Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon DonDonaldi » Sa 18. Jun 2016, 13:56

Bei einem Car Sharer haben wir uns letzte Woche für zwei Tage einen iMiEV geliehen, um ihn anhand unseres Streckenprofils auf seine Alltagstauglichkeit zu überprüfen bzw. zu erfahren (im doppelten Sinn) welche Reichweite realistisch ist.

Das Fahrzeug ist drei Jahre alt und gut 30.000 km gelaufen. Das ist schon zu berücksichtigen. Einerseits gab es unseres Wissens nach 2014 eine Modelpflege und andererseits ist es bei der Laufleistung gut möglich das er oft "getreten" wurde bes. an Ampeln, weil es ja auch verführerisch ist für viele v.a. wenn man noch nie ein E-Auto gefahren ist.

Der iMiEV fährt sich ganz ok ist innen aber nicht spürbar hochwertiger als die beiden anderen Drillinge. Die Agilität ist ok und auch die Zuladung empfanden wir als durchaus alltagstauglich.

Was uns aber trotz optimalem Wetter und sehr sparsamer Fahrweise nie gelungen ist war die Reichweite über 120km zu bekommen. Das Streckenprofil bestand zu einem Drittel aus einer Schnellstraße auf der wir aber nur 70-80kmh gefahren sind. Der Eindruck, dass die Drillinge im Prinzip nur für sie Stadt gedacht sind hat sich dabei erhärtet, dabei fährt er sich auf der Landstraße angenehm, wesentlich angenehmer als der Smart ED.

Aber die Reichweite hat uns etwas ernüchtert zurück gelassen. Wenn die anderen beiden noch mal 10% weniger haben das Wetter kälter und ungemütlicher wird käme man wohl nur auf minimal 75-80km im Winter mit einem der französischen Drillinge.

Wir haben alle Verbraucher natürlich ausgeschaltet die sich ausschalten ließen. Wir sind ja E-Auto erfahren ;)

Was aber mysteriös war war der erste Balken. Auf der Landstraße verschwand er nach erst gut 12km im anschließenden Stadtverkehr verschwanden die beiden folgenden aber nach maximal 7km. Und das im absoluten Flachland. Hätte es nicht andersherum sein müssen?
DonDonaldi
 
Beiträge: 1038
Registriert: Fr 1. Apr 2016, 08:39

Anzeige

Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon joloeber » Sa 18. Jun 2016, 15:47

Hallo DonDonaldi,

das mit den Balken in der Anfangsphase der Akkuentladung ist Ok so. Der erste Balken entspricht 8%, der Zweite und Dritte jeweils 6% und ab dem vierten Balken ist die Schrittweite 5%.
Wenn Du nie schneller als 80km/h gefahren bist, kann ich das mit den 120km nicht verstehen. Was hast Du denn als "leer" angesetzt?

Gruß Joakim
joloeber
 
Beiträge: 104
Registriert: So 18. Aug 2013, 16:17

Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon TeeKay » Sa 18. Jun 2016, 17:17

Wenn es ein Carsharer mit fester Station war, dann stand der vermutlich die 3 Jahre meistens voll geladen herum und wartete auf Kunden. Gut möglich also, dass die Batterie nicht mehr die frischeste ist. Selbst mit meiner schon um min. 10% degradierten C-Zero 16kWh-Batterie kam ich im Sommer auf 120km und fuhr dabei auf Landstraße schneller als 80.
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
Benutzeravatar
TeeKay
 
Beiträge: 12116
Registriert: Di 15. Okt 2013, 11:40
Wohnort: Berlin und Frankfurt

Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon drilling » Sa 18. Jun 2016, 18:01

DonDonaldi hat geschrieben:
Der iMiEV fährt sich ganz ok ist innen aber nicht spürbar hochwertiger als die beiden anderen Drillinge.


Ganz im Gegenteil, die beiden Franzosen waren im Inneraum schon immer optisch etwas hochwertiger als der iMiev mit seinem grauen Plastik überall. Mir persönlich gefällt der Innenraum des Peugeot iOn am besten von allen Drillingen.
Auch die Alufelgen der Franzosen sind IMHO schöner als die des iMiev.
Benutzeravatar
drilling
 
Beiträge: 3820
Registriert: Mo 18. Apr 2016, 21:59

Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon TeeKay » Sa 18. Jun 2016, 18:13

Die Felgen sind schöner, ja. Aber der i-Miev hat gefütterte Seitenflächen an den Türen. Das haben die PSA-Drillinge nicht, da lacht das nackte Plastik entgegen.

Der Halbkreis oberhalb der Armlehne an der Tür ist gemeint.

Bild
Bild

Insgesamt gesehen fand ich den Peugeot aber von den 3 von mir besessenen Drillingen aber auch am besten. Vor allem, wenn das Auto NICHT schwarz ist, kann man den C-Zero optisch vergessen. :)
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
Benutzeravatar
TeeKay
 
Beiträge: 12116
Registriert: Di 15. Okt 2013, 11:40
Wohnort: Berlin und Frankfurt

Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon iOnier » Sa 18. Jun 2016, 18:48

TeeKay hat geschrieben:
Wenn es ein Carsharer mit fester Station war, dann stand der vermutlich die 3 Jahre meistens voll geladen herum und wartete auf Kunden. Gut möglich also, dass die Batterie nicht mehr die frischeste ist. Selbst mit meiner schon um min. 10% degradierten C-Zero 16kWh-Batterie kam ich im Sommer auf 120km und fuhr dabei auf Landstraße schneller als 80.
Hm, irgendwas scheine ich falsch zu machen: mein fast noch neuer iOn hat die 80 Zellen Batterie, ist also ab Werk ca. 10% "degradiert" ;) - aber die bislang größte angezeigte Reichweite bei "Akku voll" war 121 km. Landstraßenbetrieb, 2/3 meines Arbeitsweges sehr ländliche Straßen, die man kaum schneller als mit 60-70 km/h fahren mag (und einige Ortsdurchfahrten, teils mit Tempo 30 Zonen) - und auch auf dem übrigen 1/3 der Strecke kann man nur streckenweise mal halbwegs legal 90-110 km/h fahren (was ich kaum tue). Allerdings könnte die Akkutemperatur eine Rolle spielen: ich setze mich fast immer morgens ins über Nacht geladene Auto, da ist alles noch schön kühl; auf der Hinfahrt haut es die angezeigte Restreichweite auf 23 km gefahrenen km meist um 25-30 km 'runter - und auf der Rückfahrt "verbrauche" ich auf derselben Strecke oft nur 8-10 km RR. Das Höhenprofil passt auch nicht dazu: Start zu Hause bei 40 m über NN, Arbeit bei 40, max. Höhe 80 => dürfte fast nichts ausmachen, auch wenn's etwas hügelig ist ("holsteinische Schweiz" halt). Vielleicht hätte ich mehr Reichweite auf der Anzeige, wenn ich tagsüber laden und abends in das vom Sommertag noch warme Auto einsteigen würde?

Was mir allerdings aufgefallen ist: sobald ich den Wagen "starte" und das "Ready"-Lämpchen angeht höre ich aus dem Heck ein Surren wie von einem Lüfter oder einer Pumpe. Die Unterdruckpumpe für den Bremsservo ist es nicht, die kann ich durch Betätigen der Fußbremse zum Anlaufen bringen, hört sich anders an und geht auch wieder aus. Ist das normal? Was ist das? Die Kühlmittelpumpe?
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015
Benutzeravatar
iOnier
 
Beiträge: 2729
Registriert: Mi 23. Dez 2015, 01:53

Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon Jadepflanze » Sa 18. Jun 2016, 19:55

Hallo Werner,
siehe hierzu meinen Beitrag
http://67183441.foren.mysnip.de/read.ph ... msg-416204

Gerhard
Gerhard.
i-Miev 05/2014
Jadepflanze
 
Beiträge: 7
Registriert: Mi 27. Nov 2013, 11:08

Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon TeeKay » Sa 18. Jun 2016, 20:43

@ioner: Ich beschleunige immer nur so stark, dass der Leistungsanzeiger genau mittig nach oben zeigt. Ich lasse wenn möglich ausrollen, auch vor Ortseingängen. Wem das nicht passt, soll halt überholen. Die kommen dann in der Regel 5s vor mir am Ortseingang an und bremsen runter, während ich mit exakt 55km/h Anzeige am Ortseingang ankomme. Außerdem fahr ich mit CanION, um besser einschätzen zu können, wieviel noch in der Batterie ist.
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
Benutzeravatar
TeeKay
 
Beiträge: 12116
Registriert: Di 15. Okt 2013, 11:40
Wohnort: Berlin und Frankfurt

Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon imievberlin » Sa 18. Jun 2016, 21:04

Besteht die Möglichkeit das Auto in einer Garage stehen zu haben ? Wenn ja dann hast du morgens eine höhere Batterietemperatur als draußen.
Reifendruck ggf. etwas erhöhen. Ich fahre in Berlin fast immer 3 Bar rundherum.
i-MiEV Bj. 2011
Benutzeravatar
imievberlin
 
Beiträge: 1879
Registriert: Mo 13. Jan 2014, 18:25
Wohnort: Berlin

Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon iOnier » Sa 18. Jun 2016, 21:48

Hallo Gerhard,
Jadepflanze hat geschrieben:

Du meinst deinen letzten Beitrag in dem Thread? Den mit dem Inhalt "der Mitsu-Chef hat gesagt, sein Werkstattleiter hat Fehler-Status ausgelesen. Ergebnis: Keine Fehler."?

Darauf erwiderte dann ja noch "C-Zero-HH" (Henning):
"Dann fragt man sich, wieso die Pumpe trotzdem läuft, wenn kein Fehler vorliegen soll. Ich würde sagen, dass die Werkstatt lustlos mit dem Diagnosegerät gearbeitet hat. Wenn das Steuergerät keine Fehler meldet, dann arbeitet es ja vermutlich mit falschen Annahmen. Sprich, die Kühlwassertemperatur wird von einem Sensor falsch gemeldet."

Und Andreas106 ergänzte: "Wenn es heiß ist, läuft die Pumpe wohl ständig." und "PS: Seit dem Softwareupdate 2/15 sind so einige Dinge anders."

=> Was soll ich nun davon halten? Dass die Pumpe, "wenn es heiß ist" ständig läuft ist naheliegend, dann muss halt ständig gekühlt werden. Sie läuft aber auch morgens früh gleich, wenn alles noch kühl ist ...
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015
Benutzeravatar
iOnier
 
Beiträge: 2729
Registriert: Mi 23. Dez 2015, 01:53

Anzeige

Nächste

Zurück zu C-ZERO, i-MiEV, iON

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste