E-Kennzeichen weg wegen geforderter Reichweite?

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E-Kennzeichen weg wegen geforderter Reichweite?

Beitragvon benwei » Mo 29. Jan 2018, 17:31

... vielleicht ist es ja eine blöde Frage, aber:

Seit Anfang 2018 gilt für die Ausgabe eines E-Kennzeichens die neue Bemessungsgrenze, dass das Fahrzeug min. 40 km rein elektrisch schaffen muss. Vorher war diese Grenze bei 30 km. Nach meiner Kenntnis betrifft dies die Plugin-Hybride von Mercedes (C 350e, GLC 350e, ...), die nun ab 2018 bei Neuzulassung kein E-Kennzeichen mehr bekommen.

Wie ist das, wenn man ein Gebrauchtfahrzeug erwirbt, das vorher ein E-Kennzeichen hatte? Bekommt das nun trotzdem wieder ein E-Kennzeichen oder nicht mehr, da es die Reichweitenforderung nicht erfüllt?
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Re: E-Kennzeichen weg wegen geforderter Reichweite?

Beitragvon iOnier » Mo 29. Jan 2018, 17:39

"Normalerweise" gelten neue Einschränkungen immer nur für Neuzulassungen. Genauer weiß ich's aber auch nicht.
Gruß
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Re: E-Kennzeichen weg wegen geforderter Reichweite?

Beitragvon mweisEl » Mo 29. Jan 2018, 17:47

Das mit den 40 km seit 01.01.2018 ist ohnehin keine Vorraussetzung, da es EmoG § 5 (3) gibt.

(2) "Abweichend von § 3 Absatz 2 Nummer 2 beträgt bis zum Ablauf des 31. Dezember 2017 die erforderliche
Reichweite mindestens 30 Kilometer."

(3) "Fahrzeugen, die die Anforderung des Absatzes 2 erfüllen, dürfen auch nach dem 31. Dezember 2017 die
Bevorrechtigungen gewährt werden
, die Fahrzeugen nach § 3 Absatz 2 gewährt werden können."

Also es müssen seit 01.01.2018 zwar 40 km sein, aber wenn es nur 30 km sind, gelten trotzdem alle "Bevorrechtigungen" wie sie für Hybride mit max. 50 g/km CO2 gelten (§ 3 (2)) - das sind natürlich möglichen "Bevorrechtigungen".

Sollte die deutsche Autoindustrie in den nächsten Jahren noch auf die Idee kommen, einen Plug-In Hybrid mit 0,5 km elektrischer Reichweite vorzustellen, um kostengünstig per Starterakku das 95 g/km CO2-Flottenziel zu erreichen, wird von Gesetzgeber sicherlich noch ein passender Absatz (4) angefügt. Solche Fahrzeuge werden dann mit den amtlich festgelegten 0 g/km CO2 in den Flottenverbrauch eingerechnet, zunächst sogar doppelt gewichtet.
Smart ED3 seit '13, 3 Fahrräder, zuvor CityEL (1.8 kWh-Akku) und seit 1991 an keiner Sprit-Zapfsäule mehr.
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Re: E-Kennzeichen weg wegen geforderter Reichweite?

Beitragvon Prignitzer » Mi 14. Mär 2018, 17:06

Wenn ein Hersteller eine neue Typzulassung macht, muss er die 40km für das E erreichen.
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Re: E-Kennzeichen weg wegen geforderter Reichweite?

Beitragvon MAlfare » Do 15. Mär 2018, 00:02

Es war von Anfang an eine Schnapsidee, einem elektrisch optimierten Verbrenner ein E-Kennzeichen zu verpassen.
Gibt es das, außer in Deutschland, sonst noch irgendwo?
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Re: E-Kennzeichen weg wegen geforderter Reichweite?

Beitragvon bm3 » Do 15. Mär 2018, 00:15

Sehe ich genauso, an Hybride gehört kein E-Kennzeichen. Auch ist die Umweltprämie dafür nur zur Unterstützung der Geschäftsinteressen der deutschen Autoindustrie geeignet. Außerdem stehen die geforderten Reichweiten bei einigen Herstellern bisher nur auf dem Papier, mit den real jeden Tag erzielbaren elektrischen Reichweiten haben die sehr wenig zu tun.
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Re: E-Kennzeichen weg wegen geforderter Reichweite?

Beitragvon eDEVIL » Do 15. Mär 2018, 08:54

E-Kennzeichen wäre imho nur etwas für PHEV.Fahrzeuge, wo der Verbrenner eine untergeordnete Rolle spielt. Da fällt mir aktuell nur der i3rex ein.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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