Einmal einen Stromer bitte... (ein Leidensbericht)

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Re: Einmal einen Stromer bitte... (ein Leidensbericht)

Beitragvon Greenhorn » Do 7. Jul 2016, 13:31

Gibt doch diverse junge Smart mit Kaufakku in den einschlägigen Portalen.

Kurze Korrektur deines Eingangspost: den Mietakku gab es bei Tesla, Nissan, den Drillingen nicht. Einzig Nissan hat hier mal gesplittet, dass Du die Wahl Kauf/Miete hast.

Und wenn Du vor 14 Jahren schon beschlossen hast elektrisch zu fahren, mach dich hier schlau und Kauf einfach. Rechnen lohnt sich nicht, weil es egal ist, ob billiger oder nicht. Du kannst die Verbesserung deiner Gesundheit und gute Laune beim Fahren mit unbezahlbar ansetzen.

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Re: Einmal einen Stromer bitte... (ein Leidensbericht)

Beitragvon PowerTower » Do 7. Jul 2016, 14:50

Mir macht die Akkumiete auch zu schaffen. Zumindest in der Höhe wie sie Renault anbietet. Das wären bei gerade mal 20.000 km im Jahr, was ja wirklich nicht viel ist, schon 1.200 Euro. Und da ist noch kein Cent für das Auto bezahlt.

Es kann trotzdem sein, dass der gesamte Akku altert und nicht nur eine Zelle. Und der 2nd Life Einsatz als stationärer Speicher sagt nichts über die weitere potentielle Verwendung im Fahrzeug aus. Mit sinkender Kapazität werden Zellen hochohmig, sind dann nicht mehr für hohe Ströme und tiefe Temperaturen geeignet. Beides hast du bei stationären Anwendungen nicht, im Auto aber schon. Wenn du einen Berg nur noch mit 5 km/h hochkommst wie ich ganz am Anfang, dann ist das herzlich egal, dass die Zelle eigentlich noch 70% Restkapazität hat. Sie ist dann für diese Anwendung einfach nicht mehr verwendbar. Angeschlossen an ein Solarmodul wird sie aber noch einige Jahre zyklieren dürfen.

Mit steigender Akkukapazität und entsprechend geringerer C-Rate und weniger Zyklen wird sich das Problem aber von selbst erledigen. Bei VW stehen wohl 10 Jahre Garantie beim neuen e-Golf Akku im Raum.

Wenn dir etwas Kleines reicht und du noch ein paar Monate Geduld aufbringen kannst, dann wäre vielleicht der e.GO Life eine Alternative für dich. Soll es lt. Pressesprecher auch mit optionaler Schnellladung geben, wie auch immer diese aussehen wird. Ich hoffe auf 11 kW Drehstromladung. Schlechter als der Mahindra ist der sicher auch nicht.

Ansonsten halt weiter Smart suchen. ;) Eventuell schwemmen noch ein paar Gebrauchte auf den Markt, wenn endlich mal der Neue auf den Markt kommt. Daimler lässt seine Kunden gerade verhungern, ebenso wie VW. Stichwort VW, wäre der e-up! ein Kandidat für dich, oder fällt er mangels schneller AC Möglichkeit durch das Raster? Wird es wohl zum Jahresende mit größerer 27,7 kWh Batterie geben, so dass man sich dann auch auf längeren Strecken entspannt von CCS zu CCS hangeln kann. Als Neuwagen leider nicht sehr günstig, ansonsten ein sehr angenehmes Fahrzeug.
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Re: Einmal einen Stromer bitte... (ein Leidensbericht)

Beitragvon MJ007MJ » Do 7. Jul 2016, 16:00

Schöner Leidensbericht Erich! Kann da mitfühlen und auch deinen Argumenten fast zu 100 % zustimmen.

Für mich wäre die Zoe auch das optimale E-Auto wenn nicht die überteuerte Batteriemiete wäre. Von der Größe als Zweitwagen (mit Kind), von der Reichweite (neues 240er Model) und vom Fahrkomfort völlig ausreichend. Ich würde max. 15000 km im Jahr fahren und müsste monatlich 86 EUR für die Batteriemiete zahlen. Natürlich kommt dann noch der Ladestrom dazu (etwa 40-50 EUR monatl. wenn nur zu Hause geladen würde). Ich würde umgeschlagen auf ca. 120 EUR im Monat kommen.
Mit meinem Diesel (Erstfahrzeug) komme ich großzügig gerechnet auf 90 EUR monatl. Dieselkosten (15000 km, 6,5 l/100 km, 1,10 EUR/l) und + Steuer = monatl. Gesamtausgaben: 115 EUR

Somit wäre die Zoe sogar etwas teurer im Unterhalt, als mein großes Dieselauto!

Somit kam ich zum Entschluss, dass ich erst ein mal mit der Anschaffung eines E-Autos warten werde und bei einem günstigen 30kWh Leaf oder Kia Soul EV zuschlagen werde. Zoe ist leider aufgrund der Batteriemiete ein NO GO!

Die Zoe würde sich doch viel besser verkaufen, wenn es die Batteriemiete nicht gäbe! Ich verstehe nicht, warum Renault da so an der Batteriemiete festhält. 2000-3000 EUR teurer, dann aber ohne Batteriemiete und viele würden zuschlagen!

Gruß

Michi
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Re: Einmal einen Stromer bitte... (ein Leidensbericht)

Beitragvon Rob. » Sa 9. Jul 2016, 14:43

Ob sich die Zoe so viel besser mit Kaufakku verkaufen würde, wage ich zu bezweifeln. Die Käufer werden doch mit dem scheinbar günstigen Kaufpreis gelockt, auch wenn der ohne das teuerste Bauteil des Fahrzeuges ist. Listenpreis zzgl. Akku, also ca. €7.000, da wäre der psychologische Vorteil dahin.

Gut, mit dem Elektrobonus von €5.000 und jetzt mit der Förderung in gleicher Höhe sieht's dann schon wieder etwas freundlicher aus, doch die Förderung bekommt man ja auch bei vergleichbaren Fahrzeugen. Auch wenn nicht alle anderen Hersteller die Förderung aufstocken.

Viele Grüße
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Re: Einmal einen Stromer bitte... (ein Leidensbericht)

Beitragvon MJ007MJ » Sa 9. Jul 2016, 18:43

Naja, 7000 EUR ist ein bisschen hochgegriffen. Bei der 30kWh Batterie bei Nissan sind es genau 5900 EUR mehr.
Bei der Zoe müssten es dann also teheoretisch ca. 5000 EUR mehr sein, da die Zoe einen kleineren Akku hat.
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Re: Einmal einen Stromer bitte... (ein Leidensbericht)

Beitragvon Rob. » Sa 9. Jul 2016, 19:06

Soweit ich weiß, liegt der versicherte Wert der Batterie lt. Mietvertrag bei 7.000€. Aber kannst ja gerne mal bei Renault fragen, was (theoretisch) als Ersatzteilpreis aufgerufen wird...

Viele Grüße
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Re: Einmal einen Stromer bitte... (ein Leidensbericht)

Beitragvon Rolf » Sa 9. Jul 2016, 20:59

Hallo Erich,
kauf doch einfach einen i3, da kann man sich auf der Internetseite auch ausrechnen lassen wie viel man spart ;)
Rolf
 

Re: Einmal einen Stromer bitte... (ein Leidensbericht)

Beitragvon Herr Fröhlich » Sa 9. Jul 2016, 21:40

Muss es eigentlich immer um eine nüchterne Kosten-Nutzen Rechnung gehen.
Krankt nicht genau daran diese Welt? Und damit verbunden die Verpestung unserer Atemluft, auch Klimawandel genannt :shock:
Ein eCar ohne direkte Emissionen, eine wegweisende Technik zu präsentieren, zumindest gefühlt etwas für dieses Erde zu tun, darf das bitte auch ein Argument sein.
Wenn ich all die Gespräche "rechne" die seit dem Umstieg auf meine ZOE
statt gefunden haben, dann hat dies bestimmt eine positive Wirkung erzielt. Da es den Strom sogar oft noch kostenlos oben drauf gibt RECHNET sich ein Elektroauto IMMER und ist ein Schritt in eine bessere Zukunft
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Re: Einmal einen Stromer bitte... (ein Leidensbericht)

Beitragvon Dilbert » Sa 9. Jul 2016, 22:18

@Herr Fröhlich +1
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Re: Einmal einen Stromer bitte... (ein Leidensbericht)

Beitragvon rolandk » So 10. Jul 2016, 00:08

MJ007MJ hat geschrieben:
von der Reichweite (neues 240er Model)


Wenn Du ein Problem mit dem 210er wegen der Reichweite hast, wirst Du es mit dem 240er genauso haben. Dafür kannst Du den 210er aber doppelt so schnell laden.

Tipp: Suchfunktion hier im Forum aufsuchen. Das Thema wurde hier diverse Male durchgekaut.

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