C-Zero: 2. Winter

C-Zero: 2. Winter

Beitragvon Gegendenstrom » So 17. Mär 2013, 09:30

Ich bin inzwischen 14.000 km gefahren. Der zweite Winter ist nun bald vorbei.
Die niedrigste Aussenteperatur, zu der ich das Auto benutze war -13 Grad C.
Das Auto zeigte bei dieser Aussentemperatur bei vollgeladenem Akku nur noch knapp 70 km Reichweite an.
Davon bin ich mittel heizend etwas über 50 km gefahren (arbeitsweg hin und zurück). Die danach angezeigte Restreichweite betrug noch 30 km. Das Auto wurde ummittelbar nach der abendlichen Rückfahrt wieder vollgeladen. Die Ladezeit war auch bei nunmehr -5 grad C etwas langer als bei warmen Temperaturen.
Das Auto fuhr auch bei -13 Grad C Temperatur ohne spürbare Leistungseinschränkungen.

Zusammenfassend muss ich feststellen, das vor allem die elektrische Heizung Reichweite frist. Licht, Scheibenwischer, Lüfter haben jedoch eher einen geringen Einfluss auf die Reichweite.
Wer sich also ein solches Fahrzeug leisten möchte, möge das berücksichtigen. Ein Pendler, der nur an einem Fahrtende eine Lademöglichkeit hat, sollte mit diesem Auto (C-Zero, iON, iMiev) eher insgesamt nicht mehr als 70 km bei sparsam benutzter Heizung zurücklegen.
Bei meinem Fahrprofil, eher weniger als 50km am Tag, läßt sich das Auto immer gut benutzen, auch bei guter Verwendung der Heizung
Insgesamt wünsche ich mir jedoch eine fossile Zusatzheizung für den Winter, damit der Akku nur für die Bereitstellung von Bewegungsenergie Verwendung findet.
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Re: C-Zero: 2. Winter

Beitragvon EVplus » So 17. Mär 2013, 10:05

Die Reichweitenvorhersagen bei fast allen mir bekannten neueren E-Auto berechnen die verbleibenden Kilometer nach verschiedenen aktuellen und zurückliegenden Faktoren.

Darunter auch die aktuellen Zelltemperaturen und darüber hinaus Zellspannungen und Zellinnenwiderstände.

Bei einem kalten, ausgekühltem Fahrakku sind diese natürlich anders. Während der Nutzung erwärmen sich die Batteriezellen durch die Entladung und auch besonders durch Ladung (Rekuperation) . Dadurch verändert sich dann ( augenscheinlich paradoxerweise) die Restreichweite, sodass nach einer Fahrt u. U. mehr Kilometer angezeigt werden können als vorher, oder die Reichweite ansteigt.

Von daher wird jeder aufmerksame technisch interessierte Nutzer eines E-Fahrzeuges mit der Zeit lernen "sein" Fahrzeug einzuschätzen.

Der Weg dahin ist oftmals mit etwas Angst doch nicht die nächste Steckdose zu erreichen gepflastert.


Das Gleiche passiert übrigens mit der verbleibenden Restreichweite, wenn man von einer lãngeren Fahrt mit erwärmten Akkus zurückkommt, 3-4 Stunden ohne Aufladung steht und die verbleibende Restreichweite weniger geworden ist, ohne dass das Fahrzeug bewegt wurde. Durch die Abkühlung der Akkus ergibt sich dann eine (unerwartet ) geringere Restreichweite.

Fahrzeughersteller, die "idiotensichere" Restreichweiten angeben wollen zeigen dann natürlich immer recht wenige verbleibende Restreichweiten an.

Aufgrund dieser Beobachtungen nennen die amerikanischen Leaf Fahrer die Reichweitenanzeige " Guess-o-meter" = ="Rate-anzeige".
Ausgesprochen ( Lautschrift) ist der Unterschied zwischen "Gas-o-meter" und "Guess -o-meter" für den Englisch nicht geübten kaum hörbar und somit ein ganz nettes Wortspiel.....

Viele Grüsse EVplus
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Re: C-Zero: 2. Winter

Beitragvon dexter » So 17. Mär 2013, 11:31

Danke für den Erfahrungsbericht.

Gegendenstrom hat geschrieben:
Insgesamt wünsche ich mir jedoch eine fossile Zusatzheizung für den Winter, damit der Akku nur für die Bereitstellung von Bewegungsenergie Verwendung findet.


Amen! Was der Quatsch mit dem elektrischen Heizen soll entzieht sich komplett meinem Verständnis. Auch die Wärmepumpe im Zoe ist IMO Unfug. Einfach eine Ethanol-Heizung rein und gut ist, kann man auch mit Bioethanol CO2-neutral befeuern. Aber warum einfach wenn's auch kompliziert geht...
Michael

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Re: C-Zero: 2. Winter

Beitragvon BuzzingDanZei » So 17. Mär 2013, 11:41

Also ich hab keine Lust, irgendeinen Treibstoff zusätzlich zu tanken! Ich kaufe unter anderem ein Elektroauto, um außer Wischwasser nix mehr rein zu kippen. Entweder die Reichweite passt auch im Winter für die alltäglichen Ziele, oder man sollte das lieber lassen und sich einen Plugin Hybrid kaufen. Wenns dann doch weiter geht, mach ich lieber einmal mehr Ladepause.

Aber ne Verbrenner Heizung will ICH nicht!
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Re: C-Zero: 2. Winter

Beitragvon dexter » So 17. Mär 2013, 12:11

Mit Strom zu heizen ist physikalisch mindestens so verrückt wie mit Verbrennung zu fahren.

Stromheizungen in E-Fahrzeugen sind eine reine Imagefrage, keine Vernunftentscheidung sondern pures Marketing.
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Re: C-Zero: 2. Winter

Beitragvon ATLAN » So 17. Mär 2013, 14:56

Wenn schon Zuheizer, dann mit einem Brennstoff der universell verfügbar ist wie zB. Heizöl oder auch Benzin, Ethanol ist ja recht nett, aber woher auf die schnelle nehmen, wenn man nicht zuhause bevorratet hat bzw. einen Baumarkt griffbereit hat?
Von da her finde ich die E-Heizung im E-Mobil schon sinnvoll, aber erst ab den technischen Niveau vom Zoe. PTCs als Heizung sind ja ganz nett, aber eben reine Energievernichter. Hier ist auch der ansatz vom BMW i3 sehr interessant mit der IR-Heizung in den Türen samt Sitzheizung.

Generell gehe ich hier aber mit BDZ konform, wieder extra was zu tanken um Heizen zu können ist eher "abtörnend" für den Konsumenten.

MfG Rudolf
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Re: C-Zero: 2. Winter

Beitragvon Eauto » So 17. Mär 2013, 15:49

Es gehört ins Elektroauto unbedingt eine Fossile Heizung.

1. Weil wie dexter schreibt es ein physikalischer Unsinn ist mit Strom zu heizen. Solange er nicht Regenerativ erzeugt wird.
2. Der eine oder andere könnte sich vielleicht doch zu einem Elektroauto durchringen wenn er sich über das leidige Thema heizen nicht mehr den Kopf zerbrechen muß. Und dieses Problem abhacken kann. Es gibt ja noch genug ander Überlegungspumkte.

lg
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Re: C-Zero: 2. Winter

Beitragvon Jürg » So 17. Mär 2013, 16:01

Eauto hat geschrieben:

1. Weil wie dexter schreibt es ein physikalischer Unsinn ist mit Strom zu heizen. Solange er nicht Regenerativ erzeugt wird.

lg


Kann mir einer mal erklären, warum es physikalischer Unsinn ist, mit einer Wärmepumpe (elektrisch) oder einer Elektroheizung in einem Elektromobil zu heizen?

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Re: C-Zero: 2. Winter

Beitragvon Eberhard » So 17. Mär 2013, 16:07

neben der obligatorischen sitzheizung mit einer fußboden- und lenkradheizungheizung ausgestattet wäre eine luftheizung durchaus verzichtbar.

lg

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Re: C-Zero: 2. Winter

Beitragvon Eauto » So 17. Mär 2013, 16:25

Weil bei einer Wärmepumpe bei -1 Grad u. darunter sicher kein Energiegewinn von 1:3 möglich ist. Außer die Luft wird beim Zoe über den E-Motor angesaugt. Trotzdem finde ich eine Verbrennerheiung besser da gefühlt im Winter das Reichweiten-problem keines mehr ist.

Bei einer Hausheizung ist der Energiegewinn bei + 7 Grad 1:3 meine ich irgendwo gelesen zu haben.

lg
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