Lohnt ein EV schon für Gewerbe mit 45.000km/Jahr

Fragen und Antworten zum Leasing von Elektroautos

Lohnt ein EV schon für Gewerbe mit 45.000km/Jahr

Beitragvon Cobr4 » Sa 15. Okt 2016, 19:56

Servus alle,

ich betreibe ein Gewerbe und dort benötige ich demnächst ein neues Kurierfahrzeug. Fahrleistung sind ca 45000 km im Jahr. Monentan verichtet den Dienst ein Skoda Citigo mit Erdgasantrieb. Durch einen Firmensitzwechsel ist leider keine passende Tankstelle mehr im Umkreis bzw. auf der Route. Nun ist die Frage ob sich es schon rechnen würde ein E-Auto dafür her zu nehmen. Meine Bedenken dürften bei der Battie liegen. Das Auto fährt ca. 3 mal am Tag eine 70 km Strecke und dazwischen noch mal kürzere Wege. Nun ist die Frage ob man z.B. den neuen Zoe nimmt und dann nur über Nacht läd oder eins mit kleinerer Battierie und dafür quasi zwischen jeder Tour anstöpselt.
Nur wie sieht es mit der Batterie nach 3 Jahren aus und mit ca 140.000 km auf der Uhr. Gibt es Gewerbetreibende (Private dürften diese KM-Leistungen kaum erreichen) welche sich auf das Abenteuer schon eingelassen haben?
Preislich sollte der Wagen natürlich im Rahmen bleiben. Es ist immerhin ein Kurierfahrzeug, welche ja Geld verdienen muß und ein i3 z.B. ist einfach in der Grundanschaffung zu teuer.
Ladesäule (Wallbox) auch mit Drehstrom für Schnelladen wäre möglich.
Gibt es überhaupt Hersteller, welche sich auf diese KM-Leistungen ein lassen? Renault hat die unlimited Versiond er Batterie ja nur für private Kunden angeboten.
Beim Leaf stehte bis zu 25.000km Laufleistung pro Jahr. Man kann sie auch kaufen und es heisst 5 Jahre Garantie, nur zu der Laufleistung steht dort nichts.
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Re: Lohnt ein EV schon für Gewerbe mit 45.000km/Jahr

Beitragvon umberto » Sa 15. Okt 2016, 20:02

Im franz. Forum gibt es eine Zoe mit 110000 km auf der Uhr, die ist jetzt etwa 3.5 Jahre alt und läuft wohl noch gut.

Je nachdem, welche Pausenzeiten vorliegen, könnte es mit einer 22 kW-Wallbox vor Ort auch mit einer 22kWh-Zoe ausgehen. Dazu müßtest Du aber die Zeiten genauer spezifizieren.

Leasing-Konditionen am besten mal mit einem Händler besprechen.

Gruss
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Re: Lohnt ein EV schon für Gewerbe mit 45.000km/Jahr

Beitragvon EVduck » Sa 15. Okt 2016, 20:09

Ich hab in gut zwei Jahren 85000 km mit der Zoe gemacht. Die Batterie ist immer noch wie neu, ich spüre bei der Reichweite keine Veränderungen. can-ze zeigt 94% SoG an. Also ich sehe mir der Laufleistung kein Problem.
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Re: Lohnt ein EV schon für Gewerbe mit 45.000km/Jahr

Beitragvon Cobr4 » So 16. Okt 2016, 12:35

umberto hat geschrieben:
Im franz. Forum gibt es eine Zoe mit 110000 km auf der Uhr, die ist jetzt etwa 3.5 Jahre alt und läuft wohl noch gut.

Je nachdem, welche Pausenzeiten vorliegen, könnte es mit einer 22 kW-Wallbox vor Ort auch mit einer 22kWh-Zoe ausgehen. Dazu müßtest Du aber die Zeiten genauer spezifizieren.

Leasing-Konditionen am besten mal mit einem Händler besprechen.

Gruss
Umbi


Danke schon mal.

Die Touren sind morgens um 8 Uhr, um ca 10.30 Uhr und um 15 Uhr. An 2 Tagen die Wochen fallen die nachmittgs Touren aus.
KM schwanken zwischen 0 (ist nicht zu fahren) und maximal 65 km. Dazwischen kann es halt passieren, das man mal eine Tour von 15-30 km fahren muss. Da ganze Sommer wie Winter, also mit Heizung und Klima.
Der Wagen wird draussen stehen, da dort keine Garage ist, aber das Heizen und Kühlen geht ja über die Steckdose dann noch.

Nun kommt natürlich noch die grosse Frage: lohnt es sich finanziell?
Ein Kia Picanto mit LPG oder ein Dacia Logan mit LPG (beide ab Werk) kosten als EU Import 10.000€, beim Zoe mit der kleinen Batterie wäre ich mit ca 16.000€ dabei (inkl. Förderung), dazu aber natürlich noch die Miete des Akkus. Auf der anderen Seite fährt man günstiger durch Strom und weniger Service.
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Re: Lohnt ein EV schon für Gewerbe mit 45.000km/Jahr

Beitragvon nicatron » So 16. Okt 2016, 13:12

Spitz nachgerechnet wird es sich nicht lohnen - andersrum musst du für dich ausmachen was dir Image- und Fahrkomfortgewinn (enorm!) wert sind.
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Re: Lohnt ein EV schon für Gewerbe mit 45.000km/Jahr

Beitragvon eSmart » So 16. Okt 2016, 15:06

Gibt es attraktive Leasingkonditionen für die Fahrleistung?
Sonst kaufen und nach 2-3 Jahren wieder verkaufen wenn es Zweifel an der Batterie gibt.
Wichtiger ist es aber das die täglichen Fahrten immer ohne Ladeprobleme absolviert werden.
Schäden der Batterie sind genauso planbar wie Schäden an Verbrennern. In den ersten Jahren hat man doch eine Garantie.

Unser Pizzabringdienst im Ort hat keine EAutos. Die wären perfekt, allerdings dem Inhaber noch zu teuer. Ein reines Zahlenspiel.
Ist das Geld da ? Dann E !

Wie lange hält denn bisher ein Verbrenner bei Euch ? Geht der nach 3-4 Jahren, oder erst wenn er ein wirtschaflticher Totalschaden ist ?
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Re: Lohnt ein EV schon für Gewerbe mit 45.000km/Jahr

Beitragvon eve » So 16. Okt 2016, 16:33

Im Grunde ist das Profil prädestiniert für ein E-Auto, da planbar. Sehe zunächst mal kein Grund, der gegen den R240 spricht. Du wirst halt nach jeder Fahrt an die Wallbox müssen, am besten mit dauersteck- oder festem Kabel. Spart dann pro Tag drei Steckvorgänge. Außerdem hast Du auch beim 240er noch genug Luft. Du kommst noch mit ordentlich Saft im Akku an die Wallbox und sollte mal etwas außerplanmäßig laufen, hast du immer noch genug Reichweite bzw. kannst Fehlende in kürzester Zeit nachladen. Die Standzeiten des Fahrzeugs hast du nicht geschrieben. Es sollte aber eher eine 22 kW als eine 11 kW Box sein.

Die Vorteile der ZE40 Version wiegen bei dem Profil eher wenig. Es wäre seltener zwischen zu laden. Würde aber für den Winter - zumindest falls auch schnellere Strecken dabei sind - nicht davon ausgehen, dass alle Tagesfahrten mit einer Akkuladung gehen. Dazu kostet die ZE40 mehr und und ob eine Wallbox mit 11 kW wäre wahrscheinlich auch hier geboten. Ist aber eine Nicht-Zoe-Besitzer Aussage.

Würde auch erstmal Leasing-Angebote einholen.
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Re: Lohnt ein EV schon für Gewerbe mit 45.000km/Jahr

Beitragvon Vanellus » So 16. Okt 2016, 16:57

Dreimal 70 km mit Pausen dazwischen sind zunächst mal machbar für einen Zoe R 240, also den alten mit der kleinen Batterie. Dennoch würde ich zum größeren Akku raten, weil dann nicht alles "auf Kante genäht" ist. Du kannst zwischenladen, musst es aber nicht, sollte mal etwas dazwischen kommen. Die Flexibilität ist einfach größer. Wenn es Kurier-/Ausliefer-Fahrzeuge sind, kann man z.B. nicht voraussetzen, dass die Fahrer begeisterte und verständnisvolle E-Autofahrer sind, d.h., die werden die Wagen ruppiger fahren und mit der größeren Batterie hast Du in jeder Hinsicht mehr Reserven.

Grundsätzlich brauchst Du eine feste Wallbox, am besten mit 2 22kW-Anschlüssen, falls mal zwei gleichzeitig laden müssen. Kostet gut 2.000 €, z.B. hier: https://www.thenewmotion.com/shop/de_DE/unternehmen
Also einen 43 kW-Anschluss.
Gruß
Reinhard

Sorry: sehe gerade, dass nur eine Zoe geplant ist. Dann würde ein 22 kW-Anschluss und eine Steckdose reichen.
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Re: Lohnt ein EV schon für Gewerbe mit 45.000km/Jahr

Beitragvon Volt » So 16. Okt 2016, 17:35

Ein Kia Picanto mit LPG oder ein Dacia Logan mit LPG
Wäre mit Sicherheit preiswerter.
These:
Beim laden sind alle E-Autos gleich zu behandeln.
Bei Destination Ladesäulen (bis 22KW) wird solange gestanden wie der Fahrer es für Richtig erachtet,
bzw. halt maximal solange wie beschildert. Oh, schon voll? egal. Ladescheibe ist Sinnvoll.
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