Ein kleines Auto geht auf reisen

Re: Ein kleines Auto geht auf reisen

Beitragvon Ion-Fahrer seit 2016 » Fr 13. Okt 2017, 11:31

@Thomas
Für euer Fahrprofil ist der Zoe doch optimal, kompaktes Auto mit ausreichend Reichweite.
Was Einparken betrifft ist der Drilling wirklich ein Traum, super wendig und kommt in die engsten Parklücken. Da schmunzel ich immer wenn diese RiesenSUVs an kleinen Parklücken vorbeifahren und ich da ganz gemütlich einparken kann :D
Das richtige Fahrzeug für große Strecken ist der Drilling natürlich nicht, dafür würde er aber auch nicht gebaut.

@Werner
Ich glaub was Betriebskosten betrifft wirds wohl kaum günstiger gehen als mit Drilling.
Der ADAC hat mal für den Drilling Gesamtkosten von 34 ct/km bei 15000km/Jahr Fahrleistung ermittelt (und da sind nicht nur Betriebskosten sondern auch die höheren Anschaffungskosten bereits drin)
Das ist schon echt wahnsinnig günstig.
Aber du hast Recht, noch günstiger geht's mit eigener PV da kostet mich das Volltanken 11ct/kw also eine Tankfüllung 1,60 Euro :D :D
Eine solche Möglichkeit die Betriebskosten zu reduzieren scheidet beim Verbrenner ja von vornherein aus...
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Beitragvon iOnier » Sa 14. Okt 2017, 00:26

PharmaJoe hat geschrieben:
Welcher Diesel fährt mit etwas weniger als 4Litern innerorts 100km?


Guckstu bei Spritmonitor mal nach dem Smart Diesel: Durchschnitt 4,37 l/100 km, sehr viele unter 4. Und auch der Corsa Diesel wird von vielen unter 4 gefahren. Bisschen drüber macht den Kohl dann auch nicht fett. Ich wollte den Kastenvorteil beim Verbrauch gar nicht wegreden - er ist halt bloß nicht so gewaltig wie "eine Tankfüllung für 4 Euro" glauben macht.

Gruß
Werner
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Re: Ein kleines Auto geht auf reisen

Beitragvon iOnier » Sa 14. Okt 2017, 00:45

Ion-Fahrer seit 2016 hat geschrieben:
Ich glaub was Betriebskosten betrifft wirds wohl kaum günstiger gehen als mit Drilling.
Der ADAC hat mal für den Drilling Gesamtkosten von 34 ct/km bei 15000km/Jahr Fahrleistung ermittelt (und da sind nicht nur Betriebskosten sondern auch die höheren Anschaffungskosten bereits drin)

Da wurde der frz. Drilling WIMRET mit einem Citroen C1 oder so verglichen, der dann nochmal 1-2 ct/km billiger war. Ändert nix dran, dass der Drilling sehr günstig ist, aber es geht eben mit einem Verbrenner sogar noch ein bisschen günstiger. Solange man halt nicht überwiegend kostenlos oder mit eigener PV sehr billig laden kann. Und wie Du völlig korrekt anmerkst geht das mit einem Verbrenner halt gar nicht.

Von Komfort und Feeling des elektrischen Fahrens mal ganz abgesehen. Das ist die minimalen Mehrkosten von 1-2 ct mir jedenfalls allemal wert. Außerdem wurde die Haltedauer für meine Verhältnisse zu knapp angenommen; ich möchte den Wagen an sich mindestens 15 Jahre fahren, wenn 's geht. Über die Haltedauer und die Laufleistung machen sich die geringeren Verbrauchskosten dann deutlicher bemerkbar und das E-Auto wird spürbarer günstiger. Aber damit bin ich ein Ausnahmekunde ...

Gruß
Werner
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Re: Ein kleines Auto geht auf reisen

Beitragvon GanslerT » Sa 14. Okt 2017, 08:53

@Werner
Glaubst du wirklich das die Batterie in einem Drilling bei einer Fahrleistung von 15.000 km pro Jahr 15 Jahre durchhalten wird? Ich würde mir auch wünschen das Fahrzeug so lange fahren zu können.

Viele Grüße

Thomas
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Re: Ein kleines Auto geht auf reisen

Beitragvon minitipper » Sa 14. Okt 2017, 12:23

Da möchte ich meine Geschichte doch gleich mal hinten dran hängen. Aufgrund einer beruflichen Veränderung musste mein Smart ED 22kw von Salzgitter nach Saarbrücken. Ca. 500 km Autobahn - Auto vollgepackt. Ausgeguckt hatte ich mir den 3. Oktober - vorab, ich muss die LKW Fahrer loben.

Recht gemütlich ging es über 85 km nach Göttingen West. Dank starkem Verkehr und vielen Baustellen war der Akku bei Ankunft noch zu 40 % geladen. Kurz einen "Falschparker" von der Ladesäule mit schneller Einsicht weggescheucht und nach 30 Minuten ging es weiter. Säule übrigens Kostenlos.

Nächstes Ziel war nach 69 km sicherheitshalber Hasselberg Ost. Die Kasseler Berge ziehen ganz schön am Akku. Musste erst nachfragen, wie ich auf die andere Seite komme, da Richtung Süden die Tank & Rast Säule noch fehlt. Die LKW hatten wirklich alles wegen dem Feiertag zuparken müssen, aber die seit einer Woche da stehende Ladesäule hatten Sie freigelassen. 8-)

Da nur noch 30% im Akku dauerte das Laden dann 45 Minuten. Wiederum kostenlos. Nächstes Ziel war geplant mit Berfa Nord oder ein Autohof 20 km weiter. Die bergige Autobahn zieht am Akku und so habe ich nach 50 km lieber dort nachgetankt. Die Ladesäule zwischen den LKW finden ist gar nicht so leicht. Wieder wollten die kein Geld...

berfa Nord.jpeg


Bis Frankfurt herrscht an Feiertagen Ladesäulenwüste. 100 km bin ich gefahren um in Bad Homburg an der Accadis Hochschule laden zu können. Der Akku nur noch bei 10% - Freischaltung mit TNM-Karte - aber wohl kostenfrei. Sehr versteckt in der Einfahrt einer Tiefgarage.

Nach 45 Minuten ging es dann quer durch Frankfurt und Mainz 84 km nach Alzey. Die Säule von Innogy wurde mit einem Anruf kostenlos freigeschaltet. Direkt an der Kreisverwaltung mit automatischer Lichtanlage. Ein wenig im Auto ruckeln und man hatte wieder Flutlicht - denn nun war es schon dunkel geworden. Zwar wäre noch eine Säule in Kirchheimbolanden gewesen, aber das war mir zu riskant.

Bis Saarbrücken wären es nun nur noch 110 Kilometer - lieber noch einmal zwischentanken. Nach ca. 77 km die Raststätte Waldmohr angesteuert. Hier kostet die Aufladung pauschal 5 Euro. Also bis zum Anschlag volladen und dann weiter durch die Nacht. Die LKW durften bereits wieder fahren und so konnte ich mich einreihen.

Der Rest war nun ein Klacks, Nachts hatte ich die Innenstadtautobahn in Saarbrücken für mich - das Gefühl kennen die meisten Saarländer gar nicht. :D

Am Ende gab es doch ein Problem. Mein Smart ist für meinen Parkplatz zu groß! Oder, genauer gesagt, zu hoch!

zuhoch.jpg


Ohne Fotobeweis wollte mir das jedoch keiner glauben. :lol: Ein Tausch war jedoch möglich. Nun erkunde ich die Ladelage in der Haupstadt des kleinsten Flächenlandes. Zwei 22 kw Lader am Verkehrsministerium und am LKA habe ich schon genutzt. Die anderen Ladesäulen haben zum 1. Oktober den Betreiber gewechselt und meine Chips (TNM und Plugsurf) wollten da bisher nicht. Muss mal den Energieversorger anrufen. Allerdings sind das nur 11 kw Lader.

An der neuen Wohnung darf ich in der Garage eine Wallbox anbringen. Nach der Fahrt kann ich eigentlich nur froh sein, das alle Säulen bei meiner Ankunft frei waren - denn es ist ja nur immer 1 AC Stecker an den T&R Höfen vorhanden.

An beinah jeder Säule habe ich die üblichen Fargen beantwortet, die Zeit wurde nie zu lang. Der Smart ist definitiv kein Langstreckenauto - aber wenn man muss, dann geht es. In der Stadt fühlt er sich jedoch eindeutig wohler.
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Re: Ein kleines Auto geht auf reisen

Beitragvon Nesami » Sa 14. Okt 2017, 19:07

Nur zum Vergleich. Beide Autos haben das gleiche Fahrprofil. Man muss beim Diesel den Zeitraum betrachten bis der C-Zero angeschafft wurde. Jetzt läuft er nur noch Langstrecken oder wenn der Hänger benötigt wird. Kosten pro km liegen bei 14 Cent. In dem Alter ist er halt abgeschrieben. :mrgreen: Beim C-Zero mach ich den Schnitt erst am Ende des Jahres. Er verliert schon wegen der Abschreibung.

https://www.spritmonitor.de/de/detailan ... 13575.html
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Re: Ein kleines Auto geht auf reisen

Beitragvon Nesami » Sa 14. Okt 2017, 19:19

Nur zum Vergleich. Beide Autos haben das gleiche Fahrprofil. Man muss beim Diesel den Zeitraum betrachten bis der C-Zero angeschafft wurde. Jetzt läuft er nur noch Langstrecken oder wenn der Hänger benötigt wird. Kosten pro km liegen bei 14 Cent. In dem Alter ist er halt abgeschrieben. :mrgreen: Beim C-Zero mach ich den Schnitt erst am Ende des Jahres. Er verliert schon wegen der Abschreibung.

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Re: Ein kleines Auto geht auf reisen

Beitragvon Nordstromer » Sa 14. Okt 2017, 19:21

GanslerT hat geschrieben:
Ja den hatten wir uns auch angesehen. Der ist uns aber zu groß. Ich glaube auch so einen Zoe kann ich in ein paar Jahren leichter wieder verkaufen.


Erst mal Danke für deinen Reisebericht. Das sind für Interessierte auch sehr wichtige Infos.

Ja der Ioniq ist schon ein Geschoss wobei das stark davon abhängt was sonst so gefahren ist. Ich komme vom Audi A2 (den wir damals auch aus Überzeugung gekauft haben und dafür unser Budget kurzfristig Dank Hausbank mehr als verdoppelt haben) und da ist der Ioniq gefühlt schon groß. Aber man gewöhnt sich dran.

Und die Drillinge sind schon klasse. Da kann ich deine Frau verstehen. Hätten wir das Geld für einen über würde ich den Platz auch finden. Aber bei uns wäre das Verschwendung, weil ein BEV ausreicht.
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Re: Ein kleines Auto geht auf reisen

Beitragvon Nordstromer » Sa 14. Okt 2017, 19:29

iOnier hat geschrieben:
Mit dem Geld könnte ich eine Menge Dieselkraftstoff kaufen, mit der ein ähnlich kleiner sparsamer Dieselverbrenner auch 100 km schaffen sollte.


Hängt stark vom BEV und Verbrenner und vom Einsatzprofil ab. Ich hatte einen A2 und real hat der sich schon fast 6 Liter genehmigt. Gerade im Stadtverkehr. Aktuell wäre ich da bei fast 7€ und Steuern kommen noch mal oben drauf.
Der Ioniq hat mehr Platz und Komfort und liegt jetzt im Sommer und Spätsommer (wir hatten auch schon Regen und unter 10°) bei etwa 11kWh/100k. Mit Ladeverlusten und Winterwerten werden es sicher keine 16kWh/100km werden. Da bin ich unter 4,50€. Ersparnis sicher 2,50€/100km.
Und der A2 ist eher schon ein sparsames Auto. Aber im typischen Stadtverkehr spielt ein BEV seine Stärken aus. Und wenn man ihn auf der Autobahn vorausschauend und vernünftig bewegt bleibt kann ein BEV auch unterm Strich deutlich weniger als ein vergleichbarer Verbrenner verbrauchen.
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Re: Ein kleines Auto geht auf reisen

Beitragvon iOnier » So 15. Okt 2017, 12:43

GanslerT hat geschrieben:
Glaubst du wirklich das die Batterie in einem Drilling bei einer Fahrleistung von 15.000 km pro Jahr 15 Jahre durchhalten wird?

Ich hoffe es :-)

Ich habe ja einen "jungen" Drilling mit den neueren LEV50N-Zellen. Nominale Zyklenfestigkeit 5.000 - das wären bei im Schnitt 100 km Reichweite pro Volladung 500.000 km. Also mal nur auf die Ladezyklen bezogen, die kalendarische Alterung kommt natürlich oben drauf. Aber selbst bei 60% Restkapazität wäre der Akku noch gut genug für meine Pendelstrecke. Insofern bin ich optimistisch.

Gruß
Werner
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