Batterie Service für c-zero in Wien?

Re: Batterie Service für c-zero in Wien?

Beitragvon PowerTower » Sa 9. Dez 2017, 11:12

DarkVater hat geschrieben:
Passen eigentlich die BMW(Samsung)-Zellen mechanisch in den Miev-Batteriekasten? Davon gibt es ja schon einige am Markt. Hab aber bis jetzt noch keine Maße von den Zellen gefunden

Hallo Sven,

du hast da eine sehr interessante Frage in den Raum geworfen. Die deutsche Automobilindustrie verwendet prismatische VDA-Standardzellen, wie sie z.B. Samsung und Panasonic herstellen.

Die 60 Ah und 94 Ah Samsung Zelle für die den BMW i3 orientieren sich am BEV2 Format. Woher die 10 mm Abweichung in der Höhe resultieren, kann ich nicht beurteilen. Ich vermute, dass es mit den Anschlüssen zu tun hat. Jetzt vergleichen wir diese Angaben mit der LEV50 Zelle und stellen fest, dass diese mit 115x171x44 mm auch dem BEV2 Format entspricht.

Ohne da jetzt zuviel hinein interpretieren zu wollen könnte das bedeuten, dass die 60 Ah bzw. 94 Ah Samsung Zellen rein mechanisch im Drilling Platz finden würden. Die 94 Ah Zelle ist allerdings 300 g schwerer als die LEV50, weshalb das Fahrzeuggewicht um 26,4 kg beim 88 Zellen Akku steigen würde. Aber 19,5 kWh (60 Ah) bzw. 30,6 kWh (94 Ah) Nennkapazität klingen schon beeindruckend. ;) Die Zulassung des Fahrzeugs ist dann allerdings in Gefahr und das BMS wird die Samsung Zellen mit denselben Parametern betreiben wie die GS Yuasa Zellen. Gleiche Ladeströme, gleicher Temperaturbereich, gleiche Spannungsgrenzen. Wie sich das auf die Lebensdauer auswirkt, kann ich jetzt nicht beurteilen. Die 60 Ah Zellen sollten da etwas robuster sein. Ein interessantes Projekt wäre es allemal.

Idealerweise stellt man eine LEV50 und eine Samsung Zelle nebeneinander und schaut dann das tatsächliche Größenverhältnis an. Auf Fotos wirkt die GS Yuasa doch etwas flacher.

Viele Grüße
Micha
Dateianhänge
batteriezellen_prismatisch.png
Übersicht prismatischer VDA-Standardzellen
Quelle: Daimler AG

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Mitsubishi/Citroen/Peugeot - BEV2? -> 115x171x44 mm lassen darauf schließen
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Re: Batterie Service für c-zero in Wien?

Beitragvon DarkVater » Mo 11. Dez 2017, 10:57

Hallo Micha,

da bin ich jetzt doch etwas überrascht, dass es sowas wie einen Standard für Zellen gibt, wo sich Hersteller daran halten :shock:
Das Thema Zulassung ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Wie ist das denn bei den "alten" EVs, das wird doch auch viel rumgebastelt und von NICD auf Lithium umgestrickt usw., wenn es da keine Probleme mit der ABE gibt, mach ich mir keine Gedanken.
Und die Parameter sollten nicht so sehr voneinander abweichen, dass Schäden zu erwarten sind. Eher vielleicht seltsame Sprünge bei der Restreichweite, Entladeverhalten etc., das lässt sich verschmerzen. Ich rechne in etwa 2 Jahren damit, Ersatz zu beschaffen. Und die BMW-Akkus gibt es öfers mal günstig, da würd ich es auf einen Versuch ankommen lassen.
Bis jetzt sind das nur Gedankenspiele, aber je kürzer die Reichweite um so größer wird der Druck was zu ändern ;)
Vielleicht erbarmt sich Mitsubishi doch noch, einen Austausch für einen vernünftigen Preis anzubieten. Andere Hersteller schaffen das auch.

Gruß
Sven
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Re: Batterie Service für c-zero in Wien?

Beitragvon Floschi » Mo 11. Dez 2017, 15:35

Hallo zusammen,
verstehe ich das richtig? Schnellladung sollte man besser lassen? :shock:
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Re: Batterie Service für c-zero in Wien?

Beitragvon PowerTower » Mo 11. Dez 2017, 17:13

Nein, nicht zwingend. BMW belastet die Samung Zellen beim Laden auch mit 120 A und liegt damit auf dem gleichen Niveau wie die Drillinge. Man sollte jedoch die im i3 vorhandene Wasserkühlung erwähnen, die da sicher ihren Teil dazu beiträgt. Warum im Datenblatt nur 0,5C als maximaler Ladestrom angegeben ist, wüsste ich auch gern. Die Praxis weicht davon jedenfalls ab.

Die alten Fahrzeuge, die von NiCd auf Li-Ion umgerüstet werden, bräuchten dafür eine Einzelabnahme. Da sich mit diesen Autos aber niemand auskennt, verzichten die meisten Umrüster darauf. Im Falle eines Unfalls kann diese Abweichung bei Bedarf jedoch zu Ungunsten des Fahrers festgestellt werden. Wäre in diesem Fall genau so, wenn ein Gutachter feststellt, dass das Fahrzeuggewicht von den Papieren abweicht. Ich denke ein Nachtrag in der Zulassungsbescheinigung kann da nicht schaden.

Eigentlich bräuchte man nur jemanden zu fragen, der das Batterieupgrade beim i3 in Anspruch genommen hat. Das sollte irgendwo vermerkt sein.

DarkVater hat geschrieben:
Und die Parameter sollten nicht so sehr voneinander abweichen, dass Schäden zu erwarten sind. Eher vielleicht seltsame Sprünge bei der Restreichweite, Entladeverhalten etc., das lässt sich verschmerzen.

So wie ich das verstanden habe, ist das BMS sehr lernfähig. Eventuell merkt es einfach, dass zwischen der Lade- und Entladeschlussspannung mehr Kapazität zur Verfügung steht und nutzt diese. Wenn es diese Mehrreichweite dann auch noch im Display bescheinigt, umso besser.
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Re: Batterie Service für c-zero in Wien?

Beitragvon drilling » Do 14. Dez 2017, 21:02

PowerTower hat geschrieben:
Man sollte jedoch die im i3 vorhandene Wasserkühlung erwähnen, die da sicher ihren Teil dazu beiträgt.

Die Luftkühlung während der Chademo Ladung der Drillinge ist auch nicht ohne, denn da wird die von der Klimaanlage gekühlte Lüft mit ziemlichen Druck direkt in den Akku gepreßt, das hört sich an wie ein Staubsauger.
Trotzdem ist es besser nicht allzuoft mit Chademo zu laden, denn die Zellen werden sicher mehr gestreßt als bei einer Normalladung.

Die alten Fahrzeuge, die von NiCd auf Li-Ion umgerüstet werden, bräuchten dafür eine Einzelabnahme. Da sich mit diesen Autos aber niemand auskennt, verzichten die meisten Umrüster darauf.

Das gilt dann aber auch für die Drillinge. Solange die neuen Zellen ins Original Akkugehäuse im Unterboden passen wird das wohl nie jemand merken das da andere Zellen drin sind. ;)
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kostenlose Schnellladung "teurer" als normale Ladung?

Beitragvon matthew77 » Di 26. Jun 2018, 14:06

Hallo,
ich hänge mich mal hier an diesen Thread dran, weil mehrfach erwähnt wurde, dass häufige Schnellladungen schädlich für den Akku sind: mal angenommen ihr hättet eine kostenlose Chademo Ladesäule um die Ecke oder könntet alternativ in der eigenen Garage mit 10A@230V laden. Nehmen wir an, Zeit spiele keine Rolle. Was würdet Ihr eher machen: den kostenlosen Strom vom Chademo Charger mitnehmen oder lieber mit eigenem -selbst zu bezahlendem - Strom akkuschonenend laden?
PS: mein iMiev hat ca. 50.000 km drauf, Reichweite ca. 110km im Stadtverkehr, BJ 02/2011...
iMiev EZ 02/2011, PV mit 6,5kWp -> es lebe die Energierevolution!
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Re: kostenlose Schnellladung "teurer" als normale Ladung?

Beitragvon Elko » Di 26. Jun 2018, 14:15

matthew77 hat geschrieben:
Hallo,
ich hänge mich mal hier an diesen Thread dran, weil mehrfach erwähnt wurde, dass häufige Schnellladungen schädlich für den Akku sind: mal angenommen ihr hättet eine kostenlose Chademo Ladesäule um die Ecke oder könntet alternativ in der eigenen Garage mit 10A@230V laden. Nehmen wir an, Zeit spiele keine Rolle. Was würdet Ihr eher machen: den kostenlosen Strom vom Chademo Charger mitnehmen oder lieber mit eigenem -selbst zu bezahlendem - Strom akkuschonenend laden?
PS: mein iMiev hat ca. 50.000 km drauf, Reichweite ca. 110km im Stadtverkehr, BJ 02/2011...


Ich persönlich würde alleine wegen der Bequemlichkeit Zuhause laden, außerden sagt hier mein (E-Mobilitäts)Verstand, ein anderer auf der Durchreise könnte den Strom eventuell gebrauchen.

Ich verstehe dann auch oft mache E-Auto fahrer nicht die bei 82% am Schnelllader anstecken weil sie Strom "schnorren" wollen.

Schnelllader ist für mich immer für Reisen alles andere für Destinantionen oder Zuhause wo Zeit keine Rolle spielt.

elektrische Grüße
Thomas (Elko)
07.01.2012-11.10.2013 Tazzari Zero
13.10.2013-08.09.2016 Mitsubishi i-MiEV (105.000 km)
seit 27.08.2015 CityEL Bj: 1990
seit 09.09.2016 Kia Soul EV

http://www.elko-electric.at

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Ich hab 360V DC!" :ugeek:
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