Familienauto

Alles über den Elektroauto-Kauf

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Beitragvon Nirimo » Mo 12. Dez 2016, 18:13

Hallo, ich lese hier als Gast schon ein Weilchen mit, speziell beim Thema Kangoo Z.E. Wir sind zu viert (meine Frau, 2 Kinder und meine Wenigkeit) und suchen 2 Autos. Beide sollten ausreichend Platz bieten, ich werde allerdings nur ein Auto hier ansprechen. Unser Fahrverhalten: Ich habe täglich ca. 9 km (einfache Strecke) zur Arbeit, einmal in der Woche 60 km (einfache Strecke) und mehrere Fahrten im einstelligen km Bereich. Meine Frau ist zur Zeit noch in Elternzeit, hatte bisher ca. 20 km zur Arbeit (einfache Strecke). Spricht im Prinzip alles für ein Elektroauto. Das Problem sind die Besuche bei Schwiegermutter und Schwägerin - die wohnen etwas über 200 km (einfache Strecke) weit weg. Daher war die Überlegung, einen Benziner anzuschaffen und ein Elektroauto. Der Kangoo Z.E. gefällt mir an für sich ganz gut, das Problem sehe ich aber bei der Heizung - mich stört's nicht, aber mit den Kindern im Winter im eiskalten Auto unterwegs zu sein, ist nicht so dolle. Das Budget sollte maximal 18.000 € betragen.

Hoffe auf neue Ideen/ Anregungen
Christian
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Beitragvon Dachakku » Mo 12. Dez 2016, 18:22

Wenn ihr zwei Fahrzeuge vorhaltet wollt/müsst, dann sollten sie in jedem Fall unterschiedlichen Charakter haben.

Schau mal in meine Sig, dann wird es klar was ich meine - 2 völlig konträre Wagen.
Zwei völlig konträre Einsatzgebiete. Der Eine war schon mehrfach in Spanien und Italien, der Andere fährt zu Hause alles weg was sich im Umkreis des Akkus befindet.

Für Euch sehe ich einen Verbrenner mit reichlich Platz und eine ZOE.

Verbrenner für den Urlaub und Schwiegermutter, Zoe für das tägliche Pendeln und kurze Trips an Wochenende.

Alternativ 2x EV = ZOE plus Smart und für Urlaub und Schwiegermutter zu SIXT oder AVIS ...

@ Kangoo
Lass die Schrankwand mal außen vor, die Höhe braucht kein Mensch, alles Windwiderstand. Eine ZOE R400 Kombi wäre die Eierlegende Wollmilchsau.
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Und wenn ich über's Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker:" Schau dir das an, nicht mal schwimmen kann der."
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Re: Familienauto

Beitragvon rolandk » Mo 12. Dez 2016, 19:19

Nirimo hat geschrieben:
Das Problem sind die Besuche bei Schwiegermutter und Schwägerin - die wohnen etwas über 200 km (einfache Strecke) weit weg.


Einen elektrischen mit passenden Platzangebot würde ich nehmen (Kangoo ZE kann auch vernünftig heizen, ist aber bezgl. der Ladetechnik mit 3,6kW ein absolutes NoGo [für mich]).

Ich weiß nicht wie häufig die Fahrten über 100km vorkommen. Aber da würde ich mir Gedanken machen, für solche Fälle evtl. ein Leihfahrzeug zu nehmen (wenn es der ÖPNV nicht schafft). Ein neu angeschaffter Verbrenner wird sich nach kurzer Zeit die Reifen platt stehen, weil den keiner mehr fahren mag (muß nicht so sein, ist aber extrem häufig vorgekommen).

Bezgl. des Etats hast Du sowieso keinen allzu großen Spielraum.

Gruß
Roland
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Re: Familienauto

Beitragvon cpeter » Mo 12. Dez 2016, 19:48

Wenn Gepäck auf der 200 km Strecke keine große Rolle spielt könnte auch ein gebrauchter Nissan Leaf passen. Am besten natürlich einer mit 30 kW Akku. Wenn es Anfang des Jahres wirklich einen Leaf mit 41 kW Akku gibt, könnten vielleicht 30er gebraucht verfügbar werden. Die 200 km Strecke schafft der 24 kW Akku nicht in einem Stück. Da hängt es dann von der Verfügbarkeit von CHAdeMO Schnelladesäulen an der Strecke ab und ob das Zwischenladen für euch akzeptabel ist.

Wenn viel Gepäck mit muss wäre vielleicht auch ein gebrauchter Nissan e-NV200 Evalia eine Option. Den gibt es allerdings nicht mit 30 kW Akku. Damit ist auch CHAdeMO Zwischenladung auf der Langstrecke nötig.
Seit 01/2017 Nissan Leaf Tekna 30 kWh mit 6,6 kW AC Lader
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Re: Familienauto

Beitragvon Dachakku » Mo 12. Dez 2016, 19:56

Leaf ist auch gut. Völlig ausreichend. Früher sind die Eltern mit 2 Kindern im Käfer über die Alpen gefahren.

Heute muss es bei 2 Kindern ja ein T5 sein .
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Re: Familienauto

Beitragvon Nirimo » Mo 12. Dez 2016, 23:46

Erstmal vielen Dank für die vielen und ausführlichen Rückäußerungen. Ein Leihfahrzeug möchte ich von vorneherein ausschließen, hatten mit dem letzten einen Schaden und durften haargenau die Selbstbeteiligung zahlen. Seitdem ist das Thema Leihfahrzeug gegessen.

Zum Thema Budget: Die 18.000 waren auf ein Fahrzeug bezogen, für das andere sind's so um die 7.000.

Zum Thema Platz: Wir möchten in den Urlaub gerne unseren Kinderfahrradanhänger und 2 Fahrräder mitnehmen zusätzlich Gepäck.... Eigentlich wollten wir auch 2 größere Autos, letztes Mal, als der Wagen meiner Frau den Geist aufgegeben hat (Megane Kombi) kurz vor dem Urlaub, mussten wir den doch antreten und haben alles in den Clio gequetscht - die Stornokosten wären einfach zu hoch gewesen.

Ich bin jemand, der von seinen Voraussetzungen auch gerne abweicht. Wir gucken schon so lange, dass wir nicht mehr wissen, wo oben und unten ist. Daher möchte ich einfach auch mal in Richtung Elektroauto gucken. Es fasziniert und reizt mich. Ich habe allerdings ein Problem mit der Batteriemiete: Ich weiß, dass ein Elektroauto gut für die Umwelt ist. Ich weiß aber auch, dass wir nicht im Geld schwimmen und deswegen die monatlich anfallenden Kosten gering halten müssen. Und dann ist ja die Sache mit der Versicherung: die wissen ja nicht, wie sie den wagen einstufen sollen. Daher sehe ich noch nicht so ganz, inwiefern ein E-Auto günstiger sein soll.

Bei dem Nissan e-NV200 waren wir bei der non-e Version schon nicht begeistert von den Crashtestergebnissen. Bei der Größe des Autos müsste auch berücksichtigt werden, dass der eine Kindersitz ein Reboarder ist, der etwas mehr Platz einnimmt. Nein, der steht auch nicht zur Debatte.

Ich weiß, eigentlich alles schlechte Vorzeichen - ich wollte halt nur alles mal abgrasen, um nach Möglichkeiten zu gucken. Wir brauchen eigentlich einen Kleinwagen für mich zur Arbeit, einen etwas größeren für meine Frau zur Arbeit und zum Kindergarten und dann noch ein xxl Auto für Urlaub usw....

€dit: Ja, ich weiß, wir (meine Eltern) hatten früher auch nen Audi 80 und es ging....

€dit: Was kostet denn der ZOE R400?

€dit: Und dann ist ja die Sache mit der Versicherung: die wissen ja nicht, wie sie den wagen einstufen sollen. Daher sehe ich noch nicht so ganz, inwiefern ein E-Auto günstiger sein soll.
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Re: Familienauto

Beitragvon mlie » Di 13. Dez 2016, 00:46

Der Nissan eNV200 ist dann eigentlich doch ideal, hat viel Platz, relativ gute Fahrwerte und die Reichweite sollte für den Großteil deiner Fahren ausreichen.
Im Gegensatz zum Kangoo ist er schnelladefähig, wenn in eurer Nähe also 1-2 Chademos auf dem Weg liegen, ist das gar kein Problem, vor allem, weil während des Ladens geheizt werden kann. Pflicht ist der Doppellader, wenn du absehen kannst, dass du häufiger recht leer ankommst und Abends noch mal loswillst. Es ist die einzige Option, legal die Ladeleistung zu erhöhen und das Geld ist besser investiert als in metalliclackierung.

Die Zeiten, wo sich Großfamilien in Kleinwagen reinquetschen müssen sind so langsam vorbei. Vielleicht findest du einen gebrauchten eNV200, der dein Budget nicht sprengt. Kinderanhänger und Fahrrad sollten hinten in den Kofferraum reinpassen.

Crashtestergebnisse sind in der Tat nicht die besten, das muss man eben abwägen, wie oft man einen schweren Unfall hat und wie oft man fährt.

Anosnsten über Leaf mit 30kWh nachdenken oder die neue ZOE mit dem großen Akku, da soll es ja auch bald AHK als Nachrüstung geben.
150 Mm elektrisch ab 11/2012.
Nichts ist so dringend, als dass es morgen nicht noch dringender wäre.
Ein Eckpfeiler kann durchaus rund sein.
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Re: Familienauto

Beitragvon Helfried » Di 13. Dez 2016, 01:03

Nirimo hat geschrieben:
Ein Leihfahrzeug möchte ich von vorneherein ausschließen, hatten mit dem letzten einen Schaden und durften haargenau die Selbstbeteiligung zahlen.

Ja, logisch, welche Summe denn sonst? Sei froh, dass nicht dein eigenes Auto betroffen war!
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Re: Familienauto

Beitragvon Deef » Di 13. Dez 2016, 08:13

Den E-NV gibts wohl in 2017 mit 30 kWh Akku - um die Verwirrung perfekt zu machen.
Aber ehrlich, nachdem was ich so lese, sollte der Kangoo mit dem Upgrade aus 2017 ganz gut zu Euch passen. Ist halt noch nicht ganz raus, wie das Upgrade ausfallen wird.
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Re: Familienauto

Beitragvon MineCooky » Di 13. Dez 2016, 09:00

Deef hat geschrieben:
Den E-NV gibts wohl in 2017 mit 30 kWh Akku - um die Verwirrung perfekt zu machen.
Aber ehrlich, nachdem was ich so lese, sollte der Kangoo mit dem Upgrade aus 2017 ganz gut zu Euch passen. Ist halt noch nicht ganz raus, wie das Upgrade ausfallen wird.


Hat meine vollste Zustimmung :thumb:



Den Nissan eNV200 hatte ich auch schon gesehen, da war übrigens eine 3 Köpfige Familie mit unterwegs. ;)
Früher 451er ED (Schnarchlader, >166.666km), nun ein 453er ED(EQ) mit 22kW-Lader.
Mitglied bei Electrify-BW, ein gemeinnütziger Verein von eFahrer für eFahrer und Interessierte. Außerdem einer der drei ElectricDrivers

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