Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon DonDonaldi » Mi 1. Jun 2016, 11:21

48% Degradation nach 5 Jahren bzw. 240.000km empfinden wir als viel zu hoch. Das wären 1% alle 5.000km bzw. nach ca. 30 Ladezyklen. Da wäre man nach 600 Zyklen schon bei 80% angekommen bzw. hat bei 52% Restkapazität nicht mal 1500 Ladezyklen erreicht. Das wäre aus unser Sicht extrem schlecht. Oder ich habe mich verrechnet.
Und was ist dann der LiFePO4 Akku bzw. was ist so besonders an ihm das er erst nach 2200 Ladezyklen bei 80% steht?
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Beitragvon Otto_Moeller » Mi 1. Jun 2016, 11:29

Ich habe mir gerade das Datenblatt vom LEV50N angesehen (Hier steht 5500 Vollladezyklen bei 25°C und 50 A Entladung und 50 A Entladung (80% Restkapazität). Das würde dann 550000 km entsprechen. Was will man mehr!
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon TeeKay » Mi 1. Jun 2016, 12:10

Don, vielleicht ist ein Elektroauto einfach nichts für dich. Ich finde eine Lebensdauer von 240.000km für so eine Minibatterie hervorragend. Die Batterie des Leaf degradiert nicht alle 30 Zyklen um 1%. Die Kapazitätskurve fällt in den ersten Zyklen relativ steil ab, geht dann in ein elendig langes Plateau über und fällt dann zum Ende der Lebenszeit der Batterie wieder steil ab.
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon DonDonaldi » Mi 1. Jun 2016, 13:38

Tee es geht darum das nach 240.000km nur noch 50% Restkapazität übrig sind und das nur 600 Zyklen bis 80% möglich sind, der Punkt an dem lt. Wikipedia der Akku als verschlissen gilt. Das ist sicher das andere Extrem.
600 Zyklen wären beim Leaf gerade mal 90.000km. btw wo findet man denn die beschriebene Kapazitätskurve.
@Otto_Moeller
Das wäre genial. Selbst 2500 wären schon wirklich klasse. Aber eine Garantie ist wohl auch nicht, oder?
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon TeeKay » Mi 1. Jun 2016, 17:27

Wann eine Batterie verschlissen ist, entscheidest du. Ich fahr pro Tag in der Stadt 30-40km - die Batterie ist verschlissen, wenn ich die nicht mehr mit einer Ladung schaffe. Also irgendwo bei 40%.

Die Kapazitätskurve ist bei allen Batterien so wie beschrieben.
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon Otto_Moeller » Mi 1. Jun 2016, 17:37

Ok, Ich habe die Daten der alten LEV50 Zellen gefunden: https://www.gs-yuasa.com/jp/technic/vol ... _1_021.pdf
Der größte Unterschied liegt in der Zyklusfestigkeit die LEV50N ist mit 5500 Zyklen und 80% angegeben während die LEV50 mit 1000 Zyklen und 85% angegeben ist. Das entspricht in etwa meiner Zykluszahl und Degeneration (1312 Zyklen und 83% oder 88000 km). Laut Datenblatt ist die LEV50N erheblich besser -> Nach der Einführung wurde in der USA die Garantie auf 100000 Meilen und 8 Jahre erhöht. Also sollte ein neuer i-Miev mit den LEV50N nicht so schnell degenerieren wie es meine Zellen getan haben. Um hier kein falsches Bild entstehen zu lassen, ich finde das ich nach der Kilometerleistung bei gemütlicher Fahrweise immer noch eine Reichweite im Sommer von 110 km habe nicht schlecht.
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon Karlsson » Mi 1. Jun 2016, 17:39

Der Wagen verkommt halt immer mehr zum Zweitwagen.
Und auch da sollte ein bisschen Reserve sein, wenn man seinen Alltag nicht zu 100% planen kann.
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon drilling » Mi 1. Jun 2016, 17:49

Karlsson hat geschrieben:
Der Wagen verkommt halt immer mehr zum Zweitwagen.


Die Drillinge sind doch sowieso grundsätzlich als Zweit- bzw. Kurzstreckenwagen / Stadtauto konzipiert worden, lange Autobahnfahrten sind damit eh nicht besonders bequem (wegen der schmalen hohen Form und den dünnen Vorderreifen die die Lenkung bei Geschwindigkeiten über 100km/h nervös machen), unabhängig von der Reichweite des Akkus.

Wir haben uns den Drilling genau deshalb gekauft, bei uns ist er das Zweitauto neben dem Benziner (Kombi mit AHK), der Drilling ist ideal für sämtliche Erledigungen in der näheren Umgebung, während der Benziner als Lastesel und für längere Fahrten verwendet wird.

Man muß sich eben ein Auto kaufen das zum vorgesehenen Nutzungsprofil passt, du würdest dir ja auch keinen Smart (egal ob Benziner oder Elektro) kaufen, wenn du damit öfters längere Autobahnfahrten vorhast.
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon DonDonaldi » Mi 1. Jun 2016, 18:34

@Otto_Moeller
5500 Ladezyklen bis 80% wäre ja fantastisch bzw. kaum zu glauben und zu schön um wahr zu sein. Da käme man ja bis 500.000km+x, ob das die Karosserie mitmacht :lol:
Interessant das man aber nur 160.000 km oder 8 Jahre garantiert. Traut man dem Akku nicht, oder geht es darum, dass man sicher ist wenn er doch mal kaputt geht und das nicht bis Exitus garantieren kann und will. Aber danke für die Info das es aufs N ankommt. Alle neuen haben den jetzt also?
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon Otto_Moeller » Mi 1. Jun 2016, 18:42

@DonDonaldi
Ja, auf das N kommt es an, ab 2012 sin die wohl verbaut worden. Oder ein 2011 billiger kaufen und für 6Td Zellen aktualisieren (wenn es stimmt, anfrage läuft noch bei Mitsubish). Das wird sich auch bei den älteren Modellen rechnen, die sind ja nicht kaputt zu kriegen. Rost habe ich nach 5 Jahren noch nicht entdecken können.
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