Hardware-Problem?

Elektromotorrad / Zero / Brammo etc

Re: Hardware-Problem?

Beitragvon jaja » Di 14. Nov 2017, 19:03

Ich bin jetzt mit der 3,3er Batterie im hinteren Slot gefahren, vollgeladen, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 66 km/h. Mit der scheint jedenfalls schon mal was nicht zu stimmen. Oder mit dem Stecker oder der weiteren Elektrik.
Heute abend probiere ich die 2,8er Batterie aus und geb dann Bescheid.
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Re: Hardware-Problem?

Beitragvon jaja » Do 16. Nov 2017, 14:05

Update:
Gestern musste ich mit 2 vollgeladenen Batterien fahren, weil ich unbedingt wenigstens etwas mehr als 20 km schaffen musste: Nach 21,6 Kilometern waren 49% von 100% verbraucht und die FX schwächelte schon stark mit erhelblichen Beschleunigungseinbußen und Höchstgeschwindigkeit um die 70 km/h. Also eine de facto Reichweite von 21,6 km (+ vielleicht noch 1-2 km in Mofageschwindkeit). Ich kenne das, nach weiteren 1-2 km fährt sie nämlich nur noch 30-40 km/h.

Auf dem Display wurde die Restreichweite mit 59 km angegeben.

Irgendwo fließt da doch Strom ab, und die Software merkt es nicht.

Kann der Händler oder eine andere Werkstatt nicht irgendwie messen, wo das Strom-"Leck" ist? :?: :?: :?: :?:
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Re: Hardware-Problem?

Beitragvon guzzil » Fr 1. Dez 2017, 10:21

Sind die Akkuanschlüsse alle sauber? Ansonsten wäre das doch ein Garantiefall. Aber mit der Garantie hab ich auch Probleme.
Der schon schieben musste...
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Re: Hardware-Problem?

Beitragvon Christian J » Sa 2. Dez 2017, 14:23

Also wenn wirklich irgendwo Strom fließen sollte, wo er nicht hin gehört, dann lässt sich das mit etwas Glück mit einer IR Kamera beobachten.

Das wird teilweise auch bei Leiterbahnen so gemacht.

Vielleicht kannst du so eine Wärmebildkamera irgendwo ausleihen. Feuerwehren haben meist recht gute, und beim Bau bzw. im Bereich der Gebäudewartung werden solche Kameras auch benutzt.

Ansonsten kann man auch einen Wärmebildaufsatz für das Handy kaufen - die sind überraschend gut für den Preis.

Ob du damit wirklich was findest bezweifle ich ja, aber ein Versuch ist es allemal wert.
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Re: Hardware-Problem?

Beitragvon jaja » Sa 27. Jan 2018, 17:11

Vielen Dank für die ganzen Tipps. Letztendlich hat Zero reagiert, die Reichweite für zu gering befunden und das BMS des 2,8er Akkus kostenlos ausgetauscht. Beim knapp 6 Monate alten 3,3er Akku wurde das verweigert, weil der Akku nicht Bestandteil des Bikes war, sondern nachträglich von mir dazugekauft wurde. Warum extra darauf hingewiesen wurde, ist mir rätselhaft, weil ja laut ZERO offenbar nur das BMS des 2,8 Akkus kaputt war.

Resultat der Maßnahme: Die Reichweite ist weiterhin unverändert erheblich reduziert, hinzugekommen ist nun aber, dass die Ladung immer wieder mal ganz plötzlich innerhalb höchstens 1 Minute (bisher nur im Stillstand, z.B. an der Ampel aufgetreten) von Werten zwischen 80-90% um ca. 20 Prozent abfällt (ca. 1 % pro Sekunde). Beim Weiterfahren ist dann seltsamerweise die Akkuladung einmal sogar wieder um einige Prozent gestiegen (alles im eco -Modus gefahren, in anderen Modi schaffe ich voll geladen eh keine 15 km), dann in der altbekannten ca. doppelt so schnellen Entladegeschwindigkeit wieder abgefallen. Ich hab wiederum die Log-Datei am 11.01.2018 an ZERO geschickt, bisher ohne jegliche Resonanz.
Leider kann ich selber gar nicht beurteilen, ob wirklich das BMS des 2,8 Akku kaputt war und nicht das des 3,3 Akku oder ob überhaupt. Jedenfalls hat der Austausch des BMS des 2,8er Akkus ja zu keiner Verbesserung, sondern zur beobachteten zusätzlichen Symptomatik geführt.

Hinzugekommen ist, dass die FX teilweise auch bei tagelanger Ladung nicht auf 100 % kommt, beispielsweise bei 89 % über Stunden einfach nicht weiter lädt.

Ist es möglich, aus der Log-Datei zu erkennen, von welchem Akku das BMS kaputt ist, und ob? Wie kommt ZERO darauf, dass es beim 2,8er. kaputt war, nach zahlreichen Log-Datei-Auslesungen und Fernwartungen, bei denen es vorher nicht entdeckt wurde? Auch Lennart, der netterweise eine Log-Datei ausgewertet hat, hat kein defektes BMS erwähnt. Also vermute ich, dass ZERO einfach mal geraten hat, vielleicht aus Erfahrungswerten, ohne dass in der Log-Datei aber ein Hinweis darauf gefunden wurde. Woher mag jetzt nach Austausch des BMS die plötzliche Schnellentladung bei stehendem Bike kommen? Und warum gelingt eine vollständige Ladung (trotz Aufladen im warmen Innenraum) nicht?
Merkwürdig finde ich auch, dass ZERO sich weigert, beim zugekauften Akku das BMS auf eigene Kosten auszutauschen, mit der merkwürdigen Begründung, dass der Akku nicht ursprünglicher Bestandteil des Bikes war. Es bleibt aber doch ein Akku von ZERO mit Garantie. Da ich aber nicht in der Lage bin, zu erkennen, ob bei dem 3,3er Akku irgendwas kaputt ist, kann ich meinen Garantieanspruch auch nicht geltend machen.

Um wieder ein fahrtüchtiges E-Bike zu haben, habe ich der Münchner Niederlassung Bluemove-Consulting (erwähne die nur namentlich, weil es zwischenzeitlich wohl eine 2. gibt) angeboten, eine 2018er FX zu kaufen, wenn ich meine FX quasi in Zahlung geben könnte, zumal ZERO offenbar nicht in der Lage ist, den Fehler zu beheben, ich allerdings auf ein halbwegs verlässliches Bike z. B. bei ärztlichen Notdiensteinsätzen angewiesen bin. Hierzu verwende ich derzeit eine über 21 Jahre alte 400er KTM lc4 , die mir da noch wesentlich verlässlicher erscheint, allerdings auch dazu führt, dass die Klamotten arg nach Abgasen stinken.
Während der sympathische junge Mann, der den Bluemove- Laden schmeißt, sehr kooperativ ist und versuchen wollte, ein entsprechendes Angebot von ZERO zu erwirken, ist sein Chef, der Geschäftsführer der Niederlassung, nicht gewillt, mir entgegenzukommen.

Also kurz zusammengefasst: Hat jemand in Anbetracht der Verschlechterung des Lade- bzw. Entladeverhaltens nach BMS-Austausch des 2,8er Akkus inkl. erneuter Fernwartung durch ZERO eine Idee, was kaputt sein kann? ZERO selber offenbar weiterhin nicht. Ist es möglich, zu erkennen, ob das BMS des 3,3er Akkus kaputt ist, damit ich im Falle meinen Garantieanspruch geltend machen kann?

Hat jemand Kenntnis, wie zuverlässig die elektrische KTM-Freeride ist? Bzw. auch wie kooperativ und kompetent bei der Diagnose und Behebung von Störungen KTM bei den eigenen Elektromotorrädern ist? Irgendwie leuchtet es mir nicht ein, dass die Konstrukteure eines Motorrads (ZERO) nicht in der Lage sind, Störungen bei den eigenenen Konstrukten richtig zu diagnostizieren und zu reparieren.
Ich überlege, nach nun erweiterter Reichweite des 2018 Freeride-Models eventuell darauf umzusteigen, brauch das Bike eh nicht für Geschwindigkeiten über 100.

Vielen Dank fürs durchlesen, würde mich sehr über Tipps freuen.

Schönes Wochenende!
jaja
 
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Re: Hardware-Problem?

Beitragvon Turbospeisepumpe » Do 1. Feb 2018, 05:17

Moin, ich bin ja nur Gastleser, weil ich den Kauf einer Zero im Frühjahr plane und hab auch Verständnis wenn mal was Probleme bereitet. Nur der Händler/Zero muss eine Lösung bereit stellen. Und an Deiner Stelle würde ich jetzt dem Händler den Sachverhalt schriftlich zukommen lassen, incl einer Frist für die Behebung. Danach zum Anwalt. Wenn man soetwas durchgehen lässt, ist das schlecht für alle Verbraucher. Ein Ami wäre wahrscheinlich schon weiter mit der Einleitung von Amtshandlungen.
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Re: Hardware-Problem?

Beitragvon Christian J » Do 1. Feb 2018, 23:27

Turbospeisepumpe hat geschrieben:
Ein Ami wäre wahrscheinlich schon weiter mit der Einleitung von Amtshandlungen.

Das liegt unter anderem daran, dass es dort das sogenannte "Lemon Law" gibt (https://en.wikipedia.org/wiki/Magnuson%E2%80%93Moss_Warranty_Act), das es einfach macht zu klagen. Und weil dort die Anwälte "kostenfrei" arbeiten, wenn sie etwas vom Schadenersatz abbekommen.

Wir haben in Europa die Produkthaftung (https://de.wikipedia.org/wiki/Produkthaftung). Da Zero's EU Sitz in den Niederlande liegt müsste man im härtesten Fall eine Klage dort anstreben. Das bedeutet aber auch erstmal in Vorleistung zu gehen.

Ob man sich das antun möchte darf natürlich jeder selbst entscheiden. Meiner Ansicht nach ist eine außergerichtliche Einigung immer die anzustrebende Variante.

Gruß
Christian
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Re: Hardware-Problem?

Beitragvon Turbospeisepumpe » Fr 2. Feb 2018, 05:14

Mit Produkthaftung hat das in dem Fall hier nix zu tun.

Und natürlich ist eine friedliche Einigung im Intersesse aller beteiligten. Nur scheint das im vorliegenden Fall nicht so ganz einfach. Die Rechtsansprüche gehen übrigens in dem Fall hier nicht an Zero sondern den deutschen Händler, sprich Verkäufer. Aber gut, ich drück die Daumen, dass es so eine Lösung gibt.
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Re: Hardware-Problem?

Beitragvon madcow » So 4. Feb 2018, 12:43

Ich hatte einen weit weniger dramatischen Fall, bei dem sich aber die Behebung ähnlich lange hingezogen hat. Habe dann mit meinem laienhaften Rechtsverständnis eine Frist gesetzt und auf die (mir einschlägig erscheinenden) Paragraphen und meinen finanziellen Verlust mit jedem weiteren Tag, den ich nicht fahren kann, verwiesen.

Das Ganze löste sich innerhalb von einer Woche mit mehreren Entschuldigungsmail etc. Und wie ich mir von jemandem vom Fach hier habe sagen lassen, habe ich juristisch nicht die "richtigen" Paragraphen herangezogen, weil ZERO wie gesagt in den Niederlanden sitzt.

Scheinbar kommt es bei ZERO sehr darauf an, an wen man gerät. Einige Händler und Zero-Mitarbeiter (über die ja die komplizierten Dinge meistens laufen) sind sehr hilfsbereit, arbeiten zügig und sind zuvorkommend. Bei anderen Fällen sind der Händler unwillig/unfähig, ZERO sich keiner Schuld bewusst und die Kommunikation zwischen den 3 Parteien mehr schlecht als recht. Viel Erfolg weiterhin, denn in deinem Fall finde ich das Ganze eigentlich ja relativ eindeutig!
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