Kaufberatung - Drilling

Re: Kaufberatung - Drilling

Beitragvon drilling » Di 10. Apr 2018, 15:16

trekki1990 hat geschrieben:


Das ist ein ehemaliges Car-Sharing Fahrzeug aus Berlin (erkennt man an den Felgen). Ich möchte sicher nicht grundsätzlich davon abraten, aber bei einem Car-Sharing Fahrzeug muß man schon davon ausgehen das es nicht so gut behandelt wurde, insofern ist eine detaillierte Überprüfung wichtig, und natürlich unbedingt eine Gebrauchtwagengarantie aushandeln.
Der Preis ist aber ok, solange das Fahrzeug (und vor allem der Akku) in gutem Zustand ist.
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Re: Kaufberatung - Drilling

Beitragvon puddnig » Di 10. Apr 2018, 15:24

Lass dir vom Händler am besten die Fahrgestellnummer geben, um herauszufinden welcher Akku verbaut ist.
Ich habe mir verschiedene Multicity Fahrzeuge angeschaut, manche hatten 80, andere 88 Zellen.

https://www.goingelectric.de/forum/c-zero-i-miev-ion/14-5-oder-16-kwh-akku-anhand-der-fin-ermitteln-t16139.html#p715656
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Re: Kaufberatung - Drilling

Beitragvon drilling » Di 10. Apr 2018, 15:29

Steht doch in der Anzeige: FIN: VF71NZKZZCU904986 = 88 Zellen.
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Re: Kaufberatung - Drilling

Beitragvon iOnier » Di 10. Apr 2018, 17:02

Der Preis ist an sich OK. Die Laufleistung ist gering für das Alter, der Akku hat also wenige Zyklen gesehen. Dennoch dürfte er (Betrieb im Carsharing) einigermaßen regelmäßig, jedenfalls immer mal wieder aufgeladen worden sein. Das sind also schon mal ein paar Fakten, die für das Auto sprechen.

Den Fotos kann man nicht ausreichend ansehen, wie gut die Innenausstattung noch "in Schuss" ist. Ansonsten kann man durch "falsche Behandlung" ja am E-Auto nicht so viel kaputt machen.

"Ruppiges" Einparken / "Kontaktparken" mag die Heckschürze gar nicht, ist nun mal nicht aus Blech, da können die Befestigungsösen der Haltestreben an der Heckschürze abreißen. Hier im Bild v.a. die schräge Strebe links:
Heckschürze.pdf
(48.53 KiB) 16-mal heruntergeladen

... unten an der Innenseite der Heckschürze ist die Befestigungsöse, ist ein angegossenes Bestandteil der Heckschürze, lässt sich ggfs. vielleicht ankleben, solider ist dann aber ein Austausch der Heckschürze. Da darf man dann auch mal unter die Schürze greifen :mrgreen: und tasten ob alles in Ordnung ist, durchaus auch mal dran wackeln, ob's fest ist und nicht klappert.

Was mir sonst noch einfällt: der Ladeziegel ist offenbar einer von der fest auf 16 A eingestellten Sorte, damit sollte man nur an zuverlässigen Steckdosen laden. Für zuhause: Qualitätssteckdose oder Wallbox montieren lassen. Und für unterwegs (wenn Du nicht vorhast, ausschließlich zu Hause zu laden) brauchst Du noch ein Typ1-Typ2-Ladekabel für die öffentlichen Ladesäulen (die sind fast ausschließlich Typ2 und immer seltener auch noch mit Schuko-Steckdose ausgestattet).
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Re: Kaufberatung - Drilling

Beitragvon trekki1990 » Di 10. Apr 2018, 20:46

Ich freue mich sehr über euer Engagement mich beim Kauf zu unterstützen :)

Steckdose 16A kein Problem. Elektroinstallation musste ich bei unserem Haus sowieso komplett erneuern. Da habe ich vorausschauend gleich eine CEE 32A und eine 16A Schuko Dose installiert und entsprechend dimensionierte Kabel gezogen.

Car Sharing bei einem E-Auto ist meines Erachtens gar nicht so schlimm. Denn wie wir alle wissen, kann wirklicher Mist nur bei Verbrennern passieren :D Kalt durchtreten usw.

Ich habe auch ein wenig Bedenken mir einen zu weit weg anzuschauen. Will nicht 300km fahren um dann enttäuscht zu werden. Hier im Osten sieht's echt schlecht aus mit guten E-Auto angeboten. Es verkauft nicht zufällig von euch gerade einen?



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Re: Kaufberatung - Drilling

Beitragvon AndreR » Di 10. Apr 2018, 21:42

Wie ist das denn eigentlich mit Langlebigkeit und Wiederverkauf? Wenn ich jetzt gut handle und mir einen Drilling für 7000 € gebraucht kaufe, wird der in drei Jahren überhaupt noch verkäuflich sein, wenn der Akku dann völlig verschlissen ist? Und wie ist das Risiko eines vorzeitigen Akkuschadens zu bewerten? Ersatzteile scheinen da ja mehr zu kosten als der ganze Wagen. Muss man das Risiko eingehen, dass der Akku vielleicht schon morgen den Geist aufgibt, oder kann man da auch reparieren bzw. das irgendwie versichern?
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Re: Kaufberatung - Drilling

Beitragvon drilling » Di 10. Apr 2018, 22:36

Wir haben vor 2 Jahren für ca. 10.000 Euro einen gebrauchten Ion von 2012 gekauft, schon damals wurde hier spekuliert das der in 2 Jahren höchstens noch 5000 Euro Wert sein würde, mit der Flut an neuen E-Autos mit großen Akkus die kommen würde.

Stattdessen könnten wir den jetzt immer noch problemlos für mindestens 8000 Euro weiterverkaufen.

2000 Euro Wertverlust in 2 Jahren finde ich persönlich sehr gut, bei Verbrennern habe ich auch nie weniger Wertverlust gehabt, eher mehr.

Du mußt bedenken das es nur ca. 3000 Drillinge in Deutschland gibt, und Kleinwagen, auch mit relativ kleinen Akkus, immer gefragt sein werden, da sie für viele Leute als Zweitwagen vollkommen ausreichen.

Was Ersatzteile anbelangt, klar, die sind neu vom Händler teilweise sehr teuer (das gilt grundsätzlich für alle E-Autos wegen der noch geringen Produktion), aber es gibt immer wieder Schlachtfahrzeuge wo man günstig an gebrauchte Ersatzteile rankommt, gerade bei den Drillingen weil es die ja schon seit 8 Jahren gibt.

Außerdem ist das gesamte Werkstatthandbuch online, deshalb kann man so manches selber machen wenn man handwerklich begabt ist (das war genau einer der Gründe warum wir uns einen Drilling gekauft haben).

Und wieso erwartest du das der Akku in 3 Jahren schon verschlissen sein soll?
Wieviele km im Jahr möchtest du damit fahren?
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Re: Kaufberatung - Drilling

Beitragvon AndreR » Mi 11. Apr 2018, 00:58

Naja, hängt ja vom Alter des gekauften Fahrzeugs ab. Wenn ich mir jetzt einen von 2014 oder 2015 kaufe, wird das wohl eher nicht so das Thema sein, oder?

Geben die drei Hersteller Garantie auf die Akkus?
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Re: Kaufberatung - Drilling

Beitragvon harlem24 » Mi 11. Apr 2018, 07:45

Mittlerweile sollten es bei allen drei 8 Jahre sein.
PSA hat bei den älteren Modellen am Anfang nur 5 gegeben und war sehr zimperlich, wenn es darum ging, dass man die Wartungsintervalle nicht eingehalten hat...
Gruß

CHris

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Re: Kaufberatung - Drilling

Beitragvon iOnier » Mi 11. Apr 2018, 08:49

Wenn ich mich recht entsinne ist die Garantiezeit aber erst 2015 auf 8 Jahre erhöht worden.

Die 2012er Gebrauchten, um die es hier vor allem geht, sind damit aus der Garantie schon 'raus und die 2013/14er sind es bald.

Ich habe ja vor gut 2 Jahren die gleichen Gedanken gewälzt. Ein 2012er mit 1-2 Jahren Restgarantie hätte damals noch eher 12-14 k€ gekostet, ein neuer mit 8 Jahren und mit den neueren Zellen (ich habe ja mit 15-17 Mm/a auch keine ganz geringe Fahrleistung) war unter 19 k€ zu haben, in Wunschfarbe und mit einem Satz Winterräder. Da war die Entscheidung einfacher, es wurde ein Neufahrzeug.

Mit den heute verfügbaren Erkenntnissen zu alters- und zyklenbezogener Degradation der LEV50- und der LEV50N-Zellen halte ich die Entscheidung auch rückblickend für richtig; das Auto soll mein Fahrprofil noch weitere 10 Jahre mitmachen, dies würde ich einem 2012er nach heutigem Kenntnisstand nicht mehr sicher zutrauen.

Wenn man aber eine geringe Jahresfahrleistung hat, das Auto vielleicht auch nicht ganz so lange zu halten gedenkt und sich jetzt einen guten 2012er mit wenig km auf der Uhr holt macht man IMO nichts falsch, sofern man sich die Batterie vorher mit CaniOn im Rahmen einer ausgiebigen Probefahrt richtig ansieht.
Gruß
Werner
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