Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon Chrischi » Mo 10. Apr 2017, 18:31

Halli Hallo,

Ich bin eher so der stille Mitleser aber sehr an EVs interessiert. Ich hatte auch schon die Möglichkeit das ein oder andere EV zu fahren und bin soooo begeistert vom fahren :D

Derzeit fahre ich einen 10 Jahre alten VW Passat, 2,0 L Diesel. Leider ist es schon seit einiger Zeit so, dass ich mein ganzes Geld in Reparaturen stecken muss. Ich studiere, bin ehrenamtlich sehr sehr engagiert und arbeite halt etwas nebenbei. Da mich das tierisch nervt, dass so ziemlich mein komplettes angespartes und erarbeitetes Geld nach und nach im VW verschwindet, bin ich schon seit einiger Zeit am überlegen, ob es da nicht eine andere Option gibt ...

Vor kurzem kam mir dann der Gedanke, ob ich nicht mit den Betriebskosten einen EV finanzieren kann?? :shock:

Ich gebe euch mal ein paar Zahlen, Daten und Fakten ...

Meine Strecke zur Uni beträgt pro Tour etwa 80km (Rowa -> Greifswald), also fahre ich etwa 160 - 170km am Tag und das viermal die Woche zumin. während der Vorlesungszeit.
In Greifswald, Neubrandenburg (dort bin ich meistens, wenn ich nicht in der Uni bin) und an der Raststätte "Demminerland" kann ich kostenlos laden. So steht es zumin. auf der Ladekarte hier bei goingelectric.

Mit dem VW habe ich etwa Fahrtkosten von 12€ pro Tag (wahrscheinlich ist es sogar mehr) somit sind es dann 48€ pro Woche das mal vier komme ich auf ... 192€ also knapp 200€ Spritkosten pro Monat.
Die KFZ-Steuer beträgt 300€, was 25€ pro Monat macht.
Somit stehen 225€ zur Verfügung und halt dadurch das es Neufahrzeug ist auch erstmal keine Reparaturen. Somit würde ich von dem erarbeiteten Geld was behalten und nicht alles ins Auto stecken ggf. könnte man den Betrag zur Finanzierung noch anheben.

Als Fahrzeug sagt mir der Hyundai Inoiq sehr zu. Zumal dieser auch die Reichweite hat, um auch mal problemlos ohne laden in Greifswald wieder heim zukommen.

Jetzt die Frage und Bitte an euch. Ist das realistisch oder einfach nur Wunschdenken und ein Hirngespenst meinerseits? Geht diese Milch-Mädchen-Rechnung auf?

Ich bedanke mich und freue mich sehr auf Eure Antworten.

Beste Grüße
Christian
Chrischi
 
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Beitragvon DELHA » Mo 10. Apr 2017, 18:36

Man muss sich das gar nicht "schönrechnen" - elektrisch fahren ist schön!
Das Laden wird nicht für immer kostenfrei sein und die Steruervorteile werden schwinden. Deshalb: Vorteil unbedingt mitnehmen und möglichst bald umsteigen :D
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Re: Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon Stadtflucht » Mo 10. Apr 2017, 19:07

Kannst du den Neuwagen voll ausbezahlen oder brauchst du eine Finanzierung? Weil das käme bei den monatliche Kosten noch oben drauf. Und im Vergleich zum alten wahrscheinlich auch eine Kaskoversicherung.
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Re: Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon Fluencemobil » Mo 10. Apr 2017, 19:43

Wir sind damals mit unserem Passat nie liegengeblieben, aber die vw Werkstatt hatte auch immer etwas zu tun. Schön zu lesen das es junge Leute gibt, die nicht einfach fahren bis das Auto auseinanderfällt. ;)
Wir wären für die Strecke nicht mit 200,- Euro Diesel ( die preise waren 2014 ja noch hoeher?) ausgekommen.
Einfach mal die Quittungen eines Monats zusammenzählen, ich denke es sollte für eine Elektroauto reichen.
Du hast natürlich das risiko, das die gratis ladesaeulen irgendwann nicht mehr gratis sind, dann solltest du eine Lademöglichkeit zu Hause oder nicht so weit weg haben, bei der du nur die wirklichen stromkosten Zahlen musst. Das Laden unterwegs ( vor allen Dingen an DC) kann merklich teurer sein, als der normale Strompreis.
Theoretisch musst du die degeneration des Akku mit in deine reichweitenberechnung mit einplanen, da du aber sicher nicht ewig studieren willst, kann man das sicher außen vor lassen.

Hier ist der ioniq günstiger als die zoe mit batteriemiete.
http://www.ee4mobile.de/fileadmin/user_ ... l_2017.pdf
Frage nicht was Berlin für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst. ;)
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Re: Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon hghildeb » Mo 10. Apr 2017, 20:12

Ich schätze rein über die Betriebskosten wirst du den Kaufpreis für einen Neuwagen kaum reinholen. Selbst wenn du 250€ pro Monat günstiger kommst, brauchst du zehn Jahre bis der Kaufpreis eingespart ist.
Rechnest du dagegen die zu erwartenden Reparaturen für den alten dagegen, wird schon eher ein Schuh daraus.
So hab ich bisher meist kalkuliert, statt Reparaturen lieber Leasingraten. Und auch das wird sich nur bedingt ausgehen, wenn nämlich keine Reparaturen anfallen, reicht das ebenfalls nicht, beruhigt aber die Nerven.
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Re: Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon Reedodactyle » Mo 10. Apr 2017, 20:28

Ich "finanziere" meinen Ioniq ähnlich. In der Woche brauche ich das Auto selten, aber fahre am Wochenende häufig mal ein paar hundert Kilometer. Insgesamt zahle ich für meinen Ioniq etwas weniger als vergleichbar mit der Bahn. Vor allem, weil ich fast immer recht spontan Fahre und dann gleich 50% draufzahlen darf...
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Re: Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon v@13 » Mo 10. Apr 2017, 20:55

Nissan Leaf voll finanziert für 6Jahre: 550.-
Vollkasko: 50.-
Restwert nach 6 Jahren 10800.-, macht -150.- pro Monat
Stromkosten NULL oder nahe dran

Fahrleistung für die ersten 9 Monate: 29.000km
macht 14Cent pro km in einem neuen Auto.

Mit meinem Golf II oder III lag ich immer deutlich über 20 Cent.
... dauernd ist die Batterie voll, sie ist einfach viel zu klein, so viel kann ich gar nicht fahren. ;)
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Re: Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon Langsam aber stetig » Mo 10. Apr 2017, 20:58

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich ein Ioniq rechnet, rein finanziell. Ein 10 Jahre alter Passat ist aber auch nicht optimal bei solch hohen Fahrleistungen (20.000 km für das Pendeln zur Uni plus sonstige Fahrten plus Fahrten in vorlesungsfreier Zeit). Neu ist vielleicht nicht einmal so falsch wegen der Garantie. Wenn es nur ums Geld geht, würdest Du sicher am günstigsten mit einem kleinen Diesel fahren. Da kann man mit €12.000 netto neu rechnen, und einem Verbrauch von unter 5 Litern pro 100 km. Spritkosten für sagen wir mal 25.000 km wären dann €1.400. Beim Ioniq (bei 140 Wh/km und €0,22 pro kWh) wären die Stromkosten aber auch €770. Selbst mit den Einsparungen bei Kfz-Steuer und Wartung geht sich das niemals aus (Preisunterschied beim Kauf rund €15.000).

Wenn Du aber ein Auto in der gleichen Größe und vergleichbarer Ausstattung wie den Ioniq willst, kann es schon sein, dass es mit dem Ioniq günstiger wäre, insbesondere wenn Du tatsächlich teilweise kostenlos laden kannst (wovon ich jedoch nicht langfristig ausgehen würde). Dann wären die Spritkosten beim Diesel vielleicht eher bei €1.700 im Jahr. Mit Ersparnis bei Steuer und Wartung sind das vielleicht €1.500 im Jahr, die Du sparst.

Ein mit einem Ioniq Premium vergleichbarer i30 Premium kostet netto gut €25.000, also knapp €6.000 weniger als der Ioniq. Nach 4 Jahren wäre dies also wieder drin!

Natürlich ist das schöngerechnet, wenn man ansonsten ein kleines, günstiges Auto ohne Assistenten will. Wenn man aber ansonsten einen i30 Premium (oder ähnlich) kaufen würde, viel fährt und es von der Reichweite her passt, kann der Ioniq durchaus günstiger sein.
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Re: Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon Pianist » Mo 10. Apr 2017, 21:11

Ich gehe mal davon aus, dass ich mit dem Ioniq im Vergleich zum Touareg (natürlich ein hinkender Vergleich) die laufenden Kosten etwa halbiere. Also von derzeit rund 6.000 EUR im Jahr (nur Steuern, Versicherung, Wartung und Treibstoff, also ohne Abschreibung) auf 3.000 EUR

Auf zehn Jahre hochgerechnet wären es 30.000 EUR, die man spart. Nun werde ich den Wagen sicher nicht zehn Jahre nutzen, aber ich finde das schon ziemlich beachtlich.

Matthias
Wäre beinahe Ioniq-Fahrer geworden.
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Re: Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon hghildeb » Mo 10. Apr 2017, 22:28

Pianist hat geschrieben:
Auf zehn Jahre hochgerechnet wären es 30.000 EUR, die man spart. Nun werde ich den Wagen sicher nicht zehn Jahre nutzen, aber ich finde das schon ziemlich beachtlich.


Das ist etwa der Betrag den ich auch vermute gegenüber einem Benziner zu sparen (12T€ in 4 Jahren). Allerdings ist da Wertverlust mit drin, der bei einem 10Jahre alten Passi eher nicht mehr ins Gewicht fällt. Da wird die Amortisierung schon wieder knapper.
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