Elektromobilitätsgesetz

Förderprogramme für den Kauf und Betrieb von Elektroautos

Re: Elektromobilitätsgesetz

Beitragvon Jogi » Mo 15. Sep 2014, 12:00

Mir ist diese komische Idee mit den Busspuren schon lange ein Dorn im Auge!

Wenn man der E.-Mobilität einen Bärendienst erweisen will, dann räumt man ihr zweifelhafte Privilegien ein, die nur Eines mit Sicherheit bewirken:
Dem Michel steigt schon bei der Erwähnung des Begriffes "Elektroauto" die Zornesröte in's Gesicht.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Elektromobilitätsgesetz

Beitragvon eDEVIL » Mo 15. Sep 2014, 13:18

Hat doich bei den EE schon wunderbar funktioneirt

:evil:
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

Umfrage: ZOE Fahrwerk frühzeitige Defekte
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Re: Elektromobilitätsgesetz

Beitragvon Elektrolurch » Mo 15. Sep 2014, 14:23

Kurzer Blick auf die aktuellen Wahlergebnisse in Thüringen (Rainald Grebe: "Thüüüüüüüringen, das Land ohne Prominente. Na gut, Heike Drechsler, aber die könnte auch aus Weißrussland sein...") und Brandenburg ("Ich fühl mich so leer, ich fühl mich Brandenburg."):

AfD doppelt so viel % wie die Grünen. Noch Fragen?
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Re: Elektromobilitätsgesetz

Beitragvon Oeyn@ktiv » Mi 17. Sep 2014, 09:19

Jogi hat geschrieben:
Mir ist diese komische Idee mit den Busspuren schon lange ein Dorn im Auge!
Wenn man der E.-Mobilität einen Bärendienst erweisen will, dann räumt man ihr zweifelhafte Privilegien ein, die nur Eines mit Sicherheit bewirken: Dem Michel steigt schon bei der Erwähnung des Begriffes "Elektroauto" die Zornesröte in's Gesicht.


Herr Dobrindt scheitert halt gerne - dafür hat man ihn doch schließlich in Auto-Bayern gewählt. Oder kann man das sonstwie logisch begründen?
seit dem 31.07.2013: Zoe intens, Black-Pearl-Schwarz und seit dem 05.04.2014: Zoe intens, azurblau / Wallbox: ABL SURSUM eMH2 22 KW / drei PV-Anlagen: 1. aus 2004 = 7,6 kWp, 2. aus 2007 = 7,5 kWp und 3. aus 2012 = 4,4 kWp
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Re: Elektromobilitätsgesetz

Beitragvon Jogi » Mi 17. Sep 2014, 10:13

Dobrindt wird, wie alle Minister, von Lobbyisten beraten, weil er, wie alle Minister, gar nicht den fachlichen Durchblick haben kann.

Und dreimal darfst Du raten, wer ihm mit verschmitztem Grinsen hinter vorgehaltener Hand u. A. diese unsägliche Busspurfreigabe wiederholt wärmstens empfohlen hat.

Wer so etwas propagiert, geht davon aus, dass E.-Autos auf absehbare Zeit nur einen Promilleanteil der Zulassungen haben werden, und steuert gleich aktiv seinen Teil zu dieser "self fullfilling prophecy" bei.
Wenn es die Bundesregierung ernst meinte mit der Million E.-Autos (mit Busspurfreigabe), hätten wir 2020 den Kollaps des Linienbusverkehrs in den Städten.
Dazu wird es nicht kommen, dafür brauch' ich nicht mal 'ne Glaskugel...
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hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Elektromobilitätsgesetz

Beitragvon Super-E » Mi 17. Sep 2014, 12:48

Die Busspurfreigabe ist genau so geboren, wie die nicht gesteuerten PV Wechselrichter und die EEG Umlage. Gut gewollt (ich unterstelle das, auch wenn das manche hier anders sehen), aber mit mangelnder Weitsicht schlecht ausgeführt (obwohl es besser ginge). Ich fand das Millionenziel damals bemerkenswert. Es ist eigentlich Wurscht, ob wir die Million nun 2020 oder 2023 erreichen, aber so ein Ziel kann man als Basis für Planungen nehmen. Also den Infrastruktuausbau, die Einbindung in ein smartgrid Konzept und genauso muss man auch Privilegien damit abwägen. Das passiert aber nicht.

Und seit Jahren wartet man auf die Behebung gesetzlicher Blockaden, obwohl andere Länder es vor machen.

Gesetze die nichts Kosten, wie eine eindeutige Regelung für Laden am Arbeitsplatz. Ein gesetzliches Anrecht, dass eine Ladestation (auf eigene Kosten) in einem Mietobjekt eingerichtet werden muss (in Kalifornien umgesetzt). Das nach ZoePionierins Erfahrungen am Besten auch für Arbeitgeber.

Gut wäre aber auch eine ganzheitliche Umsetzung der Probleme. Wir benötigen das GESTEUERTE Laden zu Hause und am Arbeitsplatz um die Stromnetze zu stabilisieren. Wenn man die Weichen dafür jetzt stellt, dann kostet es später weniger das alles wieder nachzurüsten. Ich Wette mit Euch, dass spätestens im Jahr 2025 ungesteuerte Ladepunkte mit 22kW verboten sein werden.
Mein Traumziel: Jedes Gerät, jede Ladesäule, jede Einspeiseanlage kann aus dem Internet für den Standort/Region die Information abrufen, ob regenerativer Stromüberschuss herrscht, oder Mangel (ohne Fernzugriff AUF das Gerät). Zukünftige Erzeugungsanlagen erhalten eine erhöhte Vergütung bei Einspeisung bei Mangel und eine reduzierte bei Einspeisung bei Überschuss. (Dies begünstigt dann auch eigene Batteriepuffer - angeblich ja erwünscht)
Das gleiche gilt umgekehrt für Laden an intelligenten Stromsäulen. Im Weiteren Schritt sollte man sogar das Rückspeisen gesetzlich schon mal vorsehen.
Wer trotz "Strommangel" schnell laden will zahlt halt mehr. Wer Zeit hat ggf. gar nichts. Da das Laden bei Tag beim Arbeitgeber die Netzstabilität unterstützt, könnte man sogar Umlagen schaffen (Puffergebühr für Alterzeugungsanlagen ohne Regelung und Speicher) und damit den Aufbau der betrieblichen Lademöglichkeiten fördern.

Das wird natürlich erst kommen, wenn es nicht mehr anders geht - da dafür ja 4 Ministerien zusammen arbeiten müssten...
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Re: Elektromobilitätsgesetz

Beitragvon kai » Sa 20. Sep 2014, 16:38

Meine Forderungen an ein Emobilitätsgesetz

1.) Alle Autobahn Raststätten bis 2016 um Verkauf alternativer Treibstoffe verpflichen
- Strom: Schnelladung 3-in-1 Charger mindestens 2 Stück
Ab 50kw DC aufrüstbar auf 100kw CCS und CHAdeMO 50kw
AC 43 kw, bitte in den 3 Farben wie es ABB macht
http://insideevs.com/europe-chargers-la ... lus-super/
Dazu muss jede Raststätte mindestens 8 x 22kw AC TYP2 bereitstellen bis 2016, bis 2018 die doppelte Menge
- Anschlußwert 300kw bis 2016, ca. 500kw bis 2018

- Gas mindestens 2 Tankmöglichkeiten

Die Alternativen Treibstoffe müssten garantiert 24J zur Verfügung stehen. Wartungsverträge mit 24H Reaktionszeit sind gesetzlich verpflichtend.

2.) Alle anderen Tankstellen bis 2017 zum Verkauf alternativer Treibstoffe verpflichen.
- Strom: Wenigstens einen 3-in-1 Charger 50kw wie hier
http://insideevs.com/europe-chargers-la ... lus-super/
Dazu muss jede Tankstelle mindestens 2 x 22kw AC TYP2 mit Parkplätzen bereitstellen
- Anschlußwert ca. 100kw

Eine Gas Tankmöglichkeit

3.) Jeder der ein Elektroauto auf seinen Namen zulässt erhält vom Staat 1.000€ für Ladeequipment gutgeschrieben. Das können Wallboxen oder Ladekabel TYP2 oder mobile ICCBs sein.

Damit hätte mann vieles auf einen Schlag erreicht.

1.) Kein Abrechnungssystem notwendig, da Mitarbeiter eh 24H vor Ort sind, kann mit Bargeld oder EC bezahlt werden
2.) Jeder Kunde weis wo er laden kann, es ist kein Verzeichnis mehr unbedingt notwendig.
3.) Die Stückzahlen der 3-in-1 Lader gehen hoch, die Kosten sinken
4.) An Autobahnen müsste aufgrund der Vorgaben überhaupt mal mit Netzanschlüssen von 500 kw geplant werden. Das kann ja auch dauern. Alle könnten damit schon mal anfangen.
5.) Die Endbenutzer hätten auch etwas davon, und zwar alle identischer Nutzwert.

Und es wäre mal was substantielles passiert.

Auf so eine Idee kommt natürlich keiner.

Gruß

Kai
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Re: Elektromobilitätsgesetz

Beitragvon graefe » Sa 20. Sep 2014, 18:11

Zwangsmaßnahmen um politische Ziele zu erreichen sollten immer die Ausnahme sein.

Mein Vorschlag: USt von 7% auf reine Elektroautos (oder sogar ganz auf USt verzichten). Das wäre mal was! Der Verzicht auf die KFZ-Steuer war wohl eher ein schlechter Scherz.

Wenn sich das Elektroauto durchsetzen sollte frage ich mich, wie der Staat den Ausfall der Mineralölsteuer neutralisiert. Der Haushaltsstrom lässt sich ja nicht so einfach besteuern.

Graefe
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Re: Elektromobilitätsgesetz

Beitragvon kai » Sa 20. Sep 2014, 18:46

Die EU wird es sonst machen. Den Vorschlag habe ich schon gesehen.
Dann wird Deutschland eben gezwungen es umzusetzten.

Es geht um die Versorgungssicherheit der Bevölkerung bei Mobilität.
Und mit Erdöl ist die nicht mehr lange gewährleistet.

Zu warten das der Markt das reguliert ist meiner Meinung nach keine Option.
Dafür fehlt die Zeit.

Gruß

Kai
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Re: Elektromobilitätsgesetz

Beitragvon umberto » Sa 20. Sep 2014, 19:04

kai hat geschrieben:
Auf so eine Idee kommt natürlich keiner.


Natürlich kommt man auf solche Ideen, aber dann kommt ein Lobbyist und sagt: Moment, ihr wollt unsere Gewinne reduzieren, wenn wir da so viel komisches Ladezeugs kaufen müssen. Das geht nicht. Dann ziehen wir Arbeitsplätze ab."

Und dann knicken die Helden im Parlament wieder ein und überlegen, wie sie das dem Bürger aufladen können. Denn der hat keine Lobbyisten und da ja kaum noch 50% zum Wählen gehen, sowieso kein Interesse an der Sache...

Zynischen Gruss
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