Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Förderprogramme für den Kauf und Betrieb von Elektroautos

Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon palim_palim » Fr 11. Mär 2016, 00:51

Danke Bernd, Zoeteaser und Jürgen. :)
Schön auch mal Zuspruch zu hören; es ist mittlerweile nämlich eher die Regel in unserem schönen Land, dass man sich ständig und überall geradezu rechtfertigen muss, warum man denn so viele Kinder hat. Der Artikel, den Jürgen hier verlinkt hat, trifft auch unsere Erfahrung: Ab 3 oder 4 Kindern wird man in unserer Gesellschaft direkt in die Schublade "Bildungsferne, sozialschwache Unterschicht" gesteckt.
Und der Jahresurlaub wird einem abgesprochen. ("Luxusproblem")
Am erschreckendsten sind jedoch die beruflichen Auswirkungen; überall wird von Ärztemangel und Akademikerbedarf gesprochen.
Einen Bewerber mit 4 oder 5 kleinen Kindern will jedoch kaum jemand einstellen, egal wie gut seine Qualifikationen sind.
Nach der Elternzeit die Oberarztstelle meiner Frau in Teilzeit umwandeln? Fehlanzeige, der Chef sei eh froh wenn sie geht... mit so vielen Kindern ist man als Frau ja beruflich völlig disqualifiziert.
Und ich musste mir in Bewerbungsgesprächen anhören, ich könne ja besser vom Kindergeld leben, dann müsse ich auch keine Nachtdienste in der Klinik mehr machen; da hat man lieber kinderlose unverheiratete Typen rumlaufen, die kein Privatleben haben. :roll:

Daher rächen wir uns jetzt an der Welt mit einem dicken VW-Diesel! :lol: :twisted:
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Beitragvon Karlsson » Fr 11. Mär 2016, 14:27

palim_palim hat geschrieben:
es ist mittlerweile nämlich eher die Regel in unserem schönen Land, dass man sich ständig und überall geradezu rechtfertigen muss, warum man denn so viele Kinder hat.

Ich muss mich immer nur rechtfertigen, warum ich noch keine habe :lol:

Aber ich fühle mit Euch. Ist eigentlich ein Unding, wo wir statistisch immerhin >2 pro Paar bräuchten, um die Bevölkerung überhaupt zu erhalten.
Und die Autos dazu brauchen wir auch. Und der Tesla X kann nicht die Antwort für die Masse sein.

Elon Musk hat übrigens auch 5 ;)
Der muss sich aber nicht mehr bewerben.
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon MarkusD » Fr 11. Mär 2016, 15:02

Zoeteaser hat geschrieben:
Eines vorweg. Alle E-Auto-Fahrer sind doch vor kurzem auch noch Verbrennerfahrzeuge gefahren, richtig?
Nein. Falsch.
E-Fahrzeuge gibt es nicht erst seit Renault Zoe.
Ich kenne mehrere Leute, die sind noch nie was anderes außer E gefahren - seit >= 40 Jahren.

Zoeteaser hat geschrieben:
Vernünftig wäre es, für Langstrecken ab etwa 250 km die Bahn zu nehmen.
Das klappt, wenn man sich nur zwischen Großstädten und in dem daran angeschlossenen Verkehrsverbund bewegt.
Ansonsten kann die Bahn nur einen Teilstrecke abdecken.
Ich werde demächst mal wieder ein Dienstreise machen. Würde auch komplett mit Bahn und Öffis gehen. Dann wäre ich aber rund 12 Stunden für 500km unterwegs - und sitze nach Arbeitsschluß in der Pampa. Also nur zwischen den Großstädten und für den Rest von ~70km ein Leihwagen (der sicher kein E-Fahrzeug sein wird - leider - ich bekomme ja wahrscheinlich nichtmal einen Automatik).

campr hat geschrieben:
Wir waren mehrere Jahre nicht im Urlaub. Ging auch. Man kann auch mit der Bahn fahren. Und so lange werden die Kinderwagen auch nicht gebraucht.
Ich habe das mal gemacht, zu Fünft (und nur EIN Kleinkind dabei) mit Bahn&Co von Nürnberg nach Wangerooge.
Mein Psychiater hat danach mehrere Jahre benötigt, um mir meinen Hang zum Masochismus wieder auszutreiben ...

Für solche Gegebenheiten ist die Bahn definitiv KEINE Alternative.


Eine echte CO2-Steuer fände ich allerings auch nicht schlecht.
Aber nicht nur für Energie, sondern für alle Produkte ... Besteuerung nach dem CO2-Ausstoß bei ihrer Produktion ...
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon graefe » Fr 11. Mär 2016, 15:19

Bernd_1967 hat geschrieben:
Wenn jemand die "Arbeit " auf sich nimmt und sich um die Erziehung junger Menschen, nämlich der eigenen Kinder, kümmert,
ist das auch für die Umwelt gut, nämlich direkt für die Menschheit.
Es zählt einfach alles, was man tut, nicht nur das Autofahren, zum Gesamtbilde, was die eigene "Umweltverträglichkeit" bzw. ökologischer Fußabdruck angeht.

"Kinderkriegen" ist jetzt "Umweltschutz"? Wo das? Gibt's da auch 'ne Erklärung zu? Spontan würde ich sagen: ein paar Millionen Menschen weniger würden der Umwelt ganz gut tun.
Karlsson hat geschrieben:
Ist eigentlich ein Unding, wo wir statistisch immerhin >2 pro Paar bräuchten, um die Bevölkerung überhaupt zu erhalten.

"Brauchen"? Ist der Homo sapiens vom Aussterben bedroht?? "Gebraucht" werden die Kinder doch hauptsächlich als Finanzierer einer verfehlten (umlagefinanzierten) Rentenpolitik getreu der Adernauer'schen Erkenntnis: "Kinder kriegen die Leute immer." Warum sollte eine Gesellschaft nicht schrumpfen dürfen?

@palim: Dass sich jetzt schon Spitzenverdiener wie eine Ärztefamilie (eine Oberärztin verdient ca. 100.000€ im Jahr) durch eine Abschaffung der Diesel-Privilegien (aka CO2-Steuer) sozial ungerecht behandelt fühlen...

Ich erfahre es übrigens eher wie Karlsson, dass man sich für nicht vorhandene Kinder rechtfertigen muss und als asozial angesehen wird. So unterschiedlich kann die Perspektive sein.

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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon Karlsson » Sa 12. Mär 2016, 22:00

graefe hat geschrieben:
Ich erfahre es übrigens eher wie Karlsson, dass man sich für nicht vorhandene Kinder rechtfertigen muss und als asozial angesehen wird.

Jein, wir sind ja gewillt- Aber wir sind auch beide berufstätig und wollen es auch bleiben und haben auch keine Jobs, mit denen man an jeder Ecke arbeiten könnte. Die Anforderungen des modernen Berufslebens machen es einem da echt nicht leicht.
Ich hab da schon den Eindruck, dass man beruflich sehr viel aufgeben muss, um sich solche Wünsche zu erfüllen.

graefe hat geschrieben:
Warum sollte eine Gesellschaft nicht schrumpfen dürfen?

Da wirds philosophisch. Ich sehe beim möglichen Wachstum auf jeden Fall auch Grenzen, würde es aber schon erwarten, dass sich der Bestand in etwa hält. Und zwar etwas nachhhaltiger als momentan, wo die Bevölkerung vor allem da wächst, wo die sich Kinder eigentlich nicht leisten können, aber die Leute, die sich Kinder leisten können, durch ihre beruflichen Verpflichtungen daran gehindert werden.

MarkusD hat geschrieben:
Nein. Falsch.
E-Fahrzeuge gibt es nicht erst seit Renault Zoe.
Ich kenne mehrere Leute, die sind noch nie was anderes außer E gefahren - seit >= 40 Jahren.

Der Einwand ist richtig, aber wenn Du Dir den Bestand der letzten Jahre anschaust, wirst Du erkennen, dass der viele Jahre bei 2000 Fahrzeugen rumdümpelte und teils auch rückläufig war.
Wenn man sich den heutigen Bestand anschaut, müssen folglich die meisten Nutzer erst in den letzten Jahren zum E-Auto gekommen sein.

MarkusD hat geschrieben:
Für solche Gegebenheiten ist die Bahn definitiv KEINE Alternative.

Cool, dass wir uns noch mal einig sind ;)
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon Bernd_1967 » So 13. Mär 2016, 11:27

Mal anderes Thema:

3/4 der Neuwagen werden von Firmen gekauft.
Diese bekommen bei Autos mit Verbrennermotor einen zus. Rabatt geg. Privatkäufer.
Sollte man das nicht mal abschaffen? - Ginge natürlich nur per Gesetz. Was wahrscheinlich nicht geht, vermute ich mal.
Beispiel Golf:
Ein Gewerbetreibender bekommt beim Golf Benziner je nach Laune des Herstellers einige Tausend Euro Rabatt zusätzlich gegenüber einer Privatperson, bei einem e-Golf nichts.
Wenn sich Privatleute aus Kostengründen keinen e-Golf kaufen, wie sollen es denn Gewerbetreibende tun?
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Beitragvon max_tirol » So 13. Mär 2016, 11:37

Gruppenbildung -- man wählt eine kleinere Gruppe aus, gegen die mobil gemacht wird.
Beispiel Autobahnmaut in Deutschland. Die kleinere Gruppe sind die Ausländer - also ist der Grossteil des Volkes dafür..
Ergebnis normalerweise: Erst die Ausländer ----- dann aber wieder alle
Alle Blonden Menschen sollen mehr Steuer bezahlen ------- die dunhkelhaarigen sind dafür.
Ungereichtigkeit! die dunkelhaarigen müssen mehr bezahlen ..... das muss sich ändern! mit Hilfe der Blonden...

Geht mal einfach davon aus: E-Fahrzeuge bleiben steuerfrei ----- und es gibt nur mehr 5 % Verbrenner -------- wer soll die fehlende Steuer bezahlen.
War doch mit den Gasautos in den 70er Jahren dasselbe ---- wir tankten um fast nichts - bis es zuviele gab. Dann wurde die Steuer dafür verlangt ---- und die Gasautos verschwanden wieder.
Also weder Hetze für Gewerbetreibende, Private, Kinderlose, Vielkinder, ecc.
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon Karlsson » So 13. Mär 2016, 12:59

Wie soll man denn gesetzlich vorschreiben, wer Neuwagen kaufen darf und soll?
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon Bernd_1967 » So 13. Mär 2016, 13:59

Karlsson hat geschrieben:
Wie soll man denn gesetzlich vorschreiben, wer Neuwagen kaufen darf und soll?
Wir leben ja in einem freien Land.


Nein, ich meinte ja, es sei nicht sinnig, Gewerbetreibende für Autos mit Verbrennermotor einen zus. Rabatt zu gewähren und bei e-Autos nicht.
Klar, das regelt der Hersteller.
Könnte mir höchstens eine Regelung vorstellen in der Richtung:
Wenn ein Hersteller den Firmen zus. Rabatte auf Autos mit Verbrennermotor gewährt, muss er es auch bei den e-Autos tun, damit der Unterschied nicht so groß wird.

Naja, war nur ein Gedanke......

Seufz, es ist ein Teufelskreis: E-Autos sind teuer, also kauft kaum jemand sie. Weil sie niemand kauft, werden sie nicht billiger!
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon campr » So 13. Mär 2016, 17:37

Bernd_1967 hat geschrieben:
Beispiel Golf:
Ein Gewerbetreibender bekommt beim Golf Benziner je nach Laune des Herstellers einige Tausend Euro Rabatt zusätzlich gegenüber einer Privatperson, bei einem e-Golf nichts.
Wenn sich Privatleute aus Kostengründen keinen e-Golf kaufen, wie sollen es denn Gewerbetreibende tun?

Wenn die Automobilunternehmen eine bestimmte Quote an verkauften und zugelassenenen Elektroautos erreichen müssten, wäre das Problem gelöst - es könnte vom Markt gelöst werden. Die Politik müsste nur die richtigen Weichen stellen. Aber da Politiker nur Marionetten der Großindustrie sind, wird es immer so ausgehen, dass Geld vom Steuerzahler hin zu den Großunternehmen umverteilt wird.
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