Range Extender für den e-Golf

Re: Range Extender für den e-Golf

Beitragvon e-golfer » Fr 19. Jun 2015, 20:36

Jan hat geschrieben:
Ich finde die Idee super und es sollten in jedem Auto Direktanschlüsse für solche Akkus vorhanden sein, um bei Bedarf eine Erweiterung in den Kofferraum legen zu können

Am besten mit zwei M8 Bolzen auf denen dann permanent 400V liegen. Dann hat auch der Marder keinen Spass mehr am Auto.

Gruß
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Re: Range Extender für den e-Golf

Beitragvon Tika » Fr 19. Jun 2015, 22:30

e-golfer hat geschrieben:
Tika hat geschrieben:
Vielleicht wird auch einfach eine Tesla Powerwall 10kW in den Kofferraum gelegt.

Und dann steht hinter Mavericks Heckcrash doch "E-Autos brennen schnell" :(
Da Teslas Zellen bekannterweise auf Druck nicht besonders gut reagieren, würde ich mir nie und nimmer eine in den freien Raum unter dem Kofferraum bauen. Die müsste dann schon nachgewiesenermassen einen 85km/h Norm-Heckcrash feuerfrei überstehen.
Gruß
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Ach bitte. Beziehst du dich jetzt auf die drei von der Presse ausgeschlachteten, abenteuerlichen Model S-Unfälle mit anschließendem kontrollierten Schwelbrand voriges Jahr? Und wieviel ist seitdem bei Tesla passiert? Gar nix, soweit ich weiß. Und wieviele Verbrenner fackelten seitdem (und schon vorher) so jährlich ab?
Letzteres habe ich kurz gegoogelt: In DE waren es 15500 im Jahr 2012. Also fackelt pro Jahr jedes 2800ste Auto in Deutschland ab.
http://www.autozeitung.de/auto-news/aut ... -statistik
http://www.markt.de/contentId,wie-viele ... inhalt.htm
Ich würde jetzt mal ganz frech davon ausgehen, dass darunter kein BEV ist, sonst würde das garantiert schön breitgetreten werden. Ist halt nichts alltägliches...
Ich halte die stilisierte Brandgefahr, speziell was Tesla angeht, für arg übertrieben. Lasse mich aber gerne von gegenteiligen (gut recherchierten) Berichten überzeugen...
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Re: Range Extender für den e-Golf

Beitragvon Jan » Fr 19. Jun 2015, 22:35

Am lustigsten sind immer verzweifelte youtube Videos, wenn jemand versucht, eine Zelle zum Platzen zu bringen. Das scheint schwieriger zu sein, als man denkt.
Kommt bei Dir auch schon Strom vom Dach? :) https://www.youtube.com/watch?v=bBPRBxziQOI
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Re: Range Extender für den e-Golf

Beitragvon eCar » Sa 20. Jun 2015, 08:18

Maverick78 hat geschrieben:
Schade, dann sind alle mit Soundsystem schon mal außen vor.

Das stimmt leider, solange man auf den Subwoofer nicht verzichten will.

midimal hat geschrieben:
Goile Idee! Wenn dann auch noch bezalhbarer 22KW Lader kommt ist der E-Golf nicht wieder zu erkennen! :)

Da ist natürlich die Frage, was man unter "bezahlbar" versteht. Wenn man sich anschaut, was der Brusa-Lader allein im Smart als Aufpreis kostet, weiß man, wo die Reise hingeht. Im Leaf gibt es ein 22 kW Ladegerät für 7500 Euro (inkl. Einbau+Garantie) zur Nachrüstung. Viel günstiger wird man sowas wohl auch im e-Golf nicht bekommen.

Beetle hat geschrieben:
Eine solche Zusatzbatterie sollte VW als Option ab Werk bieten, Klasse!

Ja, für VW wäre es wesentlich einfacher, eine Zusatzbatterie anzubieten und sauber zu integrieren.

Alex1 hat geschrieben:
Wie groß?
Was kost?
Was wiegt?

Das komplette Paket wiegt 90 kg und füllt den Bereich unter dem Kofferraumboden vollständig aus. Vom Preis her wird es wohl im hohen 4-stelligen Bereich liegen. Die haben ja auch nix zu verschenken und die ganzen Komponenten sind eben teuer. Es handelt sich übrigens um ein LiPo-Akkupack. Es ist auch ein Wechselrichter integriert, mit dem man 230V AC aus der Batterie ziehen kann, z.B. bei einem Einsatz als PV-Zwischenspeicher.
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Re: Range Extender für den e-Golf

Beitragvon Alex1 » Sa 20. Jun 2015, 18:50

Könnte man das Teil in die Zoe integrieren?
Herzliche Grüße
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Re: Range Extender für den e-Golf

Beitragvon eCar » So 21. Jun 2015, 09:43

Ich denke, vom Konzept her schon. Allerdings wird das Akkupack wohl nicht ohne weiteres in die Zoe reinpassen, da es von den Abmessungen für den e-Golf konzipiert ist. Du kannst ja mal anfragen, ob sie in Zukunft auch die Zoe im Visier haben.
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Re: Range Extender für den e-Golf

Beitragvon e-golfer » So 21. Jun 2015, 19:49

Tika hat geschrieben:
Ach bitte. Beziehst du dich jetzt auf die drei von der Presse ausgeschlachteten, abenteuerlichen Model S-Unfälle mit anschließendem kontrollierten Schwelbrand voriges Jahr? Und wieviel ist seitdem bei Tesla passiert? Gar nix, soweit ich weiß. Und wieviele Verbrenner fackelten seitdem (und schon vorher) so jährlich ab?
...
Ich halte die stilisierte Brandgefahr, speziell was Tesla angeht, für arg übertrieben. Lasse mich aber gerne von gegenteiligen (gut recherchierten) Berichten überzeugen...


Hallo Tika,

vorneweg, ich bin kein ausgesprochner Experte für Batteriezellen, aber ein gewisses Wissen habe ich.
Ich fange nochmal vorn an, Du hast geschrieben "einfach eine Tesla Powerwall " ins Auto zu legen.
Ich, in meiner Naivität, nehme an, dass in dieser Powerwall die gleichen Zellen wie im Model S sind. Ich meine das gelesen zu haben und es würde für mich keinen Sinn ergeben, warum Tesla da andere Zellen verwenden sollte. Aus der Gigafactory kommen ja noch keine. Wenn da andere Zellen drin sind, gut. Wenn nicht folgt meine Schlussfolgerung: "Die möchte ich nicht im Heck meines Autos haben"
Warum?
Weil es min. drei Fälle gab, in denen, nach allem was bekannt ist, die Teslazellen nach einem Unfall selbständig das brennen begonnen haben.

Wenn man nun die sogenannten Hazard Levels für Batteriezellen hernimmt:
Hazard Levels.png

sind die Zellen also mindestens Level 5 "Fire or flame"

Hier noch ein wenig Hintergrundwissen und die Tabelle im Orginaldkument - PDF-File http://www.transportation.anl.gov/batteries/us_china_conference/docs/battery%20testing%20roundtable/sandia_batlab_roth.pdf

Wie kommt eine Zelle zu so einem Hazard Level? Sie wird z.B. nach SAND2005-3123 getestet. Dabei gibt es so wüste Prozeduren wie einen Nagel durchstecken, die Zellen vollgeladen auf 50% Volumen pressen, kurzschließen oder überladen. All die Dinge, die man nicht zuhause machen sollte. Wenn nur in einem dieser Tests ein Hazard Level "erreicht" wird, kann die gesamte Zelle nicht mehr besser sein. Egal wie gut sie die anderen Tests übersteht. Da die Zelle durch Penetration oder Kompression oder Kurzschluss (das könnte bei den Unfällen alles gut passiert sein) gebrannt hat, ist sie nicht besser als Level 5.
Da die Zelle im Model S also Hazard Level 5 hat, hat Tesla sie sehr gut eingepackt und wie Du auch schreibst, passiert recht wenig. Also funktionieren die Sekundärmassnahmen (nach diesen Vorfällen z.B. eine Art Schneepflug, und die Luftfederung wird auf der Autobahn etwas angehoben). Die Power Wall dürfte diese Massnahmen nicht haben, da sie ja nicht im Straßenverkehr unterwegs ist.
Darum will ich sie nicht im Kofferraum. Und auch nichts anderes unter dem Kofferraum, bis es bewiesenermassen (85km/h Heckcrash) sicher ist.

Noch ein Wort zur "stilisierten" Brandgefahr. Jede LiIon Zelle brennt. Wirklich jede, und sogar sehr gut. Sehr viele aber nur, wenn man sie anzündet (wenn sie also Level 4 oder weniger haben und Temperaturen von (ich meine es so gelesen zu haben) über 180 Grad Celsius ausgesetzt werden), darum soll man nicht mit Feuer in der Nähe von LiIon spielen.

Grundsätzlich scheint es so zu sein, je höher die Kapazität der Zelle, des schlechter der Hazard Level. Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel und hoffentlich kommen bald viele Zellen auf den Markt, die diese Statistik umdrehen.

Fazit: Man kann Batterien durch Sekundärmassnahmen sicherer machen als es die Einzelzelle ist. Aber nur wenn es mir jemand das nachweist, glaube ich es auch.

Mehr wollte ich nicht sagen, aber auch nicht weniger.
P.S. eine größere Batterie im e-Golf ist einer meiner größten Wünsche fürs Facelift.
Gruß
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Re: Range Extender für den e-Golf

Beitragvon Hessin » So 21. Jun 2015, 20:04

Also ich bin ja noch eine totale Anfängerin in bezug auf Elektroautos. Aber beim 1. Schnellladen heute mittag war ja zufällig ein Citroen-Fahrer da, der warten musste, bis ich fertig war, der hat mir seinen Ersatz-Akku gezeigt, er hat ihn hinter den linken Rücksitz eingebaut, habe jetzt aber nicht gefragt, wo er den her hatte. Er sagte, dass er meist 100-120 km weit kommt, mit dem 2. Akku dann auf die angegebenen 150 km/Akkuladung.
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Re: Range Extender für den e-Golf

Beitragvon DaCore » Mo 22. Jun 2015, 04:43

Tesla verwendet als Chemie NCA Nickel Cobalt Aluminium, alle anderen fast ausschließlich NMC Nickel Mangan Cobalt. NCA hat quasi von Natur aus eine höhere Energiedichte, ist aber auch etwas Reaktionsfreudiger. Man kann es nicht wirklich verallgemeinern, aber NMC Zellen liegen meistens im Hazard Level unter NCA. Für mich der Hauptgrund warum die meisten diesem Material vertrauen (ich persönlich bei anderen Anwendungen auch). Es gibt übrigens das Gerücht, dass die Zelle aus der Gigafactory ebenfalls NMC als Kathodenmaterial verwendet, ist aber nur ein Gerücht (wie soviele).

Rangeextender Akku ist eine coole Idee, die elektr. Leistung wird ohne Eingriff in die Fahrzeugregelung aber sehr gering bleiben. Mit 4 kW schafft man vielleicht 25 km/h und nur wenn Klima und Heizung aus sind.
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Re: Range Extender für den e-Golf

Beitragvon Sigi » Mo 22. Jun 2015, 11:46

eCar hat geschrieben:
Das komplette Paket wiegt 90 kg und füllt den Bereich unter dem Kofferraumboden vollständig aus. Vom Preis her wird es wohl im hohen 4-stelligen Bereich liegen. Die haben ja auch nix zu verschenken und die ganzen Komponenten sind eben teuer. Es handelt sich übrigens um ein LiPo-Akkupack. Es ist auch ein Wechselrichter integriert, mit dem man 230V AC aus der Batterie ziehen kann, z.B. bei einem Einsatz als PV-Zwischenspeicher.

Ich für meinen Teil würde dieses Pack, falls es tatsächlich LiPo 's sind, nicht fest Verbaut im oder am Auto haben wollen.
Gruss Sigi
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