten müssen, irgendwo zwischen Gießen und Bebra möglichst viel zu laden.

Am Nachmittag bin ich dann von Bebra zurück nach Berlin gefahren. Da wäre die erste Schnelllademöglichkeit an der A4 leider nur in der Gegenrichtung gewesen. In Osterfeld habe ich zu Abend gegessen, die dortige Ladesäule wäre frei gewesen. Ganz nach Hause würde ich es von da aus wohl nur bei äußerst zurückhaltender Fahrweise schaffen, immerhin 206 Kilometer. Da hätte ich also zur Sicherheit noch mal in Brück nachgeladen.

Also der große Teil des Hinweges und der große Teil des Rückweges wäre kein Problem gewesen. Aber der Teil der Fahrt da unten im Südwesten hätte mir wohl einige Kopfschmerzen bereitet. Wie hätten das Leute mit mehr Erfahrung gelöst?

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Re: Ioniq electric als Fahrzeug für einen Filmemacher?

Beitragvon Pianist » Di 23. Mai 2017, 06:11

Ich schiebe das noch mal hoch. Wie würden Leute mit mehr Praxis-Erfahrung einen solchen Einsatz planen? Fakt ist: Ich darf keinesfalls einen Termin verpassen und meine Puffer auch nicht zu 100 Prozent ausreizen. Ich bin ja grundsätzlich bereit, fallweise einen Verbrenner-Mietwagen zu nehmen, wenn ich im Vorfeld erkenne, dass ich bei rein elektrischer Fahrt Probleme kriegen werde, möchte das aber natürlich auf ein Minimum beschränken.

Vielleicht habe ich ja auch was übersehen und es hätte gar kein Problem gegeben...

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Re: Ioniq electric als Fahrzeug für einen Filmemacher?

Beitragvon Impact » Di 23. Mai 2017, 06:36

Hier im Forum gibt es eigentlich genügend Erfahrungsberichte die zeigen, dass in solch einem Fall die gewünschte (zeitliche) Sicherheit nicht gegeben ist, sofern man Nachladen muss. Man muss einfach damit rechnen, dass die benötigten Ladesäulen nicht nutzbar sind (technisch bedingt oder belegt). Das mag nur in 2% oder weniger der Fälle tatsächlich Probleme bereiten, aber das Risiko sehe ich momentan beim Verbrenner (der ja auch mal durch Defekt ausfallen kann) noch als geringer an.
Konkret: Wenn sich die Strecken im Vorfeld planen lassen (z.B. mit dem GoingElectric Routenplaner) und sich dabei genügend zeitlicher Puffer und alternative Lademöglichkeiten ergeben, dann das EV nehmen. Ansonsten Mietwagen.
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