Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon DELHA » Di 31. Mai 2016, 18:48

etwas Hintergrundinfos: http://cleantechnica.com/2016/05/31/bat ... ries-last/
es gibt also Faktoren, die der Anwender massiv beeinflussen kann
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon i-MiEVBJ2010 » Di 31. Mai 2016, 19:36

Eigentlich alles Sinn leeres Geschreibsel.
Ein korrektes BMS reguliert alle diese Punkte:
1.High temperatures.
2.Overcharging or high voltage.
3.Deep discharges or low voltage.
4.High discharges or charge current.

Wer betreibt denn schon einen Li-Ion Akku ohne BMS?

Jeder Li-Ion Akku verliert über die Zeit Kapazität, durch Gebrauch und Alterung. Ist genau so normal wie bei vielen anderen Geräten. (Und auch der Mensch altert ;-) )
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon iOnier » Di 31. Mai 2016, 21:17

DonDonaldi hat geschrieben:
Wenn 17% Degradaition in 3 Jahren eher die Regel als die Ausnahme sein sollten sollte man das nicht zu sehr publik machen.
Wenn 17% Degradation in 3 Jahren bei bestimmten Autotypen die Regel sein sollten, dann sollte man genau das publik machen! ... damit genau die keiner mehr kauft.
Gruß
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon Drive Ö+Eco » Di 31. Mai 2016, 22:25

Mal der Bericht eines Wenigfahrers:
Wir haben den Mitsu (03.2011) mit 17 tkm (03.2014) übernommen und mit 29 tkm nach zwei Jahren abgegeben. Die Reichweitenanzeige zeigt e uns ab Übernahme und bei Abgabe meist um die 120 km Reichweite an (natürlich nicht im Winter). Geladen wurde bis auf eine Schnellladung immer am Schnarchlader (Wallbox; 3,2 kW). Erst im zweiten Jahr konnte ich mit CANIon den Batteriezustand prüfen. Die Zellen lagen noch harmonisch mit der Spannung beieinander und es gab keine Temperaturausreißer.
Die geringe Laufleistung und der Zustand des Akkus beweist m.E., dass die kalendarische Alterung der Batterie eine vernachlässigbare Rolle spielt. Ich stelle mir aber noch immer die Frage, ob eine häufige Teilnachladung besser oder schlechter ist als eine möglichst geringe Anzahl von Ladungen, aber mit großem SOC-Delta (also: was ist ein Ladezyklus in Bezug auf die Batterielebensdaueraussagen?).

Edit: also nach dem von DELHA verlinkten Artikel ist es besser ab 50% SOC nachzuladen.
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon Poolcrack » Mi 1. Jun 2016, 08:02

Die Zyklenfestigkeit nimmt überproportional mit der Verkleinerung des Ladehubs zu. Mikrozyklen (z.B. ein paar Sekunden Strom geben und gleich wieder rekuperieren) vertragen die LiIon-Zellen millionenfach. Auch wenn man die Summe der Ladehübe der Mikrozyklen mit der Summe von Vollzyklen vergleicht, ist die Zyklenfestigkeit bei den Mikrozyklen deutlich höher. Deshalb sind auch zwei Halbzyklen ein kleines bisschen besser als ein Vollzyklus, vier Viertelzyklen besser als zwei Halbzyklen, usw.
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon DonDonaldi » Mi 1. Jun 2016, 09:47

Ich denke schon das man das wissen kann und die Frage wieviel % Degradation einem kompletten Ladezyklus entspricht könnte man doch differenziert unter versch. Bedingungen beantworten. Also bei niedriger, normaler und hoher Temperatur.
Aus dieser Grafik (http://cleantechnica.com/2016/05/31/bat ... ries-last/) geht bei LiFePO4 Akkus hervor, dass man nach 2200 Zyklen noch 80% der ursrpünglichen Kapazität hätte.
Das entspräche einer Degradation von gut 0,01% pro vollständigem Ladezyklus. Beim Leaf würde das bedeuten das man (ausgehend von 19,2kwh verfügbarer Anfangskapazität) die 80% nach 42.240kwh erreicht. Selbst wenn man einen Verbrauch von 20kwh/100km zugrunde legt wäre der Zustand von 80% erst nach ca. 210.000km erreicht. Was ein wirklich guter Wert wäre aus unserer Sicht und ein klares Kaufargument pro Leaf.
Die Frage ist jetzt welche weiteren plan- und beeinflussbaren Faktoren (Temperatur, Ladeinfrastruktur, Ladestrategie etc.) auf die Degradation Einfluss nehmen.
Und zum Vergleich Verbrenner vs. E-Auto gibt es untersch. Erfahrungen. In unserem Umfeld kennen wir fast niemanden dessen Verbrenner vor dem erreichen der 200.000km ein Totalschaden war. Nur an einen kann ich mich erinnern und der hat das Fahrzeug bei über 120.000km für knapp 2.000€ gekauft und ist dann "nur" noch 65.000km oder fast 4 Jahre gefahren. Das ist sicher ein Grund warum es so viele Umsteiger so genau wissen wollen.

@iOnier
Stimmt Du hast Recht. Wenn das bei bestimmten Typen eher die Regel ist sollte man das publik machen. Gehören die Drillinge denn dazu?
@Alle
Ich habe oben wie selbstverständlich 20% von der angegebenen Kapazität abgezogen, weil ich öfter was von stiller Reserve las. Ist das wirklich so? Wenn ja warum? Und müsste die nicht zugeschaltet werden und die Degradation erst mal fühlbar bremsen?
@Poolcrack
Das wäre dann der Einfluss den jeder selbst hat? Wir haben unseren Twizy in den 4 Jahren fast nie unter 35% fallen lassen (ich meine nur einmal im Winter überhaupt in den 20er) schon aus Angst liegen zu bleiben. Ich habe ihn auch bei 60-90% sofort wieder an die Schuko Dose angesteckt und es fühlt sich zumindest subjektiv so an als sei die Reichweite in den 4 Jahren nahezu identisch geblieben. Fast schon vorhersehbar.

Zwischenstand bisher:
Der Leaf ist und bleibt unser absoluter Top Favorit. Dem traue ich bei "schonender" Behandlung 200.000km zu und damit ist er im Bereich eines Verbrenners angesiedelt.
Wenn wir einen Drilling neu kaufen würden (wäre mit der Förderung interessanter) dann könnte man den schonend (u.a. Garage beheizt) wohl auch auf 150.000km + x bringen, oder ist der Akku dort einfach nur schlecht? Dafür kann man den auch unter 12kwh/100km bewegen. Eine echte Spardose und dann noch Nachtstrom!
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon Poolcrack » Mi 1. Jun 2016, 10:24

Ja klar, wann und wie oft man lädt, kann man häufig selbst beeinflussen. Bei einem gegebenen Fahrprofil acuh durch den Kauf eines größeren Akkus, da dadurch die Ladehübe kleiner sind (z.B. beim neuen i3 unbedingt die größere Batterie nehmen). Auf die Temperatur kann man eventuell auch Einfluss nehmen, z.B. durch die Anmietung einer Garage. Eine weitere Weisheit: LiIon-Akkus mögen eine kühle Lagerung, aber eine warme Temperatur beim Laden und Entladen.
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon DonDonaldi » Mi 1. Jun 2016, 10:26

Was ist ein Lilon Akku? Dasselbe Wie der genannte LiFePO4 Akku?
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon Otto_Moeller » Mi 1. Jun 2016, 10:53

Beim Leaf hat ja schon jemand bei nach 5 Jahren und 240.000 km immer noch 52% gehabt.
Ich beim i-Miev habe nach 5 Jahren und 88000 km noch etwa 82%.
Ich denke da der LEV50N (neuere) zellentyp deutlich Zyklen stabiler ist, das ein erneuter Zellentausch bei dem Fahrzeug nicht mehr notwendig ist.
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon Poolcrack » Mi 1. Jun 2016, 11:08

DonDonaldi hat geschrieben:
Was ist ein Lilon Akku? Dasselbe Wie der genannte LiFePO4 Akku?

das ist die Abkürzung für Lithium-Ionen(-Akku). Das ist der Obergriff für unterschiedliche Akkutypen, bei denen Lithium-Verbindungen in allen wesentlichen Elementen der Zelle verwendet werden. LiFePO4 fallen auch darunter, siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-Ionen-Akkumulator
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