Kaufberatung Roller/ Scooter

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Kaufberatung Roller/ Scooter

Beitragvon Sameroney » Fr 11. Aug 2017, 09:35

Hallihallo ihr Lieben,
ich würde mich sehr über eine Kaufberatung freuen:
Meine Situation ist die, dass ich ein Auto besitze und das auch behalten möchte.
Für Einkäufe und für weitere Strecken. Da ich in der Stadt wohnen, fahre ich auch sehr oft kleinere Strecken und habe nicht immer Lust Fahrrad zu fahren...
Ich habe mir überlegt einen 50 ccm Roller zu besorgen, so wie ich ihn schon früher gefahren bin. Doch dann bin ich auf die E-Roller gestoßen und finde sie sehr interessant und spannend.
Ich bin ein sehr ökologischer Mensch und die Vorstellung meinen Strom von Greenpeace Energy zu beziehen und nur einmal die Woche mit dem Auto einen Großeinkauf zu machen oder die Eltern zu besuchen und ansonsten alle kleineren Strecken mit dem Scooter zu fahren und nur noch mit dem Auto an die Tankstelle zu müssen, muss ich sagen, dass ist schon eine sehr romantische Vorstellung. :-D
Ich würde mit dem Ding also schon regelmäßig fahren, schätzungsweise 50 km die Woche, vielleicht auch mehr.
Jetzt habe ich ein paar Fragen die wirklich sehr wichtig sind, damit ich mir überlegen kann, ob ein E-Scooter für mich das Richtige ist.
Erst mal kann ich sagen das ich offen für beide Arten bin, also für die großen, die aussehen wie herkömmliche Motorroller (50ccm), aber auch die kleinen (Revoluzzer usw.)

1. Der Scooter muss eine Straßenzulassung haben und 45 km/h fahren.
Ich fände es super, wenn der Scooter schon ein bisschen Dampf unter dem Kessel hat.
Meine Bedenken:
Gibt es ein Modell, bei dem die Akkuleistung während einer Fahrt nicht nachlässt?
Ich fände es sehr ärgerlich, wenn ich mir einen Scooter kaufe und der Akku von diesem Scooter hält bspw. 30 km, ich kann aber nur die ersten 20 km richtig schön fahren und die letzten 10 km fängt das Ding an zu eiern, zieht nicht mehr richtig und kommt nicht auf 45 km/H.
Das wäre schon ein Ko-Kriterium. ..
Also mir wäre es lieb, wenn der Scooter bis er nur nch 3 % Akku hat volle Leistung erbringt und dann schlagartig keine Energie mehr hat.
2. Frage:
Wie oft muss ich mir einen neuen Akku kaufen?
Und was kostet der?
Beim Handy kenne ich das so, dass nach intensiver Nutzung der Akku schon nach einem Jahr deutlich weniger Leistung hat.
Das ist auch etwas worüber ich mir Gedanken mache. ..
Die Vorstellung, dass der Akku 30 km hält und nach einem Jahr nur noch 15-20 km schafft ist nicht prickelnd.
Das ist bei einem 50ccm Roller alles einfacher...
Volle Leistung die ganze Zeit, 200 km Reichweite und wenn der Tank leer ist gibts überall eine Tankstelle – tanken, fertig...
Aber gut, dafür macht er Lärm und stinkt.
Ich suche auch ein Modell mit gutem Preis-Leistungsverhältnis...
Wobei ich lieber mehr investiere, als etwas zu haben, was mir dann keinen Spaß macht...
Eher gebraucht kaufen oder neu?
Könnt ihr mir Tipps geben? :-)
Das fände ich echt super lieb... :-)
Ach noch eine Frage...:
Gibt es Tankstellen mit Schnellladefunktion?
Lieben Gruß und Danke im voraus,
Johannes
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Re: Kaufberatung Roller/ Scooter

Beitragvon Jogobo » Fr 11. Aug 2017, 10:18

Hallo Johannes,

ich kann Dir ein paar Details zum NIU N1S geben, der seit ein paar Wochen bei uns in der Garage steht. Von den angegebenen 80 km Reichweite hat sich der Roller selbst lernend verabschiedet. Er gibt nach Vollladung jetzt 67 km Reichweite an. Auf gerader Strecke schafft der Roller mit 100% Ladung laut Tacho mit einer Person 48 km/h. Bei 60% sind es noch ca. 43 km/h. Bei 20% (also nach ca. 50 km) wechselt der Roller in den Fahrmodus 1 (Höchstgeschwindigkeit reduziert auf 18 km/h), um mit der verbleibenden Ladung noch möglichst weit zu kommen.

Wie lange der Akku tatsächlich hält, kann ich noch nicht sagen, dazu ist der Roller zu neu. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, garantiert der Hersteller 600 volle Ladezyklen und gibt 2 Jahre Garantie auf den Akku. Bei den von Dir angegebenen 50 km pro Woche hieße das, ein Mal pro Woche laden und knapp 10 Jahre mit einem Akku fahren.

Kurzfristig liefert der Antrieb beim Beschleunigen 2,4 kW (entspricht etwas über 3 PS), 1,5 kW (ca. 2 PS) Dauerleistung. Das ist wegen der Eigenheiten des Elektromotors (der übrigens von Bosch stammt) schon ordentlich "Dampf unterm Kessel", wo kein Verbrenner in der Klasse mithalten kann.

Schnellladen ist mir bei der Klasse nicht bekannt. Die Roller werden alle über die Haushaltssteckdose geladen. Ladezeit 5-6 Stunden von leer (<= 20%) auf voll.

Kleines Schmankerl bei diesem Roller: Er hat einen GPS Sender und es gibt eine App, mit der man neben der Position des Rollers auch diverse Daten abrufen kann. Im ersten Jahr ist die App kostenlos, danach knapp 4 Euro pro Monat, damit man die Online Funktionen weiter nutzen kann.

Grüße
Jörg

P.S.: Alle Informationen zum Roller findest Du hier
Hyundai Ioniq Style in Marina Blue bestellt am 21.04.2017, Abholung: 15.11.2017
Opel Ampera-e (keine First Edition) voraussichtlich Ende Oktober 2017 November 2017 Februar 2018
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Re: Kaufberatung Roller/ Scooter

Beitragvon Sameroney » Sa 12. Aug 2017, 09:44

Hallo Jörg,
ich danke dir dass du dir die Zeit genommen hast so ausführlich zu antworten.
Leistungsverlust schon bei halb vollem Akku - das ist nicht das was ich mir erhofft habe zu hören.
3000 Euro wollte ich auch nicht ausgeben...
Ich glaube von dem was ich sonst noch lese, wird es wohl auf eine 50 ccm rauslaufen.
Wenn du noch einen Ratschlag hast für mich, bin ich natürlich offen für alles.
Aber das mit dem Leistungsverlust während der Fahrt ist fü mich scho ein KO Kriterium.
45 kmh ist nicht schnell und damit wird man so schon permanent von Autos überholt, wenn ich dann bei 40 Prozent Akku nur noch 38 kmh fahren kann, dass geht echt nicht...
Lieben Gruß und danke nochmal,
Johannes
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Re: Kaufberatung Roller/ Scooter

Beitragvon Jogobo » So 13. Aug 2017, 16:14

Sameroney hat geschrieben:
45 kmh ist nicht schnell

Du darfst gerne mal bei 45 km/h ungebremst und ohne Helm und Schutzkleidung absteigen. Vielleicht überdenkst Du Deine Aussage dann nochmal...

Sameroney hat geschrieben:
wenn ich dann bei 40 Prozent Akku nur noch 38 kmh fahren kann

Diese Annahme ist falsch. Sinkender Ladestand bedeutet keinen linearen Verlust der Höchstgeschwindigkeit. Die 43 km/h bleiben bis zum Ladestand von 20% schon erhalten.

Sameroney hat geschrieben:
damit wird man so schon permanent von Autos überholt

Das gilt für E-Roller genauso wie für Verbrenner. Wenn Du in der Stadt nicht überholt werden möchtest, dann solltest Du generell weg von 50 ccm bzw. dem elektrischen Pendant gehen. Unterschied beim E-Roller ist einfach, dass PKWs länger brauchen, um den Beschleunigungsvorteil des E-Rollers aufzuholen. Und da lauert in der Stadt auch schon die nächste Ampel. Unterm Strich wird ein Verbrenner genauso häufig überholt. Wenn nicht sogar häufiger, weil nachfolgenden Fahrzeuge dem Gestank entkommen wollen, den der vorausfahrende Roller hinterlässt.

Sameroney hat geschrieben:
3000 Euro wollte ich auch nicht ausgeben...

Das ist überall dasselbe Problem. Ob E-Auto, E-Motorrad, E-Roller oder E-Bike. Hier werden alle Kaufwilligen (immer noch) über Gebühr zur Kasse gebeten. Aber den NIU bekommst Du mit etwas handeln auch schon für 2.400€. Damit ist er immer noch teurer als jeder Verbrenner in der Klasse, macht aber deutlich mehr Spaß (auch zu zweit, wenn es mal sein muss).
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Re: Kaufberatung Roller/ Scooter

Beitragvon graefe » So 13. Aug 2017, 19:41

Sameroney hat geschrieben:
45 kmh ist nicht schnell und damit wird man so schon permanent von Autos überholt,

45km/h ist einfach eine Zumutung für die anderen Verkehrsteilnehmer. Und das ständige Überholtwerden halte ich für viel gefährlicher als eine höhere Höchstgeschwindigkeit.
Ich verstehe es nicht: Wenn die Regierung wirklich einen Mobilitätswandel wollte, dann würden die doch als erstes das Tempolimit von (elektrischen) Kleinkrafträdern auf 60km/h erhöhen. Da würden einige umsteigen.
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Re: Kaufberatung Roller/ Scooter

Beitragvon bm3 » So 13. Aug 2017, 21:09

Hallo,
vielleicht findest du in diesem Forum noch etwas für dich :
http://www.elektroroller-forum.de/E-Roller-Forum/

Gute E-Roller sind aber noch teurer als ihre Benzin-Kollegen genauso wie auch bei den E-Autos.

Innoscooter gibts scheinbar auch noch (jedenfalls die Website) und ist schon einige Jahre lang am Markt.

http://www.innoscooter.de/de/index.html
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Re: Kaufberatung Roller/ Scooter

Beitragvon Jogobo » Mo 14. Aug 2017, 15:54

graefe hat geschrieben:
45km/h ist einfach eine Zumutung für die anderen Verkehrsteilnehmer

Von welchen Verkehrsteilnehmern sprichst Du da genau? Und was wird diesen Verkehrsteilnehmern zugemutet?

graefe hat geschrieben:
Überholtwerden halte ich für viel gefährlicher als eine höhere Höchstgeschwindigkeit

Das ist deine persönliche Meinung, auf die Du ein Recht hast. Aber was ist die Realität?

graefe hat geschrieben:
Wenn die Regierung wirklich einen Mobilitätswandel wollte, dann würden die doch als erstes das Tempolimit von (elektrischen) Kleinkrafträdern auf 60km/h erhöhen

Das verstehe ich wiederum nicht. Was hat die Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von Kleinkrafträdern mit dem Mobilitätswandel zu tun?
Noch mehr Fahranfänger, die noch nie auf einem motorisierten Zweirad gesessen haben, dürfen dann, ohne jemals irgendeine der (wichtigen) Zweiradübungen gemacht zu haben, Leistung auf zwei Rädern im Straßenverkehr bewegen, die sie nicht beherrschen?
Warum ausgerechnet 60 km/h? Warum nicht 50 oder 55? Nur, damit die notorischen Schnellfahrer in der Stadt diese Zweiräder dann mit 70 statt 60 km/h überholen müssen?
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass bei uns im Stadtgebiet die Überholvorgänge von Kleinkrafträdern nur selten, und dann mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit (also mit einem Rechtsverstoß) des Überholenden stattfinden. Das liegt u.a. am Wechsel zwischen 30 und 50 km/h erlaubter Höchstgeschwindigkeit, an den Straßenbahnen, die mit den Haltestellen ebenfalls dafür sorgen, dass entweder deutlich schneller als erlaubt gefahren wird oder 45 km/h sogar noch zu schnell sind, an der Verkehrsdichte mit den Ampeln, etc., usw.
Nicht selten ist man mit einem Kleinkraftrad in der Stadt schneller von A nach B unterwegs, als mit dem Auto, dass deutlich schneller als 60 km/h fahren könnte, wenn es denn dürfte und der Verkehr es zuließe.
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Re: Kaufberatung Roller/ Scooter

Beitragvon mweisEl » Do 7. Sep 2017, 15:07

Jogobo hat geschrieben:
Das verstehe ich wiederum nicht. Was hat die Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von Kleinkrafträdern mit dem Mobilitätswandel zu tun?


Natürlich wäre es besser, mit mobilen Schrottpressen auszuschwärmen und die herumstinkenden Drecksroller entschädigungslos einzustampfen. Aber leider ist das in dem Dritteweltland Deutschland nicht möglich, daher müsste ein kleiner Anreiz her, sich eher mal einen E-Roller zu kaufen als den geklauten Nachkriegszweitakter wieder herzurichten. Dies umso mehr, weil es genug getunte Drecksroller gibt, die den mglw. gechipten E-Roller dann immer versägen bzw. verstinken bzw. verlärmen würden.
Smart ED3 seit '13, 3 Fahrräder, zuvor CityEL (1,8 kWh Akku) und seit 25 Jahren verbrennerfrei.
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Re: Kaufberatung Roller/ Scooter

Beitragvon Jogobo » Do 7. Sep 2017, 16:07

:?: :?: :?: :?
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Re: Kaufberatung Roller/ Scooter

Beitragvon RockyBaby » Do 7. Sep 2017, 18:34

Ich habe auch einen Niu und fahre damit jeden Tag zur Arbeit (einfache Strecke 3km)

Es gibt auf dieser Strecke ein ganz kurzes Stück ne 70iger Zone (ca. 500m). Das ist die einzige Strecke wo ich überholt werde. Die restlichen Strecken sind so kurz zwischen den Ampeln das man mit dem Roller durch den Antritt im Endeffekt genauso schnell unterwegs ist wie jeder Autofahrer.

Ich muss sagen für meine Nutzungsprofil ist der Roller ideal.

PS: Einfach Betrieb von Benzinrollern verbieten funktioniert in anderen Ländern ja auch...
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