Batterieheizung nachträglich einbauen

Re: Batterieheizung nachträglich einbauen

Beitragvon Ampera » Sa 12. Apr 2014, 17:51

Eauto hat geschrieben:
Hab ich ja geschrieben.

2 Stunden Stop and Go (Zeitungzustellen) danach steht er 4 Stunden bei der Firma meiner Frau (kein laden möglich). Dann 4 km nach Hause und eben laden. Aber Batterie ist dann leider zu kalt.

Das ist das Hauptfahrprofil. Naürlich gibt es ein zwei Tage in der Woche wo noch andere Wege zu erledigen sind. Komme aber jetzt beim schreiben drauf das das auch meistens nicht viel mehr sind als ca. 4-5 km.

lg


Und wieviele Km machst Du oder deine Frau pro Tag? Das sollte selbst bei -10° kaltem Akku möglich sein, denn die Zustellstrecke wird doch nicht mehr als 50 km sein. Ich finde den I-mief ideal für deine Aufgabe. Geräuslose Zustellung am frühen Morgen. ;)
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Re: Batterieheizung nachträglich einbauen

Beitragvon TeeKay » Sa 12. Apr 2014, 20:53

Dass jemand seinen i-Miev temperaturbedingt nicht laden konnte, hörte ich noch nie. Es ist also nicht zu kalt zum Laden. Wenn die Batterie kalt ist, kann sie nur nicht zu 100% der Nennkapazität geladen werden.

2h Stop and Go sagt wenig über die Fahrstrecke aus. 2h im Winter bedeuten aber, dass du 2h heizt. Nehmen wir das mal großzügig mit 3kW Heizleistung an. Macht 6kWh. Dazu nehmen wir ebenfalls großzügig (für Stop&Go) 40km Fahrstrecke an. Wenn du vernünftig fährst, wirst du dafür zwischen 4 und 6kWh brauchen. Macht pessimistisch gerechnet 10 bis 12kWh Verbrauch pro Tag. Und das ist mit der 16kWh-Batterie auch im Winter möglich.

Wenn dir das zu heikel ist, kannst du immer noch eine Standheizung als Heizungsersatz einbauen. Dann wird die Heizung mit Äthanol oder Diesel betrieben und du hast nur den reinen Fahrmotorverbrauch.
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Re: Batterieheizung nachträglich einbauen

Beitragvon Adrian » Fr 18. Apr 2014, 19:11

Der Leaf hat in Deutschland auch keine Batterieheizung. Habe noch nie von Problemen gehört.
Beim Leaf könnte ich folgendes mit LeafSpy beobachten: in unserer unbeheizten Garage hat der Akku im Winter ca. 6 Grad. Wenn du ihn vorm losfahren lädst (zeigt der I Miev eigentlich die restliche Ladezeit??) heizt sich der Akku auf ca. 12 Grad und kühlt auch nicht aus wenn man ihn ein paar Stunden abstellt.
Nach meinem Kenntnisstand wirken sich niedrige Temperaturen nicht negativ auf die Lebensdauer aus.
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Re: AW: Batterieheizung nachträglich einbauen

Beitragvon Karlsson » So 20. Apr 2014, 12:12

Was mir noch einfiel - beim Laden sollte die Temperatur berücksichtigt werden. Da die Spannungen bei kalten Temperaturen sinken, kann die gleiche Spannung bei geringerer Temperatur zur Überladung führen.
Bei Rollern ist das ohne Temperaturkompensation (hat ja eher keiner) für Winterfahrer ein Problem.
Vielleicht berücksichtigen die Autos das aber auch. Macht bei den teuren Zellen auf jeden Fall Sinn, sie gut zu behandeln.
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Re: Batterieheizung nachträglich einbauen

Beitragvon PowerTower » Mo 21. Apr 2014, 20:04

Das stimmt so nicht Karlsson. Durch den höheren Innenwiderstand bei Kälte wird bei identischem Ladestrom die Ladeendspannung schon bei geringerem SOC erreicht! Überladen ist nicht möglich. Nicht umsonst geben die Akkuhersteller oftmals als Bemerkung an, dass bei tiefen Temperaturen (unter 0°C) die Ladespannung um etwa 0,2 Volt je Zelle erhöht werden kann (abhängig von der Zellchemie), um sie überhaupt voll zu bekommen. Das ist aber kein Muss und stresst die Akkus nur unnötig. Wir reden hier von einem Unterschied im Bereich von 1-2 km.
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Re: AW: Batterieheizung nachträglich einbauen

Beitragvon Karlsson » Di 22. Apr 2014, 10:58

Ich bin da kein Experte, habe bisher aber das Gegenteil gelesen. Bei Kälte Spannung reduzieren, um die Akkus nicht zu schädigen.
Viele Zellen dürfen unter 0 Grad gar nicht geladen werden.
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Re: Batterieheizung nachträglich einbauen

Beitragvon Eauto » Di 22. Apr 2014, 15:38

@ampera
Ca. 20km hat mein Zustellrayon inkl. Anfahrt.

dann noch ca. 6 km Arbeitsweg meiner Frau hin u. Zurück. Und tägliche Erledigungen.

Verbrenner bleibt natürlich in Reserve.

Also keine Ausrede um in nicht zu kaufen.

Mitte Mai kann ich näheres sagen ob der i-Miev noch da ist und ob ich in kaufe.

lg
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Re: Batterieheizung nachträglich einbauen

Beitragvon Ampera » Di 22. Apr 2014, 18:14

Eauto hat geschrieben:
@ampera
Ca. 20km hat mein Zustellrayon inkl. Anfahrt.

dann noch ca. 6 km Arbeitsweg meiner Frau hin u. Zurück. Und tägliche Erledigungen.

Verbrenner bleibt natürlich in Reserve.

Also keine Ausrede um in nicht zu kaufen.

Mitte Mai kann ich näheres sagen ob der i-Miev noch da ist und ob ich in kaufe.

lg

Also da kannst Du bei -10°die Heizung laufen lassen und es reicht problemlos, denn die E-Fahrzeuge haben bei Stopp an go eine bessere Effizienz als die Verbrenner. Gehe zu einem Händler und leih Dir einen aus und Du wirst sehen es klappt.
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Re: AW: Batterieheizung nachträglich einbauen

Beitragvon Ampera » Di 22. Apr 2014, 18:20

Karlsson hat geschrieben:
Ich bin da kein Experte, habe bisher aber das Gegenteil gelesen. Bei Kälte Spannung reduzieren, um die Akkus nicht zu schädigen.
Viele Zellen dürfen unter 0 Grad gar nicht geladen werden.


Liess mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Mitsubishi_i-MiEV unter Reichweitenoptimierung. ;)
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Re: AW: Batterieheizung nachträglich einbauen

Beitragvon Karlsson » Mi 23. Apr 2014, 13:35

Ampera hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
Ich bin da kein Experte, habe bisher aber das Gegenteil gelesen. Bei Kälte Spannung reduzieren, um die Akkus nicht zu schädigen.
Viele Zellen dürfen unter 0 Grad gar nicht geladen werden.


Liess mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Mitsubishi_i-MiEV unter Reichweitenoptimierung. ;)

Da steht nichts zur Temperaturkompensation bei der Ladespannung.
Im Elektrorollerforum finden sich aber Berichte zu Thundersky Zellen bei Kälte. Und zwar können die bei Minusgeraden problemlos auch unter 2,5 V gezogen werden.
Die Spannungsreduktion kommt durch die Kälte und gilt für das Laden wie auch das Entladen.
Also sinngemäß entsprechen 3,6V bei -20 Grad dann 4,2V bei 20 Grad. Und das ist schädigend für die Zellen.
Um die Zellen nicht zu überladen, muss daher die Spannung reduziert werden oder man heizt die Zellen.

So lese ich das auch aus den Datenblättern von Winston. Bei -25 Grad haben die voll nur noch 2,8 Volt. Bei +25 Grad sind es knapp 3,2.

Ist aber wie gesagt Lifepo.
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