E-Golf nicht mehr teurer als Benziner Golf

Re: E-Golf nicht mehr teurer als Benziner Golf

Beitragvon Misterdublex » Di 26. Dez 2017, 14:00

michael060392 hat geschrieben:
Oh wow! Da fühle ich mich ja richtig glücklich! Mir haben sie neben Umweltprämie, Zukunftsprämie und Abwrackprämie noch die Zulassungskosten übernommen, einen Rabatt auf das Fahrassistenzpaket Plus gegeben und dann noch einen Rabatt, weil mein Arbeitgeber bei demselben Autohaus seine Flotte einkauft... Ich habe jetzt statt 42.725 EUR noch 28.000 EUR bezahlt.

Was mir bei der Gesamtkostenrechnung allerdings einen kleinen Strich durch die Rechnung macht, ist das Laden. Ich kann weder zuhause, noch auf der Arbeit laden. Ich bin also vollständig auf die öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen. Wenn in meiner Stadt eine der kostenlosen Säulen frei ist, dann passt das ja. Aber wenn ich auf dem Weg zur Arbeit bei einer Allego-Säule laden muss, dann sprechen wir über 11,50 EUR/100 km für Strom.

Gegenüber dem Diesel, den ich jetzt ersetze, werde ich wohl ca. 100 EUR mehr im Monat bezahlen. Gegenüber dem Auto, das meinen Diesel nächstes Jahr sowieso ersetzt hätte, ist er bestimmt 200 EUR günstiger... ;-)


Das ist aber viel. Hast du so einen hohen Verbrauch, dass du auf 11,50 €/100 km kommst?

Bei Allego lagen wir zuletzt bei 0 °C Außentemp. und Schee-Regen-Schmuddelwetter für 100 km bei ca. 5 €.

17 kWh/100 km * 0,34 €/kWh (Tarif von swisscharge-Prepaid-Karte) = 5,78 €/100 km
E-Golf300-Fahrer.
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Beitragvon Dragoman » Di 26. Dez 2017, 18:46

Misterdublex hat geschrieben:
Die Erfahrung hatten wir auch gemacht: VW-Händlerrabatt bei sämtlichen Händlern nicht zu bekommen. Hatten dann keine Lust mehr auf die weitere Suche und bei Ludego im Internet bestellt.


Meine Bestellung ist ja jetzt auch schon zweieinhalb Monate her. Rabatte haben einige Händler angeboten, andere haben auf meine Anfrage per Mail erst gar nicht reagiert. Einer aus der Region wollte nur ca. € 500 mehr als Moll in Ddorf, aber den Altdiesel selbst verschrotten (den hatte ich einem Nachbarsjungen zugedacht). Moll war ein Angebot über ein Internetportal (Carwow).
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Re: E-Golf nicht mehr teurer als Benziner Golf

Beitragvon Dragoman » Di 26. Dez 2017, 18:50

michael060392 hat geschrieben:
Aber wenn ich auf dem Weg zur Arbeit bei einer Allego-Säule laden muss, dann sprechen wir über 11,50 EUR/100 km für Strom.


Bei der Flatrate-Ladekarte von Entega (für Stromkunden: € 25,- sonst € 30,- monatlich) kannst du bei Allego-Säulen kostenlos laden. Wie lange das noch so gehen wird, weiß natürlich niemand.
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Re: E-Golf nicht mehr teurer als Benziner Golf

Beitragvon michael060392 » Di 26. Dez 2017, 19:25

Auf 11,50 EUR komme ich, wenn ich mal den "Tarif für dumme" nehme: 0,69 €/kWh. Ich bin ehrlich gesagt nicht allzu optimistisch, dass mittelfristig wirklich günstigere Preise bei anderen Anbietern stehen werden. Weder bei ENTEGA, noch bei Swisscharge. Warum sollte Allego das machen?

Ist ja auch egal, ob es jetzt 5€, 10€ oder 15€ sind.... Was ich sagen will: Der e-Golf ist teurer, als das abbezahlte Auto, dass er ersetzt. Aber er ist erheblich günstiger, als jeder andere Ersatz für meinen alten Diesel geworden wäre. (Auch wenn manche Hater in anderen Foren meinen, der e-Golf sei ein überteuertes St.... lassen wir das) :D
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Re: E-Golf nicht mehr teurer als Benziner Golf

Beitragvon Dragoman » Di 26. Dez 2017, 20:17

michael060392 hat geschrieben:
Ich bin ehrlich gesagt nicht allzu optimistisch, dass mittelfristig wirklich günstigere Preise bei anderen Anbietern stehen werden. Weder bei ENTEGA, noch bei Swisscharge. Warum sollte Allego das machen?


Im Falle der Flatrate macht das ja vermutlich nicht Allego, sondern Entega. Allego wird ja eine irgendwie passende Vergütung dafür bekommen. Mir wären die Beweggründe der Anbieter auch ziemlich egal, solange das Angebot für mich günstig ist.
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Re: E-Golf nicht mehr teurer als Benziner Golf

Beitragvon Wolfgang Anger » Mi 27. Dez 2017, 05:24

michael060392 hat geschrieben:
.... Was ich sagen will: Der e-Golf ist teurer, als das abbezahlte Auto, dass er ersetzt. Aber er ist erheblich günstiger, als jeder andere Ersatz für meinen alten Diesel geworden wäre....D


Mein 525er Diesel war abbezahlt und wird jetzt von einem eGolf ersetzt werden.

Jeder gefahrene km WIRD EINEN GEWINN VON ca. 1Cent BRINGEN.
Cash
BAT (bar auf Tatze)

Wie soll man das besser machen?
Viele Grüsse,
Wolfgang
e-Golf-Warter (bestellt 19.12.17, Liefertermin: 05/2018) :hurra:
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Re: E-Golf nicht mehr teurer als Benziner Golf

Beitragvon ChristianF » Mi 27. Dez 2017, 10:05

Wolfgang Anger hat geschrieben:
Mein 525er Diesel war abbezahlt und wird jetzt von einem eGolf ersetzt werden.

Jeder gefahrene km WIRD EINEN GEWINN VON ca. 1Cent BRINGEN.
Cash
BAT (bar auf Tatze)

Wie soll man das besser machen?


Kannst Du erklären, wie Du das rechnest? Ich finde das spannend.
Viele Grüße,
Christian
e-Up Fahrer (wenn meine Frau mich läßt :massa: ) // e-Golf-Warter (bestellt 9.11.17, Liefertermin: 01/2018) :hurra:
Selbstbau-"Wallbox" mit variabler Ladeleistung (PV-gesteuert)
ChristianF
 
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Re: E-Golf nicht mehr teurer als Benziner Golf

Beitragvon Alex307 » Mi 27. Dez 2017, 10:30

Mich würd das auch mal interessieren. Ich Klink mich auch mal ein.

Dein BMW dürfte zumindest einen höheren Restwert als mein Polo gehabt haben. (Polo 200€)
e-Golf 300 am 21.12.17 bestellt :)

Lieferdatum voraussichtlich: 05/2018
bestellte Ausstattung: VRRAF66R
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Re: E-Golf nicht mehr teurer als Benziner Golf

Beitragvon Misterdublex » Mi 27. Dez 2017, 13:36

Ich stelle für mich sogar eine noch positivere Rechnung auf als Wolfgang Anger.

Randbedingungen:
1) Einmalige Kosten für Anschaffung bleiben unberücksichtigt, da wir eh ein neues Fahrzeug gebraucht hätten und der Alte nach 15 Jahren einfach durch gewesen ist. Kosten E-Golf vs. Gas-Golf in gleicher Ausstattung bei Abrackprämie: Identisch.
2) Versicherung lasse ich außen vor, da das kaum zu händeln ist
3) Kfz-Steuer lasse ich zu Gunsten der Verbrenner außen vor, da das kaum eine Auswirkung hat
4) Eine Abschreibung/Wertverlust berücksichtige ich nicht, da bei unserer beabsichtigten Haltedauer von 10-15 Jahren der Restwert eh "0" ist und wir davon ausgehen, dass in 10-15 Jahren wieder ein neues Fahrzeug ansteht

Mit unserem alten Audi A2 1.4 TDI haben wir im innerstädtischen Kurzstreckenbetrieb (15 km maximale Strecke) folgende Verbräuche erreicht:

5 l (Diesel)/100 km
bei monatlich 1500 km
Der Preis für Diesel lag zuletzt so bei ca. 1,10 €/l

Somit haben sich für uns folgende Fahrtkosten ergeben: (1500 km/Monat * 5 l / 100 km) * 1,10 €/l = 82,50 €/Monat

Mit unserem E-Golf liegen wir derzeit bei ca. 16 kWh/100 km.
Wenn wir immer am allego-Schnelllader laden müssten, wären wir im Winter mit dem A2 fast etwa gleich auf. Im Sommer ist der e-Golf natürlich günstiger als der A2:

1500 km/Monat * 16 kWh / 100 km) * 0,34 €/kWh = 81,60 €/Monat

Der Verbrauch spielt in unserem Szenario aber mindestens 1 Jahr lang überhaupt keine Rolle, da wir eine Strom-Flatrate für den innogy-Verbund haben und pauschal 25 €/Monat für Strom bezahlen.

Wir sparen somit im Vergleich zum alten Diesel: 57,50 €/Monat

Abgesehen davon, sind die Wartungskosten beim E-Fz wesentlich geringer als beim Diesel.

Es entfällt folgendes:

1) Wechsel Kraftstofffilter alle 60.000 km ca. 300 €/Wechsel
2) Wechsel Zahnriemen alle 90.000 km ca. 700 €/Wechsel
3) Wechsel Wasserpumpe alle 90.000 km ca. 300 €/Wechsel (wenn mit Zahnriemen zusammen, sonst auch 700 €/Wechsel)
4) Ölwechsel zu jeder Inspektion
5) 4 Stücke Bremsscheiben/Bremsbacken ca. 300 €/Wechsel

Um mal einige regelmäßige teure Posten zu nennen.
Was in 15 Jahren bei unserem A2 zusätzlich (Verbrennertypisch) alles kaputt gegangen ist:

1) 2x Kraftstoffpumpe jeweils ca. 1500 €/Wechsel
2) Turbolader ca. 2000 €/Wechsel

Was bei unserem e-Golf so in 15 Jahren vernünftigerweise kaputt gehen kann:

1) BATTERIE, Kosten kennt keiner. Aber bei VW ist es nicht vorgesehen, dass die gesamte Batterie zu tauschen ist! Ein Wechsel einzelner, defekter Module soll reichen. D.h. das werden keine 10.000 € werden sondern eher 1.000 €.
2) 4 Stücke Bremsscheiben/Bremsbacken ca. 300 €/Wechsel, aber viel seltener dank Rekuperation
3)... fällt mir nicht mehr ein - Euch?


Kleiner Hinweis:

https://www.e-stations.de/elektroautos/kostenrechner

Der Rechner berücksichtigt leider keine Stromfltarates... :-(
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Re: E-Golf nicht mehr teurer als Benziner Golf

Beitragvon Karlsson » Mi 27. Dez 2017, 15:40

Misterdublex hat geschrieben:
Abgesehen davon, sind die Wartungskosten beim E-Fz wesentlich geringer als beim Diesel.

Ich wiederhole noch mal - ich habe bei den ersten beiden Wartungen in etwa das gleiche bezahlt wie beim Diesel zuvor. Das E-Auto war außerdem in der Anschaffung 50% teurer und kostet dazu auch noch Akkumiete. Wäre beim Golf jetzt nicht der Fall, dafür wäre der noch mal deutlich teurer.
Wenn man mit 15k€ loszieht, kriegt man dafür problemlos nen jungen gebrauchten Golf mit guter Ausstattung. Aber nicht den E-Golf.
Wo Du wohl eh nen Neuwage willst, kann das natürlich anders aussehen. Aber könnte es sein, dass Du beim E viele Rabatte drin hast und beim Verbrenner kaum welche?

Misterdublex hat geschrieben:
1) BATTERIE, Kosten kennt keiner.

Bei Deiner angedachten Lebensdauer für das Fahrzeug steht und fällt damit eigentlich alles.

Misterdublex hat geschrieben:
3)... fällt mir nicht mehr ein - Euch?

Beim Smart ED meiner Eltern war der Lader defekt, waren 5700€. Zum Glück noch auf Garantie. Aber das ist halt das Problem an den E-Fahrzeugen, da stecken zur Zeit noch wahnsinnig teure Komponenten drin, weil das alles noch Kleinserie ist.
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