Langstreckenerfahrung eGolf

Re: Langstreckenerfahrung eGolf

Beitragvon PowerTower » Mi 25. Okt 2017, 22:30

9,5 Stunden für 515 km? Haut mich jetzt nicht wirklich vom Hocker... das schafft sogar der e-up! schneller. OK, es war eure erste Fahrt und es wird sich ein Lerneffekt einstellen. So wäre es z.B. bei der ersten und zweiten Ladepause nicht notwendig gewesen, bis 98% bzw. 95% zu laden. Aber man merkt beim letzten Stopp, dass da die Ladeleistung schon deutlich nachgelassen hat. Deshalb gilt auf solchen langen Strecken für alle VW Elektrofahrzeuge: Tempo runter -> Akkutemperatur runter -> schneller ankommen.
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Re: Langstreckenerfahrung eGolf

Beitragvon Stromsüchtiger » Mi 1. Nov 2017, 14:13

Moin,

ich habe nun auch meine erste Langstrecke hinter mir (ich fahre den 190er e-Golf).
Fazit: Langstrecke geht, man muss nur etwas Zeit mitbringen.

Ich bin letzten Samstag von Oldenburg bis hinter Stuttgart gefahren (ca. 700 km). Gestern ging es wieder zurück. Der Lerneffekt ist enorm: Für die Hinstrecke habe ich knapp 14 Stunden gebraucht, zurück dann um die 12 Stunden (die Straßen waren beidesmal frei). Mich hatte die Reichweitenangst zunächst ziemlich im Griff, sodass ich bei jedem Ladestopp das Auto komplett vollgeladen habe. Das hat natürlich sehr viel Zeit gekostet. Auf der Rücktour hatte ich dann mehr Vertrauen in die Reichweitenanzeige und habe die Batterie meist bis auf 20km Restreichweite runtergefahren. Sicherlich werde ich bei der nächsten Tour noch etwas mutiger, dann bekommt man die Gesamtreisedauer sicherlich noch weiter runter. Auf der Reise habe ich eine defekte Ladesäule angetroffen (zum Glück stand noch eine zweite gleich daneben) und zweimal Ladestau erlebt, der sich aber rasch auflöste. Außerdem wurde ich viermal beim Laden von Interessierten Menschen angesprochen, die alle dem Elektrofahren positiv gegenüber eingestellt sind.

Mittlerweile gibt es genügend Ladesäulen entlang der Autobahn (A1, A45, A8), dass man mit wenig Zeitverlust das Auto wieder vollkriegt und keine großen Umwege über Land fahren muss.

Ich bin beeindruckt, wie sich die Ladesäulendichte in den letzten Monaten verbessert hat. Speziell die "Tank & Rast" Säulen sind ein echter Gewinn! Und das Reisen im Elektroauto ist um Längen entspannter als mit dem Verbrenner. Es wird sicherlich bald so sein, dass man einfach drauflos fahren kann und bei leerer werdendem Akku einfach bei der nächsten Raststätte rausfährt und nachlädt, ohne große Planung und Optimierung. Dann wird die Langstrecke noch unproblematischer!

Ich bin meistens mit Tempomat 110 km/h gefahren, beim Überholen auch mal etwas schneller. Zwischen den Ladestopps lagen meistens ca. 90km. Einmal mussten 120 km überbrückt werden, zusätzlich war es noch bergig (Sauerland). Da habe ich dann in den Eco Modus geschaltet und bin streckenweise nur 90 km/h gefahren.

Da ich meinen e-Golf erst seit Mai habe, war es auch für mich eine Premiere, bei -2 Grad und vereisten Scheiben meine Rückreise anzutreten. Die Frontscheibenheizung hat einen guten Job gemacht. Durch die intensive Nutzung der Klimaanlage (mit Wärmepumpe) und der Sitzheizung war der Verbrauch zu Beginn recht hoch, hat sich aber dann relativ schnell auf Normalniveau eingependelt. Also: Trotz tiefer Temperaturen keine Komforteinbußen.


Das war sicherlich nicht meine letzte Langstrecke mit dem e-Golf.

Gruß,

Stromsüchtiger,
der in den letzten 6 Monaten 19000km e-Golf gefahren ist.
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