Leistung Bordlader

Re: Leistung Bordlader

Beitragvon chef » So 13. Jul 2014, 19:12

Hi Leute,

sorry für etwas OT - ich lese ja nun seit einiger Zeit hier im Forum mit da ich "auf dem Sprung" zum E-Auto bin.

Leider muss ich zugeben, dass ich aktuell mit diesen ganzen "Ladetechnologiebegriffen", 1Phasig, 3Phasig, 22kW, CCS etc. zur Zeit etwas verwirrt bin ...

Das Auto kann dieses, jenes Auto kann das aber dafür dieses nicht usw. usw. usw. :doof:

Gibt es hier im Forum eventuell ein paar Threads die ihr mir freundlicherweise verlinken würdet damit ich mir das mal in aller Ruhe durchlesen kann !?

Ich danke Euch bereits im Voraus dafür ... :danke:
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon eDEVIL » So 13. Jul 2014, 20:15

Unser Wikikönnte da ein guter Einstieg sein :D
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

Umfrage: ZOE Fahrwerk frühzeitige Defekte
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon chef » Mo 14. Jul 2014, 08:55

Oha - wie konnte ich das übersehen :( - danke Dir für den Hinweis :danke:
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon Hasi16 » Mo 14. Jul 2014, 09:42

eCar hat geschrieben:
Rundsteuersignale sind eine relativ primitive Technik, mit der zudem nur eine Kommunikation in eine Richtung möglich ist. Für ein intelligentes Lademanagement wäre eine Kommunikation in beide Richtungen nötig.

Ja, und? Wofür braucht man eine bidirektionale Steuerung? Bei PV-Anlagen und Wärmepumpen erfüllt diese Technik perfekt ihren Zweck.
Große Anlagen sind sogar verpflichtet eine Netzwerkverbindung zur Verfügung zu stellen, damit die Einspeise- und Blindleistung aus der Entfernung gesteuert werden kann.
eCar hat geschrieben:
Natürlich gibt es Wallboxen, die per Remote-Zugriff eine Anpassung der Ladeleistung ermöglichen.

Wenn es Pflicht werden sollte, dann können es auf mal alle neuen Wallboxen. Eine Änderung in der TAB: Geräte ab 11 kW Leistung müssten angemeldet werden und es besteht die Pflicht einer Netzwerkanbindung für Wallboxen. Geht schneller als du glaubst.
eCar hat geschrieben:
Aber was nutzt das, solange es keine integrierte Lösung gibt, die die Masse der Stromverbraucher und -erzeuger miteinander vernetzt?

Siehst du schon eine Notwendigkeit?
Bei den ganzen Steuerungsmöglichkeiten (insb. über den Preis), die jetzt schon nicht genutzt werden, ist der Bedarf schlicht und einfach wohl noch nicht vorhanden.

Viele Grüße
Hasi16
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon mark32 » Mo 14. Jul 2014, 10:18

mlie hat geschrieben:
Ich mag falsch liegen, aber ich kann mich des Eindruckes nicht verwehren, dass die Schnarchlader, bevorzugt die ohne Upgradeoption, immerzu denken, dass die Schnell- und Turbolader den ganzen Tag nichts besseres zu tun hätten, als den Akku immerzu 24/7 mit 22kW zu fluten...

So ist es nicht. Jedenfalls nicht bei mir.
Würde mein Fahrzeug ein vollwertiges Ladegerät haben, würde ich jeden Tag über Nacht mit 3-4 kW laden, aber eben tagsüber - mittags- mit 22kW nachnuckeln, wenn ich etwas weiter loswill.
Oder eben auf längeren Strecken. Die längeren Strecken kommen nur 4-10x im Jahr vor, das Mittagsladen vom Kunden weg würde 2-3x die Woche passieren.
Natürlich gäbe es auch mal einen Tag, wo ich entweder fahren oder mit 22kW laden würde - den ganzen Tag über, aber das ist selten und eigentlich nur nach aneinandergeketten Notfällen der Fall.
....

Genauso sieht die Realität aus! Mit dem "Allesfresser" Model S lade ich sogar zu 90% zuhause mit 3-4kW dreiphasig ohne jegliche Netzbelastung => zu 100% aus der eigene PV. Der Rest sind Langstrecke und andere Ausnahmen, dann ist die "echte" Schnellladung die einzige praktikable Lösung für eine Familie mit kleinem Kind. Und damit meine ich die 30 Minuten Ladungen als Zwischenstopp.
Ich behaupte: VW will die E-Mobilität eher bremsen als fördern, daher die Schnarchlader...
Tesla Model X Signature ab 2015 *****Tesla Model S 85P rot seit Nov. 2013****** Ampera E-Pionier weiß seit Juni 2012******Drehstromkiste 32A Plus 63A Typ2*****8,1 kWp Photovoltaik*******16 kWh PV-Speicher von E3DC seit Dez. 2013*****nano-BHKW 1kW
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon eCar » Mo 14. Jul 2014, 11:46

Hasi16 hat geschrieben:
Ja, und? Wofür braucht man eine bidirektionale Steuerung? Bei PV-Anlagen und Wärmepumpen erfüllt diese Technik perfekt ihren Zweck.

Für eine sinnvolle Ladesteuerung sollte die lokale Ladestation eine Vielzahl von Parametern im Smart Grid zur Verfügung stellen: aktuelle Ladeleistung, Ladezustand der Batterie, Restladezeit, Ladepräferenzen des Elektroauto-Nutzers (wie hier bereits geschrieben: vielleicht reicht es, wenn das Auto am nächsten Tag voll ist, vielleicht will er abends aber auch noch weg...). In einem nächsten Schritt sollte das gewaltige Potential der Batterien als Zwischenspeicher für volatile alternative Energien genutzt werden. Auch dafür braucht man eine intelligente Anbindung der Ladestationen. In Zeiten des Internet, bzw. des kommenden "Internet der Dinge" sollte man die antiquierte Rundsteuertechnik dabei nicht mehr in Erwägung ziehen.

Hasi16 hat geschrieben:
Wenn es Pflicht werden sollte, dann können es auf mal alle neuen Wallboxen. Eine Änderung in der TAB: Geräte ab 11 kW Leistung müssten angemeldet werden und es besteht die Pflicht einer Netzwerkanbindung für Wallboxen. Geht schneller als du glaubst.

Wie lange gibt es nun private PV-Anlagen? Mein Vater hat jedenfalls eine auf dem Dach, die schon 15 Jahre alt ist. Gibt es bis heute ein einheitliches, zentrales Register für solche PV-Anlagen? Nein. Gibt es in irgendeiner Form eine intelligente Steuerung dieser Anlagen? Nein. Stattdessen gibt es mittlerweile solche Absurditäten wie Guerilla-Photovoltaik. Vor diesem Hintegrund bin ich etwas skeptisch, ob es mit einer intelligenten Netzwerkanbindung für Wallboxen tatsächlich so schnell voran gehen wird.

Hasi16 hat geschrieben:
Siehst du schon eine Notwendigkeit?
Bei den ganzen Steuerungsmöglichkeiten (insb. über den Preis), die jetzt schon nicht genutzt werden, ist der Bedarf schlicht und einfach wohl noch nicht vorhanden.

Ja, diese Notwendigkeit sehe ich bereits. Übrigens nicht nur ich - im Mai war ich auf einem Energie-Kongress in Karlsruhe (http://kongress-energieinformatik.de/), der genau solche Themen behandelt hat. Momentan sind wir einfach zu "verwöhnt", daher wird sich in der Praxis so schnell nichts tun. In Johannesburg gibt es bereits ein Smart Grid mit 250.000 vernetzten Haushalten. Wie konnte man das dort verkaufen? Ganz einfach: ohne Smart Grid waren dort Stromausfälle ganzer Stadtteile an der Tagesordnung. Und die tun den Leuten richtig weh. Ich fürchte, erst wenn auch wir an diesem Punkt angekommen sind, wird Schwung in solche Technologien kommen.

Gruß
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon eCar » Mo 14. Jul 2014, 11:48

@mark32:
Schön, dass du deinen Tesla mit eigenem PV-Strom lädst. Wenn ich das jedoch richtig verstehe, hat die 11 bzw. 22 kW AC Ladung für dich keine praktische Bedeutung. Zu Hause lädst du mit 3-4 kW (was der e-Golf zugegebenermaßen nur 1-phasig kann) und unterwegs nutzt du eine echte DC-Schnellladung. Richtig? Der 11/22 kW Lader gibt also hauptsächlich ein zusätzliches Sicherheitsgefühl, mehr nicht.

Die VW-Strategen werden sich vermutlich überlegt haben, welchen Aufpreis ein typischer e-Up/e-Golf Käufer bereit wäre, für einen optionalen 22 kW Lader zu bezahlen. Dabei ist wohl herausgekommen, dass nur ein verschwindend geringer Anteil über 3000 Euro Aufpreis für einen Lader zahlen würde, der effektiv nur einmal im Monat benötigt wird. Und viel günstiger könnten sie den Lader aufgrund des hohen EK-Preises vermutlich nicht anbieten. Daher bieten sie ihn wohl gar nicht erst an.

Da hier immer so vom Smart ED geschwärmt wird: hat jemand konkrete Zahlen, wie viele Fahrzeuge (ausgenommen Car-Sharing Autos) tatsächlich mit einem 22 kW Lader ausgerüstet sind? Ich persönlich hätte bei meinem e-Golf nämlich keinen Aufpreis von 3000 Euro bezahlt. Mir hätte ein 11 kW AC Lader gereicht und auch dieser hätte allerhöchstens 1000 Euro extra kosten dürfen.

Gruß
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon Hasi16 » Mo 14. Jul 2014, 13:24

@eCar: In der Landwirtschaft sind Lasttarife üblich: Die GG steigt (ganz massiv), je höher der Monatspeak bei der Stromabnahme war. Die elektronischen Stromzähler können das.

Wir mögen uns im Grunde ja einig sein, dass irgendwann in zehn Jahren eine kritische Masse erreicht ist, wo eine Steuerung notwendig wird.

Aber mal im Ernst, wie viel unglaubwürdige Phrasen gab es in den letzten 10 Jahren:
- "PV-Zubau und Windkraft macht das Netz kaputt" - hab ich nicht gemerkt
- "Blackouts, wenn AKWs abgeschaltet werden" - hab ich nicht gemerkt
- "Kostensteigerungen, wenn digitale Zähler verbaut werden" - hab ich nicht gemerkt
- "Blackouts im Winter" - hab ich nicht gemerkt

Von daher: Bist du Lobbyist? Hast du VW-Aktien? Oder was bewegt dich so eine Weltuntergangsstimmung zu verbreiten? Die 15000 EAutos sind dem Stromnetz auf jeden Fall egal. Und irgendwer hatte mal geschrieben, dass 1 Mio-EAutos 0,65 % vom Gesamtstromverbrauch ausmachen. Also auch egal.
Und unsere armen geschröpften EVUs haben wie gesagt genug Einfluss auf die nächste TAB, dass sie die Spielregeln festlegen können.

Und jetzt noch eine absurde Sache: Der billigste Stromanbieter ist bei mir den ganzen Tag billiger, als der billigste Stromanbieter mit Nachttarif. Merkste wat?

Viele Grüße
Hasi16

PS: Frag in fünf Jahren mal deinen Vater, unter welchen Bedingungen er seine PV-Anlage noch am Netz haben wird/darf...

edit: PPS: Man merkt, dass du keine praktische EAuto-Erfahrung hast! :lol:
Hasi16
 

Re: Leistung Bordlader

Beitragvon eCar » Mo 14. Jul 2014, 14:32

Hasi16 hat geschrieben:
@eCar: In der Landwirtschaft sind Lasttarife üblich: Die GG steigt (ganz massiv), je höher der Monatspeak bei der Stromabnahme war. Die elektronischen Stromzähler können das.

Und in nicht allzu ferner Zukunft wird es das auch für Privathaushalte geben. Das gelegentliche Schnellladen zu Hause wird dadurch doch nur unattraktiver, oder was wolltest du damit jetzt ausdrücken?

Hasi16 hat geschrieben:
Wir mögen uns im Grunde ja einig sein, dass irgendwann in zehn Jahren eine kritische Masse erreicht ist, wo eine Steuerung notwendig wird.

Mein Arbeitgeber steigt im Firmenwagensegment langsam in die Elektromobilität ein. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt (~50 E-Autos für 2014 geplant) ist es nötig, die Ladevorgänge der Fahrzeuge intelligent zu steuern. Das Thema holt uns also bereits in der Gegenwart ein. Manchmal muss man Dinge eben von Anfang an richtig machen, damit es in Zukunft nicht zu Problemen kommt.

Hasi16 hat geschrieben:
Von daher: Bist du Lobbyist? Hast du VW-Aktien? Oder was bewegt dich so eine Weltuntergangsstimmung zu verbreiten? Die 15000 EAutos sind dem Stromnetz auf jeden Fall egal. Und irgendwer hatte mal geschrieben, dass 1 Mio-EAutos 0,65 % vom Gesamtstromverbrauch ausmachen. Also auch egal.

Weder Lobbyist, noch VW-Aktionär. :lol: Ich versuche einfach, das Gesamtbild zu betrachten. Der Energiesektor befindet sich derzeit in einem derart starken Wandel, dass man schon ziemlich naiv sein muss, anzunehmen, es ginge dort in Zukunft alles so weiter wie bisher. Natürlich wird nicht von heute auf morgen das komplette Stromnetz zusammenbrechen. Die Mentalität "erst mal so weiter machen, ist ja momentan alles toll" kenne ich aber eher aus der Ecke der Ölindustrie. Und das Hauptproblem beim Laden von E-Autos ist nicht der Energie- sondern der Leistungsbedarf.

Hasi16 hat geschrieben:
edit: PPS: Man merkt, dass du keine praktische EAuto-Erfahrung hast! :lol:

Ja, Erfahrungen hab ich momentan nur durch Probefahrten. Ab August sammle ich dann praktische Erfahrungen im eigenen e-Golf. :D

Gruß
eCar
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon mark32 » Mo 14. Jul 2014, 14:43

eCar hat geschrieben:
@mark32:
Schön, dass du deinen Tesla mit eigenem PV-Strom lädst. Wenn ich das jedoch richtig verstehe, hat die 11 bzw. 22 kW AC Ladung für dich keine praktische Bedeutung. Zu Hause lädst du mit 3-4 kW (was der e-Golf zugegebenermaßen nur 1-phasig kann) und unterwegs nutzt du eine echte DC-Schnellladung. Richtig? Der 11/22 kW Lader gibt also hauptsächlich ein zusätzliches Sicherheitsgefühl, mehr nicht.

eCar

Von wegen Sicherheitsgefühl, den 22kW-Lader nutze ich regelmäßig auf mittleren Strecken. Letztlich bin ich aufgrund des schnell wachsenden Supercharger-Netzes etwas weniger auf Touren von der AC-Ladung abhängig. Klar ist Tesla hier mit der mutigen Umsetzung ihrer Pläne überlegen. Doch wir leben im Hier und Jetzt, es existiert ein durchaus dichtes Netz von AC-Ladesäulen.
Wo ist denn das flächendeckende CCS-Netz von VW oder BMW? Nur durch Versprechungen für die Zukunft kann man keinen Akku laden...
Ich behaupte weiter: VW bremst mit der Schnarchladung die E-Mobilität.
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