Kosten für eine Ladung

Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon ^tom^ » Di 9. Feb 2016, 11:05

@endurance: "Wer mag darf "

Das gefällt mir ganz gut, weil es hier wirklich dem Bezüger völlig offen bleibt.

Wenn dann noch der Zusatz von
@rolandk: "fair use" dazu kommt schon fast perfekt

Beides zusammen würde für mich bedeuten:

- Den 100kWh Akku bitte nicht hier Gratis aufladen
- Wenn Du was in die Kasse wirfst, Danke
- Wenn Du 5kWh für die Weiterfahrt benötigst und kein Geld hast etc. auch ok

Wer also jede kWh bezahlt haben möchte, soll das bitte schön so kundtun.

Für alle anderen finde ich:

Nach dem Motto: Fair use, wer mag darf

perfekt
--
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon Elektrolurch » Di 9. Feb 2016, 16:51

Wenn in diesem Zusammenhang das Wort "Spende" benutzt wird, dann hat das doch überhaupt nichts mit der Wortbedeutung zu tun, sondern mit einer rechtssicheren Deklaration des vollkommen berechtigten Wunschs nach fairem Ausgleich der Ladekosten (des verbrauchten Ladestroms). Das soll ja nicht zu Lasten des Ladepunktanbieters gehen.

"Ich sähe hier gern eine Spende" bedeutet in diesem Fall: Du verbrauchst meinen Strom, dann zahl bitte auch dafür.

Dass man in D den Ladestrom nicht ohne riesige Hürden (weiter-)verkaufen darf, ist leider vollkommen irre, und führt dazu, dass man das eben so nicht sagen kann, ohne Stress mit allen möglichen Behörden zu bekommen. Also wählt man einen Begriff, der in diesem Kontext hoffentlich rechtlich unverfänglich ist: "Spende".

Wer kostenlos laden will, sollte einen so beschriebenen Ladepunkt nicht nutzen - das ist fair use.
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon EVduck » Di 9. Feb 2016, 16:53

+1
Exakt so ist es, Elektrolurch.
:danke:
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon rolandk » Di 9. Feb 2016, 19:15

Elektrolurch hat geschrieben:
Wenn in diesem Zusammenhang das Wort "Spende" benutzt wird, dann hat das doch überhaupt nichts mit der Wortbedeutung zu tun


Das halte ich aber für reichlich verfänglich. Du kannst ja nicht einfach eine eigene Bedeutung für ein Wort einführen und dann erwarten, das es genau so jeder sieht.

Auch wenn sich das mittlerweile ziemlich eingebürgert hat. Das gab's damals zu Mailboxenzeiten auch schon. Aber es ist eben nicht korrekt.

Die Wortbedeutung Spende steht für "freiwillig", d.h. umgekehrt das man nicht zwangsläufig damit rechnen muß, das jemand Geld da läßt.

Der Hinweis auf "faire Nutzung" sagt doch klar aus, um was es geht. Das gibt es ja auch in anderen Bereichen, wo man im Prinzip ständig zugreifen kann.

Gruß
Roland
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon endurance » Di 9. Feb 2016, 22:29

Elektrolurch hat geschrieben:
"Ich sähe hier gern eine Spende" bedeutet in diesem Fall: Du verbrauchst meinen Strom, dann zahl bitte auch dafür.


Das ist schon eine merkwürdige interpretation von Spende. Dann müsste ich bei einer Bergrettung etc. auch immer Spenden - oder wenn ich in die Kirche gehe? Spende ist != Aufwandsentschädigung. Das es sich gehört den Aufwand zu begleichen etc. ist ein anderes Ding - für mich selbstverständlich.

Eine Spende ist eine freiwillige Zuwendung für einen religiösen, wissenschaftlichen, gemeinnützigen, kulturellen, wirtschaftlichen oder politischen Zweck


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Das kostenlos flag darf auf keinen Fall gegen den Willen des Besitzers gesetzt werden, und das ist denke ich das Kernthema.
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon rolandk » Di 9. Feb 2016, 22:52

Das Problem bleibt letztlich das erwartet wird, das bezahlt wird. Das halte ich persönlich auch für legitim. Problematisch ist halt immer der Fall, wenn eben nicht bezahlt wird. Nur wie will man dann vorgehen?

Im Moment sollte es die Ausnahme sein, das jemand nicht zahlt. Aber so etwas kann sich ändern. Deswegen habe ich es von vornherein bei mir es so eingerichtet, das man nicht anonym an den Strom kommt.

Eine Sicherheit, das ich trotzdem das Geld bekomme habe ich nicht. Das haben die Kartoffelbauern mit ihren Kartoffelautomaten und die Zeitungen mit ihren Zeitungsautomaten (gibt's die noch?) aber auch nicht.

Der Ladende bekommt zum Ladeschluß einen Anruf, das er x kWh Strom bezogen hat und kann dann selber entscheiden, was er mir in den Briefkasten legt.

Und ich habe ein Logbuch in dem drin steht welche Rufnummer wann wieviel kWh bekommen hat. Im schlimmsten Fall kommt der Kollege auf 'ne Blacklist und kann erst mal nicht laden. Allerdings kann ich ihn auch anrufen und fragen, warum er meint, das er den Strom umsonst bekommen sollte....

Vielleicht gibt es ja Gründe, die sich so erst mal nicht erschliessen. Bargeld war knapp und stattdessen hätte er den Strom lieber mit einem Monopolyspiel vergütet, dafür ist aber der Briefkasten zu klein und ich war nie zu Hause....... wer weiß. welche Gründe es da gab.

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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon ecopowerprofi » Di 9. Feb 2016, 23:07

Elektrolurch hat geschrieben:
Dass man in D den Ladestrom nicht ohne riesige Hürden (weiter-)verkaufen darf, ist leider vollkommen irre, und führt dazu, dass man das eben so nicht sagen kann, ohne Stress mit allen möglichen Behörden zu bekommen.

Das musst Du mir mal erklären wo das steht. Jeder Vermieter verkauft Strom an seine Mieter in Form von Allgemeinstrom und rechnet diese auch ab. Außer dass die Mieter sich über eine falsche und/oder ungerechte Abrechnung auf regen und deswegen manchmal vors Gericht ziehen ist mir nicht bekannt, dass dafür der Vermieter von einer Behörde mit Sanktionen belegt wurde. Solange man die Weitergabe des Stromes ohne Gewinnerzielungsabsicht vornimmt und sich nur die eigene Aufwendungen erstatten lässt hast Du nichts zu befürchten. Aber wenn Du "Spenden" entgegen nimmst und dabei einen auch noch so kleinen Gewinn erzielst, hast Du das Finanzamt an den Hacken. Die lassen sich dann von dem Begriff "Spende" nicht abhalten Dich in die Mangel zu nehmen. In D ist jeder vor dem Finanzamt erst mal ein Steuerbetrüger und wenn Du nicht das Gegenteil beweisen kannst bist Du reif.

PS: Sobald Du Bar-Einnahmen hast musst Du in D ein Kassenbuch führen und jede noch so kleine Einnahme vermerken. Daher kann bei uns jeder kostenlos Laden und es läuft unter Kundenservice wie bei IKEA und Co.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon Marcel_S » Mi 10. Feb 2016, 01:28

Elektrolurch hat geschrieben:
Dass man in D den Ladestrom nicht ohne riesige Hürden (weiter-)verkaufen darf, ist leider vollkommen irre, und führt dazu, dass man das eben so nicht sagen kann, ohne Stress mit allen möglichen Behörden zu bekommen.


Das ist ja mit ein Grund, warum die meisten Betreiber per Zeit und nicht per kWh verrechnen.

Ich erwähne immer gerne wieder: Stell Dir vor, Du hast einen Zoe und der Lädesäulenbetreiber verrechnet Dir 35kWh. Wie reklamierst Du diese offensichtliche Fehlbuchung? Welchen Nachweis nimmst Du dazu?
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon Fluencemobil » Mi 10. Feb 2016, 08:13

Wer Angst vorm Finanzamt und unseren nicht immer eindeutigen Gesetzen hat, der liste einfach die kosten seiner ladestation und den Strom der an andere abgegeben wurde auf.
Und wenn dann die benutzungsgebuehr (stromspende ist ja nicht die für alle perfekte Bezeichnung) die Ausgaben übersteigen, kann man es ja dem Finanzamt melden.

Die benutzungsgebuehr legt man natürlich, für jedes Auto ja nach Ladeleistung fest.
Frage nicht was Berlin für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst. ;)
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon Tho » Mi 10. Feb 2016, 08:17

ecopowerprofi hat geschrieben:
Das musst Du mir mal erklären wo das steht. Jeder Vermieter verkauft Strom an seine Mieter in Form von Allgemeinstrom und rechnet diese auch ab.

Das ist Verkauf innerhalb einer Anlage.
Wenn man Strom öffentlich verkauft, wie es an der Ladestation geschieht, ist das etwas anderes.
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Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
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