Welchen der Drillinge zulegen?

Re: Welchen der Drillinge zulegen?

Beitragvon Stevenjulian » Mo 6. Feb 2017, 22:28

@Onkel HÖ:
Meines Erachtens sind beim Kauf eines gebrauchten Drilling 3 Punkte wichtig:
1. Die Heizungsisolation (Heizkörper, Schläuche und Vorratsbehälter) verbessert im Winter die Reichweite und führt zu einer wesentlich schnelleren Erwärmung des Innenraums.
2. Bei einem 2012er würde ich darauf achten, dass der Unterboden nicht bereits angerostet ist, sondern dass Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung vorhanden sind.
3. Wichtig ist auch ein geringer Tachostand, denn ab ca. 70000 km muss mit nachlassender Batteriekapazität / Reichweite gerechnet werden.
Alle anderen Dinge sind weniger wichtig, denn die Autos gelten als äußerst zuverlässig und verschleissarm.
Stevenjulian
 
Beiträge: 22
Registriert: Sa 7. Jan 2017, 15:34
Wohnort: 71277 Rutesheim

Anzeige

Re: Welchen der Drillinge zulegen?

Beitragvon berndine1 » Di 7. Feb 2017, 10:55

Hallo,
erstmal vielen Dank für eure Tipps hier.
Ich bin auch am überlegen, ob ich in naher Zukunft einen Drilling anschaffen soll.

Wie unterscheiden die sich denn in der Ausstattung? Gibt es Unterschiede in der Ladetechnik?

VG
berndine1
 
Beiträge: 375
Registriert: Mi 8. Aug 2012, 22:02
Wohnort: Winnenden

Re: Welchen der Drillinge zulegen?

Beitragvon iOnier » Di 7. Feb 2017, 17:50

Ein paar grundlegende Informationen liefert z.B. dieser etwas ältere Thread. Ansonsten noch mal die Suchfunktion des Forums (erweiterte Suche) füttern.
Gruß
Werner
Benutzeravatar
iOnier
 
Beiträge: 1732
Registriert: Mi 23. Dez 2015, 00:53

Re: Welchen der Drillinge zulegen?

Beitragvon Ion-Fahrer seit 2016 » Di 7. Feb 2017, 18:20

Noch als Anhaltspunkt...Seit Einführung der eprämie wurden lt. Bafa, Stand Feb. 2017, insgesamt 151 zeros, 231 Ions und 14 Imievs gekauft/gefördert.
Wobei der imiev aus irgendeinem Grund nicht mehr verfügbar ist/war.
Peugeot Ion Active, EZ 16.12.2016
PV 9,86 Kwp, 34 Module, 9 Ost, 8 Süd, 17 West
Ion-Fahrer seit 2016
 
Beiträge: 135
Registriert: Fr 6. Jan 2017, 09:59

Re: Welchen der Drillinge zulegen?

Beitragvon iOnier » Di 7. Feb 2017, 18:37

Onkel HÖ hat geschrieben:
Ja, muss n Gebrauchter werden. So Bj 2012+
Mich interessieren halt überwiegend die technischen Unterschiede der BJ 2012, Akku, Lader, BMS, Fahrwerk,... Soweit es da welche gibt!

Akku wurde ja schon gesagt: ab ca. 2012 / 2013 neuere Zellen (LEV50N mit deutlich höherer Zyklenfestigkeit), aber bei PSA nur 14,5 statt 16 kWh. Das ist aber der Brutto-Unterschied, PSA gibt bei den besseren Zellen offenbar mehr Nettokapazität frei, so dass Du netto bei 12 vs 13 kWh landest (bei beginnender Degradation dann aber auch weniger Reservekapazität hast, bis Du den Kapazitätsverlust bemerkst).
Einzelne Steuergeräte scheinen auch angepasst worden zu sein, aber vom selben Hersteller zu stammen wie für den i-MiEV, andere Teilenummer halt und wohl tatsächlich im Detail modifiziert, zumindest bezüglich der Firmware. PSA hat wohl Anpassungen vorgenommen, die den Wagen noch mehr auf Stadtbetrieb hin optimieren. Und sie behaupten ja nach wie vor einen NEFZ von 150 km. Würde bei 12 kWh Nettokapazität 9,6 kWh/100 km entsprechen, was im Sommer im Schleichmodus auch fahrbar ist - hab' ich schon erfolgreich probiert, die 150 km wären dann vielleicht sogar zu toppen, macht aber keinen Spaß, hab' ich also bleiben lassen 8-).

Der Lader ist im Prinzip der gleiche, halt einphasig, Typ1-Anschluss und nimmt nicht mehr als 3,3 kW (manche sagen: nur 3,15 kW - ist aber auch egal).

Das mitgelieferte Ladekabel hängt wohl vom Baujahr ab: zeitweilig haben sie eins mit fest auf 10A eingestellter ICCB geliefert; meins ist per Magnet in der Steckdose (LeGrand, siehe auch hier) oder auch "von außen" manuell mit einem Magneten umschaltbar 8/14A (im Schuko-Stecker sitzt ein Reed-Kontakt, der die "Spezialsteckdose" erkennen soll). Den Magnet-Trick sollte man aber nur nutzen wenn man auch weiß, was man tut (Absicherung und Querschnitt der Zuleitung, andere Verbraucher? Taugt die Steckdose? Ggfs. anfangs mal die Ladung testweise unterbrechen, Stecker ziehen und Temperatur der Pins prüfen).

Das BMS scheint ziemlich identisch zu sein - die Lexia DiagBox meint beim 80-Zeller, dass BMS-Steuergeräte für 8 Zellen nicht gefunden werden :mrgreen:

Zum Fahrwerk wüsste ich jetzt nichts sicheres an Unterschieden. Die originale Japan-Version hat wohl eine noch etwas schmalere Spurweite, aber die "Europa-i-MiEVs" haben wohl die gleiche wie die PSA-Geschwister.

Beim Antrieb hat PSA wohl die Getriebeübersetzung etwas geändert (kürzer?) und möglicherweise auch einen leicht geänderten Motor eingebaut. Da habe ich aber auch nichts gesichertes dazu gefunden. Würde aber zu einer Optimierung auf Stadtverkehr passen.

Die Unterschiede im "Fahrgefühl" dürften letztlich aber marginal sein. Da es Dir auch ganz wesentlich um den Preis geht, kommt eh nur ein PSA-Drilling in Frage, wenn er nicht zu alt sein soll. Mit "zu alt" würde ich dann aber bei einem i-MiEV verbinden, dass er noch die LEV50-Zellen verbaut hat. Also die ohne das "N" in der Typenbezeichnung und mit einer im Datenblatt nach Labortests spezifizierten Zyklenfestigkeit von 1.000 Vollzyklen. Die LEV50N sind mit 5.500 Vollzyklen angegeben. Die erreichen sie vielleicht unter Realbedingungen nicht, aber dann kommen die alten auch nicht auf 1.000 ... der angegebene Faktor wird von der Größenordnung her schon hinkommen und 5,5 mal so oft laden zu können bevor der Akku auf 80% degradiert ist finde ich schon mal eine Hausnummer. Bedeutet ja auch, 5,5 mal so weit zu kommen (allerdings durch den kalendarischen Anteil an der Degradation auch limitiert).

Mein Rat wäre ein PSA-Drilling ab Bj. 2013, der hat sicher die neuen Zellen drin und da hast Du dann länger Freude dran. Mitsu hat die neuen Zellen wohl erst später (2016?) verbaut, wie hier im Forum zu lesen war, das läge dann sicher über Deinem Preislimit. Aber mit der Kaufprämie ist der Abstand zu einem Neuen mit voller Garantie nicht mehr so groß ... ich will Dir jetzt keinen Floh ins Ohr setzen, aber unter diesen Bedingungen käme ich schon ins Überlegen, ein Neufahrzeug zu finanzieren statt einen Gebrauchten cash aus dem Ersparten zu bezahlen.
Gruß
Werner
Benutzeravatar
iOnier
 
Beiträge: 1732
Registriert: Mi 23. Dez 2015, 00:53

Re: Welchen der Drillinge zulegen?

Beitragvon iOnier » Di 7. Feb 2017, 18:40

Stevenjulian hat geschrieben:
2. Bei einem 2012er würde ich darauf achten, dass der Unterboden nicht bereits angerostet ist, sondern dass Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung vorhanden sind.

Dazu von mir eine interessierte Nachfrage: ist der Korrosionsschutz nach 2012 besser geworden? Ich überlege bei meinem (Bj. 2015 / EZ 01/16) nämlich gerade, ob ich da was machen (lassen) sollte.
Gruß
Werner
Benutzeravatar
iOnier
 
Beiträge: 1732
Registriert: Mi 23. Dez 2015, 00:53

Re: Welchen der Drillinge zulegen?

Beitragvon Onkel HÖ » Di 7. Feb 2017, 20:04

iOnier hat geschrieben:
Onkel HÖ hat geschrieben:
Ja, muss n Gebrauchter werden. So Bj 2012+
Mich interessieren halt überwiegend die technischen Unterschiede der BJ 2012, Akku, Lader, BMS, Fahrwerk,... Soweit es da welche gibt!

Akku wurde ja schon gesagt: ab ca. 2012 / 2013 neuere Zellen (LEV50N mit deutlich höherer Zyklenfestigkeit), aber bei PSA nur 14,5 statt 16 kWh. Das ist aber der Brutto-Unterschied, PSA gibt bei den besseren Zellen offenbar mehr Nettokapazität frei, so dass Du netto bei 12 vs 13 kWh landest (bei beginnender Degradation dann aber auch weniger Reservekapazität hast, bis Du den Kapazitätsverlust bemerkst).
Einzelne Steuergeräte scheinen auch angepasst worden zu sein, aber vom selben Hersteller zu stammen wie für den i-MiEV, andere Teilenummer halt und wohl tatsächlich im Detail modifiziert, zumindest bezüglich der Firmware. PSA hat wohl Anpassungen vorgenommen, die den Wagen noch mehr auf Stadtbetrieb hin optimieren. Und sie behaupten ja nach wie vor einen NEFZ von 150 km. Würde bei 12 kWh Nettokapazität 9,6 kWh/100 km entsprechen, was im Sommer im Schleichmodus auch fahrbar ist - hab' ich schon erfolgreich probiert, die 150 km wären dann vielleicht sogar zu toppen, macht aber keinen Spaß, hab' ich also bleiben lassen 8-).

Der Lader ist im Prinzip der gleiche, halt einphasig, Typ1-Anschluss und nimmt nicht mehr als 3,3 kW (manche sagen: nur 3,15 kW - ist aber auch egal).

Das mitgelieferte Ladekabel hängt wohl vom Baujahr ab: zeitweilig haben sie eins mit fest auf 10A eingestellter ICCB geliefert; meins ist per Magnet in der Steckdose (LeGrand, siehe auch hier) oder auch "von außen" manuell mit einem Magneten umschaltbar 8/14A (im Schuko-Stecker sitzt ein Reed-Kontakt, der die "Spezialsteckdose" erkennen soll). Den Magnet-Trick sollte man aber nur nutzen wenn man auch weiß, was man tut (Absicherung und Querschnitt der Zuleitung, andere Verbraucher? Taugt die Steckdose? Ggfs. anfangs mal die Ladung testweise unterbrechen, Stecker ziehen und Temperatur der Pins prüfen).

Das BMS scheint ziemlich identisch zu sein - die Lexia DiagBox meint beim 80-Zeller, dass BMS-Steuergeräte für 8 Zellen nicht gefunden werden :mrgreen:

Zum Fahrwerk wüsste ich jetzt nichts sicheres an Unterschieden. Die originale Japan-Version hat wohl eine noch etwas schmalere Spurweite, aber die "Europa-i-MiEVs" haben wohl die gleiche wie die PSA-Geschwister.

Beim Antrieb hat PSA wohl die Getriebeübersetzung etwas geändert (kürzer?) und möglicherweise auch einen leicht geänderten Motor eingebaut. Da habe ich aber auch nichts gesichertes dazu gefunden. Würde aber zu einer Optimierung auf Stadtverkehr passen.

Die Unterschiede im "Fahrgefühl" dürften letztlich aber marginal sein. Da es Dir auch ganz wesentlich um den Preis geht, kommt eh nur ein PSA-Drilling in Frage, wenn er nicht zu alt sein soll. Mit "zu alt" würde ich dann aber bei einem i-MiEV verbinden, dass er noch die LEV50-Zellen verbaut hat. Also die ohne das "N" in der Typenbezeichnung und mit einer im Datenblatt nach Labortests spezifizierten Zyklenfestigkeit von 1.000 Vollzyklen. Die LEV50N sind mit 5.500 Vollzyklen angegeben. Die erreichen sie vielleicht unter Realbedingungen nicht, aber dann kommen die alten auch nicht auf 1.000 ... der angegebene Faktor wird von der Größenordnung her schon hinkommen und 5,5 mal so oft laden zu können bevor der Akku auf 80% degradiert ist finde ich schon mal eine Hausnummer. Bedeutet ja auch, 5,5 mal so weit zu kommen (allerdings durch den kalendarischen Anteil an der Degradation auch limitiert).

Mein Rat wäre ein PSA-Drilling ab Bj. 2013, der hat sicher die neuen Zellen drin und da hast Du dann länger Freude dran. Mitsu hat die neuen Zellen wohl erst später (2016?) verbaut, wie hier im Forum zu lesen war, das läge dann sicher über Deinem Preislimit. Aber mit der Kaufprämie ist der Abstand zu einem Neuen mit voller Garantie nicht mehr so groß ... ich will Dir jetzt keinen Floh ins Ohr setzen, aber unter diesen Bedingungen käme ich schon ins Überlegen, ein Neufahrzeug zu finanzieren statt einen Gebrauchten cash aus dem Ersparten zu bezahlen.


Seeeehr cool, 1000 Dank f die ausführliche Antwort ;-)
Onkel HÖ
 
Beiträge: 12
Registriert: Di 4. Okt 2016, 18:25

Re: Welchen der Drillinge zulegen?

Beitragvon xpop » Mi 8. Feb 2017, 13:05

Hallo!

Wir wollen uns einen Überblick verschaffen, welches E-Mobil unserem Mobilitätsbedarf entgegen kommt. Dabei kommen die Drillige auch in den engeren Kreis, ganz besonderes Highlight: der scheinbar total ebene Laderaumboden bei umgelegter Rücksitzbank. Ist dem Wirklich so? Kann man jemand messen, wie groß die größmögliche, rechtwinklige Fläche ist?

Leider kommt ein Gebrauchter wohl nicht in Frage, haben keinen gefunden der spürbar günstiger ist als ein Neuer.
Und hat jemand eine Ahnung was das DoppelDIN-Radio kosten soll, welches man in der Galerie der Drillinge sehen kann?
xpop
 
Beiträge: 87
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:56

Re: Welchen der Drillinge zulegen?

Beitragvon Oeyn@ktiv » Mi 8. Feb 2017, 20:48

Onkel HÖ hat geschrieben:
Hi liebe Leute,
.... Da ich mir höchstens einen der Drillinge leisten kann, frag ich mich nun welchen?!?! Über Ersatzteilkosten hab ich schon mal was gefunden. Eher erschreckend. Naja... Und wie siehts mit dem Akkupack aus? Da gabs doch versch Großen, oder?


Nun weiss ich natürlich nicht, aus welcher Gegend du kommst. Außerdem kenn ich mich ehrlich gesagt auch nicht mit Leasing aus.
Ich bin heute aber über folgende Seite gestolpert, deren Angebot ich ganz interessant fand.
Schau selbst: http://www.e-flat.com/index.php.

Da hättest du für einen überschaubaren monatlichen Betrag eine niegelnagelneue Kiste und keine Sorgen wegen irgendwelcher Ersatzteile.
1. 31.07.2013: Zoe intens, Black-Pearl-Schwarz, 2. 05.04.2014: Zoe intens, azurblau, 3. 29.12.2017: Smart ed 453 Fortwo in der Bestellpipeline / drei PV-Anlagen: 1. aus 2004 = 7,6 kWp, 2. aus 2007 = 7,5 kWp und 3. aus 2012 = 4,4 kWp
Benutzeravatar
Oeyn@ktiv
 
Beiträge: 520
Registriert: So 23. Sep 2012, 13:38
Wohnort: Bad Oeynhausen, wo sonst?

Re: Welchen der Drillinge zulegen?

Beitragvon Langsam aber stetig » Mi 8. Feb 2017, 21:35

Allerdings nur Schnarchladung!
Benutzeravatar
Langsam aber stetig
 
Beiträge: 1024
Registriert: Mi 11. Jan 2017, 14:30

Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu C-ZERO, i-MiEV, iON

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste