Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Alles über den Elektroauto-Kauf

Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon Tho » Fr 19. Dez 2014, 16:24

Und der Mietakku muss auch erstmal auf 70% degradieren bevor du einen neuen bekommst. (Ist das noch so?)
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon Keepout » Fr 19. Dez 2014, 17:00

Karlsson hat geschrieben:
Ich verstehe Dein Problem nicht. Ich will und werde ein E-Auto kaufen. Aber das ist doch noch lange kein Grund, mir das schön zu rechnen. Mein Zahlen sind ja nicht ausgedacht.


Du hast recht, ich liege falsch!

Karlsson hat geschrieben:
Weiß ja nicht, wie Du fährst. Inklusive Kurzstrecken und Vollgasetappen liege ich im Mittel bei 5,2. Auf Tour komme ich selten über 5, mit etwas Anstrengung unter 4,5 und mit richtig viel Anstrengung bis runter auf 3,7. Alles ab Zapfsäule.
Als Erstwagen werden wir als nächstes wohl einen Focus MK3 1.6 Econetic kaufen (als hoffentlich letzten Verbrenner). Da liegen die Nutzer bei Spritmonitor im Mittel unter 5 Litern. Das ist ein realer Wert und nichts aus dem Prospekt.


Jep, alles richtig - ich fahre sehr unökonomisch, aber ich schau mir den Focus auch genau an, ist vielleicht auch was für mich!

Karlsson hat geschrieben:
Keepout hat geschrieben:
Auch wundersam, dass deine Wagen nie Defekte haben ( obwohl 11 Jahre alt)

Doch, sogar richtig teure, 9180€ von 2007-2013. 6,4 Cent/km für Wartung und Reparaturen/Verschleißteile.


Das war Pech und kommt normalerweise nicht vor. Die Dieselfahrzeuge sind ausgereift und unterm Strich werden die Elektrofahrzeuge gleich viel Schäden haben.

Karlsson hat geschrieben:
Wir können jetzt den OT Teil auch gerne wieder beenden und uns den Miet- vs Kaufakku zuwenden.


Auch den Schuh ziehe ich mir an - ich bitte um Verzeihung dass ich mich in das OT eingemischt habe!
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon -Marc- » Fr 19. Dez 2014, 20:01

Tho hat geschrieben:
Und der Mietakku muss auch erstmal auf 70% degradieren bevor du einen neuen bekommst. (Ist das noch so?)

70 % wurde das geändert :?:

Es ist doch immer die Rede von 75% 8-)

70% hab ich bis jetzt nur bei denen mit Kaufakku gelesen :roll:

Gruß Marc
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon e-lectrified » Fr 19. Dez 2014, 22:53

eDEVIL hat geschrieben:
Etwas OT, aber der klio-Disel hat bestimmt keine Standheizung, Automatik und Navi mit Online-Zugang


Ich denke viele Ausstattungsmerkmale fehlen den Vergleichsfahrzeugen aus dem Verbrennersegment. Denn oft macht man den Fehler davon auszugehen, was man sich als Verbrennerfahrer gekauft hätte und ich muss sagen, wäre es wieder ein Verbrenner geworden, hätte ich garantiert nie an Klima, Standheizung, Automatik uvm. gedacht. Ich hätte geschaut, dass eine Klimaanlage drinnen ist und ein MP3-taugliches Radiosystem, mehr nicht. Dass da der Grundpreis recht niedrig ist, verwundert sicherlich keinen. Wenn man dann aber mal solche Features hat, wie z.B. Lenkradheizung, Sitzheizung, 360° Kamera, merkt man auch wie viel Mehrwert das so hat. Also ich glaube, ich werde nie wieder ein Auto kaufen wollen, das keine 360° Kamera hat - so perfekt einparken gelingt wohl noch nicht mal mit Einparkhilfe.

Also, wenn wir die Preise vergleichen, müssen wir die Ausstattung berücksichtigen - sonst sind es die berühmten Äpfel und Birnen, die verglichen werden.
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon e-lectrified » Fr 19. Dez 2014, 23:07

Tho hat geschrieben:
142*12=1704
15kwh*(30.000/100)*0,27=1215
-> 2919
vs.
6,5*(30.000/100)*1,65=3217,50


Ich denke, wir sollten nicht versuchen Benziner/Diesel und Elektroautos zu vergleichen, um die Akkumiete irgendwie zu rechtfertigen. Wenn wir das konsequent machen wollten, würden wir Autogas oder CNG vs. Elektroauto vergleichen und da sieht es dann ganz düster aus. Man muss nun mal einräumen, dass man beim Kauf eines Elektroautos drauflegt - die Frage ist, macht man das für eine heftige Akkumiete oder kauft man sich den Akku lieber gleich. Da ich davon ausgehe, dass ich meinen Leaf mindestens 10 Jahre fahren muss (entweder ich selbst oder mein Vater, der ihn mal erben wird), weil den ab 2006/2007 kein Mensch mehr haben wollen wird wegen der deutlich höheren Reichweiten, die kommen werden. Also muss die ganze Mietfraktion sich überlegen, ob sie den Zoe gleich wieder nach einem Jahr abstößt, oder aber in den sauren Apfel beißt und bis ans Lebensende des Zoe Akkumiete zahlt.
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon e-lectrified » Fr 19. Dez 2014, 23:12

Tho hat geschrieben:
Wie würdest du denn das Risiko beim Kaufakku einpreisen? Nach wie vielen Jahren ist ein neuer Akku bei 30.000km per Anno fällig? Ich glaube das Problem bei der Kalkulation Kaufakku vs. Mietakku ist das die unbekannte Mangels Langzeiterfahrungen.
Sonst könnten wir ja ganz leicht den Break even berechnen.


Also bei 30.000 km p.a. wird die Akkumiete richtig teuer. Ich denke so teuer kann ein neuer Akku gar nicht werden bei dem aktuellen Schnitt von etwa 5.000 bis 6.000 € für 24 kWh. aber das muss jeder selbst wissen...

Langzeiterfahrungen gibt es übrigens mit dem Leaf hier im Forum zuhauf. Das heißt aber nicht unbedingt etwas für den Zoe oder ein anderes Elektroauto.
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon eDEVIL » Fr 19. Dez 2014, 23:22

Zudem kommt man nach 5-6 Jahrne spätestens an den Punkt, das man wesentlich mehr Reichweite bezahlbar bekommen kann und dann ist ein Leaf mit 80% Akku immer noch supi als Zweitwagen im Nahbereich einsetzbar. Den fährt man dann eben runter, bis nur noch 60-70% nutzbar sind Wenn man sorgsam damit umgeht, dürfte der so auf seine 10 Jahre nutzbar sein und dann kommt eben ein neuer Akku rein.
Der LEaf wurde oft genug gebaut, das Drittanbieter da etwas bringen werden.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon Solarstromer » Fr 19. Dez 2014, 23:42

eDEVIL hat geschrieben:
Den fährt man dann eben runter, bis nur noch 60-70% nutzbar sind ...


Ich habe vor einiger Zeit einen Drilling verkauft an jemand, der zuvor einen rund 20jährigen Peugeot Electrique gefahren hat. Der hat das Fahrzeug für die 2*15km Pendlerstrecke benutzt. Dem haben 30+x km voll ausgereicht. Erst als die Reichweite mit den Uraltakkus unter diese 30 km gefallen ist, musste er was machen.

Deshalb bin ich überzeugt, dass sich für Elektroautos mit vermeintlich 'defekten' Akkus mit Reichenweiten um die 50 km immer noch Käufer finden lassen, welche einfach ein günstiges Auto fahren wollen.
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon e-lectrified » Fr 19. Dez 2014, 23:44

Also ich muss jetzt doch mal ein wenig Kritik üben... sorry, geht nicht anders.

Lieber Karlson,

ich halte dir zugute, dass die Finanzierung der Immobilie bei dir Vorrang hat - das ist eine absolut legitime Entscheidung, die ich bei jedem nachvollziehen kann.

Was mich aber ein bisschen ärgert, ist das Verdrehen der Argumente in die Richtung, dass sie deine Entscheidung gegen ein Elektroauto untermauern sollen. Dem kann ich so nicht zustimmen!

1. Einerseits sagst du, man könne die Reparaturkosten für einen 11 Jahre alten Diesel nicht mit einem neuen Elektroauto vergleichen, andererseits willst du aber nichts davon wissen, dass man einen Verbrenner nur in der entsprechenden Ausstattung mit einem Elektroauto vergleichen kann. Das hat auch nichts damit zu tun, was du dir sonst gekauft hättest, denn die E-Autos gibt es nun mal nur in dieser Ausstattung und ja, damit rechtfertigt man auch teilweise die hohen Preise. Trotzdem, ein fairer Preisvergleich gelingt nur, wenn man alle Faktoren berücksichtigt! Will ich z.B. eine 360° Kamera finde ich die nur bei Nissan und Infinity und dann muss ich entsprechende Aufpreise kalkulieren.

2. Bei den Betriebskosten sehe ich auch ein Missverhältnis. Du lobst den sparsamen Verbrauch deines Diesels: ich halte Verbräuche auch bei Dieseln von 5 Litern zwar für utopisch, aber gehen wir mal davon aus, dass du wirklich so sanft mit dem Gaspedal umgehst, dann wirst du auch garantiert dein Elektroauto entsprechend sparsam fahren und wahrscheinlich deutlich weniger verbrauchen als der Schnitt hier. Wie dem auch sei: wenn alle Verschleißteile beim Diesel mit eingerechnet werden (inkl. Kraftstofffilter etc.), dann hast du schnell eine ordentliche Differenz. Und dann (ich weiß, dass wir hier auch unterschiedlicher Meinung sind) rechnest du noch die Möglichkeiten dazu, wo du absolut kostenfrei Strom tanken wirst und ziehst erst dann einen Strich unter deine Rechnung. Dann wirst du zwar immer noch draufzahlen, kein Zweifel, aber ich behaupte, dass es sich dann nur noch im einen ideellen Wert (sagen wir maximal 1000-2000 Euro) handeln wird. Und da ist die Frage dann, ob dir das grüne Gewissen das wert ist. Ich habe jetzt weit mehr als die Hälfte meiner Tankvorgänge kostenlos durchgeführt und mit jedem Mal mehr ist die Beruhigung meines grünen Gewissens ein Stück billiger geworden.

3. Die Ersparnis bei den Wartungen kann aktuell noch keiner genau abschätzen. Wir wissen aber, wie viele Teile ein Elektroauto nicht hat, die ein Verbrenner aufweist. Wir wissen auch, dass viele der Reparaturen ganz und gar nicht billig sind. Klar, wird beim Elektroauto auch etwas kaputt gehen und wenn es blöd läuft, sind nach weit über 100.000 km auch mal die Stoßdämpfer, die Airbags, oder oder oder dran. Aber das muss man statistisch so rechnen, wie in einem Verbrenner auch - bei dem kommt aber zu diesen "normalen" Verschleißerscheinungen eben noch Keilriemen, Zahnriemen, Ölwechsel, Kraftstofffilter, Zündkerzen, Bremsbeläge (deutlich öfter als bei einem Elektroauto - Stichwort Rekuperation!), uvm. dazu.

Also nochmal zusammengefasst: Ich schätze deine Konsequenz beim Thema Immobilien, muss aber bei deiner Inkonsequenz bei der Argumentation zur Elektromobilität doch öfter mal den Kopf schütteln. Hätte ich so argumentiert, wäre der Leaf jetzt nicht mein. Vielleicht wäre die Argumentation rationaler gewesen, wenn ich mich dagegen entschieden hätte, aber wir haben ja schon festgestellt, dass in den letzten Zügen (1000 - 2000 Euro Preisdifferenz) nicht mehr die Rationalität zählt, sondern die Frage, was einem das Fahrgefühl und ein gesundes grünes Gewissen wert sind.

Die einzigen Fahrzeuge, die auch mich bei ganz nüchterner, rationaler Betrachtung ins Wanken bringen, sind gasbetriebene Fahrzeuge. Da ist die Differenz zum Elektroauto inzwischen manchmal schon so groß, dass ich einräumen muss, dass bei mir wohl doch mehr Idealismus im Spiel ist, als ich mir selbst eingestehen mag. Und bevor das Geschrei losgeht, gasbetriebene Fahrzeuge seien teurer und das gleiche ein Diesel locker aus: Quatsch! Hier ein Beispiel: http://suchen.mobile.de/auto-inserat/hy ... leage=5000 .
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Re: Vorteile vs. Nachteile Mietakkus

Beitragvon e-lectrified » Fr 19. Dez 2014, 23:45

Solarstromer hat geschrieben:
Ich habe vor einiger Zeit einen Drilling verkauft an jemand, der zuvor einen rund 20jährigen Peugeot Electrique gefahren hat. Der hat das Fahrzeug für die 2*15km Pendlerstrecke benutzt. Dem haben 30+x km voll ausgereicht. Erst als die Reichweite mit den Uraltakkus unter diese 30 km gefallen ist, musste er was machen.


Das ist ja krass. Wie viele km hatte der denn runter? DAS nenne ich mal konsequente Elektromobilität - von dem können wir uns alle eine Scheibe abschneiden.
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