Lastmanagement am Crowdfundingstandort

Lastmanagement am Crowdfundingstandort

Beitragvon Tho » Mi 15. Jul 2015, 12:39

Da ich bei der Suche nach potentiellen Standorten immer wieder auf 63A Hausanschlüsse stoße, die Aufgrund geringer Auslastung durchaus brauchbar wären, würde ich gerne einmal die verschiedenen Lösungsansätze zusammenfassen.
Ich sehr zur Zeit folgende Ansätze:
- Raspberry PI Lastmanagementmodul, SDM630 Modbus Zähler zur Erfassung der Ladebox + SDM630 Modbus Zähler vor den Verbrauchern
- Stromrelais? (aus http://www.goingelectric.de/forum/goingelectric-crowdfunding/evtl-crowdfunding-ladepunkt-temp-t11704.html)
Wie sieht die Schaltung dazu aus?
- Lastabwurf eines größeren Verbrauchers
...

Alles unter der Voraussetzung, das nur bei kurzzeitigen Spitzen abgeregelt wird.
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Re: Lastmanagement am Crowdfundingstandort

Beitragvon Maverick78 » Mi 15. Jul 2015, 12:43

Für Arduino gibt es auch Ansätze
Dann natürlich SmartGrid Steuerungen ala SolarLog etc. pp.
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Re: Lastmanagement am Crowdfundingstandort

Beitragvon eDEVIL » Mi 15. Jul 2015, 12:54

Berndte verfolgt ja den "Failsafe"-Ansatz, wo eine Arduino-Steuerung evtl. zu instabil ist bzw. schon akribisch so integriert werden muß, das im Fehlerfalle keine Überlastung passieren kann.

Für alle von BErndte genauten Boxen klärt man da sam ebsten mit ihm direkt.

Mögliche bezhalabre HArdwareansätze sind:
- einfach Alstabwurf unkritischer Großverbraucher (recht preisgünstig)
- je zu überwachender Phase ein Eberle Lastabwurfrelais elektonisch MI 20 (220-250 EUR)
- ein dreiphasiges Dold Überstromrelais 0059428 Typ SP9270.12CT AC220-240V 10-100A 250-280 EUR)

Bei Komplettüberwachung sollte es schon etwas induktiv arbeitendes sein, da die hohen Lasten ja auch zu Abnutzung führen.
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Re: Lastmanagement am Crowdfundingstandort

Beitragvon leonidos » Do 23. Jul 2015, 13:58

Zum Thema Lastmanagement, habe ich auf Seite der DGS (Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.) folgendes openSource Projekt gefunden:
http://www.babelbee.org/

Was bzw. wer dahinter steckt erfahrt ihr hier:
http://media.ccc.de/browse/conferences/ ... ojekt.html

Ist das eventuell für uns zu gebrauchen?
--
Grüße
Leo

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Bemängelt man das Haar in der Suppe, dann ist es hoffentlich nicht das eigene Nasenhaar, welches dort schwimmt, weil man seine Nase zu tief in selbige gesteckt hat.
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Re: Lastmanagement am Crowdfundingstandort

Beitragvon rolandk » Do 23. Jul 2015, 16:21

Tho hat geschrieben:
Da ich bei der Suche nach potentiellen Standorten immer wieder auf 63A Hausanschlüsse stoße, die Aufgrund geringer Auslastung durchaus brauchbar wären, würde ich gerne einmal die verschiedenen Lösungsansätze zusammenfassen.
Alles unter der Voraussetzung, das nur bei kurzzeitigen Spitzen abgeregelt wird.


Die einfachste Lösung fehlt: Die maximale Stromstärke zur Ladung grundsätzlich reduzieren. Vielleicht sollte erst einmal erfasst werden, welche Last der Haushalt maximal benötigt.

Wenn man dem Haushalt 13A-18A läßt, kommt für die Ladung immer noch ein dickes Sümmchen für die Ladung rum, das um einiges besser da steht, als ein 32A/22kW Ladepunkt. Und die Ladedauer verlängert sich auch eher unmerklich.

Das kann sich dann natürlich ändern, wenn größere Akkus eine längere Ladedauer erfordern. Im Moment würde es genügen.

Roland
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Lastmanagement ganz einfach

Beitragvon Rumstromerer » Do 23. Jul 2015, 19:04

Ich möchte angeregt durch goingelectric-crowdfunding/umfrage-e-v-gruendung-t11562.html mal einen kleinen Vorschlag machen wie sich ein Lastmanagement von mehreren Ladepunkten ganz einfach und ohne Computer machen läßt.

Es gibt sogenannte Stromrelais, das sind Bausteine die messen wieviel Strom ein Verbraucher aufnimmt. Ist der Strom größer oder kleiner als ein eingestellter Grenzwert wird ein Relaiskontakt umgeschaltet. Ein Beispiel wäre http://www.voltus.de/elektromaterial/ve ... elais.html , welches sich mit einem zusätzlichem Stromwandler auch für 32 oder 63A verwenden läßt.

Man könnte z.B. einen Ladeplatz als Super-Schnellade-Platz definieren und in der Wallbox freischalten was der Hausanschluß hergibt. Das Stromrelais überwacht den tatsächlich bezogenen Strom und wenn dieser kleiner als Max. - 16A ist dann schaltet das Relais den Mittelschnell-Lade-Platz mit 16 A ein.

Mann könnte das ganze noch weiter treiben. Wenn beide Plätze zusammen immer noch 16A frei lassen dann könnten noch Schuko-Dosen zugeschaltet werden.
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Re: Lastmanagement ganz einfach

Beitragvon mlie » Do 23. Jul 2015, 19:08

Dann aber schön L1 überwachen, sonst ist es bei einem üblichen Hausanschluss mit 63A bei einem i3, einem env200 und einem Twizy ganz schnell dunkel. ;-)

Ich favorisiere ja immer noch die Raspi-basierte Variante, die einen SDM630 am Hausanschluss direkt auslesen und danach die Last einstellen.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Lastmanagement ganz einfach

Beitragvon Rumstromerer » Do 23. Jul 2015, 19:26

Klar, wenn du programmieren kannst und willst.

Ich bevorzuge halt einfache Bausteine die nach einer klaren Logik hart verschaltet sind.

L1 zu überwachen ist schon richtig. Ich wollte die Erklärung bewußt einfach halten damit das möglichst viele Forenteilnehmer nachvollziehen können.

Als weitere Steigerung kann man dann noch die Phasen zwischen den Wallboxen und Steckdosen verdrehen damit auch mehrere Einphasenlader gleichzeitig nebeneinander laden können.
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Re: Lastmanagement ganz einfach

Beitragvon Djadschading » Do 23. Jul 2015, 20:22

Rumstromerer hat geschrieben:
Ich möchte angeregt durch goingelectric-crowdfunding/umfrage-e-v-gruendung-t11562.html mal einen kleinen Vorschlag machen wie sich ein Lastmanagement von mehreren Ladepunkten ganz einfach und ohne Computer machen läßt.

Es gibt sogenannte Stromrelais, das sind Bausteine die messen wieviel Strom ein Verbraucher aufnimmt. Ist der Strom größer oder kleiner als ein eingestellter Grenzwert wird ein Relaiskontakt umgeschaltet. Ein Beispiel wäre http://www.voltus.de/elektromaterial/ve ... elais.html , welches sich mit einem zusätzlichem Stromwandler auch für 32 oder 63A verwenden läßt.

Man könnte z.B. einen Ladeplatz als Super-Schnellade-Platz definieren und in der Wallbox freischalten was der Hausanschluß hergibt. Das Stromrelais überwacht den tatsächlich bezogenen Strom und wenn dieser kleiner als Max. - 16A ist dann schaltet das Relais den Mittelschnell-Lade-Platz mit 16 A ein.

Mann könnte das ganze noch weiter treiben. Wenn beide Plätze zusammen immer noch 16A frei lassen dann könnten noch Schuko-Dosen zugeschaltet werden.


Das ist doch so schon im Bau...
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--> April 2015 - Zoe Q210
Kein Verbrenner mehr
2x 4kwp PV-Anlage (2011+2012)
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Re: Lastmanagement ganz einfach

Beitragvon rolandk » Do 23. Jul 2015, 20:34

Rumstromerer hat geschrieben:
Klar, wenn du programmieren kannst und willst.


ist ganz simpel. Da die Steuerplatine auf's Ampere genau gesteuert werden kann, muß man einfach nur die Verbräuche im Haus im Auge behalten. Einfach alle Phasen mit einer Oder-Verknüpfung abfragen und dementsprechend Ampere auf der Steuerplatine freigeben.

Im Gegensatz zu einigen anderen Controllern setzt die Steuerplatine die Ladung beim ändern des Wertes nicht aus, sondern lädt mit den neuen Maximalwerten kontinuierlich weiter.

Der erste Einsatz ist z.Zt. bei Lingley realisiert. Dort allerdings nicht automatisch sondern über die Weboberfläche (passwort geschützt).
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