Ladeverbund TESLA Charging

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Re: Ladeverbund TESLA Charging

Beitragvon Taxi-Stromer » Mi 27. Apr 2016, 18:27

Leute, ich glaube ihr verrennt euch da in etwas, was in dieser Form gar nicht kommen wird!

Mag schon sein daß in wenigen Einzelfällen durch die Destination-Charger auch CEE-Dosen oder andere Lademöglichkeiten wegfallen werden, aber das wird m.M.n. die Ausnahme bleiben!

Die Regel wird vermutlich sein, daß der Hotelier einen DC und zusätzlich eine allgemein nutzbare Lademöglichkeit anbieten wird.

Tesla-Fahrer zählen nun auch mal zum betuchteren Kreis der E-Mobilisten und steigen teilweise wahrscheinlich in Hotels einer Kategorie ab, die der "normale" E-Mobilist sowieso eher seltener frequentieren wird.
So gesehen wäre es nicht einmal ein gewaltiges Drama, wenn diese Hotels nur einen Tesla-only-Charger installieren würden - wobei ich auch hier glaube daß dies eher selten der Fall sein wird und gerade diese "besseren" Häuser mehrere Lademöglichkeiten anbieten werden.
Es wird auch nicht jede Nacht ein Tesla-Fahrer dort übernachten, und ein Umschalter der wahlweise eine CEE-Dose oder den DC versorgt sollte wohl kein allzu großer Aufwand sein....

Ich würde deswegen auch nicht zu sehr auf Tesla hin hacken, denn im Grunde sind die DC ja nichts anderes, was die Supercharger immer schon waren: eine Tesla-only Ladeinfrastruktur!
Und ich halte es auch für legitim daß Tesla in erster Linie auf *seine* Kundschaft bedacht ist und daher bevorzugt auf diese schaut.
Es ist dann eben Sache des Hoteliers, auch für Fahrer anderer Marken eine passende Lademöglichkeit anzubieten - und das wird ihm mit der von Tesla angebotenen, kostenlosen "offenen" Box, ja auch noch leicht gemacht.
:)
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Re: Ladeverbund TESLA Charging

Beitragvon TeeKay » Mi 27. Apr 2016, 20:30

Aber wenn Nissan nur Nissans laden lässt, VW nur VW, BMW nur BMW und Kia nur Kia, dann ist das böse, oder? All diese anderen Hersteller wurden hier immer kritisert, wenn sie nur für ihre eigenen Fahrzeuge Ladeinfrastruktur bauen. Aber wenn Musk pupst, stehen alle auf, schreien Hurra, klatschen und verlangen nach mehr.
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Re: Ladeverbund TESLA Charging

Beitragvon Leftaf » Mi 27. Apr 2016, 21:02

Darf ich mal folgendes in den Raum stellen.

Jeder darf am SuC laden. ->Wenn das Fahrzeug 125A ab kann (und ein obolus an Tesla gezahlt wird)

Die Deutsche Automobil Industrie sieht keine Notwendigkeit in die Infrastructur zu investieren ist nicht ihr Aufgabe :-(

Deutschland hat Eichämter die sicherstellen das eine kwh Abrechnung sicher ist.

Und ich bin mir sicher das jeder am DeC laden darf, wenn er einen obolus an Tesla zahlt. Den die DeC gibt es für umsonst! Und nichts ist für umsonst.
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Re: Ladeverbund TESLA Charging

Beitragvon Naheris » Mi 27. Apr 2016, 22:43

Die Freigabe der SuCs ist im Gegensatz zur Einschränkung der Destination-Charger aber nur eine Theorie. Tesla behauptet zwar, sie würden diese auch "fair teilen", allerdings kennt niemand hier die Konditionen, die Tesla als "fair" ansieht. Vielleicht sind diese Konditionen so einseitig, dass sie niemand annehmen würde, der nicht muss? Eine große Zahlung aber dann kein Mitspracherecht, oder keine Umwidmung des Namenszugs? Oder die Nutzung von Tesla-Hardware? Oder ganz was anderes?

Ich will Tesla damit nichts unterstellen. Ich will nur darauf hinweisen, dass wir hier nur eine Aussage einer Firma haben, aber keinerlei Details kennen. Das einzige, was wir wissen ist, dass es noch niemand angenommen hat. Die Gründe dafür sind unklar. Als Entlastung kann dieses Angebot also nicht dienen.

Persönlich tippe ich eher auf ein Problem-Mix aus PR (Umwidmung sowie die "Niederlage" vor dem Newcomer), Kontrolle über den Ausbau (Tesla möchte das weiter alleine in der Hand halten) und technischen Gründen (andere angestrebte Voltzahl bzw. Abrechnungsmodalitäten). Aber das ist alles einfach geraten. ;)
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Re: Ladeverbund TESLA Charging

Beitragvon SL4E » Do 28. Apr 2016, 07:26

TeeKay hat geschrieben:
Aber wenn Nissan nur Nissans laden lässt, VW nur VW, BMW nur BMW und Kia nur Kia, dann ist das böse, oder? All diese anderen Hersteller wurden hier immer kritisert, wenn sie nur für ihre eigenen Fahrzeuge Ladeinfrastruktur bauen. Aber wenn Musk pupst, stehen alle auf, schreien Hurra, klatschen und verlangen nach mehr.


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Re: Ladeverbund TESLA Charging

Beitragvon Joe-Hotzi » Do 15. Sep 2016, 10:52

Auch ich finde den Weg der Verbreitung der Tesla-Destination-Charger nicht nur "unglücklich", sondern unfair und diskriminierend.

Die gern vorgebrachte Argumentation:
"Man kann ja zu dem Destination-Charger (Tesla only) noch eine kostenlose Tesla WallBox (gleiches Design, aber offen für alle) bekommen" klingt im ersten Moment gut - klappt aber eben in der Praxis nicht. Der Anschluss ist oft "verbrannt" für die E-Mobilität außerhalb von Tesla.

Wenn Tesla wirklich etwas für die allgemeine E-Mobilität hätte tun wollen, so hätte man ja einfach die Destination-Charger neben dem Typ2-Kabel (von mir aus Tesla only) einfach nur mit einer zusätzlichen Typ2-Dose (offen für wirklich alle E-Autos) ausrüsten brauchen. Dann hätte jeder Destination-Charger automatisch auch einen Anschluss für alle E-Fahrzeuge! Wäre wohl selbst mit integriertem Lastmanagement günstiger als eine zweite Box (die man angeblich ja sowieso installieren sollte) gewesen, grenzt keine E-Fahrzeuge aus und brächte halt dem Tesla-Fahrer trotzdem den Vorteil, das feste Typ2-Ladekabel nutzen zu können.

Klar kann man iMieV &Co, Leaf usw. die nur ein Typ1-Autoinlet haben als "alte, nicht normgerechte Modelle" betiteln. Die waren halt schon vor der "Norm" in der Entwicklung und haben die moderne E-Mobilität angeschoben. Mein Stromos hat sogar schon ein Typ2-Inlet am Auto - dummerweise eine Buchse. Die dt. Autolobby hat den eigenen "Standard" dann halt im Nachhinein noch einmal gedreht - E-Autos hatten sie ja (fast: Smartd ED) noch keine auf dem Markt ...
Auch ich kann also nicht ohne Probleme /Adpter, ... an festen Typ2-Kabeln laden. Die älteren Franzosen (Saxo, P106, ...) eh nicht. Unter "Förderung der algemeinen E-Mobilität" vertstehe ich etwas anderes.

Ich bin gespannt, ob nach der Information, dass die Tesla-Boxen per ladendem Tesla auch aus der Ferne geupdatet werden können, nicht auch noch herauskommt, dass Ladevorgänge geloggt und an Tesla gemeldet werden. Und ganz boshaft könnte man ja ab und an die "freien" Ladestellen aus der Ferne wieder zusperren:
"Aber mit einem Tesla gab es hier noch nie Probleme" ... :shock:

Dieser "Tesla-Fortschritt" erinnert mich an den Wegfall des optionalen Doppellladers (2x11kW Drehstrom) zugunsten eines von 11kW auf 16kW "aufgebohrten" Einzellladers. Wirtschaftlich macht die Sache sicher Sinn. Nur sollte Tesla dies nicht als Fortschritt verkaufen. Fortschritt wäre optional 2x16kW gewesen. Immerhin reicht die Akkugröße jetzt bis 100kWh und man hätte dann an den AC43kW-Ladern mit 32kW laden können. Diese funktionieren an den Tripelladern ja wohl sogar, wenn die DC-Anschlüsse (CCS oder ChaDeMo) schon belegt sind ...

Ich finde Tesla immer noch toll - aber die rosa Brille sollte man ab und an absetzen - es bleibt ein kapitalistischer Konzern - kein uneigennütziger Hilfeverein mit dem Hauptziel der Weltverbesserung durch E-Mobilität. Das trifft sich halt nur gerade mit dem abgeschätzten Geschäftsmodell. Mit den Destination-Charger hat Tesla jedenfalls die Boxhandschuhe angelegt ...
Zuletzt geändert von Joe-Hotzi am Do 15. Sep 2016, 17:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ladeverbund TESLA Charging

Beitragvon eDEVIL » Do 15. Sep 2016, 11:33

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Fortschritt wäre optional 2x16kW gewesen. Immerhin reicht die Akkugröße jetzt bis 100kWh und man hätte dann an den AC43kW-Ladern mit 32kW laden können ...

Zumal ja der frei gewordene Bauraum wahrscheinlich eh ungenutzt bleibt.
Zufällig würden sich 32KW auch gut mit einer Typ2 Dose gut an einem 63A Anschluss kombinieren lassen, wo dann immer min 16A abrufbar wären und man mit Lastmanagement dann bis 32A anbieten kann.
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