Kaufprämie für Elektrofahrzeuge floppt!

Förderprogramme für den Kauf und Betrieb von Elektroautos

Re: Kaufprämie für Elektrofahrzeuge floppt!

Beitragvon Schüddi » Mo 2. Jan 2017, 14:54

Keine Ahnung. Jedenfalls reden wir von einem der größten Audi Händler in Deutschland und die Dame macht nur Großkunden. Die wird schon wissen was sie tut und wenn Sie sagt so und so wird es sich zutragen und es trägt sich dann genauso zu ... Wie gesagt es ist definitiv kein Brief angekommen.
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Re: Kaufprämie für Elektrofahrzeuge floppt!

Beitragvon Helfried » Mo 2. Jan 2017, 14:57

Die Chinesen werden auch uns (indirekt) Füße machen, dass die Elektromobilität nicht floppt.
Sie arbeiten gerade intensiv daran:

http://orf.at/stories/2373421/

Die Smog-Katastrophe wird nicht ohne Folgen bleiben. Bekanntlich werden in Asien Trends gesetzt, die auch bei uns nicht übergangen werden können (Stichwort Diesel-Verbot etc.).
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Re: Kaufprämie für Elektrofahrzeuge floppt!

Beitragvon xado1 » Mo 2. Jan 2017, 20:05

Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.
Dieselfrei,d.h. frei ,weil ich wieder einen Diesel fahre
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Re: Kaufprämie für Elektrofahrzeuge floppt!

Beitragvon eve » Mo 2. Jan 2017, 20:17

Man hätte einfach mal das Schnellladernetz mit 2.500 zusätzlichen Einheiten a 40.000 Euro flächendeckend ausbauen sollen. Dann noch für 200 Millionen die Städte mit AC Säulen pflastern und mit den restlichen 300 Millionen meinetwegen BEVs fördern.

Aber pfui - dann würden Elektroautos ja für die Masse bald attraktiv und welcher Autolitiker will das schon?
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Re: Kaufprämie für Elektrofahrzeuge floppt!

Beitragvon Simon1982 » Mo 2. Jan 2017, 20:25

xado1 hat geschrieben:
bitte lest auch die Kommentare


Die Kommentare überraschen mich nicht wirklich, die Autobild-Leser sind halt überwiegend für Verbrenner zu begeistern. Das dürfte aber nicht unbedingt repräsentativ für die Allgemeinheit sein.

Die Kritik an der Förderung des Tesla Model S teile ich. Man hätte eine gestaffelte Förderung umsetzen sollen, ab einem gewissen Preis gibt es nichts mehr. Dafür im preissensitiven Klein- und Konpaktwagen deutlich mehr um die Wettbewerbsfähigkeit zum Verbrenner zu erhöhen.
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Re: Kaufprämie für Elektrofahrzeuge floppt!

Beitragvon Alfi » Di 3. Jan 2017, 08:53

Mich wundert es nicht, dass Elektroautos in D ein Problem haben.
Zunächst sind da gaaanz viele Menschen die in der klassischen Autoproduktion tätig sind, Werkstätten und Autohäuser - die alle nicht motiviert sind E-Autos nach vorne zu bringen.
Zum zweiten haben wir eine Presse, die über Werbung der Autoindustrie Geld verdient und ins gleicht Horn pustet.
Schließlich noch die Politik, die auf das hört, was die Autoindustrie ihr ins Ohr flüstert.
Nun wundern sich alle, warum das nicht klappt:
http://www.stern.de/auto/news/e-autos-- ... 62836.html
Ja, ausgerechnet stern.de sollte sich nicht wundern. So ist das eben, wenn man jahrelang auf die EU haut - darf man sich nicht wundern, wenn die Leute den Brexit wählen - und wenn man die ganze Zeit nur erklärt, warum E-Autos nicht funktionieren, darf man sich nicht wundern, dass die Leute sie nicht kaufen!
Andere Länder haben hier weniger Abhängigkeiten zur Autoindustrie und dort funktioniert es auch.
Es ist doch schon einigermaßen peinlich, das die kleinen Niederlanden mehr Ladepunkte haben als das große Deutschland.
Wie gesagt mich wundert es angesichts der starken Verbrennerlobby nicht, dass die Menschen in D davon überzeugt sind, dass die E-Mobilität noch nicht soweit ist.
When in danger or in doubt run in circles screem and shout.
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Re: Kaufprämie für Elektrofahrzeuge floppt!

Beitragvon Dachakku » Di 3. Jan 2017, 08:59

Für Menschen mit klarem Verstand war diese Entwicklung vorhersehbar.

Merkel und Ihr Gefolge fallen aufgrund grenzenloser Naivität leider nicht unter diese Klientel...
( Sie denkt ja auch "wir schaffen das ".... )

1. Zu geringer finanzieller Anreiz, ein EV darf nach Abzug der Prämie nicht einen cent mehr kosten als ein gleiches Modell mit Verbrenner. Ein VW Up Verbrenner kostet ca. 10.000 Euro, ein e-Up NACH Abzug Förderung ca. 22.000 Euro - das ist keine Relation. So klappt das nicht mit einem Kaufanreiz. Frau Merkel, das ist ne Sechs in Mathe, setzen ...

Ach ja, der Preis für den UP war bewusst gewählt weil er von der mehr oder weniger staatlich gelenkten und protegierten VW AG kommt ...


2. Fehlende öffentliche Ladeinfastruktur.
3. Eine progressivere Besteuerung von Dreckschleudern ist nicht gewollt, würde aber EVs fördern wenn ein 2.0 Diesel
plötzlich 1250,- Euro Steuer kosten würde.

Gruß, Heiko
Smart Cabrio Brabus Exclusiv ED

Und wenn ich über's Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker:" Schau dir das an, nicht mal schwimmen kann der."
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Re: Kaufprämie für Elektrofahrzeuge floppt!

Beitragvon Jochen_145 » Di 3. Jan 2017, 11:35

Simon1982 hat geschrieben:
Die Kommentare überraschen mich nicht wirklich, die Autobild-Leser sind halt überwiegend für Verbrenner zu begeistern. Das dürfte aber nicht unbedingt repräsentativ für die Allgemeinheit sein.


Bei aller Liebe zur neuen Technik, dem vorgegebenem Umweltbewusstsein und der Tatsache, dass hier die "Elektro-Boys" so gehäuft sind, wie die "Verbrenner-Boys" in einem Golf-GTI Forum:

Verdreht euch selber die Tatsachen nicht !

Die oben genannte Aussage ist schlicht und einfach falsch !

Die repräsentative Allgemeinheit liest auch nicht Autobild und interessiert sich tief genug für Technik, um tatsächlich zu wissen, wo welches System wo vorteile hat. Aber die repräsentative Allgemeinheit ist sehr träge, was teuere Veränderungen angeht und entscheidet zu >90% über die Bezahlbarkeit des Wunschobjektes!

Mich wundert es nicht, dass Elektroautos in D ein Problem haben.

Mich wunder es überhaupt nicht, dass Elektroautos grundsätzlich ein Problem haben ...
Nicht nur in Deutschland

Ein VW Up Verbrenner kostet ca. 10.000 Euro, ein e-Up NACH Abzug Förderung ca. 22.000 Euro - das ist keine Relation. So klappt das nicht mit einem Kaufanreiz.

Absolut RICHTIG!
Die repräsentative Allgemeinheit macht genau diese Rechnung und damit ist das BEV einfach raus, denn bei aller Liebe zur Umwelt, muss man das Fahrzeug auch bezahlen oder erleasen können. Und da sind viele halt deutlich schlechter aufgestellet, wie die hier im Foren vertredende Mehrheit.

Dass der Akku ein sündhaft teueres Verschleissteil eines übermässig teuren Fahrzeuges ist, wird bei dem Groh der möglichen Käufer überhaupt nicht bedacht.
Dass man den Strom an der Ladesäule überteuert auch bezahlen muss, haben die meisten hierbei auch noch nicht auf dem Schrim. Auch nicht, welche Energie (und die damit verbundenen Kosten) ein PHEV oder BEV auf 100km verbraucht.
Dass es nicht reicht, dass die Reichweite des BEV alleinig den Weg zur Arbeit und wieder zurück abdecken muss, habe viele auch nicht auf dem Schrim.
Aber viele können ihre BEV oder PHEV nicht über ihre eigene Steckdose laden, da diese im >3. Stock eines Mehrfamilienhaus liegt und man Abends überhaupt froh ist, einen Parkplatz in der Umgebung gefunden zu haben.

Solche Probleme kann man erst lösen, wenn man bezahlbare BEV mit realistischen Reichweiten von >300km hat, damit diese Klientee nur einmal die Woche sich auf die Suche nach einer Steckdose machen muss.

Es gibt mehr als ausreichend Studien, die zeigen, dass Fahrzeuge die weniger als 95% der anfallenden Fahrten erledigen können, Fehlkäufe sind. Die Wochenendausfahrt ins nächste Erholungsgebiet, bzw. die Fahrt zur Schwiegermutter können die meisten BEV derzeit nicht ohne Zwischenladen..
Solange die der Fall ist, bleibt das BEV bei den meinsten ein Zweitwagen und diesen sich das Groh der representativen Allgemeinheit garnicht leisten kann.

Mal ganz nüchtern betrachtet:
Der Verbrennungsmotor hat noch über Jahre nicht ausgedient und wir gebrauchen ihn zwingend!
Eine Massenmotorisierung mit BEV ist derzeit technisch noch garnicht möglich, auch wenn man es gern wollte.
Über das gesamte Fahrzeugleben gibt es einfach noch viel zu viele ungekläre Fragen und Probleme bei denen man nichtmals angefangen hat, sich über Lösungen Gedanken zu machen.

Und wenn es z.B. nur die ganz einfache Frage ist:
Wass passiert mit dem 22k€ teueren e-Up!, der nach 10a eine Restreichweite hat, die <80km unter besten Bedingungen hat und bei der der Tausch des Akkus den Zeitwert um ein vielfaches übersteigt ??

Das sind aber die Fahrzeuge, die die alleinerziehende Mutter fährt, damit sie ihre Kinder zur Schule, Sport etc bringen kann, die wöchentlichen Einkäufe in den ausserstädtischen Einkaufszenten tätigt und gebraucht, damit etwas zusätzliches Geld mit ihren Mini-Job verdienen kann.


Ich bin grundsätzlich gleicher Meinung, wie ihr:
Es wird den Wandel zum Elektromobilität geben und auch geben müssen, aber mit friedlicher Co-Exsistens zum Verbrenner über eine deutlich längeren Zeitraum, als hier im Forum die meisten Annehmen.

Da wo der Verbrenner das bessere Konzept ist (Langstrecke, NFZ etc.) muss man seine Vorteile so lange wie möglich nutzen.
Da wo die BEV ihre Vorteile haben, sollte man diese nutzen.

Aber, es muss halt auch bezahlbar sein..
Und da reichen 4000€ oder 3000€ Prämie schon mal garnichts, wenn ich nichtmals den Mehrpreis zum Konventionellen Fahrzeug über diese halbieren kann.
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Re: Kaufprämie für Elektrofahrzeuge floppt!

Beitragvon Alfi » Di 3. Jan 2017, 11:57

Das BEV ist noch kein Auto für alle Zwecke - ABER:
Das BEV ist für Pendler - die eh ein Zweitauto haben - absolut attraktiv - auch von den Gesamtkosten (TCO - total cost of ownership)
Ich fahre einen e-up! Den hab ich als Jahreswagen für 18000€ mit Vollausstattung bekommen. Ein vergleichbar ausgestatteter Verbrenner up! hat als Jahreswagen ca. 12000€ gekostet.
Ich muss also 6000 € einfahren. Das ist bereits möglich. Ich fahre 25000 km im Jahr. Zur Zeit kann ich noch kostenlos "tanken". Dadurch spare ich etwa 5 (Liter Verbrauch) * 1.30 (Literpreis für Super) * 250(*100km) = 1625€ pro Jahr.
Da habe ich die 6000€ Mehrpreis schon nach knapp 4 Jahren raus - und ich habe deutlich mehr Spass und bin auch auf der Steuerseite und der Wartungsseite günstiger.
Es wird immer wieder gerne übersehen das eigentlich alle Kosten (variable und fixe mit Ausnahme des Anschaffungspreises) beim BEV erheblich besser ausfallen.
Selbst wenn ich den Strom nicht mehr kostenlos beziehen kann - liege ich mit 3€ noch deutlich besser als der Verbrenner. Dann spare ich allerdings "nur" noch 825€.
In 10 Jahren, werden wir hoffentlich über Tauschakkupreise lachen - aber gut - das ist ne Wette auf die Zukunft.
Mein Fazit: Wer pendelt und sowieso zwei Autos hat, wird hier in absehbarer Zeit mit dem BEV besser fahren - für alles andere gibt es derzeit noch die Verbrenner.
BTW: Der Vergleich e-up! und up! hinkt ein wenig. So komplett ausgestattet wie den e-up gibt's den up! nur selten. Dazu kommt noch, dass der e-up! eine eingebaute Standheizung hat - die man zwar nicht abbestellen - die aber nun einmal drin ist und deren Mehrwert man auch einrechnen müßte.
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Re: Kaufprämie für Elektrofahrzeuge floppt!

Beitragvon eDEVIL » Di 3. Jan 2017, 13:24

Jochen_145 hat geschrieben:
Mal ganz nüchtern betrachtet:
Der Verbrennungsmotor hat noch über Jahre nicht ausgedient und wir gebrauchen ihn zwingend!
Eine Massenmotorisierung mit BEV ist derzeit technisch noch garnicht möglich, auch wenn man es gern wollte.

Was ist daran bitte "nüchtern"?
Stimmungsmachen gegen EV oder einfach mangelndes Wissen :roll:

natülrich kann man es noch nicht jedem recht machen.

Es liegt ja nicht an der fehlenden technischen machbarkeit, sondern das die Infrastruktur sehr schleppend aufgebaut wird und die Förderung eher eine scheinförderung ist.

Am besten bei jedem verbrenner CO2 normwert mal 20 in EUR als Umlage bei neukauf einsammeln und mal richtig förderung machen.
Kleinfahrzueg wie twizy dann mit echten 4k EUR fördern. Normale PKW 10k EUR.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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