Gründung "Crowdfunding Ladepunkte e.V."?

Re: Gründung "Crowdfunding Ladepunkte e.V."?

Beitragvon prophyta » Mi 6. Mai 2015, 11:41

Es ist auf alle Fälle eine Überlegung / Diskussion wert.

An den zum Verein gehörenden Säulen kann man dann schön den Aufkleber, mit der Bitte um freundliche Unterstützung durch Geldspende werben. :!:
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Re: Gründung "Crowdfunding Ladepunkte e.V."?

Beitragvon TeeKay » Mi 6. Mai 2015, 12:02

OK Maverick - aber das Problem der Nichtabziehbarkeit der Spenden bleibt.
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Re: Gründung "Crowdfunding Ladepunkte e.V."?

Beitragvon EVduck » Mi 6. Mai 2015, 12:07

Wie gesagt, ich habe mich mit dem ganzen Kram vor etwas mehr als einem Jahr beschäftigt und für mich entschieden, dass die Nachteile überwiegen. Wie Berndte immer so schön sagt, kiss (keep it simple, stupid). Die Nachteile fangen schon im kleinen an,
- jetzt kann man schnell mal was von eBay kaufen wenn es gebraucht wird - wäre das ganze im Verein braucht man schon wieder eine Rechnung und kann nichts von privat kaufen.
und geht im Großen weiter:
- der Vorstand haftet gemeinschaftlich, der Verein hat ein Vermögen, muss eine Steuererklärung machen, usw. usf.
Und die Vorteile sind m.E. minimal. Im Gegensatz zu Sportvereinen (siehe Karlsons Flugsportverein) wird es schwierig, bis fast unmöglich die Gemeinnützigkeit anerkannt zu bekommen. Damals habe ich jedenfals von meinem Finanzamt klar gesagt bekommen, die Förderung von Ladesäulen ist kein gemeinnütziger Zweck, da ja auch Firmen wie die RWE in diesem Bereich tätig sind und wir quasi gegen die Privatwirtschaft antreten.
Ich würde jedenfalls lieber meine Energie in die Suche von Standorten, Bau von Ladeboxen und ausheben von Kabelgräben stecken als in Vorstandssitzungen, Steuererklärungen und Mitarbeit in Vereinsgremien...
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Re: Gründung "Crowdfunding Ladepunkte e.V."?

Beitragvon TeeKay » Mi 6. Mai 2015, 12:17

Der TFF e.V. ist als gemeinnützig anerkannt und macht das gleiche nur mit CEE-Dosen.
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Re: Gründung "Crowdfunding Ladepunkte e.V."?

Beitragvon Karlsson » Mi 6. Mai 2015, 12:19

Ich finde das steht und fällt mit der Gemeinnützigkeit. Fast 50% staatliche Förderung wären ein top Argument.
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Re: Gründung "Crowdfunding Ladepunkte e.V."?

Beitragvon green_Phil » Mi 6. Mai 2015, 12:25

Für diesen bisher kleinen Rahmen ist meiner Ansicht nach die Prämisse kisp (keep it as simple as possible) völlig richtig.
Aber ich verstehe TeeKays Meinung. Mit größerem Umfang bieten sich bessere Strukturen an, mal abgesehen davon, dass durch Spendenquittungen die Geberqualitäten geweckt werden.
Ein e.V. macht Mühe, man muss ein Haufen Bürokratie erledigen, muss Regeln befolgen, muss ein kostenpflichtiges Geschäftskonto führen, muss Orga erledigen (Mitgliedsversammlungen, Wahlen...) - das kostet Menpower. Dass darauf der Ingeniur keine Lust hat, der lieber im Internet gute und günstige Artikel kauft und zu Säulen zusammenschraubt, das ist doch klar. Aber: Das ist ja gerade das schöne an einem Verein, ganz viele Menschen können sich daran beteiligen. Die Maschinenbegeisterten übernehmen die Technik, Hobbyjuristen die Satzung und Notargeschichten, Bürokraten kümmern sich um Kontoführung und Protokolle, viele andere Mitglieder spenden einfach... Ich denke wir sind hier im Forum genügend interessierte Menschen um einen Verein zu verwirklichen, in dem jeder das einbringen kann, was er gern macht und keiner zu viel machen muss, als er ertragen möchte.
Schöner Nebeneffekt: Man lernt viele neue (und hoffentlich nette) Leute kennen uns sieht sich regelmäßig wieder.
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Re: Gründung "Crowdfunding Ladepunkte e.V."?

Beitragvon TeeKay » Mi 6. Mai 2015, 12:31

Also ein kostenloses Konto gibts bei Triodos. Da kostet nur jede Transaktion 10 Cent. Ist durch die Steuerersparnis wieder drin.

Die Steuererklärung ist nach meiner Erfahrung ein vollkommen überschätzter Akt. Meine private Erklärung, der inzwischen ein Dokumentenstapel von 2cm Höhe zugrunde liegt, ist in weniger als einer Stunde erledigt.

Es ist kein Problem, einen bei eBay ersteigerten FI als Sachspende einzubringen. Einfach den Ausdruck der Auktionsbestätigung beilegen, dann kann über den Kaufpreis des FI eine Zuwendungsbescheinigung ausgestellt werden.

Vereinsbürokratie gibt es zwar - aber auch die kann man auf ein Minimum beschränken. Wenn man liest, was alles nötig ist, um eine Vereinssitzung durchzuführen, sieht das erschreckend aus. Das gleiche gilt aber für Gesellschafterversammlungen bei GmbHs. In der Realität kann man das ganze nötige Geraffel einer Versammlung aber auf eine Din A4-Seite mit drei Sätzen beschränken, die jeder unterschreibt. Aufwand: 30s.

Als Geschäftsführer dreier GmbHs kam ich zu der Erkenntnis, dass der Aufwand vor allem von denen überschätzt wird, die der Tätigkeit nicht nachgehen.
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Re: Gründung "Crowdfunding Ladepunkte e.V."?

Beitragvon fbitc » Mi 6. Mai 2015, 12:36

Andere Alternative vielleicht eG (Genossenschaft), ist zwar dann schon eine Gesellschaftsform und kein Verein mehr...?
Denke, das da aber steuerlicher bzw beratender Rat sinnvoll wäre.
Grüße Frank
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Re: Gründung "Crowdfunding Ladepunkte e.V."?

Beitragvon HubertB » Mi 6. Mai 2015, 12:39

Wenn der Mitgliedsbeitrag nicht zu hoch ist wär ich dabei.
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Re: Gründung "Crowdfunding Ladepunkte e.V."?

Beitragvon Maverick78 » Mi 6. Mai 2015, 12:48

Warum eigentlich Crowdfunding Ladepunkte e.V.
Warum nicht GoingElectric e.V.? Dann könnte man zusätzlich das Forum vielleicht auch Werbefrei finanzieren?
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