Anhängerkupplung bei Hyundai IONIQ ?

Re: Anhängerkupplung bei Hyundai IONIQ ?

Beitragvon HeinHH » Di 13. Mär 2018, 09:27

Djadschading hat geschrieben:
Smartkosen hat geschrieben:

Hat bei so einem Auffahrunfall der vordere Wagen eine abnehmbare AHK und diese aber unnötigerweise montiert, kann es sein dass er für einen Teil seines Schadens selbst aufkommen muss.

Exakt so ist es

Dafür dann bitte doch mal einen Beleg. Ein abschließendes Urteil reicht mir. Danke!

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Re: Anhängerkupplung bei Hyundai IONIQ ?

Beitragvon LtSpock » Di 13. Mär 2018, 11:57

Eine Vorschrift, wonach bei Fahrten ohne Anhänger eine abnehmbare Anhängerkupplung auch abgenommen werden muss, besteht nicht (ausser das Kennzeichen wird sonst verdeckt).
ABER: Bei einem Auffahrunfall kann allerdings eine vorhandene Anhängerkupplung den Schaden am Fahrzeug des Geschädigten vergrößern. Wenn eine abnehmbare Anhängerkupplung nicht demontiert ist, könnte wegen einer Erhöhung der Betriebsgefahr ein Mitverschulden und damit eine Verringerung der Ansprüche angenommen werden.

D.h. kommt kommt es zu einem Auffahrunfall muss die AHK beanstandet weden und dann wird wie immer im Einzelfall vor Gericht gestritten.

http://www.rakanzlei-lukas.de/index.php ... plung.html
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Re: Anhängerkupplung bei Hyundai IONIQ ?

Beitragvon AbRiNgOi » Di 13. Mär 2018, 12:20

Aber:

Zitat:
§30c (1) STVZO: Vorstehende Außenkanten
"Am Umriss der Fahrzeuge dürfen keine Teile so hervorragen, dass sie den Verkehr mehr als unvermeidbar gefährden."
Eine abnehmbare Anhängerkupplung gehört Zweifelsfrei in die Kategorie "vermeidbare Gefährdung".

Quelle:https://www.juraforum.de/forum/t/abnehmbare-anhaengekupplung-muss-abgenommen-werden.411068/

Da sind sind sich wohl die deutschen nicht einig... ist man gar nicht gewohnt. :)
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Re: Anhängerkupplung bei Hyundai IONIQ ?

Beitragvon AbRiNgOi » Di 13. Mär 2018, 12:22

Und für Österreich empfiehlt der ADAC:

In Österreich wird vielfach die Auffassung vertreten, dass abnehmbare Anhängerkupplungen als „vermeidbar vorspringendesTeil gemäß § 1 a KDV“ bei Fahrten ohne Anhänger abzunehmen sind. Grund für diese Einschätzung ist eine entsprechende Entscheidung des Unabhängigen Verwaltungssenats.

Empfehlung der Clubjuristen

Um Beanstandungen und Bußen zu vermeiden, raten wir bei Fahrten in Österreich die Anhängerkupplung abzunehmen.

Quelle:https://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/verkehrsrecht/ausland/Oesterreich_Abnehmbare_Anhaengerkupplung/Oesterreich_Abnehmbare_Anhaengerkupplung.aspx
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Re: Anhängerkupplung bei Hyundai IONIQ ?

Beitragvon LtSpock » Di 13. Mär 2018, 13:07

AbRiNgOi hat geschrieben:
Da sind sind sich wohl die deutschen nicht einig... ist man gar nicht gewohnt. :)

Man darf jetzt nicht zwei Dinge in eine Topf werfen und munter vermischen! Haftung und Abnahme der AHK sind zwei verschiedene Sachverhalte!

Fakt 1: Es gibt kein gesetzliche Verpflichtung eine abnehmbare AHK abzunehmen, wenn kein Anhänger gezogen wird
Fakt 2: Eine abnehmbare Anhängerkupplung muss im Betrieb ohne Anhänger nur dann abgenommen werden, wenn dies als Auflage im Fahrzeugschein eingetragen ist, z.B. wenn das Kennzeichen verdeckt wird.
Fakt3: Im Falle eines Unfalls muss im Einzelfall entschieden werden ob eine Erhöhung der Betriebsgefahr und ein Mitverschulden durch die AHK gegeben ist und evtl. sogar die Auflage im Fahrzeugschein misachtet wurde.
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Re: Anhängerkupplung bei Hyundai IONIQ ?

Beitragvon HeinHH » Di 13. Mär 2018, 16:26

LtSpock hat geschrieben:
Fakt3: Im Falle eines Unfalls muss im Einzelfall entschieden werden ob eine Erhöhung der Betriebsgefahr und ein Mitverschulden durch die AHK gegeben ist ....

Korrekt. Und dies gilt natürlich auch, wenn die AHK nicht abnehmbar ist. Kurz: Es ist schnuppe bzgl der Betriebsgefahr (ausgenommen von expliziten Eintragungen natürlich), ob die AHK abnehmbar ist oder nicht. Deshalb gibt es auch kein abschließendes Urteil zu dem Thema, sondern einfach nur eine Drohkulisse der Versicherungen.

Für mich interessanter: Warum gibt es direkt ab Hersteller für E-Fahrzeuge keine AHKs? Mir fällt aus der Drehung nur das günstige Model X als Zugfahrzeug ein. Bei der Zoe hat die Zulassung ein nervenstarker User durchgezogen und die Einbauer werden nachträglich von Renault drangsaliert (siehe Batterieupdate). Ist ein Hängerbetrieb so viel belastender für den Akku? Immerhin ist die Höchstgeschwindigkeit im Hängerbetrieb stark limitiert (ok, nicht bei der Zoe :-)) oder ist da so ein 750kg-Hänger schon zu viel? Könnten es Strukturprobleme sein? Schließlich ist der Akku fest mit der Zelle verbunden und mglw. verformt sich das Fahrzeug durch den Zug. Das die Reichweite sinkt, ist wohl jedem klar, der mit 'nem Verbrenner mal einen Hänger gezogen hat :-)

Mir ist auch klar, dass nicht jeder eine AHK braucht, aber ein wenig wundert mich dieses Nichtangebot schon. Hat jemand eine plausible Idee?

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Re: Anhängerkupplung bei Hyundai IONIQ ?

Beitragvon LtSpock » Di 13. Mär 2018, 17:10

Ich vermute es ist eine Frage der Belastung des Antriebskomponenten. Es muss dann ja zusätzlich die max. Anhängelast mitbeschleunigt werden, was mehr Strom braucht und damit eine höhere thermische Belastung entsteht. Ist halt die Frage wieviel Reserven die Leistungslektronik da hat.

Beim Verbrenner gehen bei Anhängerbetrieb auch die Zusatzlüfter am Kühler früher bzw. überhaupt an.
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Re: Anhängerkupplung bei Hyundai IONIQ ?

Beitragvon AbRiNgOi » Di 13. Mär 2018, 17:49

Den elektrischen Antriebsstrang kann man nicht überlasten, da gibt es das BMS, das begrenzt die Batterieleistung. Egal ob 20% Berg auf oder mit Anhänger. Da ist die Schutzfunktion für den Motor genauso wie für den Umrichter.

Die Belastungen durch den Anhänger wurde ausgibig getestet, mit dem doppeltem als das zulässige Gewicht (also hier mit 1,5Tonnen) wurde auf der Schleuderplatte getestet, sprich bei voller fahrt wurde der doppelt schwere Anhänger weg gerissen und die (arme) ZOE wie ein Passagier an einem Seil durch die Landschaft geschleudert. Danach wurde alles vermessen. Ne, die Konstruktion der AHK der ZOE von Feinmechanik Wolf ist schon gut berechnet, da kann nichts sein.

Ich glaube einfach, dass es einige Features gibt, die Bewusst nicht gemacht werden um den Absatz zu steuern. DIe haben genaue Listen: 4% mehr Absatz: eine AHK, 20% mehr Absatz: einen Kombi... usw. Da aber der Absatz gut genug ist (zu gut, weil man ja um das weniger Verbrenner mit super Gewinn macht) werden diese Umsatztreiber halt nicht gemacht.

Eine andere Erklärung hab ich nicht.
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Re: Anhängerkupplung bei Hyundai IONIQ ?

Beitragvon Joe-Hotzi » Di 13. Mär 2018, 19:02

AbRiNgOi hat geschrieben:
Ich glaube einfach, dass es einige Features gibt, die Bewusst nicht gemacht werden um den Absatz zu steuern. DIe haben genaue Listen: 4% mehr Absatz: eine AHK, 20% mehr Absatz: einen Kombi... usw. Da aber der Absatz gut genug ist (zu gut, weil man ja um das weniger Verbrenner mit super Gewinn macht) werden diese Umsatztreiber halt nicht gemacht.

Eine andere Erklärung hab ich nicht.

Ich denke auch, da bist Du ganz nahe dran an der Ursache.

Noch offensichtlicher ist die Geschichte doch beim VW eGolf.
Wurde offiziell beworben "Ein Golf wie jeder andere!" - nur eine AHK gibt es für ihn nicht. Für den GTE gibt es sie ...

Es wäre wohl auch problemlos möglich, einen eGolf-Kombi zu produzieren und mit etwas gutem Willen im längeren Unterboden noch zusätzlich Akkukapazität zu verstauen. Die Akkus sind beim VW doch nicht einmal klimatisiert! Dazu noch eine AHK und man hätte vermutlich Probleme, die konventionellen Golf-Varianten abzusetzen... :roll:
Da man wohl jetzt beim eGolf schon gut ausgelastet ist (Wartezeit ca. 10Monate) und man die Produktion nicht erhöhen kann (oder will), wird man das Angebot doch nicht noch verbessern ...
Hotzenblitz fahren macht Spaß!
Stromos aber auch!
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Re: Anhängerkupplung bei Hyundai IONIQ ?

Beitragvon LtSpock » Mi 14. Mär 2018, 09:09

Ein Golf wie jeder andere ist natürlich Marketinggeschwurbel und bezieht sich auf die äußere Erscheinung (und damit nicht gelogen). Der GTE ist auch kein reines EV. Warum werden immer Äpfel mit Birnen verglichen?
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