Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Re: Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon Aleko86 » Di 11. Apr 2017, 05:16

So ähnlich läuft die Rechnung bei mir auch ab. Ich gehe allerdings davon aus, dass ich für den Ioniq ca. 100-150€ im Monat mehr ausgebe als für meinen 325i. Dafür habe ich aber auch einen Neuwagen. Selbst für einen kleinen, spritsparenden Diesel müsste ich 3-4t€ draufzahlen, hätte dann allerdings ähnliche laufende Kosten. Auf 0 wird es sicher nicht ausgehen, dafür ist der Wertverlust beim Neuwagen zu groß.


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Beitragvon Alfi » Di 11. Apr 2017, 06:26

Ich habe für das Schönrechnen noch ein paar Tipps:
1. Man darf auch den Mehrwert für den Fahrspaß nicht vergessen. ;)
2. Man kann auf jeden Fall auch den Mehrwert für die Natur mit einrechnen.
3. Was viele gerne vergessen - auch wenn ich das nicht bestellt habe, so hat doch jedes BEV eine Standheizung - die würde einen Verbrenner um ca. 2000 € teurer machen.
4. Geringere Werkstattkosten (das wollen wir zumindest hoffen)
5. Lärm ist ein Stressfaktor - teure Autos werden aufwendig gedämmt um Motorgeräusche zu minimieren - (Motorgeräusche - welche Motorgeräusche?) :lol:

Aber bei aller Schönrechnerrei:
Abschreibungskosten sind die Kosten die leicht überssehen werden.
Die lassen sich schlecht übersehen, wenn man ein "altes" Auto mit einem neu anzuschaffenden (ggf. auch zu finanzierenden) Auto vergleicht. Das ist grundsätzlich nicht fair.
Deshalb denke ich auch, den Vergleich wird der Ioniq verlieren.

Wenn aber in jedem Fall ein neues Auto angeschafft werden soll, sieht die Rechnung schon anders aus - und es ist auch fairer zwei Neuwagen miteinander zu vergleichen.
Ausreichend Jahreskilometerleistung vorausgesetzt, stellt sich dann ein BEV schnell als zumindest ebenbürtig in den TCO dar.
Zuletzt geändert von Alfi am Di 11. Apr 2017, 06:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon Naturfreund68 » Di 11. Apr 2017, 06:35

Zur Abschreibung:

Ich würde/werde dann den Ioniq über 200.000km für mich "abschreiben".
D. b. 15Cent pro Kilometer für den Wertverlust. So gut wie keine Kosten für Wartungen und hoffentlich
auch Reparaturen-1 Cent pro Kilometer? Bei 16kwh sinds 4 Cent pro Kilometer für Strom-Sprit, also bisher 20 Cent pro Kilometer.
Dazu noch die Versicherungskosten die zu persönlich sind um pauschalisiert zu werden ;-)
Diese Kosten müssen dann addiert ehrlich verglichen werden mit den km-Kosten des aktuellen Fahrzeugs.
Und dann ist man schlauer ;-)
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Re: Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon Pianist » Di 11. Apr 2017, 07:34

Im Prinzip kann man eine vollständige Abrechnung erst dann vornehmen, wenn man das Fahrzeug wieder aus dem Bestand genommen hat. Dann weiß man genau, was ein Kilometer gekostet hat. Da mich die Fahrzeugkosten nicht umbringen, habe ich in den vergangenen Perioden auf solche Rechenoperationen verzichtet.

Wenn ich nun den großen Sprung vom Touareg zum Ioniq electric wagen sollte, werde ich das vielleicht mal wieder aufgreifen, um da mit eigenen Zahlen mitreden zu können. Allerdings funktioniert das ja erst, wenn auch der Ioniq wieder weg ist, also vielleicht in sechs Jahren. Aber die Zahlen sind ja alle vorhanden, so dass da nichts wegläuft.

Wenn ich mich richtig erinnere, lag ich mit einem Audi A4 bei 25 Cent pro Kilometer, beim A6 bei 30 Cent, und ich schätze mal, dass ich mit dem Touareg bei 35 Cent liege. Wenn der Ioniq dann auf 20 bis 25 Cent kommt, würde das auf jeden Fall die These stützen, dass man damit nicht nur vorbildlicher, sondern sogar auch günstiger unterwegs ist, wobei die reinen Betriebskosten sehr viel günstiger ausfallen, einiges davon aber wieder aufgefressen wird, weil der Wertverlust zwischen Neu-Ioniq und dessen Verkauf größer sein wird ist als zwischen Kauf eines Jahres-Touaregs und dessen Verkauf jeweils nach fünf Jahren.

Eins ist aber vollkommen klar: Wer aus der gehobenen Mittelklasse (da reicht schon ein Passat) kommt, wird mit dem Ioniq auf jeden Fall preiswerter fahren. Ob auch besser, muss ich morgen herausfinden... :-)

Matthias
Wäre beinahe Ioniq-Fahrer geworden.
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Re: Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon caipitonio » Di 11. Apr 2017, 08:03

Also ich bin über die ökunomische Berechnung zum E-Auto/Ioniq gekommen. Einfach Excel-Tabelle mit Berechnung aller Kosten Anschaffungspreis/Wertverlust/Versicherung/Verbrauch/Instandhaltungskosten etc. erstellen und schon wirst sehen dass auf 200000km der Ioniq zumindest nicht wesentlich teurer ist.Ich machte die Berechnung im Vergleich zu meinem T5 und da war der T5 auf 10Jahre um 10000Euro teurer!
Ich wollte eigentlich vom T5 auf einen einfachen I10 wechseln habe die Rechnung über 10 Jahre und 300000km gemacht, und dann war da so gut wie kein Unterschied zu den Gesamtkosten beim Ioniq-> Also Ioniq gekauft.....
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Re: Durch Betriebskosten vom Diesel, E-Auto finanzieren??

Beitragvon Chrischi » Fr 14. Apr 2017, 11:47

ok, ich danke erstmal für die vielen und ausführlichen antworten.

liegen geblieben bin ich mit meinem Passat außer einmal auch nicht. Da hat der Sechskant bei der Ölpumpe den Geistaufgegeben aber das ist ein ganz typisches Problem aber wie Fluencemobil schon gesagt hat "die Werkstatt hat immer was zu tun" und das geht halt ganz schön ins Geld und Fluencemobil hat noch in einem Punkt recht ... die Spritkosten sind tatsächlich höher. Ich habe das nochmal nachgerechnet und war wohl sehr sehr konservativ. Ich verfahre etwa 60€ pro Woche und das macht dann am Ende 240-250€. Mit der Steuerersparnis hätte ich dann 275€ zur Verfügung + das Geld durch die ersparten Werkstatt besuche ... Damit müsste man doch schon was finanzieren können oder nicht? Aber wie hier auch schon erwähnt wurde. Der Fakt, wenn man einen Neuwagen kauft und man vom Hof des Händlers rollt, ist halt sofort der erste "Wertverfall" da und das auch schon wieder nicht so berauschend.

... aber ich würde schon gerne nen EAuto haben wollen ... Student sein, ist schon echt nervig :/ ...

Naja ich bedanke mich nochmals recht herzlich
Chrischi
 
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