steuerliche Fragen rund um das Elektroauto

Förderprogramme für den Kauf und Betrieb von Elektroautos

Re: steuerliche Fragen rund um das Elektroauto

Beitragvon graefe » So 6. Aug 2017, 21:56

Ganz üble Naturen würden' die Kilometerpauschale ansetzen und das Elektroauto in die allgemeine Steckdose einstecken. Pfui! :shock:
BMW i3 (94Ah), Smart (451) ED Cabrio mit 22kW-Bordlader
kein Model 3 reserviert
Benutzeravatar
graefe
 
Beiträge: 2286
Registriert: Sa 19. Jul 2014, 08:01

Anzeige

Re: steuerliche Fragen rund um das Elektroauto

Beitragvon fridgeS3 » Mo 7. Aug 2017, 05:35

kriton hat geschrieben:
Hallo, ich bin neu hier und überlege zurzeit einen Plug-in-hybrid zu kaufen. Als Freiberufler interessiert mich auch die steuerliche Seite. Wie weiße ich dem FA die Stromkosten nach? Brauche ich dazu zwingend einen weiteren Zähler? Welche Anforderungen gelten für den? Schließlich könnte ich ja auch andere Geräte an die Steckdose anschließen? Gibt es dazu irgend welche Richtlinien, habe mit Google nichts gefunden.
Diese Frage stellte sich bisher kaum, meist wurden die Fahrzeuge im betrieblichen Rahmen mittels der 1%-Methode verwendet.

Das Google zu deinem Thema nichts anbietet ist klar, ist noch alles zu neu. Bei aktuellen Betriebsprüfungen sind die Prüfer noch jungfräulich und in einer Meinungsfindungsphase. Selbst die oberste Berliner Finanzverwaltung hat zu einigen Spezialfragen noch keine Antworten. Diese können wir als Steuerbürger also mit formen.

Ich selbst habe mein Auto als gewillkürtes Betriebsvermögen (betriebliche Nutzung zwischen 10 und 50%) und wende daher die Schätzmethode an. Da ich eine Ladestation von newmotion zu Hause habe, mache ich einen Ausdruck der Jahreszahlen aus dem Backend . Ich benutze dafür immer nur eine extra Karte von NM.

Letztlich muss man den Kostennachweis aus zweierlei Sicht betrachten :

ertragsteuerlich müssen Betriebsausgaben als solche "nur" glaubhaft gemacht werden, wie, schreibt das Einkommensteuergesetz nicht vor. In deinem Fall dürfte sich ein gesonderter Zähler als sinnvoll erweisen.

umsatzsteuerlich ist es schwieriger. Die Umsatzsteuer, die in meinen privaten Stromkosten steckt, wird man nicht abziehen können, weil die Leistung Stromlieferung nicht unmittelbar für das Unternehmen erfolgt.

Für weitere Detailfragen bitte den Steuerberater Deines Vertrauens kontaktieren.
BMW i3 - 60Ah - BEV (Baudatum 09-2013) - I001-17-07-500 - max. SoC 19,4kWh nach 17,8kWh (Erläuterungen zum kWh-Update siehe hier)

Mach' mit und sei ein Teil des BMW i-Team zur eRuda 2018 ; wir freuen uns auf jeden i3-Driver
Benutzeravatar
fridgeS3
 
Beiträge: 2093
Registriert: Di 8. Sep 2015, 13:38
Wohnort: Berlin

Re: steuerliche Fragen rund um das Elektroauto

Beitragvon fridgeS3 » Mo 7. Aug 2017, 05:35

graefe hat geschrieben:
Ganz üble Naturen würden' die Kilometerpauschale ansetzen und das Elektroauto in die allgemeine Steckdose einstecken. Pfui! :shock:
Meinst du, diese Antwort war hilfreich?
BMW i3 - 60Ah - BEV (Baudatum 09-2013) - I001-17-07-500 - max. SoC 19,4kWh nach 17,8kWh (Erläuterungen zum kWh-Update siehe hier)

Mach' mit und sei ein Teil des BMW i-Team zur eRuda 2018 ; wir freuen uns auf jeden i3-Driver
Benutzeravatar
fridgeS3
 
Beiträge: 2093
Registriert: Di 8. Sep 2015, 13:38
Wohnort: Berlin

Re: steuerliche Fragen rund um das Elektroauto

Beitragvon kriton » Mo 7. Aug 2017, 14:41

O.k., wenn's konkret wird, kann ich mal mit dem FA reden. Merkt sich der Bordcomputer die kwh, die getankt bzw verbraucht wurden bei den üblichen Modellen?

Auch mit 1% Versteuerung müssten trotzdem die Stromkosten erfasst werden, wenn der Wagen im Betriebsvermögen ist.
warte auf den Sion
Benutzeravatar
kriton
 
Beiträge: 382
Registriert: So 6. Aug 2017, 21:10

Re: steuerliche Fragen rund um das Elektroauto

Beitragvon fridgeS3 » Mo 7. Aug 2017, 17:05

kriton hat geschrieben:
O.k., wenn's konkret wird, kann ich mal mit dem FA reden. Merkt sich der Bordcomputer die kwh, die getankt bzw verbraucht wurden bei den üblichen Modellen?

Auch mit 1% Versteuerung müssten trotzdem die Stromkosten erfasst werden, wenn der Wagen im Betriebsvermögen ist.


Ob die einzelnen Fahrzeuge den kWh Verbrauch speichern oder die Ladevorgänge, kann ich nicht sagen, daher empfiehlt sich ein eigener Zähler.

Und richtig, auch bei der 1%-Methode kann man die privat verausgabten Stromkosten als Ausgabe ansetzen.
BMW i3 - 60Ah - BEV (Baudatum 09-2013) - I001-17-07-500 - max. SoC 19,4kWh nach 17,8kWh (Erläuterungen zum kWh-Update siehe hier)

Mach' mit und sei ein Teil des BMW i-Team zur eRuda 2018 ; wir freuen uns auf jeden i3-Driver
Benutzeravatar
fridgeS3
 
Beiträge: 2093
Registriert: Di 8. Sep 2015, 13:38
Wohnort: Berlin

Re: steuerliche Fragen rund um das Elektroauto

Beitragvon Elektrolurch » Sa 4. Nov 2017, 11:48

kriton hat geschrieben:
Merkt sich der Bordcomputer die kwh, die getankt bzw verbraucht wurden bei den üblichen Modellen?

Wenn, dann berücksichtigt er nicht die Ladeverluste durch Wallbox, Ladekabel und Ladegerät, die sich in ungünstigen Umständen schonmal auf 20% summieren können.
ZOE Intens Q210 weiß (F-Import) seit 11.2013
Ratgeber Elektroautos | ZOE-Blog
Benutzeravatar
Elektrolurch
 
Beiträge: 2785
Registriert: Fr 15. Nov 2013, 07:00
Wohnort: Ronnenberg-Benthe (Hannover)

Vorherige

Zurück zu Elektroauto Förderung

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Teddybär1964 und 2 Gäste