Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon iOnier » Sa 18. Jun 2016, 21:09

TeeKay hat geschrieben:
@ioner: Ich beschleunige immer nur so stark, dass der Leistungsanzeiger genau mittig nach oben zeigt. Ich lasse wenn möglich ausrollen, auch vor Ortseingängen. Wem das nicht passt, soll halt überholen. Die kommen dann in der Regel 5s vor mir am Ortseingang an und bremsen runter, während ich mit exakt 55km/h Anzeige am Ortseingang ankomme.

Die Verbrauchsanzeige ist ein Amperemeter, jeder Teilstrich entspricht etwa 50 A (hab' ich jedenfalls hier oder im elweb mal gelesen und kommt auch hin). Ich bin immer noch am experimentieren, was das Beschleunigen angeht. Theoretisch-physikalisch braucht man immer dieselbe Energiemenge, um eine Masse auf eine bestimmte Geschwindigkeit zu beschleunigen - mit geringerer Leistung dauert's halt länger.
Praktisch hängt das aber auch vom Wirkungsgrad der Leistungselektronik und des Motors sowie den Leitungsverlusten bei verschiedenen Leistungen ab. Dass man bei starkem Beschleunigen etwas früher schnell ist und damit etwas länger mehr Widerstand überwinden muss lasse ich mal beiseite. Ich habe schon festgestellt, dass maximales Beschleunigen mehr Energieverbrauch über die Gesamtfahrstrecke bedingt, aber auch, dass sehr schwaches Beschleunigen ebenfalls eher ungünstig ist (im untersten Teillastbereich scheint der Wirkungsgrad auch nicht der beste zu sein). Sich am 2. Teilstrich (100 A) zu orientieren scheint auf jeden Fall schon mal günstiger als am 3. (150 A und mehr, Anschlag halt) oder zwischen 0 und 50 A (also so um 20-30 A). Weiter bin ich bislang nicht gekommen :-)
Außerdem fahr ich mit CanION, um besser einschätzen zu können, wieviel noch in der Batterie ist.

Ist für meine Strecken eh irrelevant. Trotzdem nutze ich caniOn, aber um (am Ende einer Fahrt) direkt ablesen zu können, wie sich mein (unterschiedliches) Beschleunigungs- und Geschwindigkeitsverhalten auf den mittleren Energieverbrauch auswirkt.
Ach, und: an (kurzen, lange hat's hier nicht) Steigungen scheint es günstiger zu sein, erst mal scharf auf etwas über die Ziel-Reisegeschwindigkeit zu beschleunigen und dann bis zum Ende der Steigung langsam auf Zielgeschwindigkeit zurückzufallen. Ich hab' das an immer der gleichen Steigung mehrfach ausprobiert: wenn ich langsam hoch "krieche" geht dort die RR-Anzeige um 1-2 km zurück. Wenn ich die Steigung wie eben beschrieben "anspringe" sind es 0-1 km.
Bezüglich Geschwindigkeit: Wenn ich als Vmax 60 km/h anpeile bin ich erheblich sparsamer als mit Vmax 70 km/h, der Sprung zu Vmax 80 km/h ist aber noch größer und alles darüber frisst einfach die Reserven unverhältnismäßig auf.
Gruß
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Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon TeeKay » Sa 18. Jun 2016, 21:59

50A sind 1C, darüber wird es meiner Meinung nach auf jeden Fall deutlich höhere Verluste in der Batterie selbst geben.
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Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon iOnier » Sa 18. Jun 2016, 23:46

Na ja, sicher, die Verluste in der Batterie dürften ansteigen. Innenwiderstand und Zellchemie halt, klar. Fragt sich nur, wie steil der Anstieg ist und wie weit das von einem möglicherweise besseren Wirkungsgrad in Elektronik / Motor (über)kompensiert wird. Der dürfte allerdings mit seinem Optimum auch irgendwo im Teillastbereich liegen (wo das Auto halt zu erwartend meist bewegt wird). Wenn ich Konstrukteur wäre würde ich das jedenfalls dahin optimieren.
Gruß
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Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon p.hase » So 19. Jun 2016, 10:08

mit knapp 3,0 im reifen kommt der i-miev so weit wie leaf oder zoe und man ist nur minimal langsamer unterwegs. das einzige manko des i-miev ist das nicht vorhandensein von effizienten winterreifen für diese fahrzeugklasse. die vorteile überwiegen: ladezuverlässigkeit, webdigkeit. umfahren von abschrankungen und fahren auf gehwegen. das ladevolumen von knapp 1m³ ist sensationell.
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Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon DonDonaldi » So 19. Jun 2016, 12:58

@joloeber
Alles klar, aber dennoch gefühlt eine Differenz zwischen dem ersten und den folgenden zumal der erste auf der Schnellstraße länger als der zweite und dritte in der Stadt benötigt hat. Seis drum.

@TeeKay
Möglich. Aber er wurde mit 30.000km auch ordentlich bewegt und möglicherweise war er intelligent geladen und hatte nie mehr als 80%. Zumindest die Male wo wir ihn getestet haben war er nur bei 70-80%. Du hast einen C-Zero mit 16kwh Akku? Hatten die mal mehr als 14,5?
Auf den Fotos wirken sie aber schon besser, keine Frage. Nur wenn man drin sitzt wirkt es nicht mehr annähernd so wie auf den Bildern.
Den iOn würde meine Frau auch vorziehen. Die Farbe vom C-Zero empfindet sie als Rentnerfahrzeug. Naja ist eh immer Geschmackssache.
Beim beschleunigen bin ich so gut wie nie aus dem grünen Bereich heraus schon um zu sehen, ob sich das deutlich positiv auf die Reichweite auswirkt. Leider eher sehr wenig.

@drilling
Wir haben einen C-Zero von innen auch gesehen und der sah auch aus wie ein Einkaufswagen ;) Für den Preisunterschied hätten wir beim Mitsubishi aber schon die etwas bessere Optik erwartet.
Und besonders schlimm war das Handschuhfach. Das wackelte und man hat es gesehen ohne es anfassen zu müssen. Alles war sehr zerkratzt. Aber vielleicht weil es ein Sharing Auto ist. Der "Tankdeckel" fühlt sich übelst nach billigem Blech an.

@iOnier
Mehr als 120km geht wohl nur im reinen Stadtbetrieb. Dafür sind die Drillinge aus unserer Sicht auch am meisten prädestiniert.

@imievberlin
Habe die Frage nach dem Vorteil in der Garage zum Smart ED hier gestellt und mir wurde erklärt das es quasi keinen Einfluss auf die Reichweite hat.
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Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon drilling » So 19. Jun 2016, 13:36

DonDonaldi hat geschrieben:
Wir haben einen C-Zero von innen auch gesehen und der sah auch aus wie ein Einkaufswagen ;)

@iOnier
Mehr als 120km geht wohl nur im reinen Stadtbetrieb. Dafür sind die Drillinge aus unserer Sicht auch am meisten prädestiniert.


Die Drillinge sind ja auch Einkaufswagen, bzw. Kurzstreckenautos, für die Stadt und die nähere Umgebung, um zur Arbeit zu fahren, Kinder zur Schule zu bringen, zum Arzt zu gehen usw. , genauso wie vergleichbare kleine Benziner-Autos.

Und genau dafür sind die 120km Reichweite völlig ausreichend. Wenn man ein Langstreckenauto braucht, dann sollte man sich keinen Drilling kaufen (genausowenig wie man sich einen Smart oder einen Twingo oder einen Fiat Panda als Langstreckenauto kaufen sollte).

Bei uns ist der Drilling ein Zweitauto, daneben haben wir noch einen Benziner-Kombi, der aber inzwischen immer seltener verwendet wird, denn meistens genügt der Drilling (und der ist wegen seiner Kompaktheit und Wendigkeit viel praktischer).
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Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon imievberlin » So 19. Jun 2016, 13:48

Also soweit ich richtig liege kann man einer warmen Batterie mehr Energie entnehmen bzw. reinladen als bei einer kalten.
Also sollte auch das parken in der Garage ( im Winter ) geringe Vorteile bieten. Die Garage sollte natürlich nicht Außentemperatur haben.
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Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon DonDonaldi » So 19. Jun 2016, 15:43

@imievberlin
Hier wurde es vor kurzem thematisiert und erklärt.
smart-fortwo-electric-drive-batterie-reichweite/reichweiten-szenario-frage-t17100.html
Unsere Garage hätte zwischen +17° und +25° übers Jahr gesehen.

@drilling
Beim Thema Langstrecke gibt es sicher unterschiedliche Ansichten. Wenn ich von 100-150km am Tag ausgehe sind 120km im Idealfall knapp um nicht zu sagen kaum ausreichend. Und Langstrecke fängt für uns erst so zwischen 200-250km an. Und wir wollen imho nur noch ein Fahrzeug und als Alternative Car Sharing. Wenn die Drillinge auch so um die 150km hätten wäre es sicher wesentlich attraktiver.
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Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon imievberlin » So 19. Jun 2016, 15:53

Interessant, danke für den Link.
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Re: Zwei Tage Mitsubishi iMiEV Test.

Beitragvon drilling » So 19. Jun 2016, 17:52

DonDonaldi hat geschrieben:
Wenn ich von 100-150km am Tag ausgehe sind 120km im Idealfall knapp um nicht zu sagen kaum ausreichend. Und Langstrecke fängt für uns erst so zwischen 200-250km an. Und wir wollen imho nur noch ein Fahrzeug und als Alternative Car Sharing. Wenn die Drillinge auch so um die 150km hätten wäre es sicher wesentlich attraktiver.


In dem Fall sind die Drillinge nicht für euch geeignet. In eurer Situation (das EAuto als alleiniges Auto und 150km am Tag auch im Winter) würde ich mir einen 30KWh Leaf kaufen, alles darunter wäre grenzwertig.
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