i-MiEV Reichweite im Winter

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Beitragvon Elko » Di 8. Okt 2013, 06:33

Hallo, Ich werde mir demnächst einen i-MiEV zulegen, da die Reichweite bei der E-Heizung ziemlich nachlässt bin ich am überlegen ob ich mir nicht eine Standheizung einbauen lasse. Auf die Idee komme ich da mein Tazzari eine Eberspä her hat und ich da im Winter auch 119 km bei -14 Grad schaffe. Meine Frage da ich noch keine Winterpraxis habe liegt der enorme Reichweitenverlust wirklich nur an der Heizung oder liegen die Akkus so ungünstig das Sie die Temperaturene nicht Standhalten und daher weniger Leistung abgeben ?
Danke schon mal für die Andwort
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Re: i-MiEV Reichweite im Winter

Beitragvon AQQU » Di 8. Okt 2013, 08:11

Guckst Du im ElWeb-Forum wie man die Heizelemente isoliert, wäre der erste Schritt, Standheizung kannst Du dann ja immer noch nachrüsten lassen: link

Bei der Gelegenheit kannst Du Dich dann auch gleich mit der Android-app caniOn vertraut machen: Google Play Store
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Re: i-MiEV Reichweite im Winter

Beitragvon Elko » Do 10. Okt 2013, 18:27

Danke, werde ich bei Gelegenheit mal Dämmen.
Can Ion hab ich schon seit nem Monat am Handy und stöbere mich durch.
Welchen Bluetooth Dongel kannst du mir da empfehlen ??
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Re: i-MiEV Reichweite im Winter

Beitragvon Joe-Hotzi » Do 17. Okt 2013, 10:08

EVdriver hat geschrieben:
... Meine Frage da ich noch keine Winterpraxis habe liegt der enorme Reichweitenverlust wirklich nur an der Heizung oder liegen die Akkus so ungünstig das Sie die Temperaturene nicht Standhalten und daher weniger Leistung abgeben ... ?
Mehrere Faktoren spielen eine Rolle, aber der Hauptanteil geht tatsächlich zu Lasten der Heizung. Ist auch einfach erklärbar:

Zum gleichmäßigen Fahren mit 50km/h werden etwa 4-5kW am Rad benötigt (!). Der Verbrauch beim Beschleunigen kann durch das Rekuperieren bei angepasster Fahrweise zum großen Teil ausgeglichen werden. Nicht ausgleichen kann man die höheren Verluste bei Rollreibung der Reifen (Profil, Matsch, ...) und im Antrieb (zäheres Öl) bei tiefen Temperaturen, auch wenn der Einfluss antriebsseitig deutlich geringer als beim Verbrenner ist.

Eine elektrische Heizung hat meist 2-3kW Leistung. Auch wenn die nicht ständig mit Spitzenlast läuft - die Energie ist weg! Dazu kommt, dass die meisten heutigen E-Autos eben doch nicht optimal konstruiert sind, siehe Dämmtips für iMiEV & Co. Im Verbrennerauto muss die Abwärme irgendwo hin - da geht es also eher um Lärm- als um Wärmedämmung. Hier müssen die Autokonstrukteure sich noch wirklich umstellen und das braucht Erfahrungen (siehe Wärmepumpenheizungen) .

Ach ja - das Fahrprofil spielt eine sehr entscheidente Rolle!
Fährst Du nur langsam auf Kurzstrecke - evtl. noch mit Unterbrechungen, Durchschnitt 30km/h, legst Du nur geringe Kilometerzahlen in längerer Zeit zurück (z.B. 60km in 2Stunden = 30km/h) -> mehrmaliges Aufheizen und die längere Fahrzeit bedeuten höheren Verbrauch für Heizung und el. Zusatzverbraucher.
Fährst Du als Pendler 2x täglich zügig Deine Strecke, bist Du kürzer unterwegs (z.B. 2x30km in 2x0,5 Stunden = 60km/h), die Heizung u.a. Verbraucher laufen also deutlich geringer /gefahrenen Kilometer -> geringerer Verbrauch.
Natürlich gibt es diese Effekte genauso beim Verbrennerauto. Nur durch die riesige mitgeführte Energiemenge und die hohen Verluste, die man als Wärme im Winter wenigstens z.T. nutzt, fällt es nicht so auf.

Zuletzt noch der Einfluss Akku im Winter: Der "Kapazitätsverlust" kommt durch Verlangsamung der chemischen Prozesse bei niedrigeren Temperaturen zu Stande. Dadurch erhöht sich der Innenwiderstand, was im Betrieb zur Eigenwerwärmung führt - unter Verlust von Energie für den Vortrieb. Zusätzlich schlägt da der Peukert-Effekt auch bei Lithium zu, wenn auch längst nicht so dramatisch wie bei Bleiakkus.

Aber bei vielen deutschen Autotests wird der Wintereinfluss des Akkus maßlos übertrieben und die anderen Komponenten ausgeblendet. Man benötigt ja eine Begründung für "es geht halt leider :roll: noch nicht ..."
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Re: i-MiEV Reichweite im Winter

Beitragvon Ampera » So 20. Okt 2013, 11:36

Hab grad mal im Wiki über den I-Miev gelesen. Über Batteriekapzität und Leistung bei kalten Temp.

Da steht:

Die Traktionsbatterie kann nur bei warmem Wetter ihre volle Leistung entwickeln. Nur dann sind maximal 160 km Reichweite möglich. Sinkt die Akkutemperatur beim Laden auf 0 °C, so kann die Batterie nur zu etwa 60 % geladen werden. Die Segmentanzeige gibt darüber keinen Aufschluss, jedoch die genaue Reichweitenanzeige. Ist die Batterie kälter als -20 °C lässt sie sich nicht mehr laden. Umgekehrt ist ein bei warmen Temperaturen voll geladener Akku bei -10 °C noch fast zu 100 % leistungsfähig, bei -20 °C noch zu über 60 %.

Meine Schlussfolgerung aus dieser Aussage ist:

Bei Temp. unter 10°den Akku immer nach dem Fahren sofort wieder wenn möglich mit hoher Leistung ( 16A ) laden, da er vom Fahren erwärmt ist und so die max. Leistung aufnehmen kann. Für Laternenparker ist es nicht Ratsam auf den billigeren Nachtstrom zu warten, da sich der Akku abkühlen kann. In Tiefgaragen oder Garagen, die nicht kälter als 10° werden spielt das weniger eine Rolle. Die hat aber nicht jeder.

Was meint ihr dazu. Ist das Richtig oder liege ich Falsch.???
Gruss Joe

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Re: i-MiEV Reichweite im Winter

Beitragvon Joe-Hotzi » So 20. Okt 2013, 12:47

Ampera hat geschrieben:
... Sinkt die Akkutemperatur beim Laden auf 0 °C, so kann die Batterie nur zu etwa 60 % geladen werden.
Ich kenne die genauen physikalischen Ursachen nicht. Aber da diese Aussage auch an anderen Stellen sinngemäß getroffen wurde, ist Deine Schlussfolgerung, gleich nach dem Fahren den erwärmten Akku nachzuladen, richtig!

Als Hinweis noch: Da nicht genau bekannt ist, bis zu welchem Level die Zellen tatsächlich gefüllt werden, sollte eine komplette "Volllladung" vermieden werden, wenn das Fahrzeug längere Zeit ungenutzt abgestellt ist. Denn auch bei Vollladung (an den oberen Spannungsgrenzen der Zellen) setzen irreversible Prozesse zur Kapazitätsverringerung ein. Ich gehe aber davon aus, dass kein Hersteller Gefahr laufen will, wg. schnell alternden Akkus bekannt zu werden und daher diese Spannungsbereich mit den BMS-Einstellungen eh ausschließt. Der Kapazitätsgewinn ist in dieser Zone nur marginal.

Bei LiFePO4 gibt es die Aussage, bei Kälte "nicht mit hohen Ladeströmen" zu laden. Allerdings ist diese Aussage relativ! Denn lt. Hersteller sind 0,5C = Normalladung = 2 etwa Stunden Ladedauer. Eine Schukoladung >2Stunden kann also kaum als "hoher Ladestrom" interpretiert werden, da eigentlich Ladungen bis 3C = etwa 20 Minuten Ladedauer zulässig sind.
Auch ist bei LiFePO4 die Belastbarkeit bei Entladung deutlich höher als die zulässigen Ladeströme - was die oberste Aussage zumindest etwas unterstützt.

Fakt dürfte sein, dass häufiges Nachladen und kühlere (!) Betriebstemperaturen die Lebensdauer verlängern, tiefe Entladezyklen und hohe Akkutemperaturen die Lebensdauer verkürzen. Dass bei hohen Temperaturen die beste (momentane) Leistungsfähigkeit erreicht wird, sollte da nur in Ausnahmefällen ausgenutzt werden.
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Re: i-MiEV Reichweite im Winter

Beitragvon Ampera » So 20. Okt 2013, 14:52

Des Weiteren steht im Wicki noch folgendes:

Der Akku kann nur im Bereich zwischen +12 °C und +31 °C zu 100 % arbeiten
Temperaturen >31 °C führen zu Leistungsabbau und >50 °C zur Zerstörung der Akkuzellen
Temperaturen <12 °C führen zu Leistungseinschränkungen. Die Haltbarkeit ist nicht beeinträchtigt
Das Ladeverhalten (Kurve in der oberen Hälfte) wird durch tiefe Temperaturen stärker eingeschränkt als das Entladeverhalten (Kurve in der unteren Hälfte)

Um möglichst optimale Arbeitstemperaturen zu gewährleisten und die Lebensdauer zu optimieren, hat Mitsubishi eine Luftkühlung eingerichtet, die durch das Batteriemanagementsystem, falls nötig, aktiviert wird. Auf eine Akkuheizung wurde verzichtet.

Also vor "Überhitzung" habe ich keine bedenken. Nur vor "Unterkühlung"

Beim Zebra-Twingo ist das kein Problem, da der Akku immer mind. 247° hat. So kann man auch im Winter bei minus-Temp. die volle Leistung schöpfen. ( Abgesehen von Heizungs- und Rollwiderstandseinbussen). Der Ampera ist ja auch mit Akkuheizung ausgerüstet.

Wenn ich das richtig Verstanden habe, sollte beim I-Miev, falls der Akku im "warmen" zustand geladen wurde, die Leistung im unterkühlten Zustand doch zu 100% verfügbar sein.

Eine Chademo-Ladung im Winter bei - Temp. sollte auch kein Problem sein, wenn man vorher den Akku nicht abkühlen lasst, denn nach intensivem Fahren wird der Akku sicher die optimale Betriebstemp. von mind. 12° haben.
Gruss Joe

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Re: i-MiEV Reichweite im Winter

Beitragvon Elko » Sa 9. Nov 2013, 21:09

So danke mal für die Rege Beteiligung ;)
Hab ihn nun meinen I-MiEV und auch schon meinen Feldversuch in Sachen Reichweite derzeit bin ich meistens so mit 110-127 km unterwegs was ja nicht so schlecht ist, das einzige Problem ist wie immer die Heizung, die Frisst mir zu viel Strom,
Die Dämmung bewirkt in Sachen Wärme wirklich Wunder.
Bin gerade bei einem Versuch anders mit einem Standheizer über die 12V Versorgung zu Heizen, Sobald ich auf einem Grünen Punkt bin und es so Funktioniert wie ich mir das Vorstelle werde ich mal einen Thread darüber Starten. ;)
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Re: i-MiEV Reichweite im Winter

Beitragvon Ampera » So 10. Nov 2013, 00:12

Also mit 12V kommst du auf keinen grünen Zweig. Der 12V Akku ist ja nicht riesig und der Spannungswandler ( 330V auf 12V ) könnte überlastet werden. Geht ja rein energietechnisch alles auf die grosse Batterie. Die Heizung habe ich bis jetzt noch nicht gebraucht. Bei diesen Temperaturen reicht ja die Sitzheizung. Vorheizen an der Steckdose und dämmen bringt am meisten.
Gruss Joe

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Re: i-MiEV Reichweite im Winter

Beitragvon Elko » So 10. Nov 2013, 10:58

Ampera hat geschrieben:
Also mit 12V kommst du auf keinen grünen Zweig. Der 12V Akku ist ja nicht riesig und der Spannungswandler ( 330V auf 12V ) könnte überlastet werden. Geht ja rein energietechnisch alles auf die grosse Batterie. Die Heizung habe ich bis jetzt noch nicht gebraucht. Bei diesen Temperaturen reicht ja die Sitzheizung. Vorheizen an der Steckdose und dämmen bringt am meisten.


Ja nur habe ich leider die 2011 Version wo die Vorheizung noch nicht Vorhanden ist, derzeit habe ich einen 150 W Strahler der derzeit noch die Kabine Heizt im Winter bei -Graden weiß ich es selber noch nicht,
Ich muss auch Dazusagen das ich einen Van habe wo ich nur die vorderen 2 Sitze geheizt werden müssen.
Normal fahre ich auch mit der Sitzheizung, die 2011 Version hat sie ja nur auf der Fahrerseite und so suche ich eine Alternative für meinen Beifahrer, hab da auch schon eine Sitzheizung im Blick.
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