Für AutoBild gibt es offenbar keine Drillinge...

Für AutoBild gibt es offenbar keine Drillinge...

Beitragvon yoyo » So 26. Jun 2016, 12:33

:twisted: In der AutoBild Nr. 25 vom 24.6.2016 gibt es einen "großen" AutoBildExtra Bericht zur Elektromobilität und zur Kaufprämie.
Der Titel: Die besten E-Autos ab 16.500 Euro - Die Kaufprämie kommt!

Vom i-MIEV, iON oder C-Zero ist keine Rede, obwohl iON und C-Zero nach Abzug der Kaufprämie nur € 15.390 kosten sollten.

Ist die Nichterwähnung eine Absicht, eine Dummheit oder eine Konsequenz, weil die drei Hersteller möglicherweise keine Prämie gewähren?
Es ist bereits alles gesagt worden - nur noch nicht von jedem. ;)

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Re: Für AutoBild gibt es offenbar keine Drillinge...

Beitragvon Robert » So 26. Jun 2016, 12:57

Ich konnte bei der Gebrauchtberatung auch beim ZOE nichts von der 43 kW Ladung lesen.

Und beim TESLA Model 3 schreibt man auch, dass er bis zu € 50.000.- kostet. Und nicht, dass er ab € 35.000 .- zu haben sein wird.

Irgendwie aber auch klar und zu erwarten. Sonst schauen die deutschen "Premiumprodukte" noch armseliger aus als sie ohnehin schon sind. :roll:
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Re: Für AutoBild gibt es offenbar keine Drillinge...

Beitragvon Digitaldrucker » So 26. Jun 2016, 14:18

Zoe mit 43 kW Ladung gibt es ja nicht mehr neu... aus dem Grund für die Elektroprämie uninteressant.

Die Preisangabe beim Model 3 ist unglücklich gewählt nach dem Motto "lieber etwas mehr"...
Es ist schon richtig, dass ein M3 mit Autopilot sicherlich "bis zu 50.000 EUR" (ohne Kaufprämie) kosten wird.
Aber es wird wahrscheinlich auch einen geringeren Einstiegspreis haben.
Der wird aber nicht bei den von Dir, Robert, erwähnten 35.000 EUR liegen.
Der Fehler, die US-Dollar-Annoncierung von Elon mit Euro für Deutschland gleichzusetzen, ist hier doch schon zigmal besprochen worden.
Inkl. MwSt. Transport und Zoll wird der Einstiegspreis hoffentlich irgendwo um 40.000-43.000 EUR liegen würde ich tippen - alles nur Vermutungen.


Man erkennt dennoch klar Meinungsmache, statt objektive Information.
Groß abgebildet werden A4 e-tron und BMW 330e, die für die Allgemeinheit sicher uninteressantesten Modelle, Hauptsache deutscher Hersteller.
Dass der e-Golf gar nicht abgebildet, sondern nur unter "weitere Empfehlungen" aufgeführt wurde, wundert mich zwar schon etwas, dafür sind an den Fahrzeugabbildungen schön Herstelller-Reichweitenangaben mit "Auto Bild Messwerten" durcheinandergehauen wurden, womit die Zoe dann etwas schlechter da steht.

Statt den hundertsten unsinnigen Benziner-Diesel-Vergleich in der noch so kleinsten Nische zu machen sollten sie lieber mal die Hand voll E-Autos alle selbst länger als eine Woche testen und dann für alle konsequent Herstellerangaben UND "Auto Bild Messwerte" angeben - also objektiv informieren...
Auch wenn man am Ende Angst haben muss, wie die die Messwerte auswürfeln...

Der Schuko-Stecker hat übrigens "keine Zukunft" schreiben Sie unter "Das LADEN wird leichter"... puhh... müssen wir jetzt alle unsere Steckdosen austauschen?
Natürlich macht Schuko mit steigender Akkugröße keinen wirklichen Sinn mehr zum Laden - eine Möglichkeit für eine NOTLADUNG wird es wohl dennoch immer bleiben... Ihnen fehlt halt die Praxiserfahrung...


CHAdeMO nur in einem Nebensatz der "wahrscheinlichen Verdrängung durch CCS" zu erwähnen halte ich auch nicht für objektiv. Eine Seite vorher ist der Nissan Leaf mit rund einer Viertelmillionen Verkäufen erwähnt - wie lädt der denn schnell? Sicher nicht mit CCS...

Hauptsache man hat dem Michel schon mal eingebläut dass, "wenn 2018 der Audi Q6 mit CCS verkauft wird, kommt auch er auf 150 kW - das sind 25 Prozent mehr als bei Teslas Superchargern." - strike die dt. Automobilindustrie siegt über 5 Jahre nach dem Ami... WENN... :roll:

Bei der Vorstellung von "E-Autos aus zweiter Hand" ist übrigens auch von den Drillingen die Rede. Sie seien "gebraucht schon für rund 11.000 Euro" zu haben...

Fazit: Man hätte deutlich mehr draus machen können, besser und mehr über die Fahrzeuge informieren können, statt "Auto Bild entwickelt das ideale Elektro-Auto"... sicher nicht...

Schlimm genug, dass man sich als AB-"Leser" outet - und ein Grund mehr für die Kündigung des Abos... aber ich gebe zu, ich brauche ab und an etwas leichte Kost - und etwas, über dass ich mich aufregen kann... :lol:
Im KIA Soul EV seit 13.08.15 unter Strom - "Sag mal wo kommst Du denn her?" - "Aus Korea, bitte sehr!" :lol: Aktuell: 55.260 km; 23.06.17: Reservation Holder ;); Kona :thumb:
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Re: Für AutoBild gibt es offenbar keine Drillinge...

Beitragvon Greenhorn » So 26. Jun 2016, 14:34

@Digitaldrucker
Gut zusammengefasst.
Ich möchte aber ergänzen, das die beiden einleitenden Artikel ganz gut geschrieben sind.
Beim Leaf ein Minus wegen Mietakku. Man hätte auch ein Plus draus machen können, weil er Kauf und Miete bietet.
Aber das beste ist die Übersicht mit der Reichweiten. Kreis ab Frankfurt, wie weit kommen EV. Abgebildet sind:
Als altes EV (2008) der Miev mit 127 km. Ist ok. Tesla Roadster mit 300 km wäre auch ok.
Dann der i3 (2013) mit 158 km. Hätte man auch das aktuelle Jahr und den Leaf mit 200 km oder den Tesla mit 450 km nehmen können.
Nur blöd, das man sich dann 2017 mit dem Ampera-e und 300 km sowie den Audi Q6 e- tron mit 500 km hätte sparen können. Die Reichweite hatten wir ja schon.
Und oh Schreck, es wäre gar kein deutsches Auto dabei gewesen.
Aus 16 Seiten hätte man wirklich was gutes machen können.
Nächste Woche Dauertest Ergebnis der Zoe.

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Gruß Bernd
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In Planung: Ford Streetka-E-Roadster.
„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende" (Oscar Wilde)
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Re: Für AutoBild gibt es offenbar keine Drillinge...

Beitragvon Tribelhorn » Mo 27. Jun 2016, 19:48

Ich bekenne mich schuldig. Auch ich lese die AB auf meinen ausgedehnten Dienstfahrten mit dem Zug gerne. Da kann mann sich so herrlich darüber Aufregen, wenn der Golf oder sonst ein Deutsches Premiumprodukt wieder einmal den tausendste Vergleichstest gewinnt oder wenn aus einem kleinem Facelift an einem Audi ein "neues" Automobil wird. Interessant wurde die letzte Vorschau auf das jetzige Heft. Dort wurde der AutoBildExtra Bericht zur Elektromobilität mit einem Drilling beworben. Haben sie den Drilling schon wieder übergangen! Was soll`s, kauft eh kein AB Leser ein Elektroauto. Diese Druckerschwärze hätte man sich getrost sparen können.

Nun es gibt keine Regel ohne Ausnahme ;)
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Re: Für AutoBild gibt es offenbar keine Drillinge...

Beitragvon Heavendenied » Di 28. Jun 2016, 07:29

Ich fand das beste in dieser Ausgabe die Einleitung vom Chefredakteur:
"Wie wichtig sind doch Elektroautos und dass sie nun endlich kommen"
und dann im zweiten Absatz:
"möchte ich Ihnen unsere SUV Kaufberatung ans Herz legen"
Da muss man ja nix mehr zu sagen, oder...
Gruß,
Jürgen
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