Vorstellung

Ankündigungen, Anregungen, Kritik, Verbesserungsvorschläge

Vorstellung

Beitragvon unityportal » So 23. Nov 2014, 14:26

Hallo EV Gemeinde,

ich bin schon einige Zeit als passiver Member im Forum tätig und verschlinge so ziemlich jedes Thema, vorallem was die Zoe Rubrik angeht.

Ich bin der Manuel, 32 Jahre jung und seit unserem Hausbau an allem interessiert was erneuerbare Energien und natürlich auch wirtschaftlich interessante Projekte angeht. Ich habe etliche Projekte am laufen, eines möchte ich euch aber nicht vorenthalten.

Ich habe mich bei unserer Heizung bewusst für eine Infrarotheizung (230 Quadratmeter beheizt) gekoppelt mit einer 20kW PV Anlage entschieden, die mir zwar einiges an Investition abverlangt hat aber 0 Gramm CO2 produziert und mir in Zukunft keinen Cent an Heizkosten beschert. Bei der Menge an Strom die übrig bleibt kann ich unseren hoffentlich bald neuen Zoe für umsonst aufladen und somit wieder eine Menge Benzin bzw. CO2 sparen.

Hier ein paar Bilder unserer PV Anlagen, eine kommt noch hinzu, rein rechnerisch sind´s zwar insgesamt 27 kW wegen der ungünstigen Montage sind es aber nur 20 kW. Aber jedes kW zählt. Auf dem kleinen Flachdach kommt die nächsten zwei Wochen die letzte PV Anlage mit 5kW.

Ich und meine Frau sind schon den Leaf sowie die Zoe probegefahren aber in die Zoe haben wir uns verliebt.

Wir freuen uns schon sehr auf die Zoe und die entspannten Fahrten das richtige Forum haben wir ja bereits gefunden.
Dateianhänge
IMG_20141101_101208_rewind.jpg
PV Anlage dachparallel 10000kW / Jahr
IMG_20141123_133645_rewind.jpg
PV Anlage wandintegriert 6000kW / Jahr
IMG_20141123_133559_rewind.jpg
Infrarotheizung Büro - 1250 Watt Heizleistung für 35 Quadratmeter
Zoe Zen Fahrer - 100% elektrisiert
25kW PV-Anlage für reichlich Ökostrom - Heizen mit Infrarot (235m²) - Fahren mit Zoe - Kosten 0,-
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Re: Vorstellung

Beitragvon e-lectrified » So 23. Nov 2014, 14:57

Tolle Sache und herzlichen Glückwünsch! Darf man denn über die Kosten eines solchen Projekts überhaupt in der Öffentlichkeit sprechen? PV wäre ja auch für Wohnungseigentümergemeinschaften in Mehrfamilienhäusern interessant, dennoch spielt das Thema kaum eine Rolle, habe ich das Gefühl. M.E. liegt das an den immer noch vergleichsweise hohen Kosten, bei relativ wenig Ertrag. Sehe ich das richtig?
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Re: Vorstellung

Beitragvon unityportal » So 23. Nov 2014, 15:15

Also die Infrarotheizung für 230 Quadratmeter hat mir 20.000 Euro gekostet. Habe mich aber für den Mercedes unter den Infrarotheizungen entschieden und möchte sehr lange störungsfrei heizen. Eine vergleichbare Wärempumpenheizung hätte mir weit mehr gekostet abgesehen mal vom enormen Arbeitsaufwand. Die Stromkosten werden mit der PV wie schon erwähnt zur Gänze abgedeckt somit hab ich kein Problem damit. Die Probleme mit Wärmepumen, dem Wasserkreislauf, den Niedrigenergiepumpen usw. sind mir bekannt und wollte ich von Anfang an vermeiden. Mein Grundsatz war: Strom erzeugen, Strom verbrauchen, Heizkosten vermeiden, Auto umsonst laden können. Die Rechnung geht voll auf.

Zur PV gibt´s nur eins zu sagen, ermittle deinen jährlichen Stromverbrauch, bau dir eine PV Anlage, wenns geht nimm gute Komponenten und kauf sie billig ein und verbrauche soviel Strom wie möglich von der PV Anlage. Vergiss Stromspeicher die rentieren sich so gut wie nie. Ich heize nur untertags, sämtliche Verbraucher wie Wasserbett, Tiefkühltruhe, Kühlschrank laufen nur untertags (dafür umso kälter) und kaufe die PV günstig ein. Ein Wert von 1000 Euro / kW sind super und die Paneele haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 40-50 Jahren, lediglich die Wechselrichter könnten nach 15 Jahren zu tauschen sein kosten aber rund 1000 - 1500 Euro. Dann hast du die Anlage in 12 - 15 Jahren wieder drinnen. Meine PV Anlagen haben mir 30.000 Euro gekostet, jährlich erspare ich mir 2000 - 2500 Euro somit rentiert sich meine Anlage nach spätestens 15 Jahren.

Achja und das wichtigste ist: Kauf sie in jungen Jahren und werde 200 Jahre alt dann kannst du sie voll ausschöpfen.
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Re: Vorstellung

Beitragvon bm3 » So 23. Nov 2014, 15:29

Hallo und willkommen hier im Forum.
Meine Fragen an dich :
Was hast du für einen Modulhersteller / Typ ausgewählt ?
Wieviel kwh Jahreswärmebedarf wurde eigentlich für das Gebäude berechnet und wie wurde gedämmt ?

Was man bei einem Neubau in die gute Isolierung noch zusätzlich zu den gesetzlichen Baumindeststandards steckt braucht man erst gar nicht mehr in die Heizungsanlage und laufenden Energiekosten zu investieren.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Vorstellung

Beitragvon unityportal » So 23. Nov 2014, 16:39

Also was ich noch nicht erwähnt habe ist dass die 72 Module von der Wand wieder abmontiert werden und statt 3 Module liegend übereinander 2 Module stehend übereinander montiert werden (90 Stück - 45 pro Reihe) da die montierten teilweise Schlieren aufweisen. Montiert werden dann Avancis Module (rahmenlos) unglaublich schön und eines so schwarz wie das andere. Von den 72 Modulen die abmontiert werden darf ich 36 Stück behalten inkl. dem Material dass ich für die Montage inkl. Wechselrichter auf dem kleinen Flachdach benötige. Dafür zahle ich keinen Cent da mir der Lieferant auf die Schlieren bzw. wenigere Leistung nicht drauf hingewiesen hat.

Ausgerechnet wurden wie immer weniger kW als ich tatsächlich benötige. Verbrauch habe ich ca. 12000kW pro Heizsaison, bleiben also ungefähr 8000 kW über. Wenn ich jetzt rechne dass ein Teil ins Stromnetz eingespeist wird und ich nur 7 Cent bekomme und ich 14 Cent dafür bezahlen muss ist es umso wichtiger dass ich die Heizung nur untertags laufen lasse und alles an Stromerzeugung in Hitze verbrate. Ich schätze dass mir ca. 2000-3000 kW fürs E-Auto bleiben. Ist natürlich im Sommer wieder anders als im Winter mit dem Aufladen des Autos. Mich interessiert nur was ich ohne PV Anlage im Jahr verbraucht habe und mit PV, alles andere sind nette Rechenbeispiele.

Also bei den Modulen empfehle ich ganz klar Avancis Module - am besten die 2015 Module - die kommen mit trafolosen Wechselrichtern aus und die gibt es als spiegelnd und entspiegelt für die Wandmontage oder gebäudeintegriert.

Als Wechselrichter kommt für mich nur Fronius in Frage. Super Wirkungsgrad, super Hotline, sogar in Österreich, sehr kompetent, WLAN von Werk aus mit Solarweb Anbindung, also im Ganzen wirklich super Wechselrichter.

Natürlich ist Dämmung sehr ausschlaggebend. Haben unseren Neubau mit 50 cm Hohlziegel gebaut und den Mausboden 20 cm stark mit Zellulose ausblasen lassen.


PS: Was ich noch vergaß, sind natürlich alles Dünnschichtmodule, die auch den Blaulichtanteil bei Bewölkung in Strom umwandeln können. Trotzdem ist auch bei diesen Modulen eine richtige Montage im richtigen Winkel das um und auf. Aus diesem Grund büße ich 7 kW ein, aber auch 20kW sind ganz beachtlich.
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Re: Vorstellung

Beitragvon bm3 » So 23. Nov 2014, 17:39

Ok,
es ist nur so dass die DS-Module wieder deutlich mehr Fläche und mehr Unterkonstruktion, mehr Verdrahtungsaufwand benötigen. In der Regel ist ihre Oberfläche auch nicht entspiegelt im Gegensatz zu der von kristallinen Modulen, ist aber wichtig gerade bei euren Neigungswinkeln gegenüber der Sonne.Die Verkäufer erzählen dir sowas natürlich nicht. Gibts die Avancis überhaupt noch ? ich denke die Firma wurde schon zwischenzeitlich wieder abgewickelt ?
Mit kristallinen Modulen wäre jedenfalls fast das Doppelte an Modulleistung gegangen.
Gut, 30kW Einspeiseleistung ist so eine Grenze, aber meistens geht mehr vom Hausanschluss her und die 30kW Einspeiseleistung hast du ja noch nicht.
Alle DS-Hersteller machen Werbung für ihre tollen Module wie für Sauerbier, aber in der Praxis der letzten 10 Jahre haben sich für DS-Module keine Ertragsvorteile ergeben, eher im Gegenteil . Auch sollten manche für trafolose Wechselrichter geeignet sein und sind dann aber degradiert. Auch hier ist Vorsicht geboten.
Eure 50cm Wand, da wäre mal der U-Wert interessant. ich denke nicht dass die viel besser ist als im neuen Jahr schon vorgeschrieben, jedenfalls werden jetzt die Werte schon wieder verschärft.
Sowas ist elementar wenn man neu baut, damit und mit den Beheizungskosten lebt man dann 50 Jahre !
Einblasdämmung wäre auch mehr Dicke besser gewesen, 20cm sind noch nicht die Welt.
Die Berechnungen kommen normalerweise gut hin.
Aber 12000 kwh entsprechen etwa 1200 Liter Heizöl, wenn 240qm beheizt werden wäre das noch ein recht guter Wert, 5-Liter-Haus aber der letzte Winter war auch rekordverdächtig mild, lass mal einen richtigen Winter kommen.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Vorstellung

Beitragvon unityportal » So 23. Nov 2014, 17:59

1. die Fläche dazu hab ich ja
2. entspiegelt sind die an der wand ja auch
3. die 12000 kW haben wir verbraucht da waren sämtliche Decken noch nicht isoliert, der Winter kann also kommen
4. Avancis gibts noch abgesehen davon haben sie meiner Meinung nach die schönsten und effektivsten DS Module, natürlich entspiegelt
5. der Ziegel hat 0,16 W/m2K Dämmwert von Wienerberger (Porotherm 50 H.i Plan)
6. montiere mal kristalline Module auf die Wand auch wenns 15 kW statt 10 kW DS Modulen sind wird die Leistung Kacke sein
Mein Vater hat eine 20kW PV Anlage mit Polykristalle Module, sobald Wolken sind bricht bei ihm die Leistung regelrecht ein ich hab trotzdem noch zwischen 30 und 40 % Leistung
7. was noch dazu kommt ist dass die Module an der Wand liegend statt stehend montiert sind. Sobald die Verschattung kommt fallen die Module reihenweise aus, liegt aber an der Montage und nicht an den Modulen. Sobald die neuen Stehenden da sind schauts mit der Verschattungszeit bzw. dem Ausfallen der Module auch anders aus.
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Re: Vorstellung

Beitragvon bm3 » So 23. Nov 2014, 18:22

Gut, aber entspiegelt sind die DS-Module nicht, da gehst du fehl.
Kristalline sind es aber auf der Zelloberfläche.
Die Jahreserträge sind bei DS-Modulen eher geringer, das sind Erfahrungewerte,egal was du jetzt an Momentaufnahmen siehst. Bei DS ist es auch erfahrungsmäßig so dass sie mit Mehrleistung gegenüber den Angaben ausgeliefert werden aber dann noch deutlich stärker als kristalline nachlassen. Kannst es mir glauben denn ich bin jetzt schon einige Jahre lang in der PV aktiv. Mit eigenen (selbstmontierten) Anlagen und auch in einem bekannten PV-Forum.
Zu 7: Die Module sollten so montiert werden (je nach Schattenverlauf) dass die Bypassdioden für die Modulteilbereiche aktiv werden (durchschalten) können beziehungsweise parallelgeschaltete Strings nicht nur teilweise im Schatten liegen.
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Re: Vorstellung

Beitragvon unityportal » So 23. Nov 2014, 20:13

Zu 7: genau das Problem hab ich momentan. Der Zulieferer kannte sich leider nicht aus und deshalb wurden sie falsch montiert. Wird aber bis Ende des Jahres behoben bzw. durch stehende Avancis Module ersetzt.

Und die DS Module an der Wand sind sehr wohl entspiegelt siehe Foto und werden auch wieder gegen entspiegelte Avancis getauscht sonst müsste ich bei Abendsonne mit´ner Sonnenbrille rumlaufen.
Die Dachanlage mit den alten Avancis Modulen sind spiegelnd, siehe Foto.

Bei PV Anlagen scheiden sich aber immer die Geister. Kenn Leute die von Haus aus behaupten dass sich ein PV Anlage nie rentieren wird (oder sie nicht zugeben dass sie sich nicht leisten können).

Unterm Strich gefällt mir meine PV Anlage an der Wand sehr gut und was sie und auch die Dachanlage bis dato geliefert hat sehe ich der Zukunft positiv entgegen. 20.000kW Ertrag werdens hoffentlich werden. Ich werde auf jeden Fall berichten bzw. belegen da die dritte PV Anlage erst montiert wird und ab Anfang März 2015 gerechnet wird da dann die EVN Endabrechnung kommt und sozusagen alles auf Null gestellt wird.
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