iMiev, Bitte um möglichst objektive Erfahrungswerte

iMiev, Bitte um möglichst objektive Erfahrungswerte

Beitragvon Wackelstein » Fr 25. Apr 2014, 06:50

Servus!
Zuerst einmal muss ich gestehen, dass mich der iMiev nie besonders interessiert hat. Zu teuer, zu wenig spritzig, zu klein.
ABER...
Meine Mutter ist mit ihrem Diesel äußerst unzufrieden. Diese "Kraxn" ist dauernd in der Werkstatt. Sie ist alt und fährt halt nur mehr extreme Kurzstrecken. Maximal sind 40km am Stück nötig, aber das auch nur selten. Ein Benziner oder gar Diesel mag solche Ultrakurzstrecken gar nicht.
Sie wäre also ideal für ein E-Auto, da die Reichweite hier IMMER ausreichend ist.
ABER (2.Teil)...
Ich hätte ihr nun eine Zoe empfohlen. Nur blöderweise ist ihre aktuelle Kraxn ein Renault (Modus) und ihr kommt sicher kein Renault mehr in die Garage. Ah ja, kosten darf das Ding auch nicht viel. Maximal 20k€. Und da kommt dann eigentlich nur mehr der iMiev in Frage. Der kostet hier in Österreich um die 24k€. Aber hier in Niederösterreich gibt's 3k€ Förderung, d.h. es verbleiben 21k€.

Damit wäre ich bei euch. Meine Fragen wären:
-) Wie zuverlässig ist der iMiev? Gibt's Schwachpunkte, habt ihr oft Aufenthalte in der Werkstatt?
-) Wie ist die Sitzposition? Liegt man drinnen wie in einem Sportwagen, oder sitzt man aufrecht wie in einem Van?
-) Wie ist der Hinterradantrieb im Winter? Ist der iMiev da schwierig zu fahren? Meine Mutter ist Vorderradantrieb gewöhnt...
-) Wie sieht's mit den Bremsen aus? Halten die ein paar Jahre, oder rosten einem die wie bei VW/Audi unterm Hintern weg, wenn man wie bei einem E-Auto üblich vorausschauend und mit viel Rekuperation fährt?

DANKE im Voraus!
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Beitragvon fdl1409 » Fr 25. Apr 2014, 07:28

Habe 15 Monate i-MiEV gefahren, kürzlich verkauft wegen Umstieg auf BMW i3.

In der ganzen Zeit keinerlei technische Probleme. Jahreswartung hat gut 100 Euro gekostet, sonst habe ich die Werkstatt nur zum Wechsel Sommer/Winterreifen gesehen.

Kommt drauf an wie du den Sitz stellst. Fand die Sitze bequem. Sitzheizung ist angenehm, hatte ich bis dahin nie.

Bin Jahrzehntelang nur Vorderradantrieb gefahren. Mir ist nichts Negatives aufgefallen. Schneereiche Gegend hier, gar keine Probleme gehabt.

Langzeiterfahrung zu den Bremsen kann ich natürlich nicht geben. Denke man sollte schon ab und zu mal kräftiger bremsen. Muß man beim i-MiEV sowieso, weil die Reku nicht bis zum Stillstand geht.

Kann den i-MiEV voll empfehlen. Wenn nicht BMW mit einem in meinen Augen noch besseren ( aber auch teureren ) Auto gekommen wäre hätte ich den noch viele Jahre gefahren.
Nach knapp 18.000km habe ich übrigens noch keinerlei Schwund bei der Reichweite feststellen können. Im Gegenteil konnte ich im März bei wärmerem Wetter schon bis zu 140km fahren mit einer Ladung trotz vieler Kurzstrecken und Berge.

Grüße
Frank
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Re: iMiev, Bitte um möglichst objektive Erfahrungswerte

Beitragvon AQQU » Fr 25. Apr 2014, 07:29

Mangels einem Fahrzeug kann ich deine Fragen nicht gänzlich beantworten, aber doch meinen Senf dazu geben ... ;-)

Der Nachbar meiner Mutter tauschte seinen Porsche gegen einen C-Zero (Interview), vielleicht noch ein kleine Geschichte für deine Mutter. Es zwang ihn niemand dazu - und er ist begeistert, dito seine Frau.

- Einsteigen und Sitzen: altersgerecht. Schön hoch. Van-artig trifft es wohl.
- Bedienung: sehr einfach, auch Rangieren und Einparken.
- Zuverlässigkeit: man hört so gar nix Negatives zum Wägelchen, die Drillingen scheinen sehr robust zu sein.
- Was gemacht werden sollte: Türen- / Heizelement dämmen (siehe ElWeb)

Eine Alternative mag evt. noch ein VW e-Up sein wenn der i-MiEV so gar nicht gefallen mag (MIR gefällt er sogar sehr gut). In den Zweisitzer kommt meiner alter Herr sehr einfach rein. Den e-Up gibt es aber wohl nur als Viersitzer?, mit dem tat er sich schwerer. Den sollte man doch mit Förderung und Rabatt auch zu einem guten Kurs bekommen können.
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Re: iMiev, Bitte um möglichst objektive Erfahrungswerte

Beitragvon micky4 » Fr 25. Apr 2014, 07:45

@Wackelstein: Du hast nicht zufällig Verwandte hier südlich von Wien ? Da gäbe es nämlich ziemlich hohe, zusätzliche Förderungen ...
Liebe Grüße, Michael ! (begeisteter Ampera- und eGolf-Fahrer)
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Re: iMiev, Bitte um möglichst objektive Erfahrungswerte

Beitragvon Wackelstein » Fr 25. Apr 2014, 08:28

Du hast nicht zufällig Verwandte hier südlich von Wien ? Da gäbe es nämlich ziemlich hohe, zusätzliche Förderungen

Nö, leider nicht :-( Aber immerhin sind 3000€ besser als ein Stein auf den Schädel :mrgreen:
Und eventuell können wir da bezüglich der Firmenförderung (5000€) etwas drehen. Mal sehen....

Jetzt geht's erst einmal darum, dass der Wagen meiner Mutter gefällt und ob sie ihren Renault überhaupt (doch) hergeben möchte.

Aber eure Berichte - DANKE DAFÜR!!! - machen mir Hoffnung, dass dieses Vehikel das Richtige für sie wäre. Verdammt, sie wäre PERFEKT für ein E-Auto: Dem sind diese Ultrakurzstrecken wurscht, der springt immer an, usw. usf.
Und - verflucht - ich möchte die Stinker in meinem Haushalt reduzieren, wo's nur geht!
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Re: iMiev, Bitte um möglichst objektive Erfahrungswerte

Beitragvon TeeKay » Fr 25. Apr 2014, 11:52

-) Wie zuverlässig ist der iMiev? Gibt's Schwachpunkte, habt ihr oft Aufenthalte in der Werkstatt?: Nein, es sind keine bekannt.
-) Wie ist die Sitzposition? Liegt man drinnen wie in einem Sportwagen, oder sitzt man aufrecht wie in einem Van? Das Auto selbst ist relativ hoch und den Sitz kannst du auch hochstellen. Wenn ich aus der Tiefgarage fahre, kann ich an der Ausfahrt leicht über die dort parkenden Autos hinwegsehen. Das gelingt mir mit dem 5er BMW nicht ansatzweise
-) Wie ist der Hinterradantrieb im Winter? Ist der iMiev da schwierig zu fahren? Meine Mutter ist Vorderradantrieb gewöhnt... Das Auto hat zwar Hinterradantrieb, ist aber so ausgelegt, dass es sich wie ein Fronttriebler fährt. Durch die sehr dünnen Reifen vorn schiebt das Auto immer über die Vorderräder.
-) Wie sieht's mit den Bremsen aus? Halten die ein paar Jahre, oder rosten einem die wie bei VW/Audi unterm Hintern weg, wenn man wie bei einem E-Auto üblich vorausschauend und mit viel Rekuperation fährt? Bislang gibts trotz Laternenparken keine Probleme. Hinten sind ohnehin Trommelbremsen dran, die nicht sofort anfangen zu rosten. Da die Rekuperation nur bis 18km/h funktioniert, benutzt du die Bremse ohnehin bei jedem Anhalten.

Ich würde dir empfehlen, einen jungen gebrauchten zu kaufen. Die kosten nochmal 10.000 Euro weniger und haben in der Regel weniger als 10.000km auf der Uhr. Sie sind praktisch neu. Meiner hatte 5.400km und noch Neuwagengeruch.

Das Auto ist gerade auch für ängstlichere Fahrer(innen) meines Erachtens nach ideal - denn er ist schmal. Enge Straßen, Baustellen o.ä. sind gar kein Problem bei weniger als 1,50m Breite. Und auch Einparken muss nicht mehr perfekt gemacht werden. Wenn die Karre schief steht, guckt sie dank geringer Breite oft trotzdem nicht aus der Parkreihe hervor. Gleichzeitig ist das Auto innen aber geräumig genug, um mit 4 Personen zu fahren. Ich meine, es ist sogar geräumiger als Fahrzeuge vergleichbarer Größe. Denn der Motor sitzt hinten unter dem Kofferraum und nicht wie üblich vorn unter der Haube. Damit ist die Fahrzeuglänge fast zur Gänze für den Fahrgastraum nutzbar.

Mein Vater und ich fahren zwei dieser Modelle und sind ausgesprochen zufrieden. Man darf nur nicht S-Klasse-Interieur und Fahrstabilität eines Porsche erwarten. Dafür kommt man bei effizienter Fahrweise sogar auf die angegebene Reichweite von 150km. Heute morgen nach der Vollladung wurden mir 154km angezeigt (wohlgemerkt: Die Batterie ist jetzt schon 2 Jahre alt) - und die Angabe entspricht der fahrbaren Realität. In der Stadt und bei Landstraßenfahrten mit max. 70km/h komme ich auf einen Verbrauch von etwa 10-10,5kWh/100km. Mit Ladeverlusten sinds dann etwa 12. Wer sportlicher fährt wie mein Vater, kommt aber immer noch auf 120km.
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Re: iMiev, Bitte um möglichst objektive Erfahrungswerte

Beitragvon Wackelstein » Fr 25. Apr 2014, 17:13

Danke sehr! Ich bin mittlerweile sehr überzeugt, dass dieses Auto für meine Mutter perfekt wäre - wie gesagt auch dank eurer Erfahrungsberichte. Aber Ihr könnt natürlich weiter eure Erfahrungen hier reinschreiben.

Ja, wir hatten heute schon eine Probefahrt. Der Händler hätten einen aus Wien da, weil er ihn übers Wochenende irgendwo zeigen will (Glück gehabt... ;) ). Ich selbst hatte nicht viel erwartet und wurde sehr positiv überrascht. Der iMiev beschleunigt nicht so übel, ist ausreichend geräumig und vor allem kann meine Mutter bequem einsteigen und gut (= hoch) sitzen.
Falls ihr der Händler ein gutes Angebot für ihren alten Renault Stinker macht, kauft sie ihn wohl.
Aber es wird auf jeden Fall das neue 2014er Modell.

Mal sehen :-)
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iMiev, Bitte um möglichst objektive Erfahrungswerte

Beitragvon imievberlin » Fr 25. Apr 2014, 21:37

Ich kann TeeKay seine Antworten nur unterstrichen.
Ich fahre seit Mitte Januar 2014 einen 2011er I-MiEV und habe den Kauf bis heute nicht bereut. Selbst meine Freundin nimmt jetzt lieber das EV als den bis dato so geliebten Diesel.
Heißt wenn sie da ist fahr ich gezwungen Maßen Stinker fahren.

Vor allem Kurzstrecken sind bei so einem EV echt bedenkenlos.
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Re: iMiev, Bitte um möglichst objektive Erfahrungswerte

Beitragvon p.hase » Sa 26. Apr 2014, 21:41

wir fahren zwei i-MiEV. komm mit deiner mutter zum jungweinschnuppern nach göttlesbrunn morgen und du bekommst first hand infos.
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Re: iMiev, Bitte um möglichst objektive Erfahrungswerte

Beitragvon Wackelstein » Do 15. Mai 2014, 07:30

Nachtrag:
Meine Mutter wollte den iMiev schon fast bestellen. Aber...
... wir hatten uns dann für meine bessere Hälfte eine Zoe ausgeborgt. Und als Mutter die gesehen hat, war sie total hin und weg.
Tja, mittlerweile hat sie die Zoe schon bestellt.
Dabei hatten wir dieses Auto aufgrund der Akkumiete eigentlich ausgeschlossen gehabt.
Aber ja, so isses halt. Mir gefällt die Zoe auch besser, aber ich war trotzdem vom iMiev positiv überrascht. Außerdem ist es schade, weil der Händler auch ziemlich hilfsbereit und engagiert gewesen ist.
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