Was kostet "mein" Elektroauto?

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Was kostet "mein" Elektroauto?

Beitragvon bastel42 » Mi 20. Mai 2015, 10:25

Hallo Leute,
wir hatten mal einen Prius als Leasingfahrzeug. Aktuell einen Mazda 5.
Elektro war schon immer mein Ziel aber es gab bisher nichts wirklich passendes:
Tesla ist zu groß und Leaf bzw. Zoe waren zu klein.

Mittlerweile hat sich einiges geändert und Leaf bzw. Zoe wären vielleicht doch eine Alternative.

Daher wollte ich meine Gedanken zur Diskussion stellen ob der Umstieg evtl. Sinn macht.

Kosten: (Netto-Preise, bin Selbständig, Fahrzeug ist Firmenwagen mit 1%-Regel, Jahresfahrleistung nur 7000km)

Mazda5 Kaufpreis 23100 (netto), auf 6 Jahre sind das 320,- Euro im Monat
Durch Abschreibung mindert sich die Steuer (Grenzsatz EK-Steuer 40% + 12% Gewerbesteuer = 52%) um 166,- Euro
Das Vehikel kostet also 154,- Euro im Monat.
Den Eigenverbrauch mit 1% pro Monat angesetzt sind 231,- Euro, daraus die EK-Steuer +Gewerbesteuer wieder dazu sind +120,- Euro

Gesamt kostet das Auto also 274,- Euro im Monat ohne Benzin, Versicherung und Wartung.


Zoe Kaufpreis aktuell um die 16000,- Euro (mit der 5000-Euro-Aktion), auf 6 Jahre sind das 222,- Euro im Monat
Durch Abschreibung mindert sich die Steuer um 52% = 115 Euro
Kosten 107,- Euro.
Eigenverbrauch mit 1% sind 160,- Euro im Monat, daraus die Steuer wieder drauf sind +83,- Euro
Gesamtkosten 190,- Euro im Jahr.

+Batteriemiete für >7000km/Jahr wären 79,- Euro = 66,- Euro netto. pro Monat
Kostet der Zoe also 256,- Euro pro Monat ohne Strom.

Stimmt die Rechnung so?

Verbrauch Mazda um die 10l - 7000km = 700l Super a 1,50 Euro = 1120,- Euro im Jahr
Verbrauch Zoe für 7000km ca. 16kWh/100km * 7000 a 20cent = 224 Euro im Jahr (PV-Anlage mit Eigenverbrauch, Mixpreis schätze ich daher auf 20cent) - Auto kann tagsüber mit PV geladen werden.

Preisvorteil Verbrauch 900,- Euro. = 75/Monat.


Dazu noch Steuerersparnis? Versicherung? Wartungskosten? Noch was vergessen?


Abgesehen von der geringeren Reichweite (wäre die letzten 12 Monate nie ein Problem gewesen) und der geringeren Ladekapazität (eigentlich auch kein Problem) fällt mir kein Nachteil ein.

Dafür ist der Zoe anscheinend knapp 100,- Euro im Monat günstiger und halt ein modernes Elektrofahrzeug :-)

Wo habe ich mich verrechnet?
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Re: Was kostet "mein" Elektroauto?

Beitragvon AbHotten » Mi 20. Mai 2015, 10:40

Du vergleichst Äpfel mit Birnen... beim Mazda 5 handelt es sich um eine riesige Familienkutsche mit 7 Sitzplätzen oder ggf. einem richtig stattlichen Kofferraum. Er ist also min. 1-2 Klassen ÜBER der Zoe anzusiedeln. Wenn du Fair vergleichen willst, vergleich sie mit einem Mazda2, bei guter Ausstattung (Exclusive-Line) und 90PS 6-Stufen-Automatik Skyactive-Benziner bist du bei ca. 17.800€ Kaufpreis brutto (netto also ca. 15.000€) bei einem Verbrauch von ca. 5-7l. Schau dann mal, welcher dich tatsächlich günstiger kommen würde, der 2er oder die Zoe...
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Re: Was kostet "mein" Elektroauto?

Beitragvon bastel42 » Mi 20. Mai 2015, 10:49

Hallo AbHotten,
ich will keine Autos vergleichen die ich alternativ kaufen kann sondern das Elektrofahrzeug im Vergleich zum "vorhandenen" Verbrenner. Und das ist ein Mazda5 und kein Mazda2!

Vorhanden ist ein Verbrenner, Gewünscht ist ein Elektrofahrzeug.
Daher ist die Frage neben dem Preis auch "reicht mir der Zoe".

Die Vergleichsrechnung habe ich aufgestellt weil ich dachte Elektro sei trotz des Größenunterschieds noch teurer, dem scheint aber nicht so zu sein.

Alternativ wäre evtl. der Nissan e-NV200 Evalia möglich, aber da der Zoe gerade sehr günstig ist stellt sich die Frage ob so ein großes Fahrzeug wirklich nötig ist.

Wir haben ein 5jähriges Kind. Beim Kauf des Mazda5 waren Kinderwagen und viel Kinderausstattung mit zu transportieren, das ist mittlerweile alles nicht mehr notwendig. Geschäftlich habe ich PCs/Monitore/Drucker verkauft, mittlerweile habe ich mich anders orientiert, daher auch die nur noch 7000km/Jahr. Mein "Transportfahrzeug" ist jetzt die DHL-Kutsche :mrgreen:
D.h. kein Transport von großen Kisten mehr mit dem eigenen KFZ.

Für den Urlaub mit dem Auto könnte ich ein Ersatzfahrzeug mieten oder in der Verwandschaft für eine Woche tauschen.
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Re: Was kostet "mein" Elektroauto?

Beitragvon eDEVIL » Mi 20. Mai 2015, 10:54

1% Regel macht da doch keinen Sinn. Zudem zählt der Listeneupreis

Selbst wenn Du keine Lust auf ein Fahrtenbuch hast und nur lange geschäftliche Fahrten aufschreibst und den Rest als Privat verbuchst, soltle das günstiger sein. Du hast ja kaum Betriebskosten, die Du einsparst.
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Re: Was kostet "mein" Elektroauto?

Beitragvon redvienna » Mi 20. Mai 2015, 11:07

Bei dieser niedrigen Kilometerleistung zahlt sich ein E-Auto nicht wirklich aus. (Wobei bei viel Kurzstrecke ideal ! - Für Verbrenner ist das ganz schlecht.)

Für die Umwelt und das gute Gewissen aber natürlich !
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Re: Was kostet "mein" Elektroauto?

Beitragvon bastel42 » Mi 20. Mai 2015, 11:51

Hallo,
naja, das hat schon was mit "haben-will" zu tun. Und da sollte doch ein e-Fahrer nicht widersprechen daß man da süchtig werden kann :D

Im Prinzip gibt es 3 Punkte:

1. reicht die Reichweite
2. reicht die Größe
3. ist e-Fahren viel teurer.

zu 1: ich denke schon, die weiteste Strecke zu Kunden ist 10km, zu Freunden waren es am Wochenende 30km, der Rest ist <5km.
zu 2: da mache ich mir noch die größten Gedanken. Ist schon ein Unterschied.
Wobei ich beim Rumgegurke in der Stadt mir schon oft ein kleineres Auto gewünscht habe. Für das letzte halbe Jahr fällt mir aber nichts ein wo der Zoe nicht gereicht hätte. Alles was ich vor 5 Jahren noch ins Auto gewuchtet hätte würde ich heute liefern lassen. Gut, Getränke holen ist etwas umständlicher, mit Umklappen sollte das aber auch funktionieren.

3. das ist Grund meines Beitrags - ich dachte es wäre viel teurer (Auto teurer, Batteriemiete), aber unterm Strich spare ich anscheinend sogar was. Gut das Argument mit den Äpfeln und Birnen weil zwei verschiedene Fahrzeugklassen, aber es geht ja um den Bedarf. Der Mazda5 ist ein tolles Auto. Aber eben ein Verbrenner. Zwei Autos lohnen sich bei 7000km auf keinen Fall, was in der Größe des Mazda5 gibt es nicht (NissanEvalia vielleicht), da darf man doch überlegen ob der Zoe ausreicht.
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Re: Was kostet "mein" Elektroauto?

Beitragvon mhf2 » Mi 20. Mai 2015, 12:24

Also zur Größe: Ich habe den e-up gekauft und habe bislang in den über 2 Monaten alles transportieren können. Im Kofferraum gehen die benötigten Getränkekisten meist auch ohne Umklappen. Also aus meiner Sicht geht
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Re: Was kostet "mein" Elektroauto?

Beitragvon redvienna » Mi 20. Mai 2015, 12:37

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Re: Was kostet "mein" Elektroauto?

Beitragvon eDEVIL » Mi 20. Mai 2015, 12:43

Zoe ist schon nicht all zu groß, aber bei größeren Einkäufen zu zweit oder allein kann man die Rückbank ja mit nutzen. Selbst mit Kids (1,5 Jahre) geht ja vor den Sitzen auch noch was rein.

Je nach lokalem Angebot kann man mit dem zoe ja auch noch kostenlose Angebote mitnehmen. An 22KW ist der in ner Stunde wieder voll d.h. 1-2 Laden die Woche genügt.
Ich fahre jetzt schon einige Woche ohne Heimladung herum und habe auch keine Stre0 damit mir endlich mal etwas für zu Hause zu bauen.
Wenn ZOE leer ist und das Wetter schön, gehts zu einem Hotel am See. Spazieren gehen. :D

Ob es bei 7K Km/a bleiben wird, ist zu bezweifeln. Da kann aufgrund von Events schnell mal nochmal soviel dazu kommen. :twisted:
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Re: Was kostet "mein" Elektroauto?

Beitragvon Nik » Mi 20. Mai 2015, 12:44

Hallo bastel42,
genauso habe ich auch vor zwei Jahren gerechnet.
Ich bin auf die gleiche "Ersparnis" gekommen und habe mir die ZOE gekauft.
Den alten Verbrenner (Uralt-Passat) habe ich als Back-up behalten.

Fazit:
- ich vermisse nichts außer der Anhängerkupplung
- hätte ich den Fahrspaß vorher er-fahren, ich hätte nicht gerechnet sondern gleich gekauft
- nicht lang schnacken - machen. Die Zeit ist günstig und die 43kW-Lader leider nur endlich verfügbar.
Gruß Nik
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