200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon Tentre » Fr 23. Feb 2018, 11:46

Hallo JumpingJohn,

Erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem Entschluss elektrisch zu pendeln!
Dass war auch mein Anliegen. Da unser Twizy meinen Arbeitsweg mit 56km Gesamtlänge im Winter nicht mit für mich ausreichender Reserve geschafft hat, fahren wir seit 2 Monaten eine ZOE Z.E.40.
Bislang ist die Reichweite bei uns im Winter nie unter 200km bei vollem Akku gewesen. Natürlich fehlt der ZOE die DC-Schnellladung, aber dafür kann man die doch schon recht zahlreichen 22kw Ladesäulen gut nutzen, besonders wenn der Akku vom Fahren schön aufgewärmt ist. Auf der Autobahn ist der Verbrauch schon deutlich erhöht, allerdings bei 110km/h bleibt er noch im Rahmen. Bei schnellerer Geschwindigkeit wird natürlich der Akku besser erwärmt ;)
Noch bin ich zwar keine Strecke, die länger als die Restreichweite war, gefahren. Aber nach meinen (Lade-)Erfahrungen mit warmen Akku, kann man einer guten 22kw auch in einer halben Stunde wieder genug Strom haben, um sicher nach Hause zu kommen. Auch wenn die ZOE nur bedingt Langstrecken tauglich ist, ist sie mich ein gute Auto für die Mittelstrecke.
In meiner ZOE fühle ich (1,84m) mich sehr wohl und vermisse keinen Komfort. Das tatsächlich etwas spärliche Licht habe ich mit Philips RacingVision (+150%) deutlich verbessern können.
Ich würde dir empfehlen mal eine ZOE oder ein anderes Elektroauto ausgiebig zu testen. Mir hatte mein Händler die ZOE für 4 Tage zur Verfügung gestellt, damit ich im Alltag testen kann, ob es für mich passt.
Im Endeffekt musst du für dich entscheiden, welches zu dir und deiner Situation passt.

Herzliche Grüße, Jörn
Tentre
 
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon kub0815 » Fr 23. Feb 2018, 12:24

JumpingJohn hat geschrieben:
Ich hab es gerade mal gegengerechnet.
Wenn ich mal Steuer, Versicherung und Wartung und Wertverlust außen vor lasse, dann komme ich auf folgende Beträge:


Ich tippe mal das du so bei mind. 20cnt pro KM landest. Nach 10 Jahren machst du 450.000 km auf das Auto drauf. Danach ist es platt.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, PlugIn-PV Anlage
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon JumpingJohn » Mo 26. Feb 2018, 07:22

So, leider muss ich die Idee wohl noch ein paar Jahre auf Halde legen.
Ich denke immernoch das es wirtschaftlich garnicht so schlecht für das E-Auto auf längerer Pendelstrecke aussieht, aber aktuell scheitert es an der Akzeptanz meiner Frau den dicken Diesel für die zugegeben doch sehr kurze Wegstrecke zur Arbeit zu nehmen. Wobei es eigentlich mehr ums Parken vor Ort geht, da Sie sich immer eine Lücke im Wohngebiet suchen muss, ist ein kleineres Auto besser. Auch da muss ich ihr leider Recht geben.

Allerdings habe ich überlegt wie es mit den 45km zum Bahnhof und zurück aussieht, da geht doch vielleicht noch eine Alternative. In diesem Falle eben doch als drittes Fahrzeug. Da es hier dann auch nur maximal über Landstraße geht findet sich vielleicht ja was günstiges sowohl in Anschaffung als auch Unterhalt.
Wetterfest würde ich allerdings schon gerne unterwegs sein weshalb ich z.B. nicht unbedingt einen Twissy fahren würde. Allerdings habe ich mich bei den Kleinstwagen oder Kabinenrollern so noch garnicht umgeschaut und habe keine Ahnung was es für Alternativen gibt und was die sowohl in Anschaffung als auch Unterhalt so kosten. Könnt ihr mir da vielleicht noch helfen?
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon flieger_flo » Mo 26. Feb 2018, 18:23

JumpingJohn hat geschrieben:
Ich denke immernoch das es wirtschaftlich garnicht so schlecht für das E-Auto auf längerer Pendelstrecke aussieht, aber aktuell scheitert es an der Akzeptanz meiner Frau den dicken Diesel für die zugegeben doch sehr kurze Wegstrecke zur Arbeit zu nehmen.

Ich denke, das würde den Diesel vmtl. auch in der selben Zeit zu Grunde richten, als würdest Du ihn zum Pendeln nutzen. Da hast Du nichts gewonnen.

Ich würde an Deiner Stelle mit Deiner Frau mal einen Zoe ein paar Tage testen, vielleicht macht es Sinn, dass das ihr Kurzstreckenfahrzeug wird und Du dann doch mit dem Diesel langstreckenpendelst. Mein ehem. Kollege hatte auf seinem Diesel-Passat am Ende seiner Pendelzeit (auch 90km einfach) zum Schluss >400.000km und keine allzu großen Probleme.

Die nächste Elektroauto-Generation wird Dir auf jeden Fall Deine Reichweitenprobleme lösen. Dann kann Deine Frau den Zoe behalten und Du kannst Dir etwas elektrisches zum Ziehen und Pendeln gönnen.
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon JumpingJohn » Mo 26. Feb 2018, 18:54

Bei noch nicht mal 5000km pro Jahr lohnt selbst für meine Frau kein ZOE, zumindest solange ihr Fahrzeug nicht eh ausgetauscht gehört und das dauert bei ihr auch noch etwas. Auf dem Auto (Benziner) sind gerade mal 86tkm und mit 78tkm haben wir den vor über 2 Jahren gekauft!

Naja, vielleicht wäre ein iOn, c-zero oder i-MiEV mit Kauf-Akku was, aber sparen tun wir denke ich nichts oder nicht viel!

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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon joschka » Di 27. Feb 2018, 07:01

wir haben die "grosse" zoe nun seit knapp einem jahr und pendeln jeden tag ca 45km einfach .... du brauchst auch bei 70 oder 80km einfach keinerlei sorgen zu haben (wenn du nicht grad durchgehend vollgas fahren musst) ....

im moment kalkuliert sie uns bei den derzeitigen temperaturen und deutlich unbekümmerter fahrweise knapp 200km mit vollem akku

mit der kleinen zoe fürchte ich wird das im winter nix....
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon Abbadon » Di 27. Feb 2018, 08:17

Unsere Q210 3 Jahre 80000 km Akku hat noch 97 %....

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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon Erich2405 » Di 27. Feb 2018, 08:50

Moin zusammen,

ich habe ein ähnliches Fahrprofil wie Du und habe mich 2016 für einen Leaf mit 30kw Akku entschieden. In der Firma kann/darf ich nicht laden... :evil:
Der Unterschied ist, ich fahre über Landstrassen, Ortschaften und 40 Km über die B8 - keine Autobahn!

Im Sommer habe ich keine Probleme mit der Reichweite - es reicht für hin und zurück....
Im Winter muss ich in Kitzingen an den öffentlichen Typ2 Ladern den Leaf "zwischenladen". Das ist auch kein Problem, da ich ihn morgens dranhänge und mittags wieder abhole (Vollgeladen).
Ich habe bis jetzt 87 Tkm gefahren und am Akku des Leaf sind keinerlei Schwächen festzustellen (alle 12 Balken!!)

Eines noch - einmal mit Elektro angefangen, kann man(n) nicht mehr damit aufhören!!! Mittlerweile ist der Leaf vom Zweit- zum Erstwagen aufgestiegen, mit dem wir alle Fahrten machen (München, Garmisch, Berchtesgaden, Butzbach etc.) Es geht alles mit dem E-Auto zu fahren - Voraussetzung man beschäftigt sich mit dem Thema (Routenplanung, Fahrprofil, Ladethematik etc.)
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon JumpingJohn » Di 27. Feb 2018, 08:59

Danke für die vielen tollen Antworten. Wie bereits etwas weiter oben beschrieben werde ich aber das Thema Elektro-Pendeln vorerst leider nochmal auf Eis legen müssen.

Kann es mir leider nur erlauben wenn es zumindest in etwa gleich teuer bleibt wie die aktuelle Situation. Ein Drittfahrzeug zum Pendeln ist leider nicht drin oder müsste schon sehr günstig in Anschaffung und Unterhaltung sein. :'(

Ich hoffe das sich schnell und viel in diesem Bereich tut, damit ich vielleicht auch direkt den Diesel tauschen kann, könnte mir z. Bsp. auch gut vorstellen das ein Wasserstoff-Fahrzeug (Brennstoffzelle oder Direktverbrenner) das Zugfahrzeug ersetzen könnte.

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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon JumpingJohn » Do 1. Mär 2018, 10:42

Kann das rechnen nicht lassen! :D

Ich habe jetzt nochmal nachgerechnet wie es sich verhalten würde wenn ich die vorhandenen Fahrzeuge behalte und aber ein Elektroauto als Drittfahrzeug anschaffen würde.
Der Diesel würde dann keine Kurzstreckenfahren müssen, aber generell wahrscheinlich nur noch 5000-7000km im Jahr für Familienausflüge und Urlaube, bei denen entweder viel Platz oder die Reichweite benötigt werden würde.
Meine Frau darf Ihren roten Flitzer behalten und ich Pendel hauptsächlich mit dem Elektroauto zur Arbeit.

Rein rechnerisch spare ich dann neben der Fahrzeit immernoch Jährlich laufende Kosten, aber ich muss dann den Kaufpreis komplett selbst stemmen. Ich bekomme das Geld für das Elektroauto also nicht nach 6-7 Jahren schon raus, sondern erst wenn ich irgendwann beschließe ab jetzt klappt es auch wieder mit nur zwei Fahrzeugen.

Interesant wäre ob jemand Erfahrungen mit Wechselkennzeichen hat, lohnen die in Sachen Versicherung endlich.
Das Netz gibt Einsparungen von nur 10-20% an obwohl man immer nur ein Fahrzeug bewegen kann und das nicht genutzte Fahrzeug noch nicht mal im öffentlichen Raum abgestellt werden darf. Das man bei Steuer nicht spart ist bei der Kombination mit Elektro ja egal, denn der kostet die ersten Jahre eh nix und danach nur Klickerbeträge.
Wenn ich in der Summe 40% Versicherung sparen könnte, würde das ganze schon recht interesant werden.
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