Kosten für eine Ladung

Kosten für eine Ladung

Beitragvon Hasi16 » Sa 6. Feb 2016, 20:08

Hallo,

die Bedingungen für eine CF-Box waren mir eigentlich klar:
- nach Möglichkeit 24/7 Verfügbarkeit, damit man jederzeit laden kann
- Der Ladene spendet einen fairen Betrag.
Dafür wird eine Box für den Stndortpaten gespendet.

Was ich jetzt mal in die Runde frage: Was bedeutet für Euch das Wort "Spende"? Für mich ist es eine freiwillige Leistung. Natürlich behält der Inhaber (nicht Besitzer!!!) der Box sein Hausrecht und kann Schnorrer von seinem Grundstück verbannen. Aber kann er Geld fordern? Ich meine nicht, da es dann nicht auf Spendenbasis, sondern auf komerzieller Basis ist - mit allen Folgen: Rechnungen müssen ausgestellt werden und es müssen die Einnahmen versteuert werden. Klingt lächerlich? Findet das Finanzamt sicher nicht.

Wie ich auf die Frage komme? Ich habe bei einem Eintrag "kostenlos" ergänzt, die Bitte um eine Spende aber natürlich nicht gelöscht. Die Änderung wurde mit "Crowdfunding ist nicht kostenlos!" und "Bitte die Angaben des Standortbetreiber so akzeptieren !" abgelehnt. Aus meiner Sicht sind beide Ablehnungsgründe schlicht und einfach falsch.

Versteht mich nicht falsch: Ich würde auf jeden Fall definitiv mehr geben, als der Strom kostet, und der Inhaber hat natürlich ein Hausrecht, um Dauer-Schnorrer zu vertreiben. Aber "kostenpflichtig" mit "Spende" zu verbinden, das finde ich falsch.

Viele Grüße
Hasi
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon EVduck » Sa 6. Feb 2016, 20:30

Aber "kostenpflichtig" mit "Spende" zu verbinden, das finde ich falsch.

Ich denke genau andersrum wird ein Schuh draus: wo eine Spende erbeten wird, ist das Laden nicht kostenlos. Genau genommen weder kostenpflichtig noch kostenlos. Es gibt ja auch CF Stationen, da will der Standortpate keine Spende, das ist dann kostenlos.
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon Berndte » Sa 6. Feb 2016, 20:47

Kommt gerade nichts weiter im Fernsehen?
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon Hasi16 » Sa 6. Feb 2016, 22:30

Bist du mal wieder nicht bereit andere Meinungen anzuhören?

Mich interessiert durchaus, wofür ich gespendet habe. Und wenn die Bedingungen andere sind als proklamiert, dann ist das nicht in Ordnung.
Eine Spende kann deiner Meinung nach Voraussetzung für eine Ladung sein?

Viele Grüße
Hasi
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon imievberlin » Sa 6. Feb 2016, 22:46

Ich bin auch weiterhin meiner Meinung (2. o.g. Ablehngrung) das der Wunsch nach einer Spende nicht gleich kostenlos laden bedeutet. Die Worte "Spende erwünscht" sind doch mehr eine Möglichkeit seine Unkosten (Stromrechnung für das laden) 1:1 erstattet zu bekommen ohne ein Gewerbe anmelden zu müssen. Rechnungen schreiben und Buchhaltung gehören dann ja auch dazu.
Bitte versteh es nicht falsch aber wenn da auf einmal kostenlos drin steht dann lesen einige einfach nicht mehr weiter und kommen fleißig auf Schnorrertour jeden Abend vorbei und machen sich ihre P90 und Zoes mal schnell voll, weil ist ja kostenlos.

Das ist meine Sichtweise diesbezüglich und deswegen auch die Ablehnung deiner Änderung.

Grüße René
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon graefe » Sa 6. Feb 2016, 23:48

Kann man das Thema nicht ganz einfach lösen, indem man in der Datenbank neben "kostenlos" auch die Eigenschaft "Spende" einführt?

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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon Marcel_S » Sa 6. Feb 2016, 23:57

imievberlin hat geschrieben:
Wunsch nach einer Spende nicht gleich kostenlos laden bedeutet. Die Worte "Spende erwünscht" sind doch mehr eine Möglichkeit seine Unkosten (Stromrechnung für das laden) 1:1 erstattet zu bekommen ...


Das ganze Konzept ist doch eine Augenauswischerei! Man will (aus gutem Grund) eine Entschädigung für die Bereitstellung der Lademöglichkeit, traut sich aber nicht, Tacheles zu reden.

Als Klempner würde ich jetzt auch ab sofort eine "verpflichtende Spende" von meinen Kunden, ähm, "freiwilligen Dienstleistungsbeziehern" verlangen.

Nochmals: Ihr stellt eine Dienstleistung zur Verfügung und wollt eine Entschädigung dafür. Dann schreibt es doch auch so an, sonst wird es ewig diese Debatte geben. Ein "Bitte pro kWh 50c einwerfen", "bitte pro Ladevorgang 5Euro" oder "bitte pro Stunde 3 Euro" ist ja keine Hexerei. Und dann ist die Sache sauber und durch.
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon Karlsson » So 7. Feb 2016, 09:31

Nein, ist eben nicht sauber, da es dann um Gewinnerzielung gehen könnte.

Ein Hinweis könnten die Stromkosten des Netzbetreibers sein. Dann legt man noch 10-20% drauf und gut.

Ich gebe 30 Cent/kWh und runde auf. Das deckt Strom und hinreichend Gewinn locker ab.
50 Cent sehe ich bei einer durch Spenden finanzierten Infrastruktur nicht ein, zumal ich für diverse Boxen selbst gespendet habe.
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon Berndte » So 7. Feb 2016, 10:21

Hasi16 hat geschrieben:
Bist du mal wieder nicht bereit andere Meinungen anzuhören?...

Das ist keine Meinung, sondern nur stänkern.
Ich habe schon mal geschrieben: Bitte Spende nicht mehr... dann können wir uns das ersparen.

Das Thema hatten wir an anderer Stelle bereits. Aber man kann das ja nochmal aufwärmen.
Komischerweise wissen alle aus dem "CF-Kreis" wie es läuft und wie es gemeint ist... manch einer aber möchte das gern rechtssicher geklärt haben. Genau wegen solchem kleinkarierten Schei** sterben solche Projekte und Initiativen.
Das geht irgendwann auf die Substanz der "Leistungserbringer" bei Projekten und nervt nur ohne das Ganze voran zu treiben.
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon lamouette » So 7. Feb 2016, 10:58

Hasi16 hat geschrieben:
Klingt lächerlich? Findet das Finanzamt sicher nicht.

Wenn Du eine finanztechnisch saubere Lösung haben willst, dann brauchts halt doch ein Abrechnungssytem vor Ort, Münzeinwurf, Scheckkartenleser oder die wenig beliebte RFID-Karte. Natürlich plus geeichtem, gemieteten und verplombten Zähler etc. Dazu Abrechnung, Buchhaltung. Stromverkauf an Dritte ist finanzamttechnisch alles andere als trivial.
Das alles müsstest Du beim Laden dann mitzahlen.
Natürlich muss der angesetzte Preis pro kWh dann auch eine Gewinnerzielungsabsicht darstellen (sonst spielts Finanzamt nicht mit).
Schlussendlich kostet dann die kWh irgendwas zwischen 50-100Cent.
Wärst Du dann glücklicher?
Hasi16 hat geschrieben:
Mich interessiert durchaus, wofür ich gespendet habe

bin sicher - wenn Du etwas nachdenkst beim Laden kommst Du selbst drauf... auf einem fremden Grundstück, an einer Ladebox die Du nicht (oder höchstens teilweise) bezahlt hast, während Strom fliesst für den ein anderer die Rechnung zahlt.
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