Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Förderprogramme für den Kauf und Betrieb von Elektroautos

Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon Bernd_1967 » So 6. Mär 2016, 10:48

Nichtraucher hat geschrieben:
Bernd_1967 hat geschrieben:
Und dann behaupte ich mal als Letztes:
Mit meinem Golf TDI mit 5,5l/100km fahre ich umweltbewusster als jemand mit einem Tesla Sportwagen !!! So, und jetzt ???


Und ich behaupte, mit dem Zug fahre ich umweltbewusster als ihr beide zusammen. Und jetzt???

Bringt uns das jetzt weiter?


ich wollte damit eigentlich deutlich machen, dass es am sinnvollsten wäre , wenn jeder selbst so gut es geht, umweltbewusst leben würde.
Man kann hier unmöglich für alle die gleichen Gesetze schaffen, so dass sie für alle dann gerecht erscheinen.
Sicherlich wäre es etwas besser, aber von mir nicht bezahlbar, wenn ich mit einem Tesla (nicht sportlich, sparsam) durch Deutschland fahren würde.
Auf der anderen Seite kaufen sich viele Leute SUVs und fahren sonntagmorgens zum Frühstück die Brötchen holen, bei einer Entfernung von bsp. 300m.
Ich versuche mein Konsumverhalten zu optimieren:
- Weniger Nahrungsmitteltransporte, Viehtransporte, weniger Warentransporte,
- Weniger Straßenbau notwendig, weniger LKWs notwendig, da regional einkaufen.
- .....

Auf lange Sicht muss das Sozial- und Umweltverhalten der Menschen besser geschult werden.
Einzelaktionen bringen da meist nur Streitgespräche und Unzufriedenheit.

Es kann sich ja mal jeder selbst an der Nase packen, der gerade ein e-Auto fährt, ob er nur beim e-Auto umweltbewusst ist, oder im restlichen Leben auch!?
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon TimoS. » So 6. Mär 2016, 11:02

Mitgezeichnet. Wie immer. Und wie immer werden nicht genug zusammenkommen. Das interessiert hat kein Schwein. Es fehlen nur noch 49900.
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon spark-ed » So 6. Mär 2016, 13:45

Trotz Aussichtslosigkeit auch unterzeichnet.

Bernd_1967 hat geschrieben:
Ich versuche mein Konsumverhalten zu optimieren:
- Weniger Nahrungsmitteltransporte, Viehtransporte, weniger Warentransporte,
- Weniger Straßenbau notwendig, weniger LKWs notwendig, da regional einkaufen.
- .....

Mag für dich und viele andere wichtig sein. Der überwiegende Rest der Menschheit interessiert sich halt mehr für die persönliche Wohlstands- und Komfortmaximierung mit stark beschränkter Rücksichtnahme auf nachhaltige negative Folgen für die Allgemeinheit. Da muss man ansetzen.

graefe hat geschrieben:
Eine Besteuerung nach dem Verursacher-Prinzip ist immer gerecht und immer richtig. Schließlich leidet die Umwelt und die Gesundheit von Mitmenschen nicht weniger, wenn der Dreck von Armen, Großfamilien oder Pendlern kommt.

... da ist nichts hinzuzufügen.
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon Bernd_1967 » So 6. Mär 2016, 14:08

DAs Verursacherprinzip berücksichtigen würde aber eher Folgendes heißen:
Beim Neukauf einen KFZ E-Antrieb belohnen, reiner Verbrenner bestrafen.
Dann bleiben die ärmeren Leute, die noch ihr jetziges Fahzeug lange fahren müssen, unbestraft.

Selbst wenn jemand wenig fährt und ihm die Spritpreise egal wären, muss er gehindert werden, ein neues Auto ohne E-motor zu kaufen, da er es ja später an jemanden verkaufen könnte, der damit ganz viel fährt.
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon graefe » So 6. Mär 2016, 14:35

Bernd_1967 hat geschrieben:
DAs Verursacherprinzip berücksichtigen würde aber eher Folgendes heißen:
Beim Neukauf einen KFZ E-Antrieb belohnen, reiner Verbrenner bestrafen.
Dann bleiben die ärmeren Leute, die noch ihr jetziges Fahzeug lange fahren müssen, unbestraft.

Selbst wenn jemand wenig fährt und ihm die Spritpreise egal wären, muss er gehindert werden, ein neues Auto ohne E-motor zu kaufen, da er es ja später an jemanden verkaufen könnte, der damit ganz viel fährt.

Nein. Verursacherprinzip bedeutet, dass die tatsächliche CO2-Emission besteuert wird. Opas 300D-Dreckschleuder, die nur noch in der Garage ihren Standplatten steht, schadet der Umwelt ja nicht. Jede Pauschal-Steuer läuft dem Verursacherprinzip zuwider und ist ein Zugeständnis an die Vielfahrer-Lobby zu Lasten der Wenigfahrer.

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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon Ben123 » So 6. Mär 2016, 15:44

graefe hat geschrieben:
@Ben123: Jeder lädt mit Strommix (es sei denn, man lädt mit Überschüssen der eigenen PV). Die "Qualität" eines Stromtarifs macht aus, ob z.B. in neue Anlagen investiert wird.


Das stimmt natürlich. Allerdings muss der Ökostrom, den ich bezahle, an anderer Stelle eingespeist werden. Ich nehme an, dass fast alle Fahrer von Elektroautos auch den einen Cent mehr für Ökostrom zahlen.

Danke für die Mitzeichnungen. Innerhalb von einem Tag sind nochmal 20 Mitzeichnungen hinzugekommen. Der Petitionsausschuss wird darüber beraten, ob die Petition dem wissenschaftlichen Dienst des Bundestags vorgelegt werden soll und die Erkenntnisse an die Ministerien, Fachausschüsse oder Fraktionen weitergeleitet werden sollen. Nur bei 50.000 Mitzeichnungen hätte sich der Bundestag in jedem Fall mit der Petition befassen müssen.

Ich hoffe auf das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Petitionsausschusses die Petition nicht direkt abzulehnen.

Vielleicht stehen Sie in Kontakt zu dem einen oder der anderen Abgeordneten der Koalition, die im Petitionsausschuss vertreten sind, und könnten sie sensibilisieren?
https://www.bundestag.de/bundestag/auss ... der/260538

CDU/CSU (12 Mitglieder)
Mitglieder / Stellvertreter
  • Günter Baumann*) / Gitta Connemann
  • Iris Eberl / Alexander Funk
  • Hermann Färber / Ingo Gädechens
  • Kordula Kovac / Mark Helfrich
  • Paul Lehrieder / Thorsten Hoffmann (Dortmund)
  • Antje Lezius / Dr. Franz Josef Jung
  • Andreas Mattfeldt / Markus Koob
  • Rita Stockhofe / Philipp Graf Lerchenfeld
  • Gero Storjohann / Ronja Schmitt
  • Michael Vietz / Christina Schwarzer
  • Christel Voßbeck-Kayser / Johannes Steiniger
  • Sabine Weiss (Wesel I) / Gudrun Zollner
SPD (8 Mitglieder)
Mitglieder / Stellvertreter
  • Heidtrud Henn / Michael Groß
  • Markus Paschke / Rita Hagl-Kehl
  • Dr. Simone Raatz / Oliver Kaczmarek
  • Sarah Ryglewski / Cansel Kiziltepe
  • Annette Sawade / Daniela Kolbe
  • Udo Schiefner / Dr. Karl Lauterbach
  • Stefan Schwartze*) / Dagmar Schmidt (Wetzlar)
  • Martina Stamm-Fibich / Sonja Steffen
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon Bernd_1967 » So 6. Mär 2016, 17:04

graefe hat geschrieben:
Bernd_1967 hat geschrieben:
DAs Verursacherprinzip berücksichtigen würde aber eher Folgendes heißen:
Beim Neukauf einen KFZ E-Antrieb belohnen, reiner Verbrenner bestrafen.
Dann bleiben die ärmeren Leute, die noch ihr jetziges Fahzeug lange fahren müssen, unbestraft.

Selbst wenn jemand wenig fährt und ihm die Spritpreise egal wären, muss er gehindert werden, ein neues Auto ohne E-motor zu kaufen, da er es ja später an jemanden verkaufen könnte, der damit ganz viel fährt.

Nein. Verursacherprinzip bedeutet, dass die tatsächliche CO2-Emission besteuert wird. Opas 300D-Dreckschleuder, die nur noch in der Garage ihren Standplatten steht, schadet der Umwelt ja nicht. Jede Pauschal-Steuer läuft dem Verursacherprinzip zuwider und ist ein Zugeständnis an die Vielfahrer-Lobby zu Lasten der Wenigfahrer.

Graefe


Und wie verhinderst Du, dass sich ein Wenigfahrer ein neues Auto ohne E-Antrieb kauft?
Ist ja nicht sicher, dass dieses Auto ewig wenig gefahren werden wird, z.B. nach einem weiterverkauf.

Und wie "entstrafst" Du die Leute, die wirklich einen schweren Geländewagen (evtl. alt, da kein Geld) beruflich brauchen?
Das Ding Verschrotten und ein Neues bauen kostet ja übrigens auch Energie.

Finde, der ganze Gedanke dieser Art Energiesteuer ist zu einfach!
Dass die KFZ-Steuer abgeschafft wird, fände ich OK. Dafür dann die Diesel-Steuer auf Benzin-Niveau, ist OK.
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon campr » So 6. Mär 2016, 17:06

Ich wäre erst einmal dafür, die private Firmenwagennutzung deutlich höher zu besteuern (ich wäre selbst davon betroffen). Aktuell ist es eine Flatrate. Ob ich mit dem Auto in den Urlaub fahre oder nicht, macht für mich keinen wesentlichen Unterschied (höchstens geringerer Gewinn, den ich aber noch teilen und hoch versteuern müsste). Somit kommt für mich mit dem Zug in den Urlaub fahren aus finanziellen Gründen nicht in Betracht - ist einfach zu teuer.

Weiter wäre es sehr sinnvoll, wesentlich höhere Garantien/Gewährleistungen der Hersteller zu fordern - z.B. 10 Jahre/500Tkm. Dann hätten die Hersteller einen Anreiz, haltbare Technik einzubauen.

Ansonsten ist das Hauptproblem bei der Individualmobilität, dass sie aktuell im Verhältnis zum Einkommen so billig ist, dass sie sich quasi jeder leisten kann und dies auch macht. Aus Gründen der Nachhaltigkeit, ist es wenig sinnvoll, von Verbrenner auf e-Auto umzusteigen, sondern vielmehr mit weniger Fahrzeugen mehr Leute mit in der Summe deutlich geringeren Verbräuchen zu transportieren. Nicht jeder muss auch wirklich auf Dienstreise, oft reicht vielleicht eine Video- oder Telefonkonferenz. Man muss auch nicht zwingend 2000km im Urlaub verfahren - wenn das jeder machen würde...
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon palim_palim » So 6. Mär 2016, 17:24

graefe hat geschrieben:

Eine Besteuerung nach dem Verursacher-Prinzip ist immer gerecht und immer richtig. Schließlich leidet die Umwelt und die Gesundheit von Mitmenschen nicht weniger, wenn der Dreck von Armen, Großfamilien oder Pendlern kommt.

Graefe


Mit dieser Argumentation landet man am Ende bei einer Art Öko-Sozialdarwinismus. Das Verursacherprinzip in Reinform ist in einer sozialen Marktwirtschaft weder "immer gerecht" noch "immer richtig".
Natürlich stimmt es, dass "der Dreck von Armen, Großfamilien oder Pendlern" genauso schädlich ist.
Aber mit dem von Dir geforderten Prinzip fördert man eine Gesellschaft voller kinderloser, gutverdienender Bürger, die sich teure subventionierte Elektroautos kaufen.
Und wer zahlt am Ende die Rente dieser Menschen?
Das reine Verursacherprinzip wäre im Renten- und Sozialversicherungssystem nämlich niemals anwendbar, das wäre das Ende des Sozialstaats.
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Re: Energiesteuer anheben -> Förderung der Elektromobilität

Beitragvon campr » So 6. Mär 2016, 18:24

Ich frage mich gerade, wie meine Familie in meiner Jugend viele Jahre ohne Auto ausgekommen sind. Es gibt kein Grundrecht auf Individualmobilität. Und es gibt viel zu viele Leute, die meinen, ein großes Auto fahren zu müssen, weil sie z.B. 1 oder 2 Kinder oder einen Köter haben. Es sollte dort begonnen werden zu sparen, wo es weh tut: bei seinen Ansprüchen. Das haben hier viele schon gemacht - kleineres Auto, weniger Leistung, weniger Reichweite.
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