Evtl. eine 43kW DSK-Version anbieten?

Re: Evtl. eine 43kW DSK-Version anbieten?

Beitragvon TeeKay » Fr 10. Jul 2015, 22:12

Da muss man Berndte mal danken, dass er einfach machte und die Nachfrage schuf. Dafür, dass es keine Hausanschlüsse für 63A und nur ein nicht mehr verkauftes Auto dafür gibt, ist das Wachstum des Netzwerkes ganz gut.

Mein Ansatz mit der 43kW-Box samt CE-Zeichen und Abrechentechnik war ja schon wieder zu komplex und scheiterte daran, dass das keiner bauen wollte.
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Re: Evtl. eine 43kW DSK-Version anbieten?

Beitragvon Joe-Hotzi » Sa 18. Jun 2016, 12:07

Hallo,
ich habe eine DSK und sehe das DSN durchaus nicht als "geschlossene Gemeinschaft". Meine Box ist sowohl hier, als auch im LemNet gelistet (also offen für "nicht-DSN") und die Boxen vieler anderer Mitglieder auch.
Dass dies nicht generell so ist, ist vor allem aus der Historie entstanden. Denn das DSN wurde in einer Zeit ins Leben gerufen, als die breite Öffentlichkeit sich nicht um E-Mobilität scherte, es noch kein breites Internet gab und die wenigen Enthusiasten einen Weg zum Aufladen gesucht /gefunden haben.
Das DSN hat daher halt oft Ladeplätze am privaten Carport, im Hof oder Garten - da ist das mit der öffentlichen Nutzung oft nicht so ganz einfach. Das dieser Weg aber sehr gut angenommen wird, zeigt das stetige Wachstum. In letzter Zeit durch viele Tesla-Fahrer, die es ja eigentlich gar nicht nötig hätten, "private" Ladepunkte zu nutzen.
Aber viele E-Mobilisten (aber durchaus nicht alle) wollen halt nicht nur nehmen, sondern auch geben - Grundprinzip des DSN. Jeder, der sich hier bspw. bei Crowdfunding engagiert, setzt letztlich das Geben und Nehmen ebenso praktisch um. Warum da einige hier immer wieder gegen das DSN schießen (so lese ich das) erschließt sich mir nicht.

Ich hätte nichts gegen eine Aufrüstung mit Typ2, viele andere sicher auch nicht. Stellplatz wäre bei mir da. Aber 43kW gäbe der Anschluss nur mit Lastmanagement her und "PV-Laden" gänge eh nur sinnvoll bis etwa 11kW. Ich würde also im "Ernstfall" meinen Bezug von "naturStrom" stark erhöhen ...

Letztlich ist jede der Crowfunding-Boxen, die hier bspw. mit Umschalter auch CEE-Drehstrom anbieten, eine Drehstromkiste - wenn sie 24h erreichbar ist. Eine "Geschäfts-Box" werktags von 8-18Uhr nützt mir i.d.R. nichts - Langstrecken finden meist am WE statt. Das 24h-Kriterium steht daher bei mir über der "geschlossenen Gesellschaft" des DSN.
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Re: Evtl. eine 43kW DSK-Version anbieten?

Beitragvon lingley » Sa 18. Jun 2016, 12:39

Mein Fazit nach über einem Jahr DSN:
88% der Gäste haben an Typ2 geladen, 9% an CEE32 und 3% 1ph.

Mir selbst haben die DSKs in Würzburg und rund um den Bodensee mehrfach den Arsch gerettet, nachdem die öffentlichen verparkt, defekt oder belegt waren.
Bin vom DSN Konzept als Backup überzeugt, bis heute zu 100% 24/7 erlebt und erfahren.
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Re: Evtl. eine 43kW DSK-Version anbieten?

Beitragvon Cavaron » Sa 18. Jun 2016, 13:07

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Warum da einige hier immer wieder gegen das DSN schießen (so lese ich das) erschließt sich mir nicht.

Ich bin auch Mitglied im DSN und die Wachstumsstrategie (wer nutzen will, der muss auch selbst was bereit stellen oder Pate werden) funktioniert ja augenscheinlich recht gut.

Was ich aber kritisere: Auf mehrfache Anfrage von mir und anderen weigert man sich seitens des DSN hartnäckig die 43kW Crowdfunding Box auch nur mal in einem der Newsletter zu erwähnen, geschweige denn sie vielleicht sogar als Alternative zur Drehstrombox anzubieten. Man sieht das als Spielerei von den par letzten alt-Zoe Fahrern und befürchtet "irgendwelche nicht näher begründeten, gesetzlich-regulatorische Schwierigkeiten". Das Einzige was ich mir da vorstellen kann, ist die Ladesäulenverordnung - aber die schreibt ja mindestens einen Typ2 an jeder Lademöglichkeit vor, also spricht das eigentlich nicht gegen, sondern für die Crowd-Box.
Ich glaube, da spielt auch ein bisschen Wut über die neue Ladetechnik/Ladestecker bei den alten Hasen vom DSN eine Rolle, über Sinn und Unsinn von Typ2 gegenüber CEE oder CEE+ (Feldversuch Österreich) lasse ich auch gerne mit mir reden. Es ist eine Sache die Entwicklung zu Typ2 zu kritisieren, aber deswegen eine nun etablierte Technik revisionistisch völlig abzulehnen schadet imho der aktuellen Entwicklung der E-Mobilität. Das DSN mit Starkstrom war zur Zeit seines Entstehens absolut progressiv, aber heute stehen die Leute an der Spitze des DSN durch ihre Verweigerungshaltung in meinen Augen auf der Bremse. So schnell verliert man seine Position als Vordenker und Vormacher.

Sei es drum - es ist ihr Netzwerk und die können machen was sie wollen. Mich hat es auch schon ein par mal vor dem Abschlepper gerettet, also bin und bleibe ich dankbar. Aber das es nicht mal einen Hinweis in einem Newsletter auf unsere 43kW-Boxen gab, die ja am Anfang alle auch CEE32 und einen Drehstromnetz-Aufkleber hatten (Bernd ist da freundschaftlich/partnerschaftlich in Vorleistung gegangen), dass fand ich dann schon schwach.
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Re: Evtl. eine 43kW DSK-Version anbieten?

Beitragvon ev4all » Sa 18. Jun 2016, 15:39

Die LSV schreibt u.a. vor, dass ein Schnelllader (mehr als 22 kW) einen CCS Anschluss haben muss. Vielleicht ist das der Ablehnungsgrund.
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Re: Evtl. eine 43kW DSK-Version anbieten?

Beitragvon TeeKay » Sa 18. Jun 2016, 16:05

Als wir mit der CF-Box anfingen, gabs noch gar keine LSV. Im Übrigen sagt die LSV auch, dass Ladepunkte mit <= 22kW mindestens eine Typ2 Kupplung benötigen. Die haben DSK gar nicht.
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Re: Evtl. eine 43kW DSK-Version anbieten?

Beitragvon Poolcrack » Sa 18. Jun 2016, 16:53

Mit steigender Anzahl der Emobilisten kommen auch immer mehr Leute wie ich dazu. Kein Haus, nur eine Wohnung mit einem Stellplatz in der Gemeinschaftstiefgarage. Schon allein aus versicherungstechnischen Gründen kann ich beim DSN nicht mitmachen (Tor muss verschlossen bleiben). Von daher bin ich froh, dass es mit dem Crowdfounding aus meiner Sicht eine bessere Alternative gibt.
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Re: Evtl. eine 43kW DSK-Version anbieten?

Beitragvon ev4all » Sa 18. Jun 2016, 18:22

TeeKay hat geschrieben:
Als wir mit der CF-Box anfingen, gabs noch gar keine LSV. Im Übrigen sagt die LSV auch, dass Ladepunkte mit <= 22kW mindestens eine Typ2 Kupplung benötigen. Die haben DSK gar nicht.

Stimmt. Darum geht's hier aber doch gar nicht, sondern um die Frage, warum die 43kW CF Box als DSK abgelehnt wird.
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Re: Evtl. eine 43kW DSK-Version anbieten?

Beitragvon TeeKay » Sa 18. Jun 2016, 19:27

Jedenfalls nicht wegen der LSV, sonst müssten sie auch ihre eigene Box ablehnen.
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Re: Evtl. eine 43kW DSK-Version anbieten?

Beitragvon ev4all » Sa 18. Jun 2016, 21:10

Vielleicht ist "kein Typ 2" nicht so schlimm wie "kein CCS"? Am besten ist, man fragt die Verantwortlichen.
Nee, noch besser ist, die LSV zu kippen.
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