Welchen Stromer als Zweitwagen?

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Re: Welchen Stromer als Zweitwagen?

Beitragvon Biggi » Fr 16. Sep 2016, 13:21

So, inzwischen habe ich sowohl den Leaf, als auch den Kia und den eUP probegefahren. Eigentlich haben mir alle drei Wagen zugesagt (von der Optik des KIA mal abgesehen...). Am besten fand ich von der Beschleunigung her den UP und das man die Rekuperation einstellen kann, fand ich auch praktisch. Der Kia rekuperierte mir im B Modus zu stark, das ist sehr gewöhnungsbedürftig. Von den Drillingen konnte ich noch keinen probefahren, werde ich aber jetzt noch in Angriff nehmen.

Irgendwie kann ich aber immer noch keine Entscheidung treffen und ich habe das Gefühl, je mehr ich überlege, desto schlimmer wird es.

Den Kia habe ich als Neuwagen für 26.200 Euro (Förderung ist da schon abgerechnet) angeboten bekommen. Der UP soll wohl um die 21.000 Euro kosten, für den Leaf habe ich noch kein Angebot. Von einem Neuwagenkauf bin ich eigentlich inzwischen abgekommen, da mir der Preis trotz Förderung noch zu hoch ist und ich große Wertverluste befürchte, wenn in den nächsten Jahren die größeren Akkus kommen.

Leider gibt es den Kia ja noch nicht so lange und daher sind die Gebrauchtwagenpreise teilweise utopisch hoch. Da lohnt ein Gebrauchter wirklich nicht.

Die UP, die in Frage kommen, liegen um 17.500 Euro, BJ 2014, auch noch ein stolzer Preis.

Nissan gibt es inzwischen ja viele auf dem Markt, jedoch die alten Japan Leaf von 2013, bei denen es sich sicher um Leasingrückläufer handelt. Da müsste man ca. 16.000 Euro investieren hat aber keine Wärmepumpe und wie es sich mit der Reichweite bei den älteren Modellen verhält, weiß ich leider auch nicht.

Die Drillingen sind preislich natürlich interessant, allerdings fehlt ja jegliche Schnelllademöglichkeit, womit weitere Strecken praktisch unmöglich sind.

Meinen Mann habe ich inzwischen überzeugt, dass ein Stromer eine gute Alternative ist, allerdings muss das Preis/Leistungsverhältnis stimmen und das tut es irgendwie bisher nicht. Daher wäre ich über Erfahrungsberichte von Käufern mit ähnlichen Überlegungen dankbar.

Liebe Grüße
Birgit
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Re: Welchen Stromer als Zweitwagen?

Beitragvon wp-qwertz » Fr 16. Sep 2016, 13:56

warum kommt der zoe nicht in frage? (habe mir das thema nicht durchgelesen :D)
wenn: ich hätte einen gebrauchten zum ende des jahres abzugeben mit 43kW lademöglichkeit :!:
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Re: Welchen Stromer als Zweitwagen?

Beitragvon Cavaron » Fr 16. Sep 2016, 14:13

Ich stand 2014 auch vor der Entscheidung. Ich habe mich auch bewusst für einen Gebrauchten entschieden, weil ich ebenso einen gewissen Wertverlust durch bessere Technik befürchte.

Wenn es mir um einen Zweitwagen gegangen wäre, hätte ich mir einen Drilling geholt. 100 km Aktionsradius wären optimal und 20 km pro Stunde an Schuko laden oder 80 km in 30 Minuten an CHAdeMO (sie haben eben doch Schnellladung) im absoluten Notfall wäre ok gewesen. Die CHAdeMO-Ladung mit einem Drilling geht aber schnell ins Geld, wenn die Säule nach Zeit abrechnet - durch den kleinen Akku lädt er selten mehr als mit 20 kW.

Da das Elektroauto aber mein Erst- und Einzigauto werden sollte, wurde es dann doch der Zoe. Die Akku-Miete habe ich am Anfang eigentlich völlig abgelehnt, aber dann habe ich überlegt:
- Den Zoe kriegst du gebraucht für wenig mehr als einen Drilling, aber ca. 4000-5000 Euro günstiger als einen Leaf.
- Dieser Preisunterschied entspricht gut vier Jahren Akku-Miete für den Zoe.
- Wer weiss, was in vier Jahren ist - vielleicht hole ich mir schon in zwei Jahren ein Tesla Modell 3 oder einen gebrauchten Ampera-e (aus heutiger Sicht).
- Durch die Akku-Miete ist mir die Akku-Gesundheit auch bei einem Gebrauchten in einem gewissen Maße zugesichert.
- Der Zoe lädt an Typ2 / Starkstrom in einer Stunde voll, 43 kW Schnelllader gibt es auch immer mehr.
- CHAdeMOs für Leaf oder Drilling gibt es zwar auch, aber wenn da eine mal nicht geht, musst du mehrere Stunden an Typ2 nuckeln um es zur nächsten CHAdeMO zu schaffen.

Diese Überlegungen führten mich dann zum Zoe und ich habe es nicht bereut.
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Re: Welchen Stromer als Zweitwagen?

Beitragvon Biggi » Fr 16. Sep 2016, 14:42

Hallo Cavaron,
ich möchte den Akku nicht mieten, daher kommt Zoe nicht in Frage.
Der Wagen wird zunächst ein Zweitfahrzeug. Zur Zeit fahren wir einen Touran (einen, der vom Dieselskandal betroffen ist) als einziges Fahrzeug für 3 Personen. Das ist allerdings auf Dauer nervig und daher muss ein Zweitwagen her.
Das Chademo doch serienmäßig ist, hatte ich nicht auf dem Schirm. Ich bin auf die Probefahrt gespannt und entscheide dann.

Ins grübeln bringen mich auch die unterschiedlichen Schnelladenmöglichkeiten, bei VW wird ja auf CCS gesetzt, die meisten anderen Fahrzeuge haben Chademo. Bei uns in der Gegend gibt es überhaupt kein CCS und nur wenig Chademo.
Gruß Birgit
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Re: Welchen Stromer als Zweitwagen?

Beitragvon Cavaron » Fr 16. Sep 2016, 15:33

Preisleistungstechnisch ist ein Drilling als Zweitwagen unschlagbar. Längere Strecken würde ich aber nur im Notfall einplanen, die Schnellladung ist im Drilling am wenigsten schnell.

CCS muss jetzt sogar immer an neuen Schnellladern mitinstalliert werden und so wenige nutzen das garnicht (VW und BMW, bald auch Opel, Audi und Posche und mal schauen, was die Franzosen machen). CHAdeMO nutz so gesehen auch nur Nissan, Mitsu, Kia und neben den Drillingen noch Citroen im Berlingo. Ach ja - wie ist es eigentlich mit elektrischen Kastenwägen/Kleintransportern? Da kann man auch mal was transportieren.

Zur Akku-Miete - wie gesagt, ich hab die auch erst kategorisch abgelehnt (ich kaufe ein Auto und dann zahle ich noch zusätzlich jeden Monat was?!). Aber wenn man sich mal die Gesamtkosten anschaut ist es eigentlich gar nicht teurer... wie gesagt, für einen gebrauchten Leaf legst du jetzt 4000-5000 Euro mehr hin. Tust du dieses Geld auf ein Konto und lässt davon die Akku-Miete abgehen, hast du auch vier Jahre ruhe. Nach den vier Jahren würde man theoretisch mit dem Leaf sparen - aber wie gut ist der Akku eines heute gebrauchten Leaf nach weiteren vier Jahren? Beim Zoe egal - du zahlst Miete und kriegst einen anderen Akku wenn der alte schwächelt. Ist eben eine psychologische Sache, einmal einen großen Batzen zahlen vs. immer kleine Beträge...

Aber ich denke, es wird wohl ein Drilling bei dir. Sind ja auch gute E-Autos.
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Re: Welchen Stromer als Zweitwagen?

Beitragvon Biggi » So 18. Sep 2016, 13:05

Hallo,
habe gerade bei Mobile einige Ion gefunden. EZ 2014, aber keine Kilometer auf dem Tacho, standen wohl zwei Jahre bloß rum.
Preis 13.000 Euro. Finde ich jetzt ein gutes Angebot, frage mich aber, wie sieht es mit Problemen mit der Batterie aus, wenn die Autos nicht gefahren wurden? Wenn die zwischenzeitlich tiefenentladen waren, ist das ja schädlich für die Batterie. Kann man beim Ion die Batterie irgendwie testen? Und wie lang ist die Batteriegarantie bei den 2014 Zulassungen?
Werde morgen früh direkt mal den Händler anrufen und kurzfristig einen Termin machen. Da ich den Wagen bisher noch nicht fahren konnte, wäre das jetzt eine gute Gelegenheit.
Gruß Birgit
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Re: Welchen Stromer als Zweitwagen?

Beitragvon yoyo » So 18. Sep 2016, 14:03

Die Wiedenbrücker iONs könnten Importe aus Österreich sein.

Als nachteilig sehe ich: die Restgarantie für den Akku beträgt nur noch 3 Jahre, die allgemeine Hersteller-Garantie von 2 Jahren ist komplett abgelaufen (Du würdest nur noch eine einjährige Gewährleistung vom Händler für ein Jahr bekommen).
Da die Garantiebestimmungen (auch für den Akku?) eine jährliche Inspektion vorschreiben, könnte man Dir streng genommen nach Ablauf der einjährigen Händlergewährleistung jegliche Garantie/Kulanz verweigern. Die Steuerbefreiung gilt auch nur noch für 33 Monate.

Als vorteilig sehe ich: der Wagen ist sofort verfügbar und du musst nicht monatelang auf die Lieferung warten.

Entscheiden musst du selbst. Falls Du dort kaufen willst, lass Dir alle Versprechungen (Garantie etc.) schriftlich in dem Kaufvertrag zusichern, sonst hast Du nichts in der Hand. Und lasse Dir am besten vorher den Fahrzeugbroef zeigen, um zu sehen, wann und wo der Wagen erstmalig zugelassen war.
Es ist bereits alles gesagt worden - nur noch nicht von jedem. ;)

Gesendet von meinem Atari ST :geek:
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Re: Welchen Stromer als Zweitwagen?

Beitragvon Mumickey » So 18. Sep 2016, 16:02

Bin gerade bei dem Hänlder und schaue die Fahrzeuge an!
Nehme an es sind Importe aus Frankreich und steuerfrei sollten sie bis 2024 sein, wenn sie schon mal zugelassen waren.
Ansonsten wäre es eine Erstzulassung und damit müsste gilt die aktuelle Steuerbefreiung !
700 km Nissan eNV200 ; 1300 km Hyundai Ioniq ; 30.000 km Peugeot Ion ; 70.000 km eGolf
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Re: Welchen Stromer als Zweitwagen?

Beitragvon Mei » So 18. Sep 2016, 16:45

Biggi hat geschrieben:
...
Die Drillingen sind preislich natürlich interessant, allerdings fehlt ja jegliche Schnelllademöglichkeit, womit weitere Strecken praktisch unmöglich sind....


Nein,
die haben Serienmässig Chademo drin.
GTE 10/17
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Re: Welchen Stromer als Zweitwagen?

Beitragvon iOnier » So 18. Sep 2016, 19:46

Wurde im Thread schon erkannt. Aber: 80% in 1/2 Stunde sind bei einem Drilling unter günstigen Bedingungen (Sommer) vielleicht gut 100 km - bei Landstraßenfahrt. Alle 100 km (eher deutlich früher, man wird nicht auf den Punkt genau alle 100 km eine CHAdeMO-Säule vorfinden) anhalten und 1/2 h laden müssen ist von "langstreckentauglich" in einem landläufigen Sinn weit entfernt.

Ich selber habe meinen iOn ja dennoch selber beim > 600 km entfernten Händler abgeholt und nach Hause gefahren. Das hat mir auch Spaß gemacht und war eine ... hm ... interessante Erfahrung, aber von normalem Reisen keine Spur und meiner Familie würde ich das auch nicht zumuten wollen (mir selbst auch nicht regelmäßig). Kann man hier auch noch mal nachlesen, wenn's interessiert: http://www.goingelectric.de/forum/c-zero-i-miev-ion/neuer-drilling-ion-und-gleich-langstrecke-t14563.html?hilit=neuer%20Drilling (Fahrt geht ab Seite 9 los, bis dahin Diskussion von Routenplanung und Tipps, einen Fahrbericht als Zusammenfassung kann man hier finden: https://www.dropbox.com/s/3qhrej6b0l1mapg/%C3%9Cberf%C3%BChrungsfahrt.pdf?dl=0).

Im Alltag auf Pendlerstrecken ist das Fahrzeug voll tauglich, macht richtig Spaß und gilt - wenn man das Unterforum für die Drillinge gelesen hat - auch als ganz besonders zuverlässig. Für rein diesen Einsatzzweck (oder einen ähnlich gut passenden, z.B. nur Stadtverkehr und für Langstrecken Mietwagen) und angesichts der aktuell günstigen Preise kann man nur zuraten. Vorstellen könnte ich 's mir auch, wenn ich öfter mal eine bestimmte Strecke von max. vielleicht gut 200 km absolvieren müsste und 2 zuverlässige CHAdeMO-Ladesäulen in passender Distanz am Weg hätte. Alles darüber würde ich bei Regelmäßigkeit als Quälkram empfinden.

Man bekommt für den günstigen Preis zwar ein teils schon etwas veraltetes Fahrzeug, dafür sind die (wenigen, tolerablen bzw. mit vertretbarem Aufwand zu beseitigenden) "Macken" gut bekannt. Da müssen sich jüngere Fahrzeuge erst beweisen, deren konstruktive Mängel werden im Lauf der Zeit erst noch zutage treten.
Gruß
Werner
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