Ständiges Ioniq Beweihräuchern und Zoe Bashing

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Re: Ständiges Ioniq Beweihräuchern und Zoe Bashing

Beitragvon Toumal » So 19. Mär 2017, 12:01

Ich fahre Zoe, find den Ioniq aber auch sehr nett. Nicht genug dass ich wechseln wuerde, aber jedes neue BEV Modell ist gut.

Zoe ist halt eine bekannte Groesse, da weiss man was die Krankheiten sind. Ich denke mal beim Ioniq wird man's erst in ein paar Jahren wissen.

Solange das Zoe-Bashing sich auf tatsaechliche Schwachpunkte bezieht sehe ich das nicht als bashing.
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Re: Ständiges Ioniq Beweihräuchern und Zoe Bashing

Beitragvon Zoelibat » So 19. Mär 2017, 12:06

Nur wenn diese Schwachstellen 300 Mal wiederholt werden in 30 verschiedenen Threads, dann ist das Bashing.

Edit: Denn das verzehrt die Wahrnehmung. Es ist eben leider so: Dem, der am lautesten schreit, wird zugehört.
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Näheres hier: https://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-allgemeines/renault-aktion-bring-your-friends-t4960-160.html#p817052
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Re: Ständiges Ioniq Beweihräuchern und Zoe Bashing

Beitragvon Karlsson » So 19. Mär 2017, 12:35

midget77 hat geschrieben:
Die schlimmsten basher sind hier jene, die selbst (noch) kein E-Auto fahren!

Nein, die haben nur die meisten Fragen und sind kritisch beim betreten des Neulandes. Bashing heißt aber nicht kritisch betrachten, sondern fehlende Objektivität.
Mir wurde als damals Diesel Fahrer auch massiv vorgeworfen, dass ich nicht sofort Juhu schreie und wechsele. Und dabei wurde unglaublich viel Blödsinn geschrieben - ganz vorne dabei der Spruch "wer will findet Wege, wer nicht will, findet Gründe".
Nein, eine kritische, aber konstruktive und objektive Auseinandersetzung ist definitiv gewünscht.
Ein reines Propaganda Forum braucht kein Mensch.

geko hat geschrieben:
Jedes E-Auto ist unperfekt. So wie jedes andere Produkt auch.

Die Aussage stimmt zwar, trifft aber hier den Kern nicht. Wer heute E-Auto fahren will, muss schon einige Hürden überwinden und Einschränkungen hinnehmen. Und das ist bei allen so, die Schwerpunkte liegen nur unterschiedlich.
Beim Verbrenner ist es dagegen ziemlich leicht, sich ein Auto zu suchen, das fast alles abdeckt.
Durch diese generellen Defizite beim E-Auto gibt es einfach auch sehr viel zu kritisieren, da sie im Prinzip ja alle Mist sind.

Es gibt so zB IMO heute nicht ein einziges E-Auto auf dem Markt, das komplett zufriedenstellende Lademöglichkeiten bieten würde.
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Re: Ständiges Ioniq Beweihräuchern und Zoe Bashing

Beitragvon Fluencemobil » So 19. Mär 2017, 12:56

Zoelibat hat geschrieben:
Nur wenn diese Schwachstellen 300 Mal wiederholt werden in 30 verschiedenen Threads, dann ist das Bashing.

Edit: Denn das verzehrt die Wahrnehmung. Es ist eben leider so: Dem, der am lautesten schreit, wird zugehört.

+1

Um zu verhindern, das sich elektroautointeressierte dem Elektroauto wieder abwenden, wenn die teilweise endlosen Kommentare lesen, sollten wir guy helfen den Bereich "Elektroautos" auszubauen. Da fehlen noch viele infos, z.b. Ioniq Hybrid ;)
Ich würde dort auch gleich einen Link zu den (für das Auto nutzbaren) Ladestationen setzen.
10% Rabatt für alle Elektroautofahrer auf Brillen und Kontaktlinsen bei http://www.optikanton.de/
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Re: Ständiges Ioniq Beweihräuchern und Zoe Bashing

Beitragvon midget77 » So 19. Mär 2017, 13:02

Sachliche Argumente sollten v. keiner Seite lächerlich gemacht werden!
Das Ziel sollte sein, die E-Mobilität voranzubringen.

Derzeit muss man als E-Fahrer noch einige Kompromisse eingehen.
Die Ladeinfrastruktur lässt allerdings manchmal keinen Kompromiss zu!

Wer auf AC-Ladung im Alltag a n g e w i e s e n ist, wird Zoe fahren ("müssen").

Wenn dann Hyundai zumindest 11kW optional anbietet...
In der DC-Ladewüste :roll: gilt: 3 phasiger AC-Lader = P f l i c h t in jedem E-Auto!
1phasiges "Schnarchladen" = bei Serienfahrzeugen (hoffentlich) bald Schnee von gestern...
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Re: Ständiges Ioniq Beweihräuchern und Zoe Bashing

Beitragvon Taxi-Stromer » So 19. Mär 2017, 13:58

Leute, ihr habt ja alle recht!

Aber ich glaube, ihr seht die Forenmitglieder zu idealisiert!

Anfangs, als man die E-Mobilisten quasi noch an einer Hand abzählen konnte, mag das gestimmt haben:

Eine verschworene Gemeinschaft mit den selben Vorstellungen und dem selben Ziel, und alle haben am auch selben Strick gezogen!

In der Zwischenzeit gibt es weit über 10.000 Mitglieder im Forum, und ihr realsiert nicht, daß mit zunehmender Mitgliederzahl auch das Forum schön langsam zu einem Spiegel der *gesamten* Gesellschaft mutiert!

Um es für alle verständlich und im realitätsnahen "Taxler-Jargon" auszudrücken:

"Im realen Leben ist jeder X-te ein Ar.....ch - also findet euch damit ab, daß früher oder später auch hier im Forum das selbe Verhältnis herrschen wird!"

;)
Seit 11.11.2015 Leaf Tekna 24 kWh (EZ 03/2015), bisher 79.000 gefahrene Kilometer, und
seit 14.08.2018 Leaf Acenta 30 kWh (EZ 07/2016), bisher 2.100 gefahrene Kilometer
In der Pipeline: Sono Sion.... 8-)
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Re: Ständiges Ioniq Beweihräuchern und Zoe Bashing

Beitragvon Solarstromer » So 19. Mär 2017, 14:11

Jan hat geschrieben:
Wer schon ein Model S fahren durfte, weiß, das es fast nicht besser geht. Aber selbst an diesem tollen Auto kann man Mängel finden.


Wenn ich sehe, wie oft der Tesla von meinem Bekannten in der Werkstatt steht, kann man sich über solche Aussagen nur wundern. Und da sind wir auch direkt beim Thema dieses Threads. Die Beweihräucherung von Tesla in den Foren, die es offensichtlich verbietet die Probleme offen anzusprechen.
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Re: Ständiges Ioniq Beweihräuchern und Zoe Bashing

Beitragvon Sebastian » So 19. Mär 2017, 14:36

Meiner Meinung nach ist der IONIQ derzeit überproportional beliebt, da er als erstes preiswertes EV selbstbewusst genug ist, sich als vollwertiges Fahrzeug für verschiedene Einsatzgebiete und mittels herkömmlicher Eckpunkte vergleichbar, aufzutreten.
Bei den bisherigen EVs versuchte man offenbar, fehlende Reichweite durch teilweise spezielles Design (i3, Leaf) zu kompensieren, und mittels Klassifizierung als reines Stadtauto (i3, ZOE, Leaf, Drillinge) den Vergleich auf der Mittel-/Langstrecke zu scheuen. (Einzig der E-Golf tritt auch als Allround- Fahrzeug auf, konnte aber mit mäßigem Preis/Leistungsverhältnis und kaum besseren Fahrleistungen auch nicht wirklich punkten.)

Ich finde das sehr schade. Denn wie wir hier im Forum sehen, verwenden gefühlt mindestens die Hälfte der User ihre EVs auch auf weiteren Strecken, weil man das Fahrgefühl einfach nicht mehr missen möchte. Allerdings offenbaren sich hier bei fast allen heutigen EVs die Nachteile des Stadtauto- Konzepts überproportional stark. Die eher kurze, hohe Form bringt einen hohen Luftwiderstand mit sich (i3, ZOE, Leaf), die Motoren laufen durch die zu kurze Übersetzung in einem ungünstigen Drehzahlbereich mit schlechterer Effizienz (ZOE). Gerade die ZOE mit dem großen Akku stellt den Widerspruch sehr gut dar - der derzeit größte Akku im leistbaren Preissegment, aber platziert im kompakten Stadt - Flitzer, der sich bei Geschwindigkeiten >90km/h unwohl fühlt.

Mit dem IONIQ hat Hyundai in meinen Augen bei einigen Punkten den bisher besten Kompromiss gefunden:
- Man hat bei der Beschleunigung im unteren Drehzahlbereich auf ein paar Nm verzichtet, dafür wird der Motor bis in hohe Geschwindigkeiten mit gutem Wirkungsgrad betrieben
- Der Optimierung der Heizung wurde viel Aufmerksamkeit geschenkt, und es hat sich offenbar ausgezahlt
- Die Form "bestraft" hohe Fahrgeschwindigkeiten nicht überproportional
- Keine großen Design - Experimente

Bitte nicht falsch verstehen, ich mag alle genannten Fahrzeuge auf ihre Weise, und will keines dieser schlecht reden. Es driften aber mit zunehmender Akkukapazität das heutige Nutzungsverhalten und die ursprünglichen Fahrzeugkonzepte für ~20kWh - Akkus zusehens auseinander und die potentiellen Fahrleistungen werden im Realbetrieb nicht ausgereizt.
Fahrzeug:
VW Käfer Elektro, BJ. 1996/2012 | Verbrauch ab Steckdose: Bild
Bestellt: Hyundai IONIQ Style, Polar White - Sangl Nr. 141 ...kommt hoffentlich im April/Mai. Abgeholt :)
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Re: Ständiges Ioniq Beweihräuchern und Zoe Bashing

Beitragvon energieingenieur » So 19. Mär 2017, 14:45

Ich betreue derzeit etwa 25 Fahrzeuge. Darunter 4 verschiedene Marken mit 3 verschiedenen Antrieben: Elektro, Benziner und auch Diesel. Aber vor allem mit unterschiedlichem Nutzungsverhalten. Mein persönliches Resümee daraus ist: Wer sein Auto moderat fährt und regelmäßig pflegt, sieht eine Werkstatt sehr selten und wenn doch, dann meist planbar. Wer das Fahrzeug als reines Arbeitsgerät sieht und auf dem Standpunkt steht: "Dass muss der abkönnen." sieht die Werkstatt häufiger und auch häufiger ungeplant. "Oh kaputt... der fährt nicht mehr."

Zumindest meiner persönlichen Erfahrung nach kann ich nicht behaupten, dass die eine Marke reparaturanfälliger wäre, als die andere. Wobei ich in der Flotte keine asiatischen Fahrzeuge habe, denen ja durchaus eine extrem Robustheit nachgesagt wird. Ich würde derzeit sagen: Elektro ist weniger anfällig, als Verbrenner. Aber ansonsten hängt (zumindest hier bei uns) die Reparaturanfälligkeit deutlich mehr von der Nutzungsweise, als von der Marke ab.
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Re: Ständiges Ioniq Beweihräuchern und Zoe Bashing

Beitragvon energieingenieur » So 19. Mär 2017, 15:11

Bei den Fahrzeugvergleichen bitte nicht vergessen, ab wann die auf dem Markt sind! Natürlich werden bei heutigen Fahrzeugen (wie z.B. dem ioniq) Dinge anders gelöst, als bei älteren Modellen. Der LEAF ist 7 Jahre alt, der ZOE 4 Jahre. Und gerade bei den E-Fahrzeugen sind die Technologiesprünge momentan sehr schnelllebig. Selbst wenn der ioniq beim Antrieb effizienter als der ZOE sein sollte, heißt dass noch nicht, dass es für den Nutzer deswegen automatisch besser oder überhaupt von Relevanz ist. Wem die Antriebseffizienz und die damit verbundene Ressourcenschonung bzw. mehr Reichweite wichtig ist, darf und muss das in seine Wunschliste mit aufnehmen und da sammelt der ioniq dann vll. Pluspunkte bei der Entscheidung. Für einen Nutzer, für den dieses Thema nicht relevant ist, spielt die bessere Effizienz letztlich dann aber trotzdem keine Rolle. Es ist immer eine Einzelfallentscheidung. Man darf durchaus sagen: "Dieses Fahrzeug entspricht meinen Wünschen am ehesten/am besten." Aber pauschal zu sagen: "Dieses Fahrzeug ist - allgemein für alle - dass bessere Gesamtpaket" halte ich für vermessen, denn es würde voraussetzen, dass gewisse Kaufwünsche bei allen Käufern identisch sind.

Es gibt übrigens eine Zielgruppe, für die der ioniq absolut gar nicht in Frage kommt: Dass sind die Kunden, die auf Sicherheit setzen. Nein, ich meine nicht die mechanische Fahrzeugsicherheit, sondern dieses Gefühl etwas bewährtes zu kaufen. Es gibt Menschen, die grundsätzlich nichts kaufen, was Neu ist und mit dem es keine Erfahrungen gibt. Diese Zielgruppe hat Angst vor Kinderkrankheiten bzw. dem Unbekannten und kaufen daher lieber etwas, was schon ein paar Jahre im Markt ist und was schon viele andere Menschen auch nutzen. Denen kann man noch soviel Pluspunkte beim Thema Antriebseffizienz oder Heizung berichten. Alleine die Tatsache, dass der ioniq neu ist, wird sie vom Kauf abhalten. In der extremen Variante kaufen diese Menschen, aber vll. noch nichtmal überhaupt ein Elektroauto, weil Ihnen das Thema insgesamt noch viel zu neu ist. Die bleiben lieber beim bewährten Benziner, sind meist Marken- und Autohaustreu und oft gibt es auch bei 3 aufeinanderfolgenden Autos die gleiche Farbe - "ich hab die immer gehabt"... Bloß kein Risiko eingehen.

Wie man es auch dreht und wendet. Das "beste" Auto gibt es nicht. Es gibt nur "das beste Auto für meine ganz persönlichen Ansprüche".
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