Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

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Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon Jan Rauscher » Sa 6. Dez 2014, 12:12

:) Mit der Sufu. kein Ergebnis, aber alle schimpfen auf die Mietakkus von Renault, Nissan und Smart! Warum? Bei Smart habe ich heraus gelesen, daß die Mietakkus in Kaufakkus gewandelt werden können.
Gruß Jan Rauscher
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon motoqtreiber » Di 9. Dez 2014, 22:38

Als Gebrauchtwagenkäufer würde ich nicht die gleiche Batteriemiete bezahlen wie der Neuwagenkäufer.
-> Also würde ich kein Gebrauchtauto mit Mietakku kaufen.

Es sei denn, die Akkumiete würde monatlich sinken... und am Ende gehört der Akku dem Autobesitzer.

Das entspräche einem Kauf plus Versicherung des Akkus.
Ciao,
motoqtreiber

(Dieses Jahr wird es ein VW e-up, Golf GTE, i3Rex oder ...) -> Es wurde ein etron!
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon e-lectrified » Di 9. Dez 2014, 23:38

Vorteile:

- Anschaffungskosten für das Fahrzeug sind deutlich niedriger (vergleichbar mit anderen Autos derselben Kategorie)
- Bei Defekt gibt es Ersatz (auch über den Garantiezeitraum der Hersteller hinaus)
- Gleichmäßige Kostenbelastung auf der Akkuseite (monatliche Miete, statt Einmalzahlung)

Nachteile:

- Akku gehört nicht dir, Modifikationen oder unsachgemäße Handhabung sind strikt geregelt
- Wiederverkauf ist ein Lottospiel, da bisher noch unüblich im Gebrauchtwagensegment
- Betriebskosten für ein Elektroauto viel zu teuer selbst bei kostenlosem Strom (Sprit wäre günstiger, insbesondere Gas und Diesel!)
- Unterm Strich ist der Akku je nach Preismodell in 4-6 Jahren teurer als sein Kauf.
- Günstige Preise werden mit hohen Laufzeiten erkauft, der Markt entwickelt sich aber rasant weiter.

usw.

Für mich überwiegen die Nachteile - das muss aber jeder individuell bewerten.
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon kai » Mi 10. Dez 2014, 08:22

Hi,

hier gibt es viele "Meinungen". Zum Teil von Leuten die kein Elektroauto haben, oder es nur für 2 Jahre geleast haben.

Komisch ist doch das die überwältigende Mehrheit aller hier mitmachenden Forums-Teilnehmer mit Elektroauto in der Forums-Garage einen Renault ZOE mit Mietakku haben.

Anscheinend überwiegen die Vorteile des Mietakkus in der überprüfbaren Realität dieses Forums.

Weitere Vorteile Mietakku:
- Mietsenkung möglich
- Bei gleich hoher Miete höhere Ersatzakkukapazität möglich
- Wiederverkauf des Autos nach über 5 Jahren überhaupt noch! möglich, da unbegrenzte Batterie-Garantie für Käufer.
- Kostenbetrachtung über 3 Jahre wesentlich günstiger als Kaufakku bei Kilometerleistungen um die 15.000 km p.a
- Noch günstiger bei Kilometerleistungen um die 5.000 km p.a

Gruß

Kai
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon eDEVIL » Mi 10. Dez 2014, 08:33

kai hat geschrieben:
Komisch ist doch das die überwältigende Mehrheit aller hier mitmachenden Forums-Teilnehmer mit Elektroauto in der Forums-Garage einen Renault ZOE mit Mietakku haben.

Anscheinend überwiegen die Vorteile des Mietakkus in der überprüfbaren Realität dieses Forums.

merkwürdige Logik. Es ist das einzige Serien Elektroauto <60K EUR mit min 4 Sitzplätzen, welches mit 22KW AC Laden kann. Punkt.
Wem der Mietakku nich gefällt, hat also nur die Wahl zwischen Pest (Leaf), Cholera (Model S) oder zähneknirschend den Zoe zu nehmen.

Hätte es vor 1,5 Jahren den Zoe mit einem 6,5K EUR Kauakku gegeben, würde ich mich heute nicht mit einem Teilzeitschnarchlader herum ärgern. :evil:
Mit dem Wissen von heute hätte ich Zoe gewählt, aber habe mich von den Ankündigungen von Nissan blenden lassen.
Trotz dieser Entscheidung wäre ich mit dem Mietakku nicht so glücklich gewesen... ;)

Wieviel prozent der Leaf fahrer haben einen Mietakku?
Smart ist ein Sodnerfall, da der Mietpreis auch bei hohen KM gedeckelt ist.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

Umfrage: ZOE Fahrwerk frühzeitige Defekte
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon mlie » Mi 10. Dez 2014, 08:57

Ich habe meine eigene Logik: den eNV200 habe ich mir Kaufakku bestellt.

1. Kann ich bei einer Jahresfahrleistung von 30.000km ab dem 3,5. Jahr gegenüber der Miete sparen und kann zur Not auch ein paar Kilometer extra fahren, ohne Sorgen über Nachzahlungen zu haben.
2. Zahle ich nun weniger als jetzt beim Kangoo mit Kaufakku
3. in 7-8 Jahren nutze ich den eNV200 als Gartenhaus, mit den verbliebenen 18 kWh stütze ich die PV-Anlage.
4. Nissan hat bewiesen, dass die Akkus robust sind, also hab ich da keine Sorgen
5. Ich kann jederzeit ohne Diskussion ein NLG6 von Brusa nachrüsten, sollte die ChadeMo-Dichte in 2 Jahren nicht hoch genug sein und mir der 7,2kW Lader nicht genügen...

Ich muss aber dazu sagen, dass ich nicht nur um den Kirchturm drumrumfahre, für Wenigfahrer oder Leute, die alle 3 Jahre ein neues Auto kaufen, sollte die akkumiete deutliche Vorteile haben. Wie immer eine Einzelfallentscheidung.
145 Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon molab » Mi 10. Dez 2014, 10:05

Ist ja alles schon oft diskutiert worden. Ich schimpfe nicht auf Miete und habe meinen Smart damals mit Mietakku genommen. Wie viele, weil ich schlicht nicht wusste, ob er hält. Inzwischen bin ich schlauer, er scheint gut zu halten - zumindest ist er jetzt nach 2 Jahren exakt wie neu. Ich könnte ihn jederzeit übernehmen, mache ich aber nicht, weil ich die Miete erstattet bekomme. Das wusste ich aber nicht, als ich das Auto damals bekam - ergab sich erst später durch eMerge. Außerdem sagte mein Händler mir, dass er gebrauchte Smart EDs nur mit Mietakku weiterverkaufen kann. Wegen der Kapazitätsgarantie. Kann sich aber auch ändern, wenn klar ist, dass die Teile eh halten.
Andere z.B. beim Renault Fluence sind glaube ich heilfroh, einen Mietakku zu haben...
BildSmart ED3 Cabrio, Rekupaddel, SHZ, TFL, etc.; Lader: RTP Bettermann + HausBus
Eigenstromladung: PV: SMA/Solarwatt 3,2kWp; KWK: EcoPower 1.0; Puffer: SMA SI 6.0, Pb 30(15)kWh nur für KWK
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon kai » Mi 10. Dez 2014, 11:38

molab hat geschrieben:
Andere z.B. beim Renault Fluence sind glaube ich heilfroh, einen Mietakku zu haben...


Genau,

erst mal einige Winter und über 50.000 km "durchmachen" und dann schauen.
Einige Hersteller lesen ja noch nicht einmal die Batteriekapazität aus und teilen es dem Kunden mit.

Es gibt viel zu tun und viel zu erforschen bzw. zu erfahren.

Gruß

Kai
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon Karlsson » Mi 10. Dez 2014, 21:05

kai hat geschrieben:
Komisch ist doch das die überwältigende Mehrheit aller hier mitmachenden Forums-Teilnehmer mit Elektroauto in der Forums-Garage einen Renault ZOE mit Mietakku haben.

Anscheinend überwiegen die Vorteile des Mietakkus in der überprüfbaren Realität dieses Forums.

Ganz schlechtes Beispiel. Ich will ja auch einen haben, der Mietakku bremst mich aber gewaltig.

Auch wenn die gebrauchten Zoe mittlerweile günstig erscheinen, ist das für einen Kleinwagen noch ziemlich viel Geld. Das macht für mich so richtig nur als langfristiger Kauf Sinn - weil der Wertverlust sich mit den Jahren dann halt relativiert. Das tut die Akkumiete aber nicht und haut über die Jahre dann gewaltig rein. Die Summe aus Wertverlust und Akkumiete kann sich dann auch auf einmal locker mit dem Wertverlust eines Ampera messen (gebraucht jetzt ab ca 22-23 mit nicht so vielen Kilometern).
Heißt für mich entweder auf günstigere Gebrauchte warten - dann ist der verbleibende Wertverlust so gering, dass man sich mit der Akkumiete noch eher arrangieren kann. Oder eben auf den Kaufakku zum akzeptablen Preis warten.

Oder eine Alternative wählen...aber gibts die? Wo gibts denn sonst diese Reichweite bei 4 Sitzplätzen und AC 22kW Lader? Das ist ja wohl nur der Tesla, den sich die wenigsten leisten können / wollen.
Wenn es ein vergleichbares Fahrzeug zum Zoe mit Kaufakku gäbe, könnte man anhand der Verkaufszahlen vielleicht auf die Beliebtheit der Akkumiete schließen, aber es gibt kein vergleichbares Fahrzeug.

kai hat geschrieben:
- Mietsenkung möglich

Steigerung ebenfalls. Alternativen keine.

kai hat geschrieben:
- Wiederverkauf des Autos nach über 5 Jahren überhaupt noch! möglich, da unbegrenzte Batterie-Garantie für Käufer.

Du tust so, als ob 5 Jahre ein altes Auto bedeuten würde. Ich würde mal sagen gerade eingefahren und wenn der Akkupreis bekannt und in Ordnung ist, ist das doch eine super Basis. Da kalkuliere ich den neuen Akku gleich mit ein, für den alten wird ein Restwert von maximal 20% angesetzt. Wenn er noch lange hält, ist es toll und wenn nicht, ist es auch ok.
Die Miete in dieser Zeit wäre doch nicht billiger gekommen.

kai hat geschrieben:
hier gibt es viele "Meinungen". Zum Teil von Leuten die kein Elektroauto haben, oder es nur für 2 Jahre geleast haben.

Wüsste nicht, inwiefern das die Fähigkeit zum Rechnen herabsetzen sollte.
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon TeeKay » Mi 10. Dez 2014, 22:18

Ich seh das wie eDevil. Es wird immer gesagt, beim Zoe wäre die Schnellladung so günstig realisiert worden. Stimmt aber nicht. Denn ich erkaufte mir die Schnellladung mit der zwangsweisen Batteriemiete. Selbst wenn die während meiner Haltedauer nur so teuer wird wie eine Kaufbatterie, so wird doch der Wiederverkauf nahezu unmöglich sein. Kein Gebrauchtwagenankäufer, kein Unfallschadenaufkäufer wird das Auto nehmen. Was bleibt, ist der Verkauf an Privat. Und da muss ich erst einmal jemanden finden, der in einigen Jahren in den unattraktiven Vertrag mit Renault einsteigen will und sich im Kopf ausrechnet, dass die Miete nach drei Jahren höher sein wird als der Kaufpreis des Autos.

Für mich war der Zoe daher im Kopf eine Sofortabschreibung beim Kauf, dessen einziger Vorteil die schnelle und unkomplizierte Ladbarkeit darstellte.
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