Sinn von 43 kW Ladepunkten

Re: Sinn von 43 kW Ladepunkten

Beitragvon EVduck » Mi 27. Mai 2015, 08:12

Die Ausgangsfrage war ja, welchen Sinn 43kW Ladestationen haben, wenn nur ein Fahrzeug davon profitiert. Folgt man der Argumentation und schaut die erhältlichen Fahrzeuge an, muss man zum Schluss kommen, dass Typ 2 einphasig 3,6kW die einzig sinnvolle Lösung ist! Das können dann alle - eventuel wird noch ein Adapter benötigt. CCS und CHAdeMO ist dann auch nicht sinnvoll, können ja auch nur wenige Fahrzeuge. :evil:
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Beitragvon Jack76 » Mi 27. Mai 2015, 08:15

STEN hat geschrieben:
...Warum hat dann der MB EDrive nur 11kW (bei 30kWh/100km Verbrauch) bekommen...


Ist schon ein paarmal diskutiert worden. Ist ja alles Tesla-Technik und lt. Aussage hat MB sowohl auf SuC Möglichkeit als auch auf den kaskadierten 2ten 11KW Lader verzichtet. Oder kurz: "die wollten einfach nicht!" ;-)

Grüße
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Re: Sinn von 43 kW Ladepunkten

Beitragvon 300bar » Mi 27. Mai 2015, 08:15

TeeKay hat geschrieben:
möchtest du, dass auch alle Besitzer von nicht leistungsgedrosselten Notebooks nur noch mit Leistungsdrossel arbeiten sollen.

Meine Fragestellung ist in keiner Form eigennützig. Es geht nicht darum was ich will.
Und auch nicht darum was für ein EV ist fahre.

TeeKay hat geschrieben:

Vielleicht ist es für einen Kia-Fahrer, der normalerweise 6h irgendwo lädt, unvorstellbar, dass 30min vs 60min einen riesigen Unterschied bedeuten.

Die Vorteile einer Schnelladung sind mir durchaus bekannt und nutze ich auf längeren Strecken selbst immer wieder.

Meine Frage zielte doch unmißverständlich auf die langfristige Nutzbarkeit des 43kW - Anschluß für Typ2

Meine eigentliche Fragestellung hat Berndte am Schlüssigsten beantwortet.
- jetzt leistungsfähige Standorte für einen Teil am der Markt befindlichen Fahrzeuge
- der Gedanke Anschlüsse irgendwann gegen bezahlbare Triplelader oder DC-Lader zu tauschen
Gruß Reinhard
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Re: Sinn von 43 kW Ladepunkten

Beitragvon Jack76 » Mi 27. Mai 2015, 08:24

EVduck hat geschrieben:
Die Ausgangsfrage war ja, welchen Sinn 43kW Ladestationen haben, wenn nur ein Fahrzeug davon profitiert. Folgt man der Argumentation und schaut die erhältlichen Fahrzeuge an, muss man zum Schluss kommen, dass Typ 2 einphasig 3,6kW die einzig sinnvolle Lösung ist! Das können dann alle - eventuel wird noch ein Adapter benötigt. CCS und CHAdeMO ist dann auch nicht sinnvoll, können ja auch nur wenige Fahrzeuge. :evil:


Falsch, Du versuchst Dich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu fixieren, insofern müsstest Du u.U. sogar Schuko propagieren. Es geht aber um Lademöglichkeiten unterwegs, und da braucht man nunmal das obere Ende der technisch und vorallem wirtschaftlich sinnvollsten Lösung, und die liegt aktuell nunmal bei AC43.
Dein genannter 3KW-Lader hat entweder sehr viel Freizeit in seiner Reiseplanung oder bleibt in 99% der Fälle in seiner Heimatreichweite, bzw. hat ne DC-Lademöglichkeit und sucht diese teuren Inseln der Ladeglückseeligkeit...

Grüße
Jack
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Re: Sinn von 43 kW Ladepunkten

Beitragvon Maverick78 » Mi 27. Mai 2015, 08:27

Berndte hat geschrieben:
Was veranlasst dich zu der Aussage, dass es bald keine 43kW AC ladenden Fahrzeuge mehr gibt?
Der Bestand an 43kW Zoes ist sehr groß... schau dich mal bei den Treffen um, die Quote ist locker 1 zu 10!
Die beiden Fahrzeuge welche für Langstreckenfahrten tauglich sind ist Tesla und Zoe. Tesla baut Supercharger und wir jetzt auch selber.


Dem muss ich ganz klar widersprechen!
Auch andere Fahrzeuge taugen nahezu problemlos auf Langstrecke und das die Zahl der Zoe's auf den Treffen so groß ist liegt nicht nur an der Anzahl der Fahrzeuge, sondern vielmehr an der Klientel der Nutzer. Ein typischer e-Golfer wie ich z.b. tingelt nicht von EV-Treffen zu EV-Treffen quer durch Deutschland nur um Präsenz zu zeigen. Die Zeit verbringe ich lieber mit meiner Familie.
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Re: Sinn von 43 kW Ladepunkten

Beitragvon Tho » Mi 27. Mai 2015, 08:30

Am 43kW können doch auch alle die Typ2 haben, nur eben unterschiedlich schnell. :D
Ich versteh auch nicht so recht warum man überhaupt weniger baut, wenn es der Anschluss hergibt.
Das bisschen Kabel macht doch dann das Kraut auch nicht fett... ;)
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Re: Sinn von 43 kW Ladepunkten

Beitragvon Elektrolurch » Mi 27. Mai 2015, 08:33

Wenn es eine nennenswerte 43kW-AC-Infrastruktur gibt - und wir arbeiten hier dran - werden alle EV-Hersteller, die ihre Fahrzeuge (wieder) mit dieser Lademöglichkeit ausrüsten, einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Mitbewerb haben.

Zumindest würde es so funktionieren, wenn es nur reine EV-Hersteller gäbe.

Das Problem ist aber, dass fast alle EV-Hersteller eben auch Verbrennerhersteller sind, die ihre eigenen Fossilien nicht torpedieren wollen, so lange damit noch irgendwie Geld zu verdienen ist. Deshalb gibt es da komplexe Wechselwirkungen und das Ganze funktioniert eben nicht so schön linear.

Am ehesten könnte sich vielleicht Renault dazu bewegen lassen, auch die neuen ZOEs wieder mit bis zu 43kW laden zu lassen. Aber warum sollten sie - auch mit 22kW lassen sie im Moment die Konkurrenz um Größenordnungen hinter sich...

Trotz und aber: Wenn irgendwo was da ist, wird es auch genutzt. Das wird auch bei den 43kW-Ladestationen so sein. Also: Weitermachen! :D
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Re: Sinn von 43 kW Ladepunkten

Beitragvon Elektrolurch » Mi 27. Mai 2015, 08:37

Maverick78 hat geschrieben:
das die Zahl der Zoe's auf den Treffen so groß ist liegt nicht nur an der Anzahl der Fahrzeuge, sondern vielmehr an der Klientel der Nutzer. Ein typischer e-Golfer wie ich z.b. tingelt nicht von EV-Treffen zu EV-Treffen quer durch Deutschland nur um Präsenz zu zeigen. Die Zeit verbringe ich lieber mit meiner Familie.

Wusste gar nicht, dass es "typische" Typen gibt, die sich am gefahrenen Modell erkennen lassen. Ich wage die Gegenthese, dass, wenn ein e-Golf AC-schnellladen könnte, deutlich mehr davon auf Treffen auflaufen würden... ;)
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Re: Sinn von 43 kW Ladepunkten

Beitragvon EVduck » Mi 27. Mai 2015, 08:43

Ich zitiere mich mal selbst...

Sarkasmus an
EVduck hat geschrieben:
Die Ausgangsfrage war ja, welchen Sinn 43kW Ladestationen haben, wenn nur ein Fahrzeug davon profitiert. Folgt man der Argumentation und schaut die erhältlichen Fahrzeuge an, muss man zum Schluss kommen, dass Typ 2 einphasig 3,6kW die einzig sinnvolle Lösung ist! Das können dann alle - eventuel wird noch ein Adapter benötigt. CCS und CHAdeMO ist dann auch nicht sinnvoll, können ja auch nur wenige Fahrzeuge. :evil:

Sarkasmus aus
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Re: Sinn von 43 kW Ladepunkten

Beitragvon eDEVIL » Mi 27. Mai 2015, 08:45

EVduck hat geschrieben:
Folgt man der Argumentation und schaut die erhältlichen Fahrzeuge an, muss man zum Schluss kommen, dass Typ 2 einphasig 3,6kW die einzig sinnvolle Lösung ist!

Welcher PKW-Hersteller beschränkt sich denn noch auf max 3,7 KW?
VW, PHEV und... :?: :?: :roll:

Wenn man auf eAuto-Treffen ist, sind ZOE meist in der Überzahl. Liegt zum einen am Marktanteil und zum anderen an der Fernreisetauglichkeit. Es sind doch fast immer mehr Model S auf Veranstaltugnen, als eGolf und eUp zusammen.

Selbst wenn die Nutzabrkeit der 43KW sich für immer und ewig auf bisher verkaufte ZOE beschränken würde, macht es Sinn und ist auch finanzierbar.
Wenn man nur mal davon ausgeht, das 500 ZOE in DE eine solche Infrastruktur nutzen möchten, kommt man da auf Kosten pro Nutzer im Bereich eine Typ2 Kabels.

Es ist ja noch gar nicht gesagt, das der R240 keine 43KW bekommen wird.
Wenn man es schafft 100 Ladepunkt in DE aufzubauen, ist das schon eine gute Argumentationshilfe, um Röno zu motivieren.

@Maverick78 Du meinst als eGolfer sind Egoisten? Du beweist doch mit Deinen Spenden, das dem nicht so ist.
Sehe das genau so wie Elektrolurch. Mit 22KW AC im eGolf, würden deultich mehr eGolf auf treffen sein udn auch die VErkaufzahlen würden sich merklich erhöhen (sofern VW die Produktion auch hoch fährt)
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