Bringt die wärmepumpe einen vorteil bei kurzem Weg?

Re: Bringt die wärmepumpe einen vorteil bei kurzem Weg?

Beitragvon danieldownload » Sa 14. Okt 2017, 19:44

@Blue shadow, die Scheibenheizung im Golf reicht zum abtauen und ist super gegen Beschlag, das konnte ich letzten Winter beim Leihwagen sehen. Nur hat er an den Seitenscheiben eben keine Scheibenheizung.

Das mit der Dieselstandheizung liest sich sehr interessant, die Frage ist wie das mit der Tankabnahme läuft. Das würde die Reichweite auch beträchtlich erhöhen im Winter. Mal sehen was mein VW Händler dazu sagt nächste Woche.
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Re: Bringt die wärmepumpe einen vorteil bei kurzem Weg?

Beitragvon Misterdublex » Sa 14. Okt 2017, 22:17

Die Idee mit der Verbrenner-Standheizung klingt eigentlich zunächst sehr gut.

Elektrische Arbeit dazu zu benutzen, um den Innenraum eines Fahrzeuges zu beheizen erscheint zunächst verschwenderisch.
Arbeit die geleistet wird, indem chemische Energie in Wärmeenergie umgewandelt wird, erscheint dabei wesentlich sinnvoller, denn das schaffen wir (Menschen) mit hohem Wirkungsgrad.

Der Elektromotor hat beim Erzeugen eines Vortriebes sehr, sehr hohe Wirkungsgrade ca. 90%.
Die Standheizung hat beim Erzeugen von Wärme sehr, sehr hohe Wirkungsgrade ca. 90 - 100%.

Eigentlich eine prima Kombination, aber...

in beiden Fällen wird jedoch Exergie in eine andere Energieform umgewandelt, d.h. eine besonders "hochwertige" Energieform. Wesentlich sinnvoller erscheint es dabei mit einem geringen Anteil Exergie, die Anergie aus dem Speicher "Umgebung" (z.B. Luft, feste Materie) zu nutzen, um den Innenraum des e-Golfs zu erwärmen.

Daher ist die Kombination aus hohem Wirkungsgrad des E-Auto-Vortriebs und Wärmepumpe die bessere Wahl hinsichtlich der Wahl der verwendeten Energieformen, da weniger Exergie Arbeit verrichten muss und stattdessen allgegenwärtige Anergie einem sinnvollen Zweck zugeführt werden kann.

Aus meiner Sicht gehört in jedem e-Golf eine Wärmepumpe! Warum VW das nicht serienmäßig anbietet ist mir ein Rätsel.

@blue shadow: Die Wärmepumpe macht damit ab dem ersten Augenblick zu dem Wärme benötigt wird Sinn. Da sie immer weniger Exergie zum Heizen in Arbeit umwandelt als ein Peltier-Element oder ein Tauchsieder, egal bei welcher Umgebungstemperatur. Allerdings haben Wärmpepumpen natürlich optimalere Betriebsbedingungen, wenn die Umgebungstempertur höher ist als niedriger.
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Re: Bringt die wärmepumpe einen vorteil bei kurzem Weg?

Beitragvon Blue shadow » So 15. Okt 2017, 07:53

Eine zusätzliche seitenscheibenheizung wäre der hit...im zusammenspiel mit sitz und lenkerheizung käme ich im winter damit klar.

In anbetracht der noch kleinen energiemenge im akku, die ich lieber in wegmeter stecken möchte ...kann die verbrennerstandheizung ein kleiner rangeextender sein.

Am liebsten hätte ich eine gaskartuschen betriebene...sind leicht...bringen etwa 2 kw....nur gesehen habe ich noch keine

Die meisten nachrüstungen gab es bislang bei der ersten generation e-mobil....leaf...drillinge....die meisten würden es wieder machen. Ein tesla könnte im winter bestimmt 1/4 sparsammer sein
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Re: Bringt die wärmepumpe einen vorteil bei kurzem Weg?

Beitragvon Helfried » So 15. Okt 2017, 09:40

Blue shadow hat geschrieben:
Ein tesla könnte im winter bestimmt 1/4 sparsammer sein


Ein Tesla um 100000 Euro mit Gaskartuschen-Heizung? Ja, bestimmt... :mrgreen:
Das Testament sollte man dann gleich machen.
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Re: Bringt die wärmepumpe einen vorteil bei kurzem Weg?

Beitragvon Blue shadow » So 15. Okt 2017, 14:16

Der tesla ist nicht ausgelegt, um sparsam von a nach b zu fahren.....ein ami schlitten.....nicht umsonst ist die volumeneinheit galonen.

Hat tesla überhaupt ne wärmepumpe verbaut?
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Re: Bringt die wärmepumpe einen vorteil bei kurzem Weg?

Beitragvon rolfrenz » So 15. Okt 2017, 14:27

Bei mir ist das eher eine Prinzipsache. Ich fahre unter anderem auch deswegen elektrisch, weil ich keine Abgase mehr in die Luft blasen will. Darum ist bei uns im Haus auch die Verbrennerheizung rausgeflogen und durch eine WP ersetzt worden. Ich würde never ever in einem Elektroauto durch die Hintertür wieder eine Dreckschleuder reinlassen...
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Re: Bringt die wärmepumpe einen vorteil bei kurzem Weg?

Beitragvon cologne-ev » So 15. Okt 2017, 15:39

Blue shadow hat geschrieben:
Der tesla ist nicht ausgelegt, um sparsam von a nach b zu fahren.....ein ami schlitten.....nicht umsonst ist die volumeneinheit galonen.

Hat tesla überhaupt ne wärmepumpe verbaut?


Nein, Tesla hat keine WP.
Bie den grossen Akkus und dem mittlerweile sehr engen SC-Netz auch nicht
von so großer Bedeutung als bei den "normalen Akkus" um die 30 Kwh.

Grüsse aus Köln
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Re: Bringt die wärmepumpe einen vorteil bei kurzem Weg?

Beitragvon Bernd_1967 » So 15. Okt 2017, 16:34

Keine Wärmepumpe bei Tesla?
Das wäre für mich ein KO-Kriterium!
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Re: Bringt die wärmepumpe einen vorteil bei kurzem Weg?

Beitragvon Helfried » So 15. Okt 2017, 16:43

Naja, wo nix is, können auch keine Säfte ausrinnen. Auch ein Tesla wird mal älter...
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Re: Bringt die wärmepumpe einen vorteil bei kurzem Weg?

Beitragvon umali » So 15. Okt 2017, 21:44

Wieso nicht beides?

Die WP für die Übergangszeiten, wo sie mit erträglicher Effizienz arbeitet und die SH für die wenigen Tage unter 0°C. Für mich ist die SH ein leichtgewichtiger und noch finanzierbarer Range Extender. Die paar Abgase sind doch peanuts im Vergleich zu Frieren im Stau oder schlimmer - Liegenbleiben.

In der Praxis würde ich an der heimischen Wallbox immer Vorklimatisieren (Ökostrom) und bei Kälte unterwegs die Diesel-SH nutzen, sofern die Reichweite ausgereizt werden muss.
Prinzipienreiterei "Ich will keine Abgase." ist nicht mein Evangelium. Das ganze BEV und auch der Strom generieren bei der Herstellung Abgase.

Die Hersteller wollen aber auch keine fossile SH - wohl aus Imagegründen.
übrigens - Volvo hatte beim ersten C30 BEV auch eine SH drin. Das war auch sinnvoll im kalten Skandinavien.

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